DE2948383C2 - - Google Patents
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B41—PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
- B41F—PRINTING MACHINES OR PRESSES
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Description
Die Erfindung betrifft einen Antrieb für Mehrfarbenbogenrota
tionsdruckmaschinen, bei denen die Druckwerke über einen ge
schlossenen Räderzug miteinander verbunden sind, der durch min
destens zwei elastische Krafteingabestellen mit einem parallel zum Räder
zug verlaufenden Antriebszug verbunden ist.
Bekannt sind Antriebe für Mehrfarbenbogenrotationsdruckmaschinen
mit Reihenbauweise der Druckwerke, die über einen geschlossenen
Räderzug angetrieben sind, der durch mindestens zwei Krafteinga
bestellen mit einem parallel zum Räderzug verlaufenden, vom Mo
tor angetriebenen Antriebszug verbunden ist und der bei n Kraft
eingabestellen n - 1 Drehmomentbegrenzer im Antriebszug aufweist
bzw. die Drehmomentbegrenzung bei n - 1 Krafteingabestellen durch
eine Kopplung des Räderzuges mit dem Antriebszug weich, d. h.
über Druckfedern erfolgt. Durch die n - 1 Drehmomentbegrenzer wird
eine derartige Leistungsverzweigung für die einzelnen Druckwerke
erreicht, daß in dem geschlossenen Räderzug, der die Druckwerke
miteinander verbindet, stets eine Zahnflankenanlage in einer
Richtung erfolgt (DD-PS 1 12 389).
Derartige Antriebe haben den Nachteil, daß trotz der definierten
Zahnflankenanlage Schwingungen, die durch nicht zu vermeidende
Verzahnungsfehler oder Fehler die durch den Umlauf von Wellen
und Rädern entstehen, auf die Zylinder übertragen werden.
Dadurch treten, betrachtet man die Druckmaschine als Mehrmassen
system, zwischen den einzelnen Massen, d. h. den Zylindern und
Trommeln Torsionsbewegungen auf.
Durch diese Störschwingungen treten sowohl Übergabefehler bei der
Übergabe der Bogen zwischen den Zylindern und Trommeln als auch
Einfärbstreifen auf. Besonders ungünstig wirken sich diese Stör
schwingungen dann aus, wenn die Erregerfrequenzen und die Eigen
frequenzen der Druckwerke in bestimmte Drehzahlbereiche gleich
groß sind, d. h. Resonanz zu verzeichnen ist.
Diese Nachteile treten deshalb auf, weil immer eine Kraftüber
tragung vom Antriebszug zum Räderzug ohne weiche Kopplung erfolgt,
aufgrund der Tatsache, daß nur n - 1 Drehmomentbegrenzer vorge
sehen sind. In bezug auf die Leistungsverzweigung weisen derartige
Antriebe den Nachteil auf, daß nur bei minimalem Momentenbedarf
der Druckmaschine ein geringer Kraftfluß über den Räderzug geht,
da die Drehmomentbegrenzung für n - 1 Drehmomentbegrenzer so ge
wählt werden muß, daß auch bei geringstem Momentbedarf eine ein
deutige Zahnflankenanlage gewährleistet ist. Über die Kraftein
gabestellen mit Drehmomentbegrenzer wird immer ein konstantes
Drehmoment eingeleitet, während das über den minimalen Momenten
bedarf hinausgehende Drehmoment, z. B. bei Drehzahlerhöhung über
die Krafteingabestelle geleitet wird, der kein Drehmomentbegren
zer zugeordnet ist. Dadurch steigt das über den Räderzug geleitete
Drehmoment nicht proportional sondern überproportional (progressiv)
an, so daß es zu erhöhten Verschleißerscheinungen im Räderzug
kommt.
Dieser Nachteil kann nur durch eine kostenaufwendige, kompli
zierte Regelung beseitigt werden.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Antrieb zu
schaffen, bei dem eine optimale Leistungsverzweigung zum Zwecke
der stetigen definierten Zahnflankenanlage im Räderzug erreicht
wird und bei dem die Schwingungen die durch nicht zu vermeidende
Verzahnungsfehler oder Fehler durch Umlauf von Wellen oder Rä
dern so ausgefiltert werden, daß sie nicht auf die Zylinder und
Trommeln übertragen werden.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch die gegenständlichen Merkmale des kennzeichnenden Teiles des Anspruchs 1 gelöst.
Die Drehstabfedern sind so ausgebildet, daß Schwingungen größer
als 1 Hz ausgefiltert werden.
Durch die Erfindung wird in einfachster Weise eine Leistungsver
zweigung für die einzelnen Druckwerke erreicht, die eine defi
nierte gleichbleibende Zahnflankenanlage bewirkt und außerdem
bewirkt, daß störende Schwingungen nicht auf die Zylinder und
Trommeln übertragen werden, da die gesamte Kopplung des An
triebszuges mit dem Räderzug über Schwingungsfilter erfolgt.
Durch die Erfindung wird erreicht, daß nur ein minimaler Lei
stungsanteil über den Räderzug geleitet wird, so daß der Ver
schleiß in diesen für die Qualität des Druckes wichtigen Tei
len minimiert wird.
Die Erfindung soll an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert
werden. In der Zeichnung zeigt
Fig. 1 die schematische Darstellung des Antriebes einer Vier
farbenbogenrotationsoffsetdruckmaschine,
Fig. 2 die schematische Darstellung des Antriebes eines Druck
werkes mit der erfindungsgemäßen Lösung und
Fig. 3 eine konstruktive Ausführungsvariante der erfindungsge
mäßen Lösung.
Die wesentlichen und für die Erfindung bedeutsamsten Teile einer
Druckmaschine sollen gemäß Fig. 1 an Hand des Bogenlaufs er
läutert werden. Die in einem Anleger 1 gestapelten Bogen gelangen
über einen Zwischentisch 2, eine Schwinganlage 3 und eine Anleg
trommel 4 auf den Druckzylinder 5 eines ersten Druckwerkes. Über
ein nicht dargestelltes Farbwerk wird Farbe über einen Plat
tenzylinder 7 und einen Offsetzylinder 6 auf den auf dem Druck
zylinder 5 befindlichen Bogen übertragen.
Über eine Übergabetrommel 8 wird der Bogen dann auf den jeweils
nächsten Druckzylinder 5 übertragen und mit einer weiteren Farbe
bedruckt. Über eine Auslagetrommel 10 wird der Bogen dann in einen
Ausleger 9 gefördert und dort auf einem Stapel 11 abgelegt.
Die Bogenübergabe der Bogen von der Schwinganlage 3 bis zur Aus
lagetrommel 10 erfolgt über Greifer, die sich auf den Druckzy
lindern 5 und den Trommeln 4, 8 und 10 befinden.
Die Qualität des Druckes hängt im wesentlichen von der Genauig
keit dieser Bogenübergaben ab, so daß es notwendig ist, daß die
Zahnflanken von Zahnrädern 36, 40 der Trommeln 4, 8 und der Druck
zylinder 5, die einen sogenannten geschlossenen Räderzug 12 bilden,
immer in gleicher Richtung aneinander anliegen, d. h. es darf
kein Zahnflankenwechsel oder -abheben eintreten.
Um diese Forderung zu realisieren, erfolgt die Einspeisung der
Leistung in die einzelnen Druckwerke so, daß dem in Kraftfluß
richtung ersten Druckwerk ein höheres Drehmoment zugeführt wird,
als in diesem Druckwerk benötigt wird. Der nicht benötigte Teil
der Leistung wird dann über den geschlossenen Räderzug 12 auf das nächste Druck
werk übertragen. Dieses Prinzip wird durchgängig von Druckwerk
zu Druckwerk realisiert und zwar so, daß immer ein Kraftfluß vom
ersten bis zum letzten Druckwerk vorhanden ist. Die Dosierung der
zugeführten Leistung erfolgt über Drehstabfedern 20. Von einem
nicht dargestellten Motor wird über eine Keilriemenscheibe 16 eine
Hauptwelle 15 angetrieben. An einer ersten Krafteingabestelle 17
(erstes Druckwerk) wird über ein Stirnritzel 28, ein Stirnrad 29 ,
eine Kegelradstufe 30 und ein Zylinderritzel 31 ein Drehmoment auf
ein Antriebsrad 32 übertragen. Dieser Getriebezug ist als Untersetzungstufe 18 ausgebildet.
Das Antriebsrad 32 ist mit der Drehstabfeder 20 durch Formschluß
verbunden. Die Drehstabfeder 20 ist an ihrem anderen Ende 33 mit einem Rohr 34 verbun
den. Das Rohr 34 ist mit einem Achszapfen 35 des Druckzylin
ders 5 verbunden. Die Verbindung Antriebsrad 32, Drehstabfeder 20,
Rohr 34 und Achszapfen 35 ist so gestaltet, daß die Länge der
Drehstabfeder 20 voll als Schwingungsfilter wirksam ist.
Es besteht auch die hier nicht dargestellte Möglichkeit, die Ver
bindung zwischen Drehstabfeder 20 und dem Druckzylinder 5 auf
der dem Achszapfen 35 gegenüberliegenden Seite des Druckzylin
ders 5 durchzuführen, so daß die Drehstabfeder 20 länger ausge
bildet werden kann und damit entsprechend weicher wird.
Fest mit dem Achszapfen 35 ist das Zahnrad 36 verbunden,
das zum geschlossenen Räderzug 12 gehört und mit dem Zahnrad 40 der Übergabe
trommel 8 kämmt, das ebenfalls zum geschlossenen Räderzug 12 gehört.
Als Überlastsicherung, insbesondere für das Anfahren und Abbrem
sen der Maschine sind am Zahnrad 32 Mitnehmer 37 angeordnet,
die mit am Rohr 34 befestigten Anschlägen 38 zusammenwirken.
Auf die Mitnehmer 37 und Anschläge 38 kann auch verzichtet werden.
Gemäß der verfahrenstechnisch geforderten Bedienung, daß die Zahn
flanken der Zahnräder des geschlossenen Räderzuges immer de
finiert anliegen, ist die Maschine zuerst als rotatorisch starr
anzusehen.
Die Hauptwelle 15 ist so dimensioniert, daß sie in Relation zu den
Drehstabfedern 20 als starr anzusehen ist. Wird nun die Haupt
welle 15 durch den nicht dargestellten Motor über die Keilriemen
scheibe 16 angetrieben, so verdrehen sich über die Stirnradstufe
28, 29, die Kegelradstufe 30 und die Stirnradstufe 31, 32 die
Drehstabfedern 20 jedes Druckwerkes um den gleichen Betrag.
Die Drehstabfedern 20 der einzelnen Druckwerke besitzen unter
schiedliche Federkonstanten, realisiert beispielsweise durch
unterschiedliche Durchmesser.
Im einfachsten Fall besitzt die Drehstabfeder 20 des ersten Druck
werkes eine größere Federkonstante als die Drehstabfedern 20
der anderen Druckwerke. Dadurch gelangt bei gleicher Verdrehung
aller Drehstabfedern 20 in das erste Druckwerk ein höheres Dreh
moment als in die anderen Druckwerke, so daß die überschüssige
Leistung über den geschlossenen Räderzug 12 vom ersten Druckwerk über das zweite
und dritte bis zum vierten Druckwerk geleitet wird und damit eine
exakte, ständig gleiche Zahnflankenanlage gewährleistet wird.
Bei Drehzahlerhöhung bleibt das Verhältnis der eingespeisten Lei
stungen in den einzelnen Druckwerken gleich, so daß auch das über
den geschlossenen Räderzug 12 geleitete Moment proportional zur Drehzahl an
steigt. Es ist aber ebensogut möglich, auch die Drehstabfeder 20
des letzten Druckwerkes stärker zu dimensionieren.
In diesem Fall kehrt sich der Kraftfluß im geschlossenen Räder
zug um, d. h. verläuft vom letzten zum ersten Druckwerk, garan
tiert aber auch in diesem Fall eine exakte, ständig gleiche Zahn
flankenanlage.
Möglich ist es auch, z. B. bei einer Fünffarbenmaschine dem mitt
leren Druckwerk die stärkste Drehstabfeder 20 zuzuordnen und einen
Kraftfluß in Richtung viertes und fünftes Druckwerk und einen
Kraftfluß in Richtung zweites und erstes Druckwerk zu erzeugen.
Eine weitere Möglichkeit besteht darin, alle Drehstabfedern 20
unterschiedlich zu dimensionieren, um den Kraftfluß durch den ge
schlossenen Räderzug 12 noch kleiner zu halten. Wichtig ist aber,
daß in der einmal festgelegten Richtung, also vom ersten zum
letzten oder letzten zum ersten Druckwerk die eingespeiste Lei
stung so abgestuft ist, daß jeweils ein Leistungsüberschuß für
den geschlossenen Räderzug 12 vorhanden ist und dieser immer in gleicher Rich
tung weitergeleitet wird.
Da es bei der Dimensionierung der Dreh
stabfedern 20 nur auf das Verhältnis ankommt, werden alle Dreh
stabfedern 20 so dimensioniert, daß sie Schwingungen größer als
1 Hz ausfiltern, so daß alle hochfrequenten und niederfrequenten
Störungen vom Antriebszug 14 nicht auf die Zylinder und Trommeln
übertragen werden können. Dadurch wird eine störungsfreie, passer
gerechte Einfärbung erreicht. Statt der Drehstabfedern 20 können
auch äquivalent wirkende Mittel wie z. B. elastische Kupplungen
eingesetzt werden. Die Drehstabfedern 20 bzw. elastische Kupp
lungen oder dgl. werden an jeder Krafteingabestelle 17 zwischen
den Antriebszug 14 und den geschlossenen Räderzug 12 geschaltet.
Claims (2)
1. Antrieb für Mehrfarben-Bogenrotationsdruckmaschinen, bei
denen die Druckwerke über einen geschlossenen Räderzug
miteinander verbunden sind, der durch mindestens zwei
elastisch gekoppelte Krafteingabestellen mit einem parallel zum
Räderzug verlaufenden Antriebszug verbunden ist, dadurch
gekennzeichnet, daß in den Achszapfen (35) der Druck
zylinder (5) Drehstabfedern (20) angeordnet sind, und daß
die Federkonstante einer der Drehstabfedern (20) größer
ist als die jeder der anderen Drehstabfedern (20).
2. Antrieb nach Punkt 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Dreh
stabfedern (20) so ausgebildet sind, daß Schwingungen größer
als 1 Hz ausgefiltert werden.
Applications Claiming Priority (1)
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Owner name: PLANETA DRUCKMASCHINENWERK AG, O-8122 RADEBEUL, DE |
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