DE2932767C2 - Verfahren zur Herstellung eines halbharten Käses - Google Patents
Verfahren zur Herstellung eines halbharten KäsesInfo
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Description
Bei der Herstellung von Käse nach üblichen Verfahren geh! ein Teil des Milchproteins In der während der
Käseherstellung abgezogenen Molke verloren. Wenn die Molkeproteine durch Denaturierung unlöslich gemacht
worden sind, z. B. durch übermäßige Wärmebehandlung der Milch, können sie in den Käse absorbiert werden.
Auf diese Welse werden jedoch die organoleptischen
Eigenschaften des Käses sehr stark In negativem Sinn beeinflußt. Um die Proteinverluste ohne Denaturierung
der Molkeproteine zu verringern, sollte die Käseherstellung so eingerichtet werden, daß nur wenig
oder gar keine Molke abgezogen zu werden braucht.
Um einen Käse der gewünschten Zusammensetzung zu erhalten, sollte in jedem Fall ein Teil des Serums von
der ursprünglichen Milch entfernt werden. Im Prinzip ist die Ultrafiltration ein Verfahren, das zu diesem
Zweck mit Vorteil angewendet werden kann.
Die DE-AS 20 35 534 beschreibt die Anwendung der Ultrafiltration bei der Herstellung von Camembert,
einem Weichkäse mit einem Feuchtigkeitsgehalt von etwa 55%. Nach dieser Patentanmeldung sollte das Proteinkonzentration
in der verwendeten Magermilch um einen Faktor von etwa 5 erhöht werden; Camembert
kann aus einer Mischung eines Ultrafiltrationskonzentrates und Sahne hergestellt werden, in welcher die
Molkeproteine fast quantitativ absorbiert sind.
Die DE-OS 22 11737 beschreibt eine Variante des obigen Verfahrens. Das aus der Magermilch nach Ultrafiltration
(UF) und Diafiltration (DF) erhaltene Konzentrat wird durch Verdampfung bis zur gewünschten
Zusammensetzung (16,2% Protein, 4,0% Lactose und 1,4% Asche) konzentriert.
Um Probleme bezüglich der Struktur bei einem aus dem UF-Konzentrat hergestellten Camembert zu vermeiden,
schlägt die NL-OS 76 07 821 die Verwendung von schleimbildenden Bakterien vor.
Neuerdings wurde von Versuchen berichtet, durch welche eine andere Käseart als Camembert mit Hilfe
der Ultrafiltration hergestellt wurde.
So wurde Feta-Käse aus einer auf Fett standardisierten Milch, die anschließend einer Ultrafiltration unterworfen
wurde, hergestellt [Nord. Europ. Mej. Tldsskr. (1977), (9), 304]. Das Konzentrat enthielt 39,5% Feststoffe,
17,8% Fett und 16,4% Protein; es wurde eine Minute auf 77° C gehalten, um ein Ausschwitzen von
Molke in der späteren Stufe zu verringern und die Käsestruktur zu beeinflussen. Nach Homogenisierung
des Konzentrates wurde ein fast weißer Käse erhalten.
Die Herstellung von Herve-Käse mit Hilfe von Ultrafiltration wurde im Jahresbericht 1976 der Belgischen
Rijkszuivelstation in Meile diskutiert. Mit einem
■»ο Homogenisator wurde Butteröl Im UF-Konzentrat von
Magermilch verteilt; der Feststoffgehalt der Mischung lag zwischen 34,5 und 38,5%. Der so erhaltene Käse
hatte nicht den charakteristischen, scharfen Herve-Geschmack
sondern einen leicht bitteren Nachgeschmack.
Der Zusammensetzung der bisher in großtechnischem Maßstab mit Hilfe der Ultrafiltration hergestellten
Käsearten (Camembert und Feta, beide mit einem Feuchtigkeitsgehalt von etwa 55%) unterscheidet sich
beträchtlich von der Zusammensetzung der halb-harten Arten, wie Gouda und Edamer (Feuchtigkeitsgehalt
etwa 42%). Bei der Herstellung der beiden letztgenannten Arten sollte die Proteinkomponente jedoch nicht
5mal sondern etwa 9mal konzentriert sein.
Eine derartige Konzentration wird in der NL-OS 74 03 735 vorgeschlagen. Die Anmeldung bezieht sich
auf ein Verfahren zur Einstellung des Lactosegehaltes des Magermilchkonzentrates, um dieses zur Herstellung
verschiedener Käsesorten, wie u. a. Gouda und Edamer, geeignet zu machen.
