DE29863C - Verfahren und Apparate zum Telegraphiren - Google Patents

Verfahren und Apparate zum Telegraphiren

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CH. G. BURKE in Richmond Hill County of Quens, New-York, V. St. A
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    • H04ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
    • H04LTRANSMISSION OF DIGITAL INFORMATION, e.g. TELEGRAPHIC COMMUNICATION
    • H04L25/00Baseband systems
    • H04L25/38Synchronous or start-stop systems, e.g. for Baudot code
    • H04L25/40Transmitting circuits; Receiving circuits
    • H04L25/49Transmitting circuits; Receiving circuits using code conversion at the transmitter; using predistortion; using insertion of idle bits for obtaining a desired frequency spectrum; using three or more amplitude levels ; Baseband coding techniques specific to data transmission systems
    • H04L25/4902Pulse width modulation; Pulse position modulation

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Description

KAISERLICHES
Vorliegende Erfindung betrifft namentlich diejenige Klasse von elektrischen Telegraphen, bei welcher die Nachrichten durch die Anzahl, Dauer und Art von elektrischen Stromimpulsen angegeben werden, weniger diejenige Klasse, bei welcher die elektrischen Ströme oder Impulse zum Betriebe eines Mechanismus dienen, der die betreffende Nachricht druckt. Indessen kann die Erfindung auch bei Apparaten der letzteren Klasse Anwendung finden. Bisher verwendete-man elektrische Stromimpulse von verschiedener Länge, Dauer und Zahl und in mannigfachster Zusammenstellung zur Angabe der verschiedenen Buchstaben des Alphabets oder sonstiger Zeichen und bildete dadurch Wörter, welche die telegraphische Nachricht repräsentiren. Diese die Hauptlinie durchfliefsenden Ströme geben die Buchstaben und "Wörter entweder durch Eindrücke an, welche sie auf einem Papierstreifen herstellen, oder unmittelbar durch die Bewegungen des Ankers eines durch sie erregten Elektromagneten. Die Ankerbewegungen werden in diesem Falle in Töne umgesetzt, oder, wie es in submarinen Kabelsystemen der Fall ist, durch die Bewegungen von einer Galvanometernadel reflectirter Lichtstrahlen, welche Einrichtung den gewöhnlichen Elektromagneten substituirt wird. In welcher Form aber auch die telegraphische Nachricht zum Ausdruck gebracht werden mag, stets hat man bisher zu diesem Zwecke Stromimpulse benutzt, welche sich durch ihre Länge, ihre Dauer oder Polarität unterscheiden, und diese repräsentiren dann entweder einzeln oder in Zusammenstellung die verschiedenen Buchstaben des Alphabets oder andere Zeichen von bestimmter Bedeutung.
Nach dem vorliegenden Verfahren kann nun schneller und mit geringerem Aufwände von Kosten telegraphirt werden als nach den bisherigen Methoden, indem eine geringere Anzahl von getrennten elektrischen Strömen oder Stromimpulsen benutzt wird, durch welche zugleich die schädlichen Wirkungen vermieden werden, die mit der sogenannten statischen Ladung und Entladung der Hauptlinie verbunden sind.
Die Erfindung besteht im wesentlichen darin, dafs die Alphabetbuchstaben in getrennte, unabhängige Gruppen getheilt werden, am besten in sieben Gruppen, deren jede durch einen besonderen elektrischen Strom oder eine Zusammenstellung von Strömen repräsentirt wird. Dabei werden die einzelnen in einer Gruppe enthaltenen Buchstaben durch das Zeitintervall angegeben, welches nach der Bezeichnung der einen Gruppe bis zur Bezeichnung der folgenden Gruppe verstreicht. Die Anzahl der Zeiteinheiten dieses Intervalls bezeichnet jedesmal die Stellung des betreffenden Buchstabens in der ersteren Gruppe. Nach Erfordern kann der den Empfangsapparat bedienende Telegraphist mit Hülfe eines Metronoms oder eines anderen regulirbaren Zeitmessers die jedesmalige Anzahl der Zeiteinheiten bestimmen.
Die Bezeichnung der Gruppen kann stattfinden durch Ströme entgegengesetzter Polarität, Ströme von verschiedener Stärke oder verschiedener Dauer, oder durch Ströme, welche durch verschieden lange Zeitintervalle getrennt sind.
