DE292004C - - Google Patents
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- Publication number
- DE292004C DE292004C DENDAT292004D DE292004DA DE292004C DE 292004 C DE292004 C DE 292004C DE NDAT292004 D DENDAT292004 D DE NDAT292004D DE 292004D A DE292004D A DE 292004DA DE 292004 C DE292004 C DE 292004C
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- shaft
- furnace according
- shaft furnace
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- chamber
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Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F27—FURNACES; KILNS; OVENS; RETORTS
- F27B—FURNACES, KILNS, OVENS OR RETORTS IN GENERAL; OPEN SINTERING OR LIKE APPARATUS
- F27B1/00—Shaft or like vertical or substantially vertical furnaces
- F27B1/10—Details, accessories or equipment specially adapted for furnaces of these types
- F27B1/18—Arrangements of dust collectors
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- General Engineering & Computer Science (AREA)
- Waste-Gas Treatment And Other Accessory Devices For Furnaces (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- Jifi 292004 KLASSE 40«. GRUPPE
HUGO REHMANN und AUGUST MIRBACH in DÜSSELDORF a. Rh.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 10. Mai 1914 ab.
Es sind Schachtöfen für hüttentechnische Zwecke bekannt, bei welchen der im Beschikkungsgut
enthaltene und von den aus dem Schacht abziehenden Gasen mitgeführte Staub
durch eine besondere Vorrichtung abgeschieden wird, die sich außerhalb des Ofenschachtes
befindet und aus einem neben dem Schacht liegenden Fallrohr mit daran angeschlossenem
Staubsack besteht. Dieser von dem'Schacht-ίο
ofen getrennt liegende Abscheider hat nicht allein den Nachteil erheblicher Wärme- und
Druckverluste, sondern ermöglicht es auch nicht ohne weiteres, den abgeschiedenen Staub
dem Ofen wiederum zuzuführen und zur Ausnutzung zu bringen.
Gemäß vorliegender Erfindung ist die Staubabscheidevorrichtung als Teil des Schachtes
selbst ausgebaut, und zwar sind die Staubabscheider im oberen Teil des Schachtes angeordnet
und einerseits derart mit dem Schachtinneren verbunden, daß die aus dem letzteren
abziehenden Gase zunächst durch die Staubabscheideund -sammelräume gehen müssen,
ehe sie den Ofen verlassen, während andererseits infolge Anordnung geeigneter Kanäle der
abgeschiedene Staub dem Verbrennungsraum des Ofens wiederum zugeführt wird.
Die Zeichnung veranschaulicht im senkrechten Schnitt in schematischer Darstellung
den oberen Teil eines Schachtofens, der beispielsweise die Anordnung eines Staubabscheiders
zeigt, der so eingerichtet ist, daß die abgeschiedenen Beschickungsteile dem Schachtofen
automatisch wieder zugeführt werden.
Bei dem gezeichneten Ausführungsbeispiel ist im oberen Teil des Schachtes 1 eine nach
der Mitte des Schachtes vorspringende Ringwand 2 eingebaut, die zusammen mit dem
Mauerwerk 3 des Schachtes 1 eine ringförmige Kammer 4 bildet. Von dem trichterförmig
verengten Boden 5 der Kammer 4 führen Kanäle 6 nach dem Schacht 1 zurück. Die in
den Schacht führende Mündung 7 dieser Kanäle ist bei 8 nach oben zu abgeschrägt.
Das Deckengewölbe 9 des Schachtes 1 bildet zusammen mit dem Mauerwerk 3 und einer
besonderen Wand 10 eine zweite ringförmige Kammer 11, die mit der Kammer 4 durch
die Öffnungen 12 in Verbindung steht; Kanäle 13 verbinden den Boden der Kammer 11 mit
demjenigen 5 der Kammer 4, oder sie führen, wie dies bei 13" strichpunktiert gezeigt ist,
direkt nach dem Schacht zurück. In diesem Fall erhalten die nach dem Schacht führenden
Mündungen der Kanäle I3a die gleiche
Ausbildung wie die Mündungen der Kanäle 6.
14 ist die in bekannter Weise abschließbare Beschickungsöffnung für den Schacht; 15 ist
der Abzugskanal für die aus dem Schachtofen entweichenden Gase, und 16 und 17 sind Reinigungs-
bzw. Explosionsöffnungen für die Kammern 4 und 11.