Nach dem obigen Verfahren erfolgt die Konzentration mittels Ultrafiltration bis zum Erreichen eines spezifischen
Prozentsatzes des ursprünglichen Volumens, worauf dem Konzentrat Wasser oder eine wäßrige Salzlö-
h) sung zugefügt und das verdünnte Konzentrat erneut
einer Ultrafiltration unterworfen wird. Dadurch kann der Lactosegehalt von 1,6 auf 5,1% eingestellt werden.
Gemäß den Beispielen könnte ein Konzentrat mit der
folgenden Zusammensetzung erhalten werden: 32,8% Nicht-Feit-Feststoffe, 27,8% Protein, 2,3% Lactose und
2,7% Asche. Es ist jedoch überraschend, daß keine Verfahrenstemperatur in dieser Anmeldung genannt wird,
obgleich eine Ultrafiltration bei erhöhter Temperatur durchgeführt werden muß, um ein Konzentrat mit
einem derartig hohen Proteingehalt zu erzielen. Aber selbst bei erhöhter Verfahrenstemperatur - 55° C am
Ende des Verfahrens - erzielten Fachleute der Statens Forsdgsmejerl in Dänemark (226. Beretning) einen
maximalen Prozentsatz von 25,9 an Feststoffen und 18,8 an Protein, und zwar mit einer neuen, in dieser
Anmeldung beschriebenen Vorrichtung. Die in dieser Anmeldung angegebenen Beispiele zeigen keine Herstellung
von Käse und erwähnen nicht die hergestellte Käseart. Daher kann man den Wert dieser Beispiele
bezweifeln. Die in der Anmeldung erwähnten 17 Arten von Käse unterscheiden sich so stark in Zusammensetzung,
Geruch, Geschmack, Konsistenz und ihrem Herstellungverfahren, das zu ihren charakteristischen Merkmalen
führt, daß es nicht möglich ist, von einer Käseherstellung Im allgemeinen zu sprechen. Die Anmeldung
gibt keinerlei Information bezüglich der Frage, ob mit der konzentrierten Magermilch halb-harte Käse, wie
Gouda- und Edam-Sorten, tatsächlich hergestellt werden können.
In J. Diary Sc. 61 (1978) 701, gelang die Herstellung
eines Cheddar-Käses mit Hilfe von Ultrafiltration; der für die UF-Konzentratlon notwendige Feststoffgehalt
konnte jedoch nur erhalten werden, Indem ein getrocknetes UF-Konzentrat einem flüssigen Konzentrat zugefügt
wurde.
Aus dem oben Gesagten geht hervor, daß verschiedene Probleme überwunden werden müssen, um zur
Herstellung härterer Käsesorten mit Hilfe der Ultrafiltration in der Lage zu sein. Diese Probleme umfassen
einmal das Erreichen des benötigten hohen Feststoffgehaltes (wobei viele Fachleute etwa 2096 Protein als
maximal erreichbaren Prozentsatz ansehen), und zum anderen beziehen sie sich auf die Eigenschaften des
Endproduktes, nämlich des Käses.
Bei der Herstellung von Gouda- und Edamer-Käse muß aus Magermilch ein UF-Konzentrat erhalten werden,
das 27 bis 2896 Protein, 1,8 bis 2,096 Lactose und mindestens 31,596 Feststoffe, d. h. einen hohen Protein- «
gehalt und einen verhältnismäßig niedrigen Lactosegehalt enthält. Bei einem niedrigeren Feststoffgehalt des
Konzentrats wird die Konsistenz der z. B. Gouda- und Edamer-Sorten pastig; der Lactosegehalt 1st für den
gewünschten pH-Wert äußerst wichtig und damit für die Struktur des Käses.
Überraschenderwelse wurde nun festgestellt, daß man mit dem Im Hauptanspruch gekennzeichneten erfindungsgemäßen
Verfahren UF-Konzentrate erhält, die den oben genannten Forderungen entsprechen und aus
welchen halbharte Käsesorten, wie Gouda und Edamer, hergestellt werden können. Weiter 1st überraschend,
daß der mittels Ultrafiltration hergestellte Vollfett-Gouda eine Konsistenz zeigte, die mit der eines nach
üblichen Verfahren hergestellten Käses, in welchem ein geschmeidiges Molkereiprodukt und ein Rahmgeschmack
wichtig waren, vergleichbar Ist. Die Konsistenz von Käse mit einem Fettgehalt von 2096, die sog.
