DE384261C - Sicherheitsvorrichtung fuer Hebeeinrichtungen - Google Patents
Sicherheitsvorrichtung fuer HebeeinrichtungenInfo
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B66—HOISTING; LIFTING; HAULING
- B66F—HOISTING, LIFTING, HAULING OR PUSHING, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR, e.g. DEVICES WHICH APPLY A LIFTING OR PUSHING FORCE DIRECTLY TO THE SURFACE OF A LOAD
- B66F3/00—Devices, e.g. jacks, adapted for uninterrupted lifting of loads
Landscapes
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- Geology (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Structural Engineering (AREA)
- Emergency Lowering Means (AREA)
Description
Die Erfindung befaßt sich mit einer Sicherheitsvorrichtung für Hebeeinrichtungen für
kleinere Lasten, wie solche bei photographischen, optischen, Projektionsapparaten u. dgl.
Anwendung finden, bei denen die aufmontierten . Apparate durch ein- und ausschiebbare
Gestänge gehoben und gesenkt werden. Hierbei findet als Sicherheitsorgan eine SaIadinsche
Einklinkung Verwendung, welche bekanntlich aus einem Ringe besteht, welcher in einer bestimmten Winkellage auf einer Stange
verschoben werden kann, aber nach Änderung des Neigungsverhältnisses, sobald die Innenkanten
des Ringes sich gegen die Stange legen, infolge der auftretenden Reibung am Weitergleiten
verhindert wird.
Es sind nun bereits Sicherheitsvorrichtungen für Hebeeinrichtungen bekannt geworden,
bei denen das die Last tragende Gestänge
so durch eine Sperrklaue, welche nach der oben beschriebenen Saladinschen Einklinkung
durchgebildet ist, wirkt, und am Niedergehen verhindert wird, wenn die Hebeklaue das belastete
Gestänge freigibt.
Bei der Sicherheitsvorrichtung nach der Erfindung findet ebenfalls eine Saladinsche
Einklinkung Anwendung, doch unterscheidet sich dieselbe von den bekannten Einrichtungen
dadurch, daß die das belastete Hebegestänge umfassende Saladinsche Einklinkung durch
das infolge der Belastung des Hebegestänges im Spannungszustande befindliche Hebeorgan
(Seil o. dgl.) in einer Lage gehalten wird, weiche den freien Durchgang des Gestänges
gestattet, dagegen beim Bruch des Hebeorganes ihre Lage ändert und als Fangvorrichtung
wirkt.
Nach der Erfindung steht die Saladinsche Einklinkung, weiche das Hebegestänge beispielsweise
in Form eines Ringes umfaßt, unter Einwirkung eines doppelarmigen festgelagerten Hebelarmes. Der letztere wird
durch die Spannung im eigentlichen Hebeorgan in einer Lage gehalten, in welcher die
sich auf ihm einseitig abstützende Saladinsche Einklinkung ohne Einfluß auf das Hebegestänge
ist, während er bei Bruch des Hebeorganes durch Einwirkung einer entgegengesetzt
wirkenden Kraft, beispielsweise durch Freiwerden einer Federspannung, seine Normallage ändert, so daß auch die Saladinsche
Einklinkung eine andere Lage einnimmt, wobei sich die Innenkanten des Ringes gegen
das verschiebbare Hebegestänge legen, und die zwischen Ring und Gestänge auftretende Reibung
ein Weitergleiten des Gestänges verhindert.
Auf der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand in einer Ausführungsform beispielsweise
dargestellt, und zwar zeigt:
Abb. ι die Vorrichtung in der Seitenansicht,
Abb. 2 in der Vorderansicht in Richtung des Pfeiles A der Abb. 1,
Abb. 3 eine Teilansicht in Richtung des Pfeiles B der Abb. 1.
In einem fest angeordneten Bock 1 ist das Hebegestänge 2, auf welchem die Belastung
ruht, verschiebbar gelagert. Am unteren Teil des Gestänges 2 greift das Seil 3 an, welches
über eine Führungsrolle 4 gleitet, an der Seiltrommel 5 befestigt ist. Diese Seiltrommel
5 kann in bekannter WTeise durch Zwischenschaltung eines Übersetzungsgetriebes
6, 7 durch eine Handkurbel 8 bedient werden. Die Sperrklinke 9 und das Sperrad 10
verhindern in ebenfalls bekannter Weise ein selbsttätiges Abrollen des Seiles 3 von der
Trommel 5.
Die Führungsrolle 4 des Seiles 3 ist in einem doppelarmigen Hebel 11, 12 gelagert,
welcher um einen Zapfen 13 des Bockes 1 schwingen kann. Bei Belastung des Seiles 3
tritt also ein Drehmoment auf, welches am Hebelarm 11 des Doppelhebels 11, 12 angreift
und diesen in der auf der Zeichnung mit voll ausgezogenen Linien dargestellten Lage hält.
Am anderen Hebelarm 12 greift eine Zug-
feder 14 an, deren Spannung so bemessen ist, daß das Drehmoment, welches aus dieser
Federspannung und dem zugehörigen Hebelarm 12 gebildet wird, kleiner ist als dasjenige,
welches sich aus der Zugspannung des belasteten Seiles 3 und dem zugehörigen Hebelarm 11 ergibt, so daß bei Belastung des
Gestänges 2 die mit ausgezogenen Linien gezeichnete Stellung des Hebels 11, 12 beibehalten
wird.