Die im Schacht gebildeten Gase stoßen teilweise gegen den kegelförmigen Teil 2a der
Ringwand 2 und scheiden dadurch schon hier einen Teil des mitgerissenen Staubes usw. ab.
Da die Gase in die Kammer 4 von oben eintreten müssen, stoßen sie ferner gegen das
Deckengewölbe 9, wodurch ebenfalls eine Staubabscheidung erfolgt. Der hier abgeschiedene
Staub sammelt sich auf dem Boden 5 der Kammer 4 und fällt durch die Kanäle 6 in
den Schachtofen 1 zurück. Dies wird dadurch begünstigt, daß die im Schacht 1 aufsteigenden
Gase durch die Abschrägung 8 der Mündungen 7 an den letzteren vorbei im Schacht hochziehen und hierbei eine saugende Wirkung
in den Kanälen 6 ausüben, so daß eine sichere Zurückleitung des Staubes aus der Kammer 4
in den Schachtofen 1 erfolgt.
Die Staubausscheidung in der Kammer 4 wird auch dadurch begünstigt, daß der Eintritt
der Gase in die Kammer 4 und der Austritt aus dieser. Kammer bzw. der Eintritt in
die Kammer 11 in verschiedenen senkrechten Ebenen erfolgt, so daß sich die Gase einen
schlangenartigen Weg suchen müssen und hierbei an den Wänden und Ecken den Staub
verlieren.
Der Staub, welcher sich in der Kammer 11 abscheidet, gelangt entweder durch die Kanäle
13 auf den Boden 5 der Kammer 4 oder durch Kanäle 13" direkt nach dem Schacht 1 oder
in die Kanäle 17.
Die Ausführung des Staubabscheiders kann in der verschiedensten Weise erfolgen. Wichtig
ist jedenfalls die Anordnung einer oder mehrerer Staubabscheidekammern im oberen
Teil des Schachtofens und die Verbindung dieser Staubsammelkammern mit dem Schachtofen
ι derart, daß einerseits die abziehenden Gase die Kammern passieren müssen, und daß
andererseits der sich in den Kammern sammelnde Staub in den Schachtofen zurückgeführt
wird. Wichtig ist ferner die Ausbildung des Staubabscheiders derart, daß die Gase auf
ihrem Weg vom Schachofen zum Gasabzug möglichst viele Prellwände und Ecken finden,
wodurch die Staubabscheidung begünstigt wird. Erfolgt das Abziehen des Gases an verschiedenen
Stellen, so können die Ringkammern 4 und 11 ringsum gleichmäßigen Querschnitt
haben. Erfolgt aber die Abführung der Gase lediglich auf einer Seite, so kann es zweckmäßig
sein, den Querschnitt der Staubsammelkammern an der dem Gasabzug entferntest liegenden Stelle geringer zu halten, so daß
dort eine größere Geschwindigkeit des Gases erzielt wird und damit eine gleichmäßige Abführung
des Gases auf dem ganzen Schachtquerschnitt . erfolgt. Statt dessen kann man aber auch die Kammern 4 und 11 zur Mittelachse
des Schachtofens exzentrisch legen, oder die Abzugsöffnungen 12 nach Querschnitt,
Lage oder Anzahl auf den Umfang ungleichmäßig verteilen.
Claims (9)
- Patent-Ansprüche:i. Schachtofen für hüttentechnische Zwecke mit Vorrichtung zum Abscheiden des von den abziehenden Gasen mitgerissenen, im Beschickungsgut enthaltenen Staubes, gekennzeichnet durch die Anordnung eines oder mehrerer Abscheider im Innern des oberen Schachtteiles.
- 2. Schachtofen nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch die Anordnung einer oder mehrerer Staubsammelkammern im oberen Teil des Schachtes, die so angeordnet sind, daß sie von den abziehenden Gasen durchstrichen werden müssen.
- 3. Schachtofen nach Anspruch ι und 2, gekennzeichnet durch die Anordnung von Staubrückführkanälen, welche den Boden der Staubsammelkammern mit dem Schacht verbinden.
- 4. Schachtofen nach Anspruch 1 bis 3, gekennzeichnet durch eine ringförmige, nach der Mitte des Schachtes vorspringende Einschnürungswand im oberen Teil des Schachtes, die zusammen mit dem Schachtmauerwerk eine rundlaufende Staubabscheidekammer bildet, in welche das Gas von oben eintritt.
- 5 Schachtofen nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß über der / durch die Einschnürungswand und das Schachtmauerwerk gebildeten Kammer