DE293305C - - Google Patents

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DE293305C
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Germany
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powder
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cylinder
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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B41PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
    • B41GAPPARATUS FOR BRONZE PRINTING, LINE PRINTING, OR FOR BORDERING OR EDGING SHEETS OR LIKE ARTICLES; AUXILIARY FOR PERFORATING IN CONJUNCTION WITH PRINTING
    • B41G1/00Apparatus for bronze printing or for like operations

Landscapes

  • Treatment Of Fiber Materials (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 293305 KLASSE 15e. GRUPPE
Bronziermaschine. Patentiert im Deutschen Reiche vom 17. Juni 1914 ab.
Die Erfindung bezieht sich auf eine Maschine
, zum Auftragen eines Bronze- oder anderen Pulvers auf eine bedruckte Fläche (Papierbögen oder Flächen aus anderen Stoffen). Zur Bearbeitung in den bisher üblichen Bronzier maschinen werden Zunächst die Bögen mit Leim oder einem anderen Klebmittel bedruckt, worauf sie durch die Bronziermaschine hindurchgeführt werden, welche auf die ganze Oberfläche des
ίο Bogens Bronzepulver aufträgt. Das Pulver bleibt an dem Leim hängen, und das überschüssige Bronzepulver wird durch Abwischen oder Abbürsten in der Bronziermaschine entfernt. Es hat sich gezeigt, daß das zu bearbeitende Papier o. dgl. und die daran haftende, von anderen Druckprozessen herrührende Farbe oft feucht und klebrig ist, so daß das Bronzepulver nicht nur an den Stellen, welche zum Festhalten desselben mit Leim bedruckt worden sind, haften bleibt, sondern auch an anderen Teilen oder Stellen der zu bedruckenden Fläche. Dieses an den nicht dafür bestimmten Stellen der bedruckten Fläche haften bleibende Bronzepulver kann nicht vollständig durch Abbürsten oder Abwischen entfernt werden, so daß das fertige Produkt durch das an unrichtigen Stellen anhaftende Pulver beeinträchtigt wird. Diesen Nachteil suchte man bisher dadurch zu beseitigen, daß man in einem besonderen Arbeitsverfahren und in einer besonderen Maschine auf den Bogen ein Trockenpulver, beispielsweise Magnesia oder Talk, aufgetragen hat. Diese Arbeitsstufe wurde vor den beiden Stufen der Bronzierung, nämlich vor dem Drucken mit Leim oder einem anderen Klebmittel einerseits und dem Auftragen des Bronzepulvers und der Entfernung des überschüssigen Pulvers andererseits, ausgeführt. Die Erfindung bezweckt, die gesonderte Maschine zum Auftragen des Trockenpulvers und die besondere vorherige Arbeitsstufe für die Auftragung dieses Pulvers zu vermeiden. Es wurde die Beobachtung gemacht, daß auch dann, wenn die Auftragung des Trockenpulvers nach dem Auftragen des Bronzepulvers erfolgt, das Trockenpulver die Klebrigkeit des Bogens, soweit sie durch vorangegangene Drucke oder durch die Natur des Papiers an sich gegeben ist, aufhebt und zur Entfernung des Bronzepulvers beiträgt, das auf der ganzen Fläche des Bogens in feiner Schicht haften bleibt. Dabei geht der Einfluß des Trockenpulvers aber nicht so weit, daß die Klebrigkeit des letzten Bronzedruckes derart aufge-. hoben wird, daß das Bronzepulver auch an der Zuletzt geleimten oder sonstwie für die Bronzierung vorbereiteten Stelle wieder entfernt würde. Hier tritt vielmehr nur eine Trocknung ein, so daß diese Stellen bei der späteren Behandlung nicht mehr klebrig sind, die Bronzierung selbst bleibt aber an der vorgeleimten Stelle fest haften.
Der Erfindung gemäß ist die Vorrichtung zum
Auftragen des Trockenpulvers hinter der Vorrichtung zum Auftragen des Bronzepulvers angeordnet, so daß das Trockenpulver auf den Bogen aufgetragen wird, nachdem das Bronzepulver bereits aufgetragen ist. Die bedruckte Fläche des Bogens wird nach dem Auftragen des Bronzepulvers und des Trockenpulvers abgebürstet. Ferner besitzt die Bronziermaschine Mittel, durch welche zwischen dem ersten Abbürsten und dem zweiten, vollkommenen Abbürsten ein Trockenpulver aufgetragen werden kann. Der Fortschritt gegenüber den älteren Einrichtungen zeigt sich in der Ersparnis mindestens einer Abbürstvorrichtung und in der dadurch bedingten Vereinfachung der Maschine.
Eine Ausführungsform einer Bronziermaschine
gemäß der Erfindung ist auf den Zeichnungen veranschaulicht.
Fig. ι ist eine hintere Ansicht der Bronziermaschine.
Fig. 2 ist ein mittlerer senkrechter Schnitt durch dieselbe.
Fig. 3 zeigt in einem größeren Maßstabe die Vorrichtung zum Auftragen des Trockenpulvers.
Fig. 4 ist eine zu Fig. 3 gehörige Seitenansicht. Die der Erfindung gemäß eingerichtete Bronziermaschine ist von bekannter Art.