Die Saladinsche Einklinkung besteht aus einem einarmigen Hebel 15, welcher bei 16
auf dem Bock 1 seinen Stütz- und Drehpunkt — beispielsweise in Form einer Schneide —
besitzt. Dieser einarmige Hebel 15 weist eine kreisrunde Öffnung 17 auf, welche so bemessen
ist, daß das Gestänge 2 ohne Berührung des Innenrandes dieser öffnung 17
hindurchtreten kann. Das freie Ende dieses einarmigen Hebels 15 ruht bei 18 lose auf dem
freien Ende des Schenkels 12 des Doppelhebels. Ferner ist der freie Schenkel des
Hebels 15 so weit verlängert, daß er mit einer Querleiste 19 oder gleichwertigen Ansätzen
unter den Schenkel 12 greift.
Die Wirkungsweise der Einrichtung ist die folgende: Bei Belastung des Gestänges 2 in
Richtung des senkrechten Pfeiles C der Abb. 1 wird das über die Rolle 4 geleitete Seil 3 gespannt.
Durch diese Seilspannung wird ein Drehmoment erzeugt, welches den Hebel 11,
12 in der mit voll ausgezogenen Linien gezeichneten Normallage hält. In dieser Stellung
des Hebels 11, 12 nimmt ebenfalls der einarmige Hebel 15 seine Normallage ein,
d. h. durch die öffnung 17 kann das Gestänge 2 frei hindurchtreten. Tritt nun ein Bruch des
Seiles 3 ein, so wird die Seilspannung, also auch damit das aus dieser und dem Hebelarm
11 gebildete Drehmoment aufgehoben und durch die Spannung der Feder 14 das aus dieser
und dem Hebelarm 12 gebildete Drehmoment zur Geltung gebracht, indem der ~
Hebelarm 12 nach abwärts schwingt, so daß er die punktiert eingezeichnete Stellung einnimmt.
Hierdurch wird der Stützpunkt 18 des einarmigen Hebels 15 freigegeben, der
letztere wird um seinen Drehpunkt 16 infolge seines Eigengewichtes schwingen und die
punktiert eingezeichnete Lage einnehmen. Infolge der Schräglage des Hebels 15 zur Achse
des Gestänges 2 berührt nun der Innenrand der öffnung 17 das sich abwärts in Bewegung
setzende Gestänge 2. Diese eintretende Abwärtsbewegung wird durch die zwischen Ring
und Gestänge auftretende Reibung gehemmt und zum Stillstand gebracht, wobei gewissermaßen
das Gestänge 2 am Hebelarm 15 aufgehängt wird. — Um nun zu verhindern, daß
durch irgendwelche Hemmungen die Schwingung des einarmigen Hebels 15 um seinen
Drehpunkt 16 gestört wird, stößt bei der Abwärtsbewegung der Hebelarm 12 gegen die
Querleiste oder den Ansatz 19 des freien Endes des Hebels 15 und bringt die Fangvorrichtung
zur Wirksamkeit.
Claims (4)
1. Mit einer Saladinschen Einklinkung ausgerüstete Sicherheitsvorrichtung für
Hebeeinrichtungen, bei denen ein- und ausschiebbare Gestänge Anwendung finden, dadurch gekennzeichnet, daß die das Hebegestänge
(2) umfassende Saladinsche Einklinkung durch die Belastung, welche auf das Hebegestänge wirkt, vermittels des
Hebeorgans der Hebevorrichtung in einer Lage gehalten wird, welche den freien Durchgang des Gestänges (2) gestattet,
dagegen beim Bruch des Hebeorgans ihre Lage ändert und als Fangvorrichtung wirkt.
2. Sicherheitsvorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die
Saladinsche Einklinkung aus einem einarmigen, das Hebegestänge (2) umfassenden Hebel (15) gebildet wird, dessen
Stütz- und' Drehpunkt (16) auf einem festen Auflager (1) ruht, während sein
freies Ende (18) unter Einwirkung eines fest gelagerten, schwingbaren Doppelhebels
(11, 12) steht, dessen Lage von der Belastung des Hebeorgans (3) ab- hängig
ist.
3. Sicherheitsvorrichtung nach den An-Sprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet,
daß der fest gelagerte schwingbare Doppelhebel (11, 12), unter dessen Einwirkung
der einarmige Hebel (15) steht, durch die Zugspannungen des Hebeorgans (3) in der
Normallage gehalten wird, nach dem Aufhören dieser Spannung beim Bruch des Hebeorgans aber durch die Einwirkung
einer entgegengesetzt wirkenden Kraft (14) ausschwingt und dadurch dem einarmigen
Hebel (15) ebenfalls gestattet, auszuschwingen, so daß sich der das Gestänge
(2) umfassende Teil der Saladinschen Einklinkung (15) gegen dasselbe
legen kann.
4. Sicherheitsvorrichtung nach den An-■ Sprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,
daß das freie Ende des Hebels (15) zur sicheren Erzielung des Ausschwingens Ansätze
(19) trägt, gegen welche der herabschwingende Hebelarm (12) stößt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEK73008D DE384261C (de) | 1920-05-05 | 1920-05-05 | Sicherheitsvorrichtung fuer Hebeeinrichtungen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEK73008D DE384261C (de) | 1920-05-05 | 1920-05-05 | Sicherheitsvorrichtung fuer Hebeeinrichtungen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE384261C true DE384261C (de) | 1923-10-29 |
Family
ID=7232303
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEK73008D Expired DE384261C (de) | 1920-05-05 | 1920-05-05 | Sicherheitsvorrichtung fuer Hebeeinrichtungen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE384261C (de) |
-
1920
- 1920-05-05 DE DEK73008D patent/DE384261C/de not_active Expired
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