»20+« Käsesorte, der mit Hilfe der erfindungsgemäßen Ultrafiltration hergestellt wurde, war im Vergleich zur
Konsistenz des nach dem üblichen Verfahren hergestellten Käses erheblich verbessert.
Andere Vorteile des erfindungsgemäßen Verfahrens sind z. B. eine höhere Ausbeute, ein flexibles System und eine genaue Gewichtskontrolle des Käses.
Andere Vorteile des erfindungsgemäßen Verfahrens sind z. B. eine höhere Ausbeute, ein flexibles System und eine genaue Gewichtskontrolle des Käses.
Um das Verfahren technisch zweckmäßig zu machen, muß mindestens ein Teil bei erhöhter Temperatur, vorzugsweise
zwischen 50 und 55° C, durchgeführt werden, so daß die zu erhaltende Schmelze erhöht und insbesondere
die Viskosität des Konzentrates gering gehalten wird. Bei höheren Temperaturen kann die Viskosität
aufgrund einer Denaturierung des Molkeproteins erhöht und weiterhin die Käsequalität negativ beeinflußt werden.
Der für den im Käse gewünschten pH-Wert notwendige Lactosegehalt kann z. B. durch Diafiltration des
UF-Konzentration eingestellt werden. Eine Diafiltration des endgültigen Konzentrates ist aufgrund der hohen
Viskosität schwierig und wird daher vorzugsweise durchgeführt, wenn eine Abnahme des Volumens
durch Ultrafiltration von etwa 7096 erreicht ist. In vielen Fällen reichen 55% Wasser, bezogen auf das Konzentratvolumen,
aus, um das DF-Verfahren richtig durchzuführen. Bis zu dieser Stufe kann das Verfahren
in einem kontinuierlichen System durchgeführt werden. Die weitere Konzentration durch Ultrafiltration erfolgt
jedoch vorzugsweise im Chargenbetrieb, und zwar aufgrund der geringen Kapazitäten der Membranvorrichtung
bei diesen hohen Proteingehalten. Im Hinblick auf die hohe Viskosität des Konzentrates, selbst bei 50 bis
55° C, müssen rohrförmige Membranen verwendet werden,
um in der Flüssigkeit die richtige Turbulenz aufrechtzuerhalten, durch welche der hohe gewünschte
Konzentrationsfaktor von etwa 9 erhalten werden kann. Eine genaue Kontrolle dieser gründlichen Konzentration
Ist äußerst wichtig; der erhaltene Feststoffgehalt bestimmt in hohem Maß die Qualität des Endproduktes.
Zur Erzielung des Fettgehaltes In den Feststoffen der gewünschten Käsesorte sollte dem UF-Konzentrat
der Magermilch Fett zugefügt werden. Wenn zu diesem Zweck standardisierte Milch einer Ultrafiltration unterworfen
würde, würden die Fettkügelchen durch die hohe intensive UF-Behandlung schwer beschädigt.
Während der Ultrafiltration von Vollmilch wurde die durchschnittliche Größe der Kügelchen in 45 Minuten
auf ein Drittel der ursprünglichen Größe verringert; die Ausbreitung der Größe erhöhte sich um einen Faktor
von 3. Bei diesem Test erfolgte der letzte Teil des Konzentrationsverfahrens im Chargenbetrieb. Aufgrund dieser
Schädigung erhält das Endprodukt eine körnige Struktur, und im Fall z. B. der Sorten Gouda und Edamer
kann eine unerwünchte Hydrolyse des Fettes eintreten. Das Phänomen einer körnigen Struktur und
einer unerwünschten Fetthydrolyse aufgrund der geschädigten Fettkügelchen tritt auch bei der üblichen
Herstellung von Gouda-Käse aus homogenisierter Milch auf.
Um die Wirkung der gründlichen Konzentration aufrechtzuerhalten,
sollte die dem UF-Konzentrat zusammen mit dem Fett zuzufügende Wassermenge auf
einem Minimum gehalten werden. So sollte man zur Herstellung eines Vollfettkäses von wasserfreiem Milchfett ausgehen; für Käse mit einem Fettgehalt von 2096,
der sogenannten »20-κ< Sorte, kann auch stark angereicherte
Sahne (mit einem Fettgehalt von mindestens 70%) verwendet werden. Bei der Herstellung von gefülltem
Käse kann das Milchfeit durch Pflanzenfett ersetzt werden.
