DE296154C - - Google Patents

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DE296154C
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    • G—PHYSICS
    • G10—MUSICAL INSTRUMENTS; ACOUSTICS
    • G10K—SOUND-PRODUCING DEVICES; METHODS OR DEVICES FOR PROTECTING AGAINST, OR FOR DAMPING, NOISE OR OTHER ACOUSTIC WAVES IN GENERAL; ACOUSTICS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • G10K1/00—Devices in which sound is produced by striking a resonating body, e.g. bells, chimes or gongs
    • G10K1/28—Bells for towers or the like
    • G10K1/30—Details or accessories
    • G10K1/34—Operating mechanisms
    • G10K1/344—Operating mechanisms for an oscillating bell which is driven once per cycle

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
-M 296154-KLASSE 74 a. GRUPPE
CORNELIUS RECHENAUER in WÖRISHOFEN.
auf rein mechanischem Wege.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 9. März 1916 ab.
Die bisher' bekannten mechanischen (nicht elektrischen) Vorrichtungen zum Fangen und Auslösen des Klöppels einer schwingenden Glocke erfordern zu ihrem Betriebe entweder einen Bedienungshandgriff, oder müssen der jeweiligen normalen Schwingungshöhe der Glocke konstruktiv angepaßt werden, besitzen also keine Regulierfähigkeit.
Vorliegende Erfindung dagegen besteht in einem selbsttätigen Mechanismus, der mit sehr einfachen Mitteln dieselbe Wirkung erzielt und zugleich eine Regulierung von Hand nach Belieben oder Notwendigkeit jederzeit gestattet. Eine beispielsweise Ausführung
jg dieses Mechanismus besteht in folgender Anordnung:
Fig. ι der beiliegenden Zeichnung stellt die in Ruhe befindliche Glocke mit ihrem auf bekannte Weise durch Fangstift i und Schere / festgehaltenen Klöppel g dar. Der Fangstift i sitzt mittels einer Verbreiterung n, die ihm gleichzeitig ein bestimmtes Eigengewicht verleiht, auf dem umgebördelten Ende eines rohrförmig gestalteten Organs e auf und wird bei seiner Bewegung nach aufwärts durch einen Anschlag m begrenzt; der eigentliche Stift i , ragt durch das Ende des Organs e hindurch. Mit dem Fangstift i ist ein Drahtseil d verbunden, das über eine am Kronblock der Glocke auf einer parallel zu deren Schwingungsachse liegenden Achse drehbare Rolle c sowie mit einem gewissen Durchhang über eine zweite feste Rolle b läuft und an einem mit Führung versehenen Gegengewicht a be-
festigt ist. ,
In Fig. 2 ist die Glocke durch irgendeine Kraft zu einer solchen Höhe angeschwungen, daß bei ihrer linksläufigen Bewegung der in Fig. ι gezeigte Durchhang des Seiles d aufgehoben und mittels der Gegenwirkung des Gewichtes α der Fangstift i aus der Klöppelschere f gezogen wurde. Der Klöppel g ist nun frei und bleibt es so lange, als die Glocke die bisher erreichte Schwingungshöhe nicht unterschreitet; denn das Seil d zieht bei jeder linksläufigen Glockenbewegung den Fangstift i in das Rohr e zurück, wenn der Klöppel g in dessen Nähe kommt.
Steigt nun die Schwingungshöhe der Glocke weiter, so stößt zunächst die Verbreiterung η des Fangstiftes i gegen den Anschlag m im Rohre e. Da hierdurch ein Ende des Seiles d festgelegt wird, hebt das andere Seilende das Gewicht α an, so daß das Seil d straff und der Fangstift i auch in diesem Falle gehoben bleibt, wie aus der Darstellung der Fig. 2 deutlich hervorgeht. Verringert hingegen die Glocke ihre Schwingungshöhe in dem Grade, daß die Wirkung des Gewichtes a nicht mehr zur Geltung kommt, also das Seil d nicht mehr straff gezogen und infolgedessen der Fangstift i bei den linksläufigen Glockenbewegungen nicht mehr gehoben werden kann, so fängt sich der Klöppel, und die Glocke verstummt.
Wie aus Fig. 1 ersichtlich ist, bestimmt der Stützpunkt des Gewichtes α bei ruhender Glocke die Größe des Seildurchhanges zwischen den Führungsrollen b und c. Verlegt man diesen Stützpunkt, der in der Zeichnung
aus dem unteren Führungshalter des Gewichtes α besteht, etwa mit Hilfe von Unterlagescheiben oder einer Stellschraube nach aufwärts oder abwärts, so verändert sich dementsprechend auch die Größe des Seildurchhanges, Da aber die Glockenschwingungen den Seildurchhang erst völlig straff ziehen müssen, bevor der Fangstift aus der Klöppelschere gezogen wird, so ist die frühere oder
ίο spätere Freigabe des Klöppels abhängig von der Größe des Seildurchhanges. Daher ist die höhere oder tiefere Lagerung des Gewichtes α ein einfaches Mittel, um den Zeitpunkt des früheren oder späteren Erklingens bzw. Verstummens der Glocke zu bestimmen.

Claims (2)

  1. Patent-Ansprüche:
    I. Vorrichtung· zum selbsttätigen Festhalten und Freigeben von Glockenklöppeln auf rein mechanischem Wege, dadurch gekennzeichnet, daß ein an der Glocke über eine Rolle geführtes Zugmittel (d), dessen eines Ende in einen Stift, (i) ausläuft, der in seiner tiefsten Lage den Glockenklöppel (g) festhält, bei kleinen Schwingungen oder imRuhezustande der Glocke mit losem . Durchhang über eine feste Rolle (b) führt und an seinem anderen Ende mit einem für gewöhnlich aufruhenden Gegengewichte (α) so verbunden ist, daß der Durchhang des Zugmittels (d) durch Straffziehen bei bestimmter Schwingungshöhe der Glocke zeitweilig aufgehoben wird und dadurch der Zug des Gegengewichtes den Glockenklöppel freigibt.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Größe des Zugmitteldurchhanges bzw. der Zeitpunkt des Freigebens und Festhaltens des Glokkenklöppels (g) durch Verlegung des Auflagerungspunktes des Gegengewichtes (α) geändert werden kann.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1215557B (de) * 1965-05-28 1966-04-28 Dr Walter Schade Verfahren zum Laeuten schwingender Kirchenglocken bei wesentlich kleinerer Amplitude als allgemein notwendig, zum Zwecke der Verringerung der Horizontalschubkraefte und gleichzeitiger Klangverbesserung

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1215557B (de) * 1965-05-28 1966-04-28 Dr Walter Schade Verfahren zum Laeuten schwingender Kirchenglocken bei wesentlich kleinerer Amplitude als allgemein notwendig, zum Zwecke der Verringerung der Horizontalschubkraefte und gleichzeitiger Klangverbesserung

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