DE298142C - - Google Patents
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Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C04—CEMENTS; CONCRETE; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES
- C04B—LIME, MAGNESIA; SLAG; CEMENTS; COMPOSITIONS THEREOF, e.g. MORTARS, CONCRETE OR LIKE BUILDING MATERIALS; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES; TREATMENT OF NATURAL STONE
- C04B38/00—Porous mortars, concrete, artificial stone or ceramic ware; Preparation thereof
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
■- JVe 298142 -. KLASSE 80 b. GRUPPE
ALOYS FRIED in BARMEN.
angefertigten Körpern.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 30. Juli 1916 ab.
Längste Dauer: 19. November 1930.
Im Hauptpatent 294049 und im Zusatzpatent 294984 ist betont, daß es sich bei den
dort beschriebenen Verfahren wesentlich auch um die Herstellung von mit möglichst großen
Lufträumen ■— Hohlräumen ^- behafteten Gegenständen,
insbesondere Baumaterialien, z. B. relativ leichten Steinen, handelt und hierzu sich die mehr rundlichen Formlinge, ζ. Β. von
körnerähnlicher Gestalt, am besten eignen.
Auch wurden die zur Herstellung der Formlinge besonders geeigneten Mittel angeführt,
und es wurde angegeben, wie farbige, insbesondere knehrfarbige Formlinge angefertigt
werden.
Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ebenfalls die weitere Ausbildung des Verfahrens
unter Mitverwendung auch anderer Materialien, insbesondere auch gröberer, d. h.
grobkörniger Abfallprodukte, sowie auch der Mittel ,zur Herstellung von solchen Formlingen.
Im Hauptpatent ist das Verfahren, bei Steinen mit Poren oder Hohlräumen diese
noch nachträglich mit besonderen oder anderen Mischungen auszufüllen, beschrieben.
Dieses Verfahren kann aber auch ganz allgemein bei allen Arten. Leichtsteineö, z. B.
auch denen aus sogenanntem Bimskies hergestellten, derart angewandt werden, daß eine
oder mehrere Außenseiten 1 jedes Steines so behandelt werden, entweder, um den Steinen
andere oder besondere Eigenschaften, insbesondere andere Farben zu geben, wobei ein
Färben der Steine vorher ader auch noch nachträglich geschehen kann.
Auch das nachträgliche Ausfüllen der Hohlräume mit Tonen öder Schamotte, um die
Widerstandsfähigkeit gegen Feuer zu erhöhen, kommt in Betracht.
Um große Formlinge zu erzielen, ist es vorteilhaft, größere Stückchen oder Stücke irgendwelcher
Materialien, auch Abfallprodukte, zu wählen und diese nach dem Verfahren mit Mischungen von feinen Materialien zu umkleiden.
Hierbei kann den größeren und eckigen oder unregelmäßig geformten Stücken, durch
dies Aufbringen der Umkleidungsmasse, eine mehr rundliche oder körrierartige Form gegeben
werden, um in den aus diesen Formlingen hergestellten Steinen einen möglichst hohen
Anteil an Hohlräumen zu sichern, wie auch durch Aufbringen farbiger Mischungen eine
besondere Wirkung im Äußeren der Steine zu erzielen. ,
Entsprechend dem Anspruch 5 des Hauptpatentes bilden sich bei der Venvendung verschiedener
Materialien auch Formlinge verschiedener Größe, Form und Festigkeit. Es
*)' i. Zusatz: 294984.
kann daher nötig sein, die Bildung der Formlinge auf der Bahn (Rutsche) zu fördern oder
zu beeinflussen, indem man noch auf diese besonders trockene oder auch feuchteMaterialien,
staubtrockene wie auch flüssige nicht ausgenommen, aufbringt. So kann man, wenn die
Mischung, z. B. aus Asche und Kalk oder aus Sand und Zement bestehend, zu feucht
war, noch trockene Mischung oder einen der Stoffe selbst aufstreuen oder aufblasen, ferner,
wenn nötig, noch Wasser aufbringen. Ferner können Formlinge, die aus Mischungen her-
! gestellt sind, die nur eine geringe Festigkeit
] geben, noch nachträglich durch gewisse Materialien, z. B. durch Gips, Zement, Wasser- ,
glas u. dgl. m., fester oder schneller erhärtend gemacht werden. Zu gleichen Zwecken können
auch heiße Luft, Dampf, Gase verwendet werden.
