DE29668C - Vervielfältigungs-Verfahren und dazu erforderliches Instrument - Google Patents

Vervielfältigungs-Verfahren und dazu erforderliches Instrument

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DE29668C
DE29668C DENDAT29668D DE29668DA DE29668C DE 29668 C DE29668 C DE 29668C DE NDAT29668 D DENDAT29668 D DE NDAT29668D DE 29668D A DE29668D A DE 29668DA DE 29668 C DE29668 C DE 29668C
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Germany
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DENDAT29668D
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E. H. KLABER in Wien:
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B41PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
    • B41LAPPARATUS OR DEVICES FOR MANIFOLDING, DUPLICATING OR PRINTING FOR OFFICE OR OTHER COMMERCIAL PURPOSES; ADDRESSING MACHINES OR LIKE SERIES-PRINTING MACHINES
    • B41L13/00Stencilling apparatus for office or other commercial use
    • B41L13/02Stencilling apparatus for office or other commercial use with flat stencil carriers

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 15: Druckerei.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 2. April 1884 ab.
Das vorliegende Vervielfältigungsverfahren besteht darin, dafs man auf dünnem, porösem Papier, das auf einer Seite mit einer. Schicht weichen, undurchlässigen Materials, wie Wachs, Paraffin etc., überdeckt ist, den Linien der zu vervielfältigenden Zeichnung oder den Schriftzügen des zu vervielfältigenden Schriftstückes entsprechend, die undurchlässige Deckschicht entfernt, so dafs längs dieser Linie das Papier durchlässig gemacht wird, worauf man Papieroder Pausleinwandblätter unter das so vorgerichtete Papier legt und mit einem steifen Pinsel, besser aber mit einer Buchdruckerwalze die passend gewählte Farbe unter mäfsigem Druck aufträgt.
Das Instrument, welches zum Entfernen der undurchlässigen, weichen Deckschicht an Stelle der zu ziehenden Linien dient, besteht in einem Stift, der in seiner nöthigenfalls abgebogenen Spitze ein kleines Kugellager mit lose eingesetztem, fein gerieftem Kügelchen enthält; von diesem Kügelchen ragt immer ein etwa I2o° messender Kugelabschnitt über die Ränder des Lagers vor, welche beim Schreiben in eine zur Papierfläche nahezu parallele Ebene zu liegen kommen.
In beiliegender Zeichnung zeigen die Fig. 1 bis 4 einen Rahmen zum Einspannen des imprägnirten Papiers beim Auftragen der Farbe; Fig. 5 und 6 stellen den Stift in Rücken- und Seitenansicht dar; Fig. 7 ist ein Verticalschnitt durch die auf dem Papier aufstehende Spitze ■ des Stiftes, und Fig. 8 versinnlicht die Gebrauchsweise des Instrumentes.
Wie ersichtlich, besteht der in Fig. 1 bis 4 ■dargestellte Rahmen aus drei Theilen, aus einer rechteckigen Unterlagsplatte α zum Auflegen der Papierblätter b, auf welchen die Copie erscheinen soll, ferner aus einem auf diese Unterlage passenden und im aufgelegten Zustande mit ihr in gleichem Niveau abschneidenden Rahmen c, welcher mittelst Scharniere d an dieser Unterlagsplatte befestigt ist, und endlich aus einem zweiten losen Rahmen e, welcher derartig in einen rechteckigen Randausschnitt des Rahmens c pafst, dafs seine obere Fläche ebenfalls in das Niveau der Unterlagsplatte a zu liegen kommt; letzterer Rahmen kann mittelst Haken und Oesen f an dem Rahmen c befestigt werden. Zum Herstellen der durchlässigen Linien auf dem präparirten Papier wird dasselbe zwischen die Rahmen c und e eingespannt, da zur Vermeidung des Durchreifsens desselben beim Schreiben oder Zeichnen eine harte Unterlage vorhanden sein mufs, welche durch die Blechverkleidung der Unterlagsplatte a gebildet wird. Natürlicherweise kann beim Vorhandensein einer sonstigen harten Unterlage das Einspannen des Papiers auch nach dem Schreiben oder Zeichnen geschehen.
Im Kugellager der abgebogenen Spitze des Stiftes kann ein zweites kleines Lager für eine kleine, glatte Kugel g hergestellt sein, welche die Reibung der gröfseren, fein gerieften Kugel h vermindert; letztere hat nur einen Durchmesser von einigen Millimetern und kann mit meridional gestellten oder parallelen, einfachen oder einander kreuzenden, feinen Riefen versehen sein. Der Rand k des Kugellagers hat mit Bezug auf die Achse des Stiftes j solche Lage, dafs er sich beim Gebrauch des Stiftes, wie gesagt, immer in- eine zur Papierfläche m

Claims (1)

  1. nahezu parallele Ebene stellt, was seine Berührung mit dem präparirten Papier verhindert. Statt die fein geriefte Kugel lose in ein Kugellager einzulegen, kann man dieselbe auch um einen in der Achse des Instrumentes stehenden oder mit dieser Achse nach oben einen sehr stumpfen Winkel bildenden Stift drehbar herstellen.
    P at en τ-Ansprüche:
    i. Ein Verfahren zur Vervielfältigung von Schriftstücken oder Zeichnungen, darin bestehend, dafs von einem dünnen, porösen, an einer Seite mit weichem, undurchlässigem Material überzogenen Papier dieses Material an den den darzustellenden Schriftzügen oder Linien entsprechenden Stellen entfernt, dafs hierauf unter das so vorbereitete präparirte Papier Blatt für Blatt des zur Aufnahme der Copien bestimmten Papiers eingelegt und dafs nach dem Einlegen jedes solchen Blattes die obere Fläche des präparirten Papiers unter mäfsigem Druck mit geeigneter Farbe überzogen wird. Ein Instrument zum Entfernen des undurch- ■ lässigen Materials bei Durchführung des unter i. angegebenen Verfahrens, welches Instrument aus einem Stift mit nöthigenfalls gekrümmter, metallischer Spitze besteht, die ein Kugellager und in diesem eine kleine beliebig, aber sehr fein geriefte Kugel von solcher Form enthält, dafs beim Gebrauch des Stiftes der Rand des Kugellagers nahezu parallel zur Papierfläche liegt und dafs ein Kugelabschnitt beständig aus dem Lager vorsteht.
    Ein Instrument zum Entfernen des undurchlässigen Materials bei Durchführung des unter i. angegebenen Verfahrens, bestehend aus einem Stift, dessen Spitze durch eine um eine axial gestellte oder mit der Achse des Stiftes nach oben einen stumpfen Winkel bildende Nadel drehbare, fein geriefte kleine Kugel gebildet wird.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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