DE29888C - Apparat zum Verkohlen von Knochen, Torf und anderen kohlenstoffreicheh Substanzen durch überhitzten Dampf - Google Patents

Apparat zum Verkohlen von Knochen, Torf und anderen kohlenstoffreicheh Substanzen durch überhitzten Dampf

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DE29888C
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a. ZW illinger in Wien
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    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10BDESTRUCTIVE DISTILLATION OF CARBONACEOUS MATERIALS FOR PRODUCTION OF GAS, COKE, TAR, OR SIMILAR MATERIALS
    • C10B53/00Destructive distillation, specially adapted for particular solid raw materials or solid raw materials in special form
    • C10B53/02Destructive distillation, specially adapted for particular solid raw materials or solid raw materials in special form of cellulose-containing material
    • YGENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
    • Y02TECHNOLOGIES OR APPLICATIONS FOR MITIGATION OR ADAPTATION AGAINST CLIMATE CHANGE
    • Y02EREDUCTION OF GREENHOUSE GAS [GHG] EMISSIONS, RELATED TO ENERGY GENERATION, TRANSMISSION OR DISTRIBUTION
    • Y02E50/00Technologies for the production of fuel of non-fossil origin
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Description

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KLASSE 10: Brennstoffe. ^™—
;, ABRAHAM ZWILLINGER in WIEN.
Apparat zum Verkohlen von Knochen, Torf und anderen kohlenstoffreichen Substanzen durch
überhitzten Dampf.
Fatentirt im Deutschen Reiche vom 29. April 1884 ab.
Die Zeichnung veranschaulicht den verbesserten Verkohlungsapparat in Fig. 1 in einem verticalen Längenschnitt nach der Linie C-D in Fig. 2, Fig. 2 zeigt den Apparat in einem horizontal geführten Längenschnitt nach der Linie ^M? in Fig. i, und Fig. 3 ist ein Querschnitt durch den Heizraum des Ueberhitzungsofens nach der Linie E-F in Fig. 2.
Der Ueberhitzungsofen A ist behufs Erzielung einer gleichmäfsigen Hitze in demselben und einer vollkommenen Verbrennung des Brennmaterials so construirt, dafs durch entsprechende Böschung der Seitenwände α α α des Heizraumes, durch Tieferlegen des Rostes B und Anbringung einer verticalen, feuerfesten Zwischenwand C zwei Heizräume O gebildet werden, von denen jeder Theil mit einer Heizthür b, Fig. 2 und 3, versehen ist. Zur Regulirung der Luftzuströmung ist jeder Aschenfallraum E mit einer verstellbaren Thür c, Fig. 1, versehen.
Im Ueberhitzungsraum A sind durch Kniestücke d unter einander verbundene Rohre e derart in senkrechten Mauern/ gelagert, dafs die Kniestücke d rechts und links in je einen schmalen Kanal/1/1 zu stehen kommen, welcher durch kleine Löcher/2 mit der Feuerung communicirt. Der Ueberhitzungsofen ist nicht eingewölbt, sondern mit Platten überdeckt, und dienen die Mauern / den Platten als Auflagerung. .
In die Rohre e strömt der Dampf am besten bei g ein und passirt die während der ganzen Operation in dunkelroth glühendem Zustande erhaltenen Rohre e, von wo derselbe in stark überhitztem Zustande durch das Rohr h den Verkohlungscylindern GGG zugeführt wird.
Die ca. 150 bis 200 kg des zu verkohlenden Materials fassenden, aus Gufseisen hergestellten Cylinder G sind behufs Füllung und Entleerung oben und unten mit Deckeln i bezw. il versehen. Jeder der Cylinder enthält ein der Länge nach mit kleinen Löchern versehenes Rohr h \ das vom Rohr h abzweigt und durch welches der überhitzte Dampf in das zu verkohlende Füllmaterial strömt.
Die Verkohlungscylinder, welche am besten ca. 300 mm Durchmesser haben, können stehend oder liegend angeordnet sein und sind derart eingemauert, dafs rings um dieselben ein freier Raum/ bleibt, welcher durch den Kanal k mit dem Ueberhitzungsraum A verbunden ist.
Die von der Feuerung D kommende Wärme streicht der Länge nach durch den Ueberhitzungsraum A und durch den Kanal k in den Raum /, umspielt die Rohre e und die Cylinder G, wodurch diese sowohl als auch die Ummauerung auf hohe Temperatur gebracht werden. Die Verbrennungsproducte ziehen durch den Kanal IP ab. Die Ummauerung mufs stark genug sein, um möglichst wenig Verlust durch Wärmeausstrahlung zu erleiden und wird die vom Ueberhitzungsraum kommende Wärme hierdurch so ausgenützt, dafs dieselbe mit ca. 1600C. in den Kamin entweicht. Die sich bei dem Verkohlen entwickelnden Dämpfe und Gase gelangen zum Zweck der Gewinnung der Nebenproducte durch das Rohr m mx in einen Con-
densator H, von wo dieselben durch das Rohr η zu dem Kühler geleitet werden.
Ein von dem Condensator H abzweigendes, mit dem zu den Waschgefäfsen führenden Rohr in Verbindung stehendes Syphonrohr ο erhält das Ammoniakwasser im Condensator H stets im gleichen Niveau.
Um zu verhindern, dafs die gufseisernen Röhren des Ueberhitzungsofens und die gufseisernen Verkohlungscylinder durch den Sauerstoff der beim Heizen einströmenden Luft oxydirt werden, sind dieselben mit einer feuerfesten Umhüllungsmasse umgeben, die sowohl sehr hohe Temperatur verträgt als auch am Eisen fest haftet, keine Risse bekommt, nicht schmilzt und nicht abbröckelt.
Diese feuerfeste Umhüllungsmasse besteht aus:
ι oo Theilen feinstem Thon,
20 - gewöhnlichem Thon,
40 - Spodiumstaub,
2 - Kuhhaaren oder Gerstenspreu.
Der feinste Thon, der gewöhnliche Thon und der Spodiumstaub müssen getrocknet, fein zerrieben und mit so viel Wasser zusammengerührt werden, dafs ein gleichartiger plastischer Teig von der Consistenz eines Glaserkittes entsteht, worauf die Kuhhaare oder die Gerstenspreu eingeknetet und gleichmäßig durchgearbeitet werden. Mit dieser Masse werden die Ueberhitzungsröhren 1 cm dick und die Verkohlungscylinder 3 cm dick umhüllt. Man läfst sie 24 Stunden an der Luft trocknen und können die Cylinder und die Röhren hierauf sofort einer Glühhitze von 10000 C. ungefährdet ausgesetzt werden.
Solche Verkohlungsapparate lassen sich auch sehr vortheilhaft zur Erzeugung von Steinkohlengas mit Gewinnung der Nebenproducte verwenden.

