DE522552C - Verfahren zum Vermischen von Schaum mit Aufschlaemmungen hydraulischer Bindemittel - Google Patents

Verfahren zum Vermischen von Schaum mit Aufschlaemmungen hydraulischer Bindemittel

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DE522552C
DE522552C DET34634D DET0034634D DE522552C DE 522552 C DE522552 C DE 522552C DE T34634 D DET34634 D DE T34634D DE T0034634 D DET0034634 D DE T0034634D DE 522552 C DE522552 C DE 522552C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C04CEMENTS; CONCRETE; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES
    • C04BLIME, MAGNESIA; SLAG; CEMENTS; COMPOSITIONS THEREOF, e.g. MORTARS, CONCRETE OR LIKE BUILDING MATERIALS; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES; TREATMENT OF NATURAL STONE
    • C04B38/00Porous mortars, concrete, artificial stone or ceramic ware; Preparation thereof
    • C04B38/10Porous mortars, concrete, artificial stone or ceramic ware; Preparation thereof by using foaming agents or by using mechanical means, e.g. adding preformed foam
    • C04B38/106Porous mortars, concrete, artificial stone or ceramic ware; Preparation thereof by using foaming agents or by using mechanical means, e.g. adding preformed foam by adding preformed foams

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Description

  • Verfahren zum Vermischen von Schaum mit Aufschlämmungen hydraulischer Bindemittel Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Einverleibung eines vorher hergestellten und eine bestimmte und geregelte Dichte aufweisenden Schaumes in eine Aufschlämmung oder hydratisierte Masse von schnell abbindenden Bindemitteln, wobei der Einschluß von atmosphärischer Luft in der Masse selbst verhindert wird. Die Erfindung betrifft ferner das nach dem neuen Verfahren hergestellte Erzeugnis, das sich durch die Anwesenheit gleichmäßig großer und gleichmäßig im Erzeugnis verteilter Hohlräume auszeichnet.
  • Die Benutzung von porösem Baumaterial ist bekannt, und man weiß ferner, daß die Gleicbmäßigkeit des Materials von Bedeutung ist. Bei der Herstellung von derartigen Bautnaterialien ist es deshalb wünschenswert und wichtig, daß ein Enderzeugnis mit bestimmten Eigenschaften, wie z. B. einem bestimmten spezifischen Gewicht, einer bestimmten Porengröße, erhalten wird.
  • Die natürliche Festigkeit von Rohstoffen, z. B. gebranntem Gips, wird durch Zusätzen herabgesetzt. Das Abbinden beginnt sof,rt nach der Hydratisierung der Materialteilchen. Es ist deshalb wünschenswert, die Hydratisierung vollständig und gleichmäßig in der ganzen Masse zu einer gegebenen Zeit zu bewirken. Damit die einsetzende Abbindung so wenig wie möglich unterbrochen wird, muß dem hydratisierten Material die gewünschte Form so schnell wie möglich nach dieser Behandlung gegeben werden.
  • Zur Herstellung von porösen Baustoffen aus mit Wasser angemachtem Zement, Gips o. dgl. hat man bereits organische, schleimige, schaumentwickelnde Substanzen angewendet, aus denen durch Zufuhr von Luft ein Schaum gebildet wird. Auch hat man schon aus derartigen Substanzen hergestellten fertigen Schaum dem Zement oder Gips zugemischt.
  • Es wurde nun die Beobachtung gemacht, daß durch Vermischen fertigen Schaumes mit dem hydraulischen Bindemittel nur dann ein Produkt von höher Festigkeit und Widerstandsfähigkeit erhalten wird, wenn der verwendete Schaum besonders feinblasig ist und wenn auch das Einmischen des Schaumes in das Bindemittel in der Weise vorgenommen wird, daß die Bildung von großen Luftblasen vermieden wird.
  • Die Porengröße des Schaumes muß daher so gewählt werden; daß sie der gewünschten Hohlraumgröße des zu erzeugenden porösen Baustoffes entspricht. Beim Vermischen des Schaumes muß darauf geachtet werden, daß die Durchmischung gründlich ist, damit der Schaum gleichmäßig in der Aufschlämmung verteilt wird. Die Einmischung muß aber auch vorsichtig vorgenommen werden, so daß der Einschluß von Luft selbst im Gemisch verhindert wird. Wenn das Gemisch nämlich größere Luftblasen, aus der atmosphärischen Luft herrührend, enthält, haben die entstehenden Hohlräume nicht die gewünschte Gleichmäßigkeit, und der Baustoff ist von ungenügender Festigkeit. Nachstehend wird an Hand eines Ausführungsbeispieles die Behandlung einer Aufschlämmung beschrieben, die durch gleichmäßige Hydratisierung von calciniertem Gips erhalten wurde. Die Aufschlämmung und der Schaum werden meine Rühr- oder Mischkammer eingeführt, in der der Schaum gleichmäßig in der ganzen Aufschlämmung verteilt wird. Um zu verhindern, daß Blasen von atmosphärischer Luft in die Masse eintreten, wenn das Rühr- oder Mischwerk in Tätigkeit gesetzt wird und mit solcher Geschwindigkeit umläuft, daß durch den Wirbel Luft angesaugt oder die