DE173530C - - Google Patents

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DE173530C
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coil
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telephone
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    • HELECTRICITY
    • H03ELECTRONIC CIRCUITRY
    • H03FAMPLIFIERS
    • H03F13/00Amplifiers using amplifying element consisting of two mechanically- or acoustically-coupled transducers, e.g. telephone-microphone amplifier

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Power Engineering (AREA)
  • Telephone Set Structure (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- ΛΙ 173530 KLASSE 2hjFr GRUPPE
SIDNEY GEORGE BROWN in LONDON.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 3. Oktober 1902 ab.
Vorliegende Erfindung betrifft eine Schaltungsanordnung zur verstärkten Übertragung von Schallwellen oder von durch diese erzeugten telephonischen Strömen. Nach der Erfindung erleidet -— ähnlich wie dies (siehe Patent 114049) bereits für telegraphische Relais vorgeschlagen ist — eine im Felde eines Wechselstrommagneten befindliche Spule eine Veränderung der durch das Feld ausgeübten Induktionswirkung, welche abhängig ist von dem Charakter der Schallwellen oder der durch diese hervorgebrachten Fernsprechströme derart, daß ein den letzteren entsprechend veränderter Wechselstrom in der Spule erzeugt und durch diese in diejenige Leitung geschickt wird, auf welche verstärkte Fernsprechströme· übertragen werden sollen. In der 'beiliegenden Zeichnung ist
Fig. ι eine teilweise geschnittene Ansicht des bei der Erfindung benutzten· Relaisinstrumentes.
Fig. 2 ist ein Grundriß des in Fig. 1 dar-' gestellten permanenten Magneten nebst seiner R^ingspule.
Fig· 3 verbildlicht im Grundriß den Wechselstrommagneten nebst seiner Ringspule.
Fig. 4 ist ein senkrechter Schnitt des Relaisinstrumentes und
Fig. 5 ein Grundriß dazu in kleinerem Maßstab. ■ . ·
Fig. 6 stellt die Erfindung für den Fall dar, daß die im Felde des Wechselstrommagneten befindliche Spule direkt durch Schallwellen beeinflußt wird.
Fig. 7 zeigt eine schematische Darstellung der Schaltungsweise, um über eine Fernsprechanlage unter Benutzung des Erfindungsgegenstandes in beiden Richtungen sprechen zu können.
Die Zeichen übermittelnden Ströme aus einem Abschnitt der Telephonlinie läßt man durch eine Ringspule 5 gehen, die von Federn 4 leicht getragen oder daran aufgehängt ist und einen Pol 2 eines permanenten Magneten oder eines Gleichstromelektromagneten 1 umgibt, ohne ihn aber zu berühren. Der Magnetpol 2 bildet eine Stange und der Pol 3 einen die Spule 5 umfassenden Anker oder Ring. Letztere hängt somit im magnetischen Felde und ist durch Aluminiumblechstreifen o. dgl. mit einer gleichen Ringspule 7 im Felde eines Wechselstromelektromagneten 8 verbunden, dessen einer Pol in der Spule 7 liegt und der andere letztere umfaßt. Die Ringspule 5 ist in den Stromkreis des ersten Abschnittes 9 der Telephonlinie eingeschaltet und die Spule 7 in den Stromkreis des Abschnittes 10 der Telephonlinie; dabei liegt die zweite Ringspule im Relaisstromkreis, und durch den Wechsel-Stromelektromagneten wird ein Wechselstrom in demselben induziert. Die Wechselgeschwindigkeit des Stromes zur Erregung des Wechselstromelektromagneten ist so hoch, etwa 4000 und noch mehr Wechsel pro Sekunde, daß für gewöhnlich kein hörbarer Ton im Relaisstromkreis erzeugt wird. Man kann die Ringspule 7 auch, wenn erforderlich, mit

Claims (4)

  1. einem Teil des Elektromagneten 8 fest verbinden und die Kraftlinien darin durch Näherkommen und Zurückweichen eines Eisenankers sich ändern lassen. Der Elektromagnet 8 wird durch eine Spule 11 erregt, die im Stromkreis einer Wechselstr«mmaschine liegt oder auch in demjenigen einer Batterie, deren Strom durch einen rotierenden Kontaktschließer bekannter Art in einen Wechselstrom umgewandelt wird.