Claims (1)

  1. Patent-Ansprüche:
    Ein Apparat zum Ueberhitzen von Dampf, bei welchem die Knie- oder Bogenstücke des Dampfrohres nicht fest aufliegen, sondern in zwei seitlich vom Heizraum angebrachte und mit diesem durch Oeffhungen communicirende Kanäle ragen und so direct von den Heizgasen umspielt werden. Ein Dampfüberhitzer, bestehend aus zwei neben einander liegenden, durch eine verticale Zwischenmauer aus feuerfestem Material von einander getrennten Feuerungen, über welchen die Dampfröhren so angebracht sind, dafs sie nur von der Zwischenmauer und zwei parallel mit dieser laufenden Seitenmauern getragen werden, während der gröfste Theil ihrer Länge und die Knieoder Bogenstücke derselben der Einwirkung der Feuerungsgase ausgesetzt sind.
    In einem Apparat zum Verkohlen oder Destilliren von Knochen oder kohlenstoffreichen Substanzen die Einrichtung, dafs die zum Ueberhitzen von Dampf benutzten Heizgase zum Vorwärmen der das zu verkohlende oder zu destillirende Material enthaltenden Retorten und des diese umgebenden Mauerwerks verwendet werden, während der überhitzte Dampf durch ein mit Löchern versehenes Rohr in das betreffende Material geleitet wird.
    Das Bekleiden oder Ueberziehen der Dampfüberhitzungsröhren und der gufseisernen Cylinder oder Retorten mit einer feuerfesten Masse, welche als wesentliche Bestandtheile feinsten Thon, gewöhnlichen Thon, Spodiumstaub und etwas Kuhhaare oder Gerstenspreu enthält.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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