Es wurde festgestellt, daß die Struktur des Endproduktes von der Art abhängt, In welcher Fett und UF-Konzentrat,
denen Nitrat und Calciumchlorid zugefügt
werden können, gemischt werden. Bekanntlich ist die Struktur ein wichtiges Kriterium für die Qualität der
halbharten Käsesorten. Das Mischen erfolgt In einem mit Schabmessem ausgerüsteten Wärmeaustauscher;
einerseits wird das Fett gründlich im UF-Konzentration verteilt, andererseits wird die Mischung bis zum Erreichen
der gewünschten Temperatur abgekühlt. Die Temperatur spielt eine wichtige Rolle bei der Gerinnung
und der Einleitung einer geeigneten Ansäuerung und liest gewöhnlich um 32° C.
Um Fehler in der Struktur, wie eine marmorierte, körnige oder zu weiche Struktur, zu vermelden, sollten
die Kapazität und Geschwindigkeit der Messer im Wärmeaustauscher genau eingestellt sein. Während der
Tests wurde in üblicher Wärmetauscher mit Schabmessern verwendet; mit einer Kapazität von 60 kg
Mischung pro Stunde und 400 U/min der Messer erhielt man Produkte mit einer geeigneten Struktur.
Um die Entwicklung von Nadellöchern in Käse zu vermeiden, sollte ein Lufteinschluß während des letzten
Teils des UF-Verfahrens und während des Mischens von Konzentrat und Fett sorgfältig vermieden werden.
Bei der Käseherstellung nach üblichen Verfahren werden der Starter, das Lab und gegebenenfalls andere
Zusätze, wie Salz oder Kräuter, zugefügt. Die Zusätze können »on-line« der Konzentrat/Fett-Mischung zwischen
dem oben genannten Wärmeaustauscher und dem nächsten Mischer zugefügt werden.
Ein Vorteil der Käseherstellung mit Hilfe der Ultrafiltration besteht darin, daß Salz zugefügt werden kann, jo
welches nicht in die Molke eingeht. Durch Zugabe von 0,5% Salz, eine Dosis, durch welche die Aktivität des
Starters und die Struktur des Produktes nicht wesentlich beeinträchtigt werden, wird die für 1 kg Baby-Gouda-Käse
erforderliche Sole-Zeit auf ein Drittel der üblichen Dauer verringert.
Wenn der Starter zugefügt ist, sollte die Verdünnung der so erhaltenen Mischung so weit wie möglich verringert
werden. Dies kann man durch Verwendung von Starterkonzentraten (Dosis etwa 0,25%) erreichen. Vor
ihrer Zugabe werden die in üblicher Weise gezüchteten Starter um einen Faktor von 4, vorzugsweise mit Hilfe
einer Ultrafiltration, konzentriert, wobei die Dosis dann etwa 2,5% beträgt.
Um ein gründliches Mischen des Labs in der gesam- « ten Mischung aus Sahne oder Fett und UF-Konzentrat
sicherzustellen, Ist eine leichte Verdünnung der üblichen Lablösung (Konzentration etwa 10 000 Einheiten)
ratsam. Eine Dosis von 1,1 ecm einer 1 : Verdünnung der Lablösung pro kg Mischung liefert gute Ergebnisse,
und die Wirkung einer Verdünnung auf die gesamte Masse ist unbeachtlich.
Aufgrund der hohen Viskosität der Mischung werden hohe Anforderungen an die Verteilung der genannten
Zusätze in der Mischung aus UF-Konzentrat und Fett oder Sahne gestellt. Während der Versuche wurde ein
zweiter, mit Messern versehener Wärmeaustauscher verwendet. In welchem die während des Mischverfahrens
gebildete Wärme entfernt werden kann. Unmittelbar vor Eintritt der Mischung aus UF-Konzentrat und
Fett oder Sahne in den zweiten Mischer werden die oben genannten Zusätze dem Produktstrom »on-llne«
zugegeben. Bei den Versuchen waren Kapazität und Messer-Geschwlndigkett des zweiten Mischers dieselben
wie im ersten Mischer. br'
Der noch flüssige Produktstrom wird hinter dem zweiten Mischer entfernt und in den gewünschten Formen
eesammelt. Dabei sollte ein Lufteinschluß vermieden werden. Während des Abziehens der Masse kann
das Käsegewicht genau kontrolliert werden. Dann wird das Produkt eine halbe Stunde auf der üblichen Verlabungstemperatur
(etwa 30° C) gehalten; anschließend wird die Formung des Käses mittels leichtem Druck
(etwa 430 g/cm2 während 5 Minuten für 1 kg Baby-Gouda) fortgesetzt, was auch eine günstige Wirkung
auf die Bildung der Rinde hat.