Die Bronziermaschine ist mit dem üblichen Bogenträger versehen, welcher aus einem Zylinder I mit daran sitzenden Greifern 2 besteht. Das Bronzepulver wird durch eine Zuführungsvorrichtung zu dem Bogen gebracht und durch die gebräuchlichen Polierkissen 4 und eine Polierwalze 5, welche mit Plüsch oder einem anderen gleichwertigen Stoff bedeckt ist, geglättet. Nachdem sich der Bogen an der Walze 5 vorbeibewegt hat, wird er durch eine Walze 6 abgebürstet, die aus Baumwollscheiben besteht und durch ein Zahnrädergetriebe rasch in Umdrehung versetzt wird. Bei manchen Maschinen ist hiermit das Abbürsten beendet. Es können auch mehrere Walzen 6 zum Abbürsten oder Abwischen der Bögen vorgesehen sein. Wenn das Abbürsten beendet ist, geben die Greifer den Bogen frei, der dann von dem Zylinder entfernt wird. Bei anderen Maschinen wird auch die Rückseite des Papierbogens abgewischt, und zwar mit Hilfe von Walzen, die auf die Rückseite des Bogens wirken, nachdem der Bogen von den Greifern 2 freigegeben und von dem Zylinder I entfernt und mit der Rückseite den Bürstenwalzen zugekehrt, wieder von Zuführ Vorrichtungen erfaßt ist.
Bei der dargestellten Maschine wird durch die Walze 6 nur ein vorläufiges Abwischen ausgeführt. Darauf wird das Trockenpulver aufgetragen, wonach dann beide Seiten des Papierbogens zwecks vollkommener Säuberung abgewischt werden.
Ein Behälter 7 für das Trockenpulver, beispielsweise für Magnesia, ist unterhalb des Zylinders r angebracht. Dieser Behälter ist an der dem Zylinder 1 unmittelbar gegenüberliegenden oberen Seite offen. Die andere Seite des Behälters ist mit einem Deckel 8 versehen. Innerhalb des Behälters befinden sich zwei mit Plüsch bedeckte Walzen 9 und 10. Die Walze 9 dient zum Auftragen des Pulvers und steht in Berührung mit dem Zylinder 1. Die untere Walze 10 steht in Berührung mit der Auftragwalze 9 und dient Zur Verteilung des Pulvers. Die Walze 10 befindet sich in unmittelbarer Nähe des abgerundeten Bodens des Behälters 7.
Die Auftragwalze 9 dreht sich in derselben Richtung wie der Zylinder I, so daß die einander gegenüberliegenden und in Berührung stehenden Teile der Walze 9 und des Zylinders 1 sich nach entgegengesetzten Richtungen drehen. Bei der Ausführung gemäß den Fig. 1 und 2 drehen sich die Walzen 9 und der Zylinder 1 in der entgegengesetzten Richtung eines Uhrzeigers. Die Auftragwalze 9 steht bei ihrer Drehung mit einem Schaber il in Berührung, der an dem oberen Rand des Behälters 7 angebracht ist. Die Verteilungswalze 10 dreht sich in bezug auf die Auftragwalze 9 nach der entgegengesetzten Richtung.
An dem einen Ende der Walzen 9 und 10 sind Stirnräder 12 angebracht, welche miteinander im Eingriff stehen. Das untere Stirnrad 12 wird durch ein Stirnrad 13 angetrieben, welches auf dem Ende einer Welle 14 sitzt. Die Welle 14 wird durch Zahnräder 15, 16 und 17 ' von dem großen Zahnrad 18 aus angetrieben, welches sich mit dem Zylinder I dreht.
Als Trockenpulver kann Magnesia, Talk, Speckstein, Kreide, Glimmerpulver oder ein anderes gleichwertiges Pulver angewendet werden. Nachdem der Papierbogen die Pulverauf tragwalze 9 verlassen hat, wird er wieder durch Zwei Walzen 19 abgewischt. Durch diese Walzen wird das Abwischen "der bronzierten Seite des Bogens vollendet. Da durch das Trockenpulver die Klebrigkeit der Farbe und der übrigen Teile des Papierbogens aufgehoben worden ist, wird infolge des Abwischens durch die Walzen 19 alles überschüssige Bronzepulver von der Fläche des Papierbogens entfernt.
Der Bogen gelangt alsdann unter eine mit Filz bedeckte Walze 20, worauf er von den Greifern 2 freigegeben wird. Alsdann wird der Bogen von den Greifern 21 eines Hilfszylinders 22, welcher einen geringeren Durchmesser besitzt als der Zylinder I, ergriffen. Auf den Zylinder 22 wird der Papierbogen so übertragen, daß sich die Rückseite des Bogens oben befindet. Die Rückseite des Bogens wird nun von zwei Walzen 23 abgewischt. Der Bogen gelangt alsdann zu einer mit Gummi bedeckten Ausgebewalze 24, wird darauf von den Greifern 21
freigegeben und von dem Zylinder 22 durch die üblichen Schnüre 25, die einen Teil der Ablegevorrichtung bilden, entfernt.
Die Einrichtungen zum Bronzieren, Trocknen und Abwischen sind in einem Gehäuse 26 angeordnet, in welchem sich das überschüssige Bronze- und Trockenpulver sammelt und von dem aus dieses Pulver durch eine Ansaugevorrichtung entfernt wird.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Bronziermaschine, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorrichtung zum Auftragen eines Troekenpulvers hinter der Vorrichtung zum Auftragen des Bronzepulvers angeordnet ist, so daß das Auftragen des Troekenpulvers auf die Druckfläche nach erfolgter Bronzierung in der Bronzier maschine stattfindet.
    Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
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