    Eine Drahtwicklung 21 auf dem Magneten 8 liegt im Stromkreis des Linienabschnittes 10, so daß eine gegenwirkende oder zurückwirkende E. M. K. erzeugt wird, die zur Neutralisierung der Wirkung von bei ruhendem Telephon in der Spule 7 induzierten Strömen benutzt werden kann. Zu diesem Zwecke wird die auf dem Magneten 8 befestigte Spule 21 in dem Relaisstrornkreis 10 in Reihe mit der Ringspule 7 eingeschaltet. Falls es sich nur darum handelt, von einem Sender aus möglichst starke telephonische Impulse zu erzeugen, wird die im Felde eines Wechselstrommagneten befindliche Spule direkt an der Membran des betreffenden Senders befestigt. Der in Fig. 6 dargestellte Sender besteht aus einer Membran 22 mit Ringspule 22*, die einen Pol eines von der Spule 24 erregten Wechselstrommagneten 23 umfaßt, dessen anderer Pol den Ring 22* umgibt. Letzterer liegt somit im Felde des Magneten 23, so daß beim Besprechen der Membran 22 der Ring 22X in das Feld oder aus dem Felde des Wechsel-Stromelektromagneten 23 bewegt wird und dadurch Schwankungen in der Stärke des im Ringe 22r induzierten Stromes erzeugt werden, die längs der mit dem Ringe 22* verbundenen Fernleitung 9 fortgesendet werden.
    . Die Wirkungsweise der neuen Vorrichtung soll im nachstehenden beschrieben werden.
    Der durch die Spule 11 (Fig. 1) gehende Wechselstrom ist von so hoher Periode, daß die für gewöhnlich in der Spule 7 induzierten Ströme keinen hörbaren Ton in den im Stromkreis 10 liegenden Hörapparaten erzeugen. Gehen zeichengebende Ströme von dem einen Abschnitt der Telephonlinie 9 (Fig. 1) durch die Ringspule 5, so bewegt sich letztere den Magnetpol 2 entlang entweder in das Feld oder aus dem Felde des Magneten 1 heraus, entsprechend der Richtung oder Polarität der Zeichen übermittelnden Ströme. Da die Spule 5 mit der Spule 7 starr verbunden ist, so bewegt sich letztere auch dementsprechend im Felde ihres Wechselstrommagneten 8, wodurch Schwankungen in der Stärke des in der Spule 7 induzierten wechselnden Relaisstroms erzeugt werden, welche entweder von neuem verstärkt oder aber direkt in einem Fernhörer wiedergegeben werden.
    Um eine Übertragung nach beiden Richtungen auf der Telephonlinie zu ermöglichen, können die Relaisinstrumente unter Zuhilfenahme von Wheatstone-Brücken an den benachbarten Enden der Abschnitte der Telephonlinie verdoppelt werden. Die primären Ringspulen 5a, 5* liegen dann quer zwischen den Enden je eines Linienabschnittes 45, 48 bezw. 46,47 unter Zwischenschaltung künstlicher Leitungen x,y und sind, wie bereits mit Bezug auf Fig. 1 beschrieben, an den sekundären Ringspulen Ja, Jb befestigt. Die Spule 7a der Leitung 45 ist einerseits mit der Spitze der Brücke 44 und andererseits mit der Rückleitung 47 des Abschnitts 46, die Spule 7* der Leitung 46 mit der Spitze der Brücke 43 einerseits und andererseits mit der Rückleitung 48 des Abschnitts 45 verbunden. Die Schwankungen in der Stärke des induzierten Stromes in der Spule 7a, die von durch den Abschnitt 45 und Spule 5Λ gehenden, zeichengebenden Strömen erzeugt werden, werden über den Leitungsabschnitt 46 bis zu dessen Empfangsinstrument ohne Beeinflussung der Spule 5* "getragen. In ähnlicher Weise werden auch die Schwankungen im induzierten Strome in der Spule Jb, die von den durch den Abschnitt 46 und Spule 5* gehenden zeichengebenden Strömen erzeugt werden, den-Leitungsabschnitt 45 entlang bis zu dessen Empfangsinstrument ohne Beeinflussung der Spule 5a fortgeleitet.