Das weitere Verfahren bezüglich Haltedauer, Solebehandlung und Reifen ist dem üblichen Verfahren zur
Käseherstellung analog mit der Ausnahme, daß aufgrund der Salzzugabe zur Mischung vor deren Eintritt
in den zweiten Mischer die Zelt zur Versolung verkürzt werden kann.
Das oben beschriebene Verfahren wird durch das folgende Diagramm veranschaulicht, das zur Herstellung
von Käsen von 1 kg verwendet wurde, d. h. für Vollfett- und »20+« Gouda (20% Fett).
Magermilch
74° C/10 min
74° C/10 min
Ultrafiltration
Diafiltraion
Ultrafiltration
UF Konzentrat Calciumchlorid Natriumnitrat
Milchfett
Wärmeaustauscher /Mischer I Lab Starter
Konzentrat
Mischer II
Einfüllen des Gewichtes
30 min Gerinnen
5 min Pressen
8 Std Haltedauer »20 + « : 9 Std
Solebehandlung Vollfett: 16 Std
Reifen (13 bis 14° C; 90% relative
Feuchtigkeit) Käse fertig zum Verbrauch
Während der Käseherstellung der »20 +« (20% Fett) und Vollfettsorten nach dem obigen Diagramm wurden
u. a. dir folgenden Daten erhalten:
Magermilchultrafiltrat 20 + Vollfett
% Feststoffe 32,3 31,7
% Lactose 1,82 1,80
% Protein 27,5 27,1
Mischung während des Einfüllens
% Feststoffe 37,7 48,3
% Fett, bez. auf Festst. 20,1 49,6
pH-Wert nach 12 Std 5,25 5,22
nach 4 Wochen
% Feuchtigkeit 47,6 39,8
% Salz, bez. auf Festst. 4,7 3,8
pH-Wert 5,48 5,33
Claims (7)
1) Verfahren zur Herstellung eines halbharten Käses, wobei Magermilch mit Hilfe der Ultrafiltration
konzentriert und das Konzentrat mit Fett, Startcrkultur und Lab versetzt und geformt wird, dadurch
gekennzeichnet, daß man
a) aus der Magermilch in einer eisten Ultrafiltrationsstufe bis zur Abnahme des Volumens um
70%, einer zweiten Diafiltrationsstufe bis zum Erreichen eines Lactosegehaltes von 1,8 bis 2,0%
und einer dritten Ultrafiltrationsstufe ein Konzentrat herstellt, das 27 bis 28% Protein und
mindestens 31,5% Feststoffe enthält, wobei mindestens die letzte Stufe des Konzentrierungsverfahrens
chargenweise mit rohrförmigen Membranen bei einer Temperatur von 50 bis 55° C durchgeführt wird,
b) in das erhaltene Magermilchkonzentrat das Fett in einem ersten mit Schabmessern ausgerüsteten
Wärmeaustauscher einmischt und die erhaltene Mischung kühlt,
c) den Starter und das Lab zugibt und zwar unmittelbar bevor
d) die gekühlte Mischung in einen zweiten mit Schabmessern ausgerüsteten Wärmeaustauscher
eingeführt wird, um eine Verteilung der zugegebenen Materialien in der Mischung zu bewirken,
und
e) die erhaltene Mischung in Formen sammelt.
2) Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man in Stufe b) Salze, wie Nitrat und
Calciumchlorid, und ir. Stufe c) Kräuter und Kochsalz zufügt.
3) Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß man in Stifte b) ein Nicht-Milchfett
zugibt.
4) Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß man das Fett in Form
einer Öl-in-Wasser-Emulsion mit einem Fettgehalt von mindestens 70% zugibt.
5) Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß man die Zusätze in
Stufe c) kontinuierlich zugibt.
6) Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß man den Starter als
Konzentrat von säurebildenden Bakterien zugibt.
7) Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß man den Starter in Form eines durch
Ultrafiltration erhaltenen Starterkonzentrates zugibt.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
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