Die besondere Art der Benutzung der Ströme ist abhängig von den jeweiligen besonderen Umständen. Durch den Uebertragungsapparat können diese Ströme in einer für die Angabe der Gruppen und der Stellung der Buchstaben in denselben geeigneten Weise übertragen werden. Dem Beamten am Empfangsapparat bezeichnen im vorliegenden Falle die von den Strömen hervorgerufenen Wirkungen nach einander die betreffenden Gruppen und die Intervalle zwischen den die Gruppen bezeichnenden Strömen oder Stromzusammenstellungen die betreffenden Buchstaben.
Werden elektrische Ströme verschiedener Polarität verwendet, was namentlich bei submarinen Telegraphenkabeln und anderen längeren Telegraphenlinien gute Resulate liefert, so kann der Uebertragungsapparat zweckmäfsig in der Weise eingerichtet werden, dafs ein Stromschliefsungsarm unter in zwei concentrischen Kreisen angeordneten Tasten in Drehung versetzt wird, wobei die gleichnamigen Tasten beider Reihen auf denselben Radien angeordnet sind. Die beiden Reihen werden beziehentlich mit den positiven und den negativen Polen zweier Batterien oder einer anderen passenden Elektricitätsquelle verbunden. Ein elektrischer Strom von entsprechender Polarität kommt dann zur Uebertragung, wenn man eiae Taste in eine der beiden Reihen in die Bahn des Stromschliefsungsarmes niederdrückt. Die Drehungsgeschwindigkeit des letzteren kann regulirt werden und die Zeit, welche beim Verrücken dieses Armes von einem Tastenpaare nach dem nächstfolgenden verstreicht, ist für die ganze Umdrehung die gleiche. Auf der Empfangsstation wird ein zur Bezeichnung der Polarität der Stromimpulse geeigneter Apparat, beispielsweise ein Reflexionsgalvanometer, durch die positiven und negativen Ströme in Action versetzt, der dann einen reflectirten Lichtstrahl, je nach Polarität des Stromes, nach der einen oder anderen Richtung hin wirft. Irgend ein passender Apparat, beispielsweise ein Metronom, welches derart abregulirt ist, dafs es jedesmal, wenn ein Paar Tasten an dem Stromschliefsungsarme vorbeirückt, einmal schwingt, kann zu dem Zwecke angewendet werden, dem Beamten am Empfangsapparate die Messung der Zeiteinheiten zwischen den auf einander folgenden Signalgruppen zu ermöglichen.
Ein passender Apparat, mittelst dessen der Beamte die Buchstaben, wie sie nach einander angegeben werden, von Hand registriren kann, , ist aufserdem auf der Empfangsstation angebracht, und zwar am zweckmäfsigsten derart, dafs die reflectirten Lichtstrahlen direct auf das Tastenbrett des Apparates geworfen werden. Die Buchstabengruppen können auch noch auf andere Art bezeichnet werden. Den positiven Stromimpulsen können Ströme oder Stromimpulse von bestimmter Stärke und den negativen Strömen von vermehrter oder verminderter Stärke substituirt werden. Dieselben können durch zwei Weckapparate, die den betreffenden Stromstärken entsprechend adjustirt sind, angegeben werden.
Andererseits kann es manchmal erwünscht sein, zur Bezeichnung der Gruppen Ströme zu verwenden, von welchen die einen eine Dauer haben, welche von der Dauer der anderen verschieden ist, also'solche Ströme, wie sie z. B. beim Morse-Apparat zur Herstellung der Punkte und Striche auf dem Papierstreifen benutzt werden. Solche Ströme können direct auf chemisch präparirtes Papier übertragen und später von dem Beamten übersetzt werden. Selbstverständlich kann man hierzu irgend einen automatischen Uebertragungsapparat verwenden, beispielsweise kann die Nachricht in einen Papierstreifen eingedrückt und dieser nachher unter einem passenden Uebertragungsstift fortgezogen werden.