    Falls erforderlich, kann man die mit der primären Ringspule verbundenen Leiter mit einem magnetischen Nebenschluß kurzschließen, um dadurch die Bewegung der Ringspule zu dämpfen. Wenn in den Spulen Eisen verwendet wird, das dann durch den schnell wechselnden elektrischen Strom erregt wird, so muß dasselbe die Form von Lamellen besitzen, jedoch kann man es auch ganz fortlassen.
    Pate nt-A ν Sprüche:
    I. Schaltungsanordnung zur verstärkten Übertragung von Schallwellen oder von durch die Schallwellen erzeugten telephonischen Strömen, dadurch gekennzeichnet, daß eine Spule, die sich im • Felde eines Wechselstrommagneten befindet, eine Veränderung der durch letzteres ausgeübten Induktionswirkung erleidet, welche abhängig gemacht ist von dem Charakter der Schallwellen oder der durch diese hervorgebrachten Fernsprechströme derart, daß ein den letzteren entsprechend veränderter Wechselstrom in der Spule erzeugt und durch diese in diejenige
    ' Leitung gesendet wird, in welcher die verstärkten Fernsprechströme benutzt werden sollen.
  2. 2. Schaltungsanordnung nach Anspruch i, bei welcher mittels Schwankungen in der Stärke eines hochperiodischen Wechselstroms erzeugte hörbare Tonwellen einen Empfänger in Tätigkeit setzen, gekennzeichnet durch die Einschaltung einer Ringspule (22*, Fig. 6) in den Telephonstromkreis, die für gewöhnlich eine Polstange des Wechselstromelektrornagneten (23) umgibt und vom anderen Pol des Magneten umfaßt wird, zu dem Zwecke, daß, wenn eine an der Spule (22*) sitzende Membran (22) durch Schallwellen in Schwingung gerät, diese Spule (22*) weiter in das Feld des Magneten (23) hineingeht und wieder herausgeht und so Zeichen in der Weise übermittelt, daß Wechsel in der Stärke des im Telephonstromkreis (9) fließenden Wechselstromes erzeugt werden.
  3. 3. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die in einem Abschnitt (9) der Telephonlinie eingeschaltete Ringspule (5) einen Pol (2) eines Gleichstrommagneten (1), dessen anderer Pol (3) die Spule umfaßt, umgibt und mit einer zweiten, in. einem anderen .Abschnitt (10) der Leitung liegenden und im Feld eines Wechselstromelektromagneten (8) aufgehängten Ringspule (7) starr verbunden ist, so daß beim Durchgang von zeichengebenden Strömen durch die Spule (5) die Spule (7) in das Feld des Magneten (8) hinein- oder aus dem Magnetfelde herausgeht und dadurch eine Induktionswirkung in der Spule (7) in erhöhtem Grade zustande kommt und die so in der Spule (7) induzierten Ströme durch die Leitung (10) fließen, wobei eine in den Leitungsteil (10) eingeschlossene Spule (21), die an den Magneten (8) angeschlossen ist, die Wirkung der bei ruhender Linie (9) in der Spule (7) induzierten Wechselströme neutralisiert (Fig. 1 bis 5).
  4. 4. Anordnung nach Anspruch ι und 3, dadurch gekennzeichnet, daß die in den Feldern von Gleichstromelektromagneten aufgehängten Ringspulen (5a, 5*) über den Armen von Wheatstone-Brücken (43, 44) angeordnet und beziehungsweise, starr mit Ringspulen (ja, Jb) verbunden sind, die in den Feldern von Wechselstromelektromagneten aufgehängt sind, wobei die Enden der einen Spule (ja) mit der Spitze der Brücke (44) und der Rückleitung (47) der- Telephonlinie (46) verbunden sind, während die Enden der ^zweiten Spule (7*) mit der Spitze der Brücke (43) und der Rückleitung (48) der Telephonlinie (45) in Verbindung stehen, zum Zwecke, in beiden Richtungen über die Anlage sprechen zu können.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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