DE293140C - - Google Patents

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DE293140C
DE293140C DENDAT293140D DE293140DA DE293140C DE 293140 C DE293140 C DE 293140C DE NDAT293140 D DENDAT293140 D DE NDAT293140D DE 293140D A DE293140D A DE 293140DA DE 293140 C DE293140 C DE 293140C
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DE
Germany
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copper
detachment
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air
lye
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DENDAT293140D
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C22METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
    • C22BPRODUCTION AND REFINING OF METALS; PRETREATMENT OF RAW MATERIALS
    • C22B7/00Working up raw materials other than ores, e.g. scrap, to produce non-ferrous metals and compounds thereof; Methods of a general interest or applied to the winning of more than two metals
    • C22B7/006Wet processes
    • C22B7/008Wet processes by an alkaline or ammoniacal leaching
    • YGENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
    • Y02TECHNOLOGIES OR APPLICATIONS FOR MITIGATION OR ADAPTATION AGAINST CLIMATE CHANGE
    • Y02PCLIMATE CHANGE MITIGATION TECHNOLOGIES IN THE PRODUCTION OR PROCESSING OF GOODS
    • Y02P10/00Technologies related to metal processing
    • Y02P10/20Recycling

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
' in NEUSZ.
Zusatz zum Patent 292306.
Das Hauptpatent betrifft ein Verfahren, demzufolge von Blechabfällen, die mit Kupfer, Nickel, Zink bzw. deren Legierungen überzogen sind, die betreffenden Metalle durch ammoniakalische Ammoniumkarbonatlösungen bei Gegenwart von Luft abgelöst werden. Im weiteren Verfolg dieses Verfahrens wurde nun das folgende Verfahren gefunden, das sich auf das Ablösen von kupferhaltigen Überzugsmetallen, also auf die Verarbeitung von Eisenabfällen, die mit Kupfer, Kupfernickel oder Messing in irgendeiner Weise überzogen sind, bezieht. Es hat sich nämlich ergeben, daß beim Ablösen kupferhaltiger Überzüge mit Hilfe der gedachten ammoniakalischen Lauge und unter Verwendung von Luft die Ammoniakverluste, welche naturgemäß bei der technischen Durchführung des Verfahrens die Hauptrolle spielen, vermieden werden, wenn man die Luftzufuhr während des Ablösens derartig regelt, daß die lösende ammoniakalische Lauge in jeder Phase des Ablöseprozesses, beim Ansäuern z. B. mit Schwefelsäure, einen geringen Niederschlag von feinverteiltem Kupfer gibt, was jedenfalls auf die Gegenwart von Kupferoxydulsalz deutet. Nur wenn man den Ablöseprozeß in der Weise leitet, daß diese Bedingung stets erfüllt ist, kann man Ammoniakverluste vermeiden, die anscheinend bei Außerachtlassung dieser Maßregel dadurch entstehen, daß die durchgeleitete Luft einen Teil des Ammoniaks oxydiert, wodurch dieser/ für den Prozeß und für die Wiedergewinnung verloren
: ist. Hieraus ergibt sich natürlich auch, daß die Beendigung der Ablösung scharf an dieser
' Kupferreaktion der lösenden Lauge erkannt werden kann, und daß man sogleich beim Ausbleiben der Reaktion mit der Luftzufuhr aufhören muß.
Das Verfahren besteht also darin, daß man die Luftzufuhr beim Ablöseprozeß genau einstellt, wenn die übrigen Reaktionsbedingungen, nämlich: die Menge der zu verarbeitenden Abfälle, die Konzentration und relative Menge des Lösungsmittels, also die Menge des Ammoniaks und Ammoniumkarbonats, ferner die Temperatur des Lssebades, sowie die Art der
Berührung der Bleche mit Luft und Lösungsmittel oder mit dem letzteren allein gegeben sind, oder darin, daß man umgekehrt die anzuwendende Menge der ablösenden Lauge, oder die Art der Berührung mit Luft, oder die anderen, für die Ablösung maßgebenden Bedingungen regelt, wenn die anzuwendende Luftmenge gegeben ist, und zwar derartig, daß die alkalische Lösung beim Ansäuern stets die erwähnte Kupferreaktion zeigt. Da jede der angeführten Reaktionsbedingungen den Ablöseprozeß mehr oder weniger beeinflußt,
■ und sich also auch die verschiedenen Abfälle,
' je nach Material und Schichtdicke des Überzugs, verschieden verhalten, so verläuft der
29^140
