DE293187C - - Google Patents

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DE293187C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B49/00Sulfur dyes
    • C09B49/12Sulfur dyes from other compounds, e.g. other heterocyclic compounds

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 293187 ^ KLASSE 22 d. GRUPPE
Verfahren zur Darstellung von gelben Schwefelfarbstoffen.
Zusatz zum Patent 292148.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 23. Februar 1915 ab. Längste Dauer: 10. Dezember 1929.
Durch das Hauptpatent 292148 ist ein Verfahren zur Darstellung gelber Schwefelfarbstoffe geschützt, welches darin besteht, daß man die im Kern methylierten Homologen des Benzidins sowie deren Halogensubstitutionsprodukte, mit oder ohne Zusatz von Benzidin, mit mehr als einem Molekül Schwefel bei höheren Temperaturen verschmilzt.
Es wurde nun gefunden, daß man bei Ver-Wendung der N-Diacetylderivate dieser Diamine sowie der Nitro- und Aminosubstitutionsprodukte dieser Acetylderivate gleichfalls reingelbe Farbstoffe von etwas rotstichigerem Farbton erhält, welche sich vor den Farbstoffen aus den einfachen, nicht acetylierten Diaminen durch größere Ausgiebigkeit auszeichnen.
Beispiel 1.
21,6 Teile N-Diacetyl-o-tolidin (Ber. XXI [1888], Seite 746) werden im Gemisch mit 27 Teilen Benzidin und 80 Teilen Schwefel unter allmählicher Steigerung der Temperatur von 180 ° bis auf 230 ° erhitzt und die Temperatur dann weiter 6 bis 8 Stunden auf 230 bis 240 ° gehalten, bis die Schwefelwasserstoff-
■ entwicklung stark nachgelassen hat. Die gepulverte Schmelze wird dann in 250 bis 300 Teilen 33 prozentiger Natronlauge durch Kochen gelöst und in der üblichen Weise durch Säure oder Luft gefällt. An Stelle von Natronlauge i kann selbstredend auch Schwefelnatrium zur Lösung verwendet werden. Der Farbstoff stellt ein gelbes Pulver dar, welches im Schwefelnatriumbade mit orangegelber Farbe auf Baumwolle zieht. Zur Erzielung reingelber Töne werden die gefärbten Stränge mit verdünnter Essigsäure gespült.
Beispiel 2.
28 Teile m · m'-Dinitrodiacet-o-tolidin (Gerber, Dissertation Basel, 1889, S. 21 »Zur Kenntnis des Orthotolidins«) werden mit 27 Teilen Benzidin und 100 Teilen Schwefel zusammen in der im Beispiel 1 angegebenen ■Weise erhitzt und die gepulverte Schmelze ebenso aufgearbeitet. Der. Farbstoff zeigt gegenüber dem im Beispiel 1 beschriebenen einen etwas rotstichigeren Farbton.
Beispiel 3.
23,6Teile m-m'-Diaminodiacet-o-tolidin (4-4'-Diacetyldiamino-3 · 3'-dimethyl-2 · 2'-diaminodiphenyl), 27 Teile Benzidin und 80 Teile Schwefel werden, wie in Beispiel 1 angegeben, verschmolzen und verarbeitet. Der Farbstoff zeigt ähnliche Nuance und Eigenschaften, wie der im Beispiel 2 beschriebene. Das Diaminodiacet-o-tolidin kann man durch Reduktion der entsprechenden Dinitroverbindung mit Zink und Salzsäure in alkoholischer Lösung durch ein- bis mehrstündiges Erwärmen auf
go bis ioo° erhalten, wobei die Dinitroverbindung allmählich in Lösung geht. Zum Schluß verdünnt man mit Wasser, neutralisiert mit Soda und verdampft den Alkohol. Der in der wäßrigen Lösung verbleibende Rückstand kann durch Kristallisation aus wäßrigem Alkohol gereinigt werden. Das m · m'-Diamino-N-diacetyl-o-tolidin bildet nahezu farblose Nadeln, die sich in verdünnter Säure
ίο lösen.
In derselben Weise läßt sich das ο · o'-Dinitrodiacetyltolidin oder die entsprechende Diaminoverbindung verwenden. Die Menge des zur Schmelze zugesetzten Benzidins kann man in weiten Grenzen abändern.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Abänderung des durch Patent 292148 geschützten Verfahrens zur Darstellung von gelben Schwefelfarbstoffen, darin bestehend, daß man hier die N-Diacetylderivate der im Kern methylierten primären Diamine der Diphenylreihe, sowie die Nitro- und Aminosubstitutionsprodukte dieser Acetylderivate zusammen mit Benzidin verwendet.
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