Das Alphabet wird zweckmäfsig in sieben Buchstabengruppen getheilt. Kommen zur Bezeichnung derselben positive und negative Stromimpulse zur Anwendung, so wird die erste Gruppe durch einen einfachen positiven Stromimpuls bezeichnet, die zweite durch einen einfachen negativen Impuls. Die dritte Gruppe wird bezeichnet durch einen positiven Impuls, dem ein negativer folgt. Die vierte Gruppe umgekehrt durch einen negativen Impuls, dem ein positiver folgt. Zwei positive Impulse mit zwischenliegendem negativen Impuls bezeichnen die fünfte Gruppe und zwei negative mit zwischenliegendem positiven Impuls die sechste. Endlich wird die siebente Gruppe durch mit einander abwechselnde zwei positive und zwei negative Stromimpulse bezeichnet. Die Zusammensetzung der Buchstabengruppen richtet sich natürlich am besten danach, wie häufig durchschnittlich in gewöhnlichen Sätzen die einzelnen Buchstaben vorkommen, denn es empfiehlt sich fur diejenigen Gruppen, deren Buchstaben am häufigsten gebraucht werden, sich kürzerer Zeichen zu bedienen. Aus dieser Rücksicht werden die Buchstaben zweckmäfsig in folgenden Gruppen mit vorangesetzten Nummern eingetheilt:
i. EAIO. 2. NUTS. 3. CHPL.
4. BYRD. 5. WMFG. 6. K G Q V.
7. XZ.
Bei einer derartigen Vertheilung der Buchstaben in numerirte Gruppen kann man offenbar weiter jeden einzelnen Buchstaben mach der Stellung bezeichnen, die er in seiner Gruppe einnimmt. So ist z. B. der Buchstabe E der erste, der Buchstabe A der zweite, / der dritte und O der vierte Buchstabe in der Gruppe 1. Die Zeit, welche daher nach Bezeichnung einer
bestimmten Gruppe verstreicht, bevor das Zeichen für die folgende Gruppe übertragen wird, bezeichnet dem Beamten am Empfangsapparat irgend einen bestimmten Buchstaben in jener Gruppe. Unter dieser Voraussetzung also, dafs die Buchstaben durch Zeiteinheiten bezeichnet werden, welche nach Uebertragung der Gruppenzeichen verstreicht, und dafs diese Einheiten durch ein Metronom angegeben werden, ist folgende Zeichentabelle aufgestellt, worin die voranstehenden Zeichen die Gruppen angeben, die folgenden die Zeiteinheiten oder Metronomschwingungen., welche die Buchstaben bezeichne».
ι. + · e
2.. — · η — · · u
.t
+ — -c
—h- ■ · · · T)
■4·
Y "J
> m
"f
— .k
— +
1 q
• χ
Soll beispielsweise das Wort »Ink« übertragen werden, so wird ein einziger positiver Stromimpuls zur Bezeichnung der ersten Gruppe in die Linie gesandt. Diesem folgt nach dem Verstreichen von drei Zeiteinheiten ein einziger negativer Impuls. Diese drei Zeiteinheiten geben den dritten Buchstaben der ersten Gruppe an, also den Buchstaben »2«, und zugleich bezeichnet der einzige negative Impuls die zweite Gruppe. Nach dem Verstreichen einer Zeiteinheit wird durch zwei negative mit zwischenliegendem positiven Stromimpulse der erste Buchstabe »»«in der zweiten Gruppe und gleichzeitig die sechste Gruppe als diejenige bezeichnet, welche den nächstfolgenden Buchstaben enthält. Die einzige vor dem nächsten Stromimpulse verstreichende Zeiteinheit bezeichnet endlich den letzten Buchstaben t>k<i dieser sechsten Gruppe. Irgend eine passende Zusammenstellung von Strömen kann zur Bezeichnung der Interpunktionen und Absätze dienen, zwei positive Ströme z. B. zur Bezeichnung der Vollendung eines Alinea, zwei negative zur Bezeichnung der Vollendung eines einfachen Satzes u. s. w. Es wird hervorgehoben, dafs zur Bezeichnung der Gruppen stets entweder einzelne Stromimpulse benutzt werden oder mehrere Stromimpulse von alternirender Polarität, und dadurch wird jede nachtheilige Wirkung einer statischen Ladung in der Hauptlinie oder dem Kabel vermieden, denn bekanntlich wird durch die Wirkung eines einem Strome von bestimmter Polarität folgenden Stromes von entgegengesetzter Polarität die statische Ladung in einem Leitungsdrahte neutralisirt, die anderenfalls der Unterbrechung des vorhergegangenen Stromes folgt.
Die Zeit, welche zwischen der Bezeichnung von irgend zwei auf einander folgenden Buchstabemgruppen verstreicht, ist ausreichend, um den letzten Strom zu entladen, bevor die nächste Gruppe bezeichnet wird. Will man elektrische Ströme verschiedener Stärke zur Bezeichnung der verschiedenen Gruppen verwenden, so kann dieselbe Gruppirung beibehalten werden; den positiven Strömen werden dann Ströme von gegebener Stärke substituirt und den negativen Strömen solche von einer gröfseren oder geringeren Stärke. Diese Ströme von verschiedener Stärke können nach Belieben von der gleichen oder entgegengesetzten Polarität sein. Gleicherweise kann man einen Strom von bestimmter Dauer an Stelle eines positiven Stromes benutzen, und einen Strom von anderer bestimmter Dauer an Stelle eines negativen, wo immer diese Ströme bei dem beschriebenen Verfahren zum Telegraphiren benutzt werden.