Ablösejfrozeß naturgemäß auch unter verschiedenen/Bedingungen verschieden schnell. Will /man nun, was von großer Bedeutung ist, ^mmoniakverluste vermeiden, so muß man gemäß ,vorliegender Erfindung die einzelnen Faktoren, welche die Ablösung beeinflussen, derartig gegeneinander einstellen, daß in jeder Phase der Ablösung die erwähnte Kupferre- < aktion eintritt, oder mit anderen Worten, man
ίο· muß sozusagen einen Überschuß an Luft, der
/ ein' Verschwinden dieser Reaktion zur Folge hat, unbedingt vermeiden.
Die Kupferreaktion der alkalischen Lauge beim Ansäuern ist auch noch in anderer Beziehung ein wichtiges Hilfsmittel zur Durchführung des Verfahrens. Wenn nämlich bei 'dem Ablösen die Menge der ablösenden Lauge oder der Gehalt an Ammoniak bzw. Ammoniumkarbonat nicht zur Ablösung einer bestimmten Menge Überzugsmetalle ausreicht, so kann dies ebenfalls an der Kupferreaktion erkannt werden. Es verschwindet dann nämlich diese Reaktion und es muß daher die Luftzufuhr abgestellt werden. Setzt man nun aber neues Lösungsmittel zu, so tritt die Reaktion . wieder ein und die Ablösung kann wieder fortgesetzt werden. Man hat also, sofern man über die Menge des zur Ablösung notwendigen Lösungsmittels von vornherein nicht im klaren war, bei Wiederholung des Zusatzes in der Reaktion ein Mittel an Hand, um die Menge des notwendigen Lösungsmittels einwandfrei zu bestimmen, ohne daß man das ganze Ablöseverfahren zwecks Besichtigung des abgelösten Materials unterbrechen muß. Die Kupferreaktion stellt daher einerseits ein einwandfreies Mittel zur Erkennung der vollständigen Ablösung dar, und ist anderseits ein sicheres Merkmal zur Vermeidung von Ammoniakverlusten.
Den mechanischen Teil des Verfahrens kann man in verschiedener Weise ausführen ; so kann man sich z. B. einer rotierenden Trommel beliebiger Konstruktion bedienen, in welcher das Material-abwechselnd mit der Lauge und mit durchströmender Luft in Berührung gebracht wird, oder man kann die Lauge für sich mit Luft in Berührung bringen und diese "dann kontinuierlich über die abzulösenden Abfälle pumpen. In jedem Falle muß die Luftzufuhr und der Ablöseprozeß so geregelt werden, daß die Lauge stets beim Ansäuern einer Probe die gedachte Kupferausscheidung gibt. Selbstverständlich muf3 auch das Ende des Ablöseprozesses sorgfältig mit Hilfe der Kupferreaktion festgestellt werden, da jede weitere Luftzufuhr beim Ausbleiben der Kupferreaktion vermieden werden muß.
Regelt man in dieser Weise die maßgebenden Bedingungen relativ zueinander, so läßt sich die Ablösung der Überzüge von kupferhaltigen Eisenabfällen, insbesondere auch die Ablösung der Plattierung von kupfernickelplattierten Abfällen, ,· in kürzester Zeit überraschend leicht und ohne Ammoniakverluste ausführen. Beispielsweise sei angeführt, daß man von einer Tonne Geschoßhülsenabfälle, wie sie bei der Geschoßfabrikation entfallen, in einer rotierenden Trommel mit 1 cbm Lauge von einem Ammoniakgehalt von 130 bis 140 kg Ammoniak und mit so viel Kohlensäure, daß die Lauge 3 bis 50 Be spindelt, in 2 bis 2V2 Stunden die gesamte Kupfernickelplattierung in Lösung bringen kann, wobei sich die Lauge durch die Reaktionswärme auf 60 bis 70° erwärmt.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zum Ablösen kupferhaltiger Überzugsmetalle vom Eisen gemäß Patent 292306, dadurch gekennzeichnet, daß man die Ablösung mit Hilfe der ammoniakalischen Ammoniumkarbonatlösungen so leitet, daß die Lauge in jeder Phase der Ablösung eine Kupferreaktion zeigt, die in der Ausscheidung von feinverteiltem Kupfer beim Ansäuern der alkalischen Lösung besteht.
DENDAT293140D Expired DE293140C (de)

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DE293140C true DE293140C (de) 1900-01-01

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ID=547834

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Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT293140D Expired DE293140C (de)

Country Status (1)

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DE (1) DE293140C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE756450C (de) * 1937-07-10 1953-04-16 Kupferwerk Ilsenburg A G Verfahren zum Aufarbeiten von plattiertem Eisen

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE756450C (de) * 1937-07-10 1953-04-16 Kupferwerk Ilsenburg A G Verfahren zum Aufarbeiten von plattiertem Eisen

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