Mischung durch das Schlagen der Rührvorrichtung verspritzt werden könnte, muß dafür Sorge getragen werden, daß ein Eindringen von atmosphärischer Luft in die Mischung vermieden wird. Um dieses Ziel zu erreichen, dürfen die Anne des Rühr- oder Mischwerkes nicht mit der atmosphärischen Luft in Berührung kommen. Sie müssen vielmehr in das Gemisch vollständig eintauchen, und zwar müssen sie so tief .eintauchen und sich mit einer derart geringen Geschwindigkeit drehen, daß auch jede Wirbelbildung und das Einsaugen der Luft vermieden wird: Das kann beispielsweise derart geschehen, daß das Einmischen in einem Mischapparat vorgenommen wird, dessen Rührarme sich waagerecht am Boden des Apparates drehen. Die Rührflächen der Arme dürfen nur eine geringe Steigung haben, und sie müssen sich langsam drehen. Bei einer derartigen Mischvorrichtung kommen die Rührarme nicht aus der Masse heraus, so daß sie keine Luft in die Masse hineinschlagen. Infolge ihrer Lagerung am Boden des Apparates in genügender Entfernung von der Oberfläche sowie der geringen Steigung der Rührarmfiächen und der geringen Umdrehungsgeschwindigkeit wird aber auch das Verspritzen der Masse und ein Einsaugen von Luft infolge Wirbelbildung sicher vermieden.
  • Auf diese Weise wird vermieden, daß in das Gemisch atmosphärische Luft eingesaugt wird, und daß größere Luftblasen in dem Gemisch entstehen. Dieses Gemisch und das aus ihm hergestellte Erzeugnis enthalten deshalb nur die Luft, die in den Schaumblasen vorhanden war. Die Luftmenge und die Größe der einzelnen Luftblasen können gut geregelt werden, weil. die Herstellung eines gleichmäßigen Schaumes, dessen einzelne Blasen eine ganz bestimmte Größe besitzen, an sich keine Schwierigkeiten bereitet. Die homogene Mischung wird dann aus der Mischkammer entfernt und Formen in beliebiger Weise zugeführt.
  • Das Verfahren gemäß der Erfindung kann auch bei bekannten Methoden zur Mischung von Schaum mit Baustoffaufschlämmung Anwendung finden, bei denen der Schaum auf der Aufschlämmung des Baustoffes verteilt wird. Der Schaum kann auf der Aufschlämmung auf einem umlaufenden Band verteilt werden, wie man es zum kontinuierlichen Anmachen des Gipsbreies bei der Hydratisierung des gebrannten Gipses verwendet; dann wird er in geeigneter Weise mit der Aufschlämmung vermischt, wobei dafür Sorge zu tragen ist, däß Blasen von. atmosphärischer Luft nicht eingeschlossen werden. Von diesem laufenden Band kann das Gemisch in eine Mischkammer einlaufen, und zwar in solcher Weise, daß keine Luft in die Masse hineingesaugt wird. Aus der Mischkammer selbst läuft die fertige Mischung zur Herstellung von porösen Blöcken in Formen oder zur Herstellung von Tafeln oder Platten durch eine Plattenmaschine.
  • Es leuchtet ein, daß das spezifische Gewicht des Eaiderzeugnisses von der Dichte des Schaumes abhängt, der mit der Aufschlämmung vermischt wird.
  • Um eine frühzeitige Kristallbildung oder ein vorzeitiges Abbinden zu verhindern, muß das Mischen des Schaumes mit der Aufschlämmung während der Hydratisierung stattfinden; am besten erfolgt es unmittelbar nach dem Versetzen des Rohstoffes mit Wassei. Beim Arbeiten gemäß der Erfindung wird das Abbinden nicht gestört, während eine solche Störung des Abbindens eintritt, wenn die Blasengröße durch ständige Lufteinrührung in der hydraulischen Masse verändert wird.
  • Durch die mit der Veränderung der Blasengroße verbundene Störung des Hydratisierungsvorganges leidet aber die Festigkeit des Erzeugnisses erheblich.
  • Durch die hier beschriebene Arbeitsweise; welche den Zusatz zweckloser oder für die Festigkeit schädlicher Stoffe vermeidet, wird ein Endprodukt erhalten, in dem das Bindemittel seine natürliche Festigkeit behält. Diese Festigkeit wird aber nach dieser Erfindung deshalb bewahrt, weil der Hydratisierungs- und Verfestigungsprozeß des Bindemittels nicht durch Veränderung der Bläschengröße gestört wird, indem das Einmischen von Luft verhindert wird.
  • Aber zugleich wird durch die Erhaltung der feinen Bläschen ein sehr feinporiges; gleichmäßiges Erzeugnis erzielt, das keine größeren Hohlräume und damit schwache Stellen aufweist.
  • Es wird also ein hochwertiger, poröser Baustoff von größten Festigkeitseigenschaften erzeugt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zum Vermischen von Schaum mit Aufschlämmungen'hgdraulischer Bindemittel, zwecks Herstellung poröser Baustoffe, dadurch gekennzeichnet, daß bei der Vermischung die Masse gegen die nicht im Schaum eingeschlossene Außenluft abgeschlossen wird.
DET34634D 1928-02-08 1928-02-08 Verfahren zum Vermischen von Schaum mit Aufschlaemmungen hydraulischer Bindemittel Expired DE522552C (de)

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