Auf beiliegenden Zeichnungen veranschaulicht Fig. ι eine schematische Gruppirung von Einrichtungen zum Telegraphiren nach dem bezeichneten Verfahren, die speciell für submarine Telegraphic bestimmt ist. Fig. ia, 2, und 3 zeigen Details der Construction des Uebertragungsapparates und Metronoms. Fig. 4 veranschaulicht schematisch eine Telegfapheneinrichtung, bei welcher Ströme von verschiedener Stärke verwendet werden.
Das Tastenbrett A, Fig. 1, ia und 2, eines Uebertragungsapparates enthält zwei concentrische isolirte Reihen B1 B2 von Uebertragungstasten. Diese Reihen sind durch Leitungsdrähte 1 und 2 mit zwei Batterien Ex bezw, E2 verbunden, deren andere Pole durch Draht 3 Erdänschlufs haben. Die Tasten der beiden Reihen B1B2 sind in radialer Richtung angeordnet, und in der einen sowohl als in der anderen Reihe liegen die Tasten in gleichen Abständen von einander. Der unter den Tasten sich drehende Stromschliefsungsarm F hat Anschkifs an eine Kabelleitung L und empfängt seine Drehung am besten von einem Elektromotor. Jede Taste sitzt, wie aus Fig. 2 ersichtlich, auf einem Stifte mit unterem abgerundeten oder abgeschrägten Ende, welches für gewöhnlich durch eine in einen Einschnitt/2 des Stiftes eintretende Feder frei über der Bahn des Armes F liegend erhalten wird. Drückt man aber auf eine der Tasten, so dafs ihr unteres Stiftende in die Bahn des Armes F eintritt, so schlägt ■dieser dagegen und dadurch wird nicht nur die elektrische Stromleitung der einen oder anderen Batterie Ex oder E^, je nachdem die Taste in
der Reihe B1 oder £2 liegt, an die Hauptlinie L angeschlossen, sondern es wird dadurch die Taste auch wieder in ihre Normalstellung gedrückt, ohne dafs die Bewegung des Armes unterbrochen wird.
' Die mittelst Druckes auf die Tasten in die Hauptlinie übertragenen Ströme durchfliefsen auf der Empfangsstation die Drahtwindungen eines Reflexions - Galvanometers G bekannter Construction. Die Bewegungen der Galvanometernadel werden durch die einem Lichtstrahle ertheilten Bewegungen sichtbar gemacht, welcher auf einen von der Achse der Nadel getragenen Spiegel g fällt. Ein solcher Lichtstrahl kann dann, wie noch beschrieben wird, auf ein Tastenbrett reflectirt werden, und je nachdem er rechts oder links abgelenkt wird, erkennt man, ob der wirksame Strom positiv oder negativ ist. Das dargestellte Galvanometer besteht aus einem permanenten Magneten^·1, zwischen dessen Polen eine Nadel g 2 leicht beweglich aufgehängt ist. Die Nadel ist von einer Spule aus isolirtem Drahte g3 umgeben, der parallel zur normalen Nadelrichtung gewickelt ist. Wenn ein Strom von bestimmter Polarität den Spulendraht durchfliefst, so wird die Nadel nach einer bestimmten Richtung abgelenkt, ein Strom entgegengesetzter Richtung lenkt die Nadel nach entgegengesetzter Richtung ab. Der von dem Spiegel g reflectirte Lichtstrahl kommt von einer Flamme g 4 und wird am besten, wie schon erwähnt, auf ein Tastenbrett P geworfen, kann aber auch von einem unabhängigen Schirm aufgefangen werden.
An den Bewegungen dieses reflectirten Lichtstrahles kann der Beamte am Empfangsapparate mit Leichtigkeit die Polarität der Ströme erkennen und danach jederzeit die Buchstabengruppe bestimmen, welche von dem mit der Uebertragung beschäftigten Beamten gewählt ist. Nach dem Zeitraum, welcher zwischen der Angabe zweier auf einander folgenden Gruppen verstreicht, bestimmt er dann den speciellen Buchstaben, welchen der Beamte auf der Uebertragungsstation wählte.
Mit Hülfe eines Metronoms kann man zweckmäfsig die Zeitintervalle in Zeiteinheiten theilen, welche gleich der Zeit sind, die verstreicht, wenn der Stromschliefsungsarm von einem Tastenpaare des Uebertragers nach dem nächstfolgenden vorrückt. Ein solches Metronom ist auf der Zeichnung mit H bezeichnet. Auf der Peripherie des durch ein Gewicht Λ* mit constanter Geschwindigkeit in Umdrehung versetzten Rades hx sitzen in gleichen Abständen radial gerichtete Stifte h%, welche nach einander an eine schwingende Hemmung A4 anschlagen. Diese besteht aus zwei Zähnen /z5 und A\ welche, in verschiedenen Ebenen liegend, mit der Achse eines Pendels Ar schwingen. Der Abstand der Enden beider Zähne in der Richtung quer zur Achse des Pendels reicht hin, uni beim Schwingen des letzteren jedesmal einen Stift A3 durchschlüpfen zu lassen. Ein oberes Gewicht As und ein unteres Gewicht A9 kann auf der Pendelstange verschoben und dadurch die Schnelligkeit der unter der Einwirkung des Rades A ertheilten Schwingung regulirt werden. Die Zahl der Pendelschläge innerhalb eines Zeitintervalls entspricht unmittelbar der Zahl der Zeiteinheiten.
Auf der Empfangsstation befindet sich aufserdem ein Typendruckapparat passender Construction, dessen Tastenwerk zweckmäfsig wie bei P angegeben angeordnet ist. Durch die das Tastenbrett theilende Linie / werden die Tasten in eine rechte und linke Gruppe getheilt. Die links von p in der unteren Reihe liegenden Tasten repräsentiren, von links beginnend, die Buchstaben der Gruppe ι, nämlich e α i o. Die Tasten der darüber liegenden Gruppe der Buchstaben der Gruppe 3, also c A p I; die Tasten in der nächst oberen Reihe die Buchstaben w mfg, und die Tasten in der oberen Reihe die Buchstaben xz. Die links von der Mittellinie/ liegenden Tasten repräsentiren die Buchstaben der übrigen Gruppen. Die Gruppen sind rechts und links von der Mittellinie/ mit der Mafsgabe vertheilt, dafs der erste Stromimpuls zur Gruppenbezeichnung ein positiver oder negativer ist. Die durch einen positiven ersten Strom repräsentirten Gruppen befinden sich links und die durch einen negativen ersten Strom angegebenen rechts von der Mittellinie /. Die auf der Mittellinie angeordneten Tasten/1 und/2 bezeichnen das Ende eines Satzes bezw. eines Alinea. Auf dem Tastenbrette P befindet sich an passender Stelle eine ebene Fläche P\ auf welche vom Galvanometer das Licht geworfen wird, so dafs der Beamte beim Gebrauch der Tasten die Bewegungen des Lichtstrahles leicht verfolgen kann. Indessen kann hierfür auch ein besonderer Spiegel benutzt werden. In der Praxis kann der Beamte in manchen Fällen den Spiegel und reflectirten Lichtstrahl entbehren und einfach die Gruppen durch Beobachten der Bewegungen der Galvanometernadel bestimmen; denn es kommt offenbar weniger darauf an, das Mafs der Nadelbewegung zu verfolgen, als vielmehr deren Richtung.
Soweit betrifft die Beschreibung Einrichtungen, bei welchen elektrische Ströme verwendet werden, die sich von einander durch ihre Polarität unterscheiden.
In folgendem wird noch ein Verfahren mit Bezugnahme auf Fig. 4 beschrieben, bei welchem elektrische Ströme von verschiedener Stärke Anwendung finden. In diesem Falle wird eine einzige Batterie £3 an Stelle der Batterien Έ' und £* gesetzt, und der eine Pol derselben ist durch einen Draht 4 mit der Erde, der andere durch Drähte 5 und 6

Claims (3)

mit der einen bezw. der anderen der Tastenreihen B1 B2 verbunden. In den einen Draht 6 ist ein künstlicher Widerstand R eingeschaltet, durch welchen die mittelst der Tasten in B2 in die Linien übertragenen Ströme verschwächt' werden können. Man kann die dadurch erzielten Ströme als doppelt so stark in der einen Klasse als in der anderen betrachten. Diese Ströme wirken auf das eine oder andere zweier Relais S1 .S2 auf der Empfangsstation ein, die so adjustirt sind, dafs das eine Strömen folgt, welche durch Tasten J?1 übertragen werden, das andere Strömen von den Tasten B2. Diese Relais können von bekannter Art sein. Das dargestellte Relais S1 besteht aus "einem gewöhnlichen Elektromagneten mit einem Ankern1,' der infolge seiner Adjustirung Strömen von der Stärke der durch Tasten der Reihe B1 übertragenen folgt, aber nicht Strömen von der Tastenreihe B2 her. Durch diese Relais wird eine Localstromleitung mit eingeschaltetem Läuter T7' geschlossen, wenn der Anker .S1 an seinem vorderen Contactanschlage liegt. Das Relais S2 besitzt aufser dem Anker s2 noch einen Hülfsschaltarm s3, gegen den der vom Elektromagneten angezogene Anker s2 anschlägt. Der Anker s2 ist nun derart justirt, dafs er Ströme von der Stärke der durch die Tasten der Reihe B2 übertragenen folgt. Wenn indessen ein'Strom von der Stärke des durch die Tasten der Reihe B1 übertragenen durch die Hauptlinie fliefst, so wird der Anker so stark angezogen, dafs der Hülfsschalthebel s3 von seinem hinteren Contactanschlage i4 abgerückt wird. Eine Localstromleitung mit eingeschaltetem Läuter T2 ist einerseits mit dem Anker s2, andererseits mit dem Anschlage sl verbunden, es wird also diese Stromleitung nur unter dem Einflüsse von durch Tasten der Reihe B2 übertragenen Strömen geschlossen. Der eine der beiden elektrischen Läuter T' und T2 ist vor dem einen, der andere vor dem anderen Ende des Tastenbrettes P angeordnet, so dafs der Beamte im Stande ist, an den Tönen die bestimmten Gruppen zu erkennen, ebenso wie dies mit Bezug auf Fig. i, ia, 2 und 3 beschrieben ist. Natürlich kann man von dem dargelegten Princip noch eine ausgedehntere . Nutzanwendung machen. Man kann die Ströme von entgegengesetzter Polarität oder solche von verschiedener Stärke durch Ströme mit anderen prägnanten Unterscheidungsmerkmalen substituiren. Auch kann es unter Umständen dienlich sein, abwechselnd Ströme beider Polaritäten und verschiedener Stärken zu verwenden. Es können auch den Buchstaben die Ziffern beigesetzt und durch Gruppensignale in der beschriebenen Weise angegeben werden, und, wie leicht einzusehen, kann man in den Zusammenstellungen der Ströme unbeschränkte Variationen eintreten lassen. Pate ν τ-An s ρ rüche:
1. Ein Verfahren, zu telegraphiren, darin bestehend, dafs man verschiedene Gruppen von Buchstaben oder Zeichen durch elektrische Ströme mit verschiedenen charakteristischen Merkmalen angiebt, und dafs man die einzelnen Zeichen in diesen Gruppen durch die verschiedene Anzahl von Zeiteinheiten angiebt, welche zwischen den einzelnen, für die Bezeichnung der Gruppen bestimmten elektrischen Stromgebungen verfliefsen.
2. Ein Verfahren, telegraphische Nachrichten zu übertragen, darin bestehend, dafs man durch beliebige elektrische Zeichen verschiedene Gruppen von Tasten zur Registrirung von Buchstaben anzeigt, welche mit den Buchstaben, woraus die Nachricht zusammengesetzt ist, correspondiren, und dafs man die bestimmte Registrirtaste in einer bezeichneten Gruppe durch das Zeitintervall bezeichnet, welches von der Bezeichnung einer solchen Gruppe bis zum Beginne eines folgenden Zeichens verstreicht.
3. Ein Verfahren, auf einem Tastenbrett zur Zeichenregistrirung die einzelnen Tasten anzugeben, welche mit dem Zeichen correspondiren, aus welchen eine telegraphische Nachricht zusammengesetzt ist, darin bestehend, dafs man diejenige Seite des Tastenbrettes, in welchem diese Tasten angeordnet sind, durch erste Zeichen angiebt, die bestimmte, diese Tasten enthaltende Reihe durch dasselbe erste Zeichen oder eine Combination von einem oder mehreren anderen Zeichen mit jenem und die bestimmte Taste in der Reihe durch Zeiteinheiten zur Messung der Intervalle zwischen den Zeichen oder den Zeichencombinationen.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
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