Das gleiche Verfahren ist auch bei der Anfertigung von Steinen, Platten, Körpern, Gegenständen
usw. mit Vorteil zu benutzen.
Auf der beiliegenden Zeichnung sind die wesentlichen Teile einer Maschine dargestellt,
vermittels welcher Formlinge in der mehr rundlichen, Form, z.B. körnerähnlich, hergestellt
werden können.
Fig. ι ist der Längsschnitt. Die Fläche, auf der sich die Formlinge bilden, ist mit 1,
der Rahmen der Bahn mit 2 bezeichnet. Der Rahmen ist vermittels Stangen, Ketten oder
Seilen 3 beweglich aufgehängt. Bewegt wird die Bahn 1 vermittels einer Kurbel 5 mit
Mitnehmer in einer kreisähnlichen Bahn.
Fig. 2 zeigt die Fläche 1 mit dem Rahmen 2 in der Draufsicht. Die Aufhänger 3 sind doppelt
angeordnet. Sobald die Fläche rotiert, stößt sie seitlich an die federnden Puffer 4 und
erhält an diesen jedesmal einen Stoß. Bezweckt wird hierdurch, daß die am Rahmen
anliegenden Formlinge wieder mehr nach der Mitte zu gelangen.
Fig. 3 zeigt einen Querschnitt der Fläche 1,"
die vermittels der Verbindungen 3 an einem oder zwei festen Punkten aufgehängt ist.
Die Bewegung der Fläche 1 ist eine doppelte, einmal durch die Kurbel 5 eine rotierende und durch die Aufhängevorrichtung 3
eine schaukelnde. Durch diese zusammengesetzte Bewegung und das so hervorgerufene
bessere Rollen der aufgegebenen Mischungen wird die Bildung der Formlinge besonders
gefördert. Statt einer ebenen Fläche kann auch eine gekrümmte gewählt werden. Ferner
läßt sich die Fläche statt aufhängen auch abstützen, wobei. die Stützen unterhalb der
Fläche anzuordnen sind; auch läßt sie sich statt aufhängen auf ein Gleitbrett oder auch
auf ein Rollenbett aufsetzen.
Für die Fläche eignen sich durchlässige Materialien, z. B. Geflechte, Siebe, großmaschige
Stoffe, besonders gut, wenn die aufgebrachte Mischung sehr feucht ist oder besonders
feucht verarbeitet werden muß. In diesen Fällen geht überflüssige Feuchtigkeit
oder überflüssige Bindemittel durch die Löcher und Maschen und kann unter der Fläche abgestrichen
oder aufgefangen und wieder verarbeitet werden.
Claims (2)
- Patent-Ansprüche:ι Verfahren zur Herstellung von kleinen Formungen sowie aus diesen angefertigten, verschiedenartigen, gegebenenfalls mit Hohlräumen versehenen Formstücken, Körpern, Gegenständen, Baumaterialien u. dgl. nach Patent 294049, dadurch gekennzeichnet, daß, um Formlinge ohne scharfe Ecken und Kanten, vielmehr in möglichst rundlicher Form, insbesondere aber auch in größerer Form herzustellen, nicht feine, sondern gröbere und größere Stückchen in beliebiger Form und aus beliebigen Stoffen und Materialien bestehend mit einer oder mehreren Mischungen aus feinen Materialien umkleidet werden.
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Formlinge, wäh- go rend sie sich bilden oder nachdem sie sich gebildet haben, trockene oder feuchte oder flüssige Zusätze'erhalten, auch eventuell mit heißer Luft oder Dampf oder auch Gasen behandelt werden, um entweder die BiI-dung der Formlinge zu fördern oder um sie zur nachträglichen Verarbeitung geeigneter, z. B. härter oder klebriger zu machen..3. Verfahren zur Herstellung der Formlinge nach Anspruch 1, dadurch gekenn- i! zeichnet, daß die Fläche oder Rutsche, auf der sich die Formlinge bilden, und welche zwecks Erzeugung einer schaukelnden Bewegung freischwingend aufgehängt oder freischwingend gestützt ist, durch eine Kurbel mit Mitnehmer in eine rotierende Bewegung gebracht wird und durch gegebenenfalls noch angeordnete Puffer seitliche Stöße erhält.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE298142C true DE298142C (de) |
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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Country Status (1)
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