DE295680C - - Google Patents

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DE295680C
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A43FOOTWEAR
    • A43BCHARACTERISTIC FEATURES OF FOOTWEAR; PARTS OF FOOTWEAR
    • A43B13/00Soles; Sole-and-heel integral units

Landscapes

  • Footwear And Its Accessory, Manufacturing Method And Apparatuses (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 295680 KLASSE 71 a. GRUPPE
hergestellte Schuhsohle.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 27. April 1916 ab.
Geflochtene Schuhsohlen sind bekannt; die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung geflochtener Schuhsohlen, welche aus Kokosgarn oder einem anderen ähnlichen Material bestehen.
Zur Erzeugung dieser Sohle wird gemäß vorliegender Erfindung aus Kokosgarn ein dreifädiger Zopf α geflochten, wie Fig. 1 zeigt. Auf ein Brett b (Fig. 2) zeichnet man die gewünschte Sohlenform auf und schlägt in dasselbe eine entsprechende Anzahl von kopflosen Nägeln c ein, wie es die Form der Sohle erfordert. Dann nimmt man den Zopf α und führt ihn um die Nägel c herum, wie es in Fig. 2 gezeigt ist.
Wenn der Zopf α in die auf dem Brett gezeichnete Sohlenform eingerollt ist, nimmt man eine starke Nadel d (Fig. 3) und führt sie unter die jeweiligen obersten Fadenbogen I (Fig. 1) des in die Sohlenform eingerollten Zopfes α (Fig. 2), bis die Nadel d auf der entgegengesetzten Seite der in Arbeit stehenden Sohle herausragt. In diese derart gewonnene Bahn legt man einen Eisendraht β ein, wie es in Fig. 1 und 2 sowie im Schema in Fig. 3 dargestellt ist. Diese Arbeit wird wiederholt, bis die Eisendrähte e durch die
■ ganze Sohle der Quere nach in bestimmten Abständen hindurchtreten.
Nun werden Querschnüre durchgezogen. Zu diesem Zwecke zieht man den ersten der Eisendrähte e heraus, steckt an seine Stelle die mit öse 2 versehene Nadel d ein, legt eine Schnur f in die Nadel d und zieht sie mit · der Schnur f heraus (Fig. 3). Jetzt steckt man die Nadel d noch einmal in dieselbe Stelle ein, um eine zweite Schnuf g hineinzuführen, und zwar von der entgegengesetzten Seite. In jede Drahtstelle kommen also immer je zwei Schnüre, wie Fig. 1 rechts und Schema Fig. 3 zeigen. Sind die beiden Bindeschnüre f und g durchgezogen, so erfaßt man sie mit den Händen und zieht, bis man die erwünschte Breite der Sohle erzielt. Auf diese Weise setzt man die Arbeit fort, bis sämtliche Eisendrähte e durch zwei Bindeschnüre ersetzt sind und die Sohle ihre Form erhalten hat. Die Ferse und die Spitze der Sohle formt man dann in der Hand durch Vernähen der heraushängenden Schnüre f und g nach Entnahme der Sohle vom Brette.
Zuletzt wird in den Rand der Sohle eine Schnur h (Fig. 4) eingeflochten derart, daß mittels Handhäkchen unter die Schnurbogen 3 der beiden Bindeschnüre f und g die Schnur h durchgezogen wird, die oberhalb dieser Schnurbogen je eine nach aufwärts stehende Schlinge 4 bildet. Mittels dieser Schlingen läßt sich die Sohle leicht an dem Schuhwerk befestigen.
Da die Bindeschnüre f und g die obersten

Claims (2)

  1. Fadenbogen des Zopfes α binden, verbleibt der größere Teil des Zopfes α unten zur Abnutzung.
    Pa ten τ -A ν Sprüche:
    i. Verfahren zur Herstellung von geflochtenen Schuhsohlen aus Kokosgarn oder einem ähnlichen Material, dadurch gekennzeichnet, daß auf ein Brett eine der Sohlenform entsprechende Anzahl von Nägeln (c) eingeschlagen und ein dreif ädiger Zopf (a) aus Kokosgarn um die Nägel (c) geführt wird, wonach unter die jeweiligen oberen Fadenbogen (I) des zu Sohlenform eingerollten Zopfes (a) der Quere nach Eisen drähte (e) eingelegt und dann an ihre Stelle Bindeschnüre (f und g) von beiden Seiten eingeführt werden und mit Hilfe der letzteren die Sohle auf die nötige Breite zusammengezogen wird. ao
  2. 2. Schuhsohle, hergestellt nach dem Verfahren nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß durch die am Rande der Sohle befindlichen Schnurbogen (3) der beiden Bindeschnüre (f und g) eine Schnur (h) hindurchgezogen ist, die oberhalb eines jeden Schnurbogens (3) eine nach aufwärts stehende Schlinge (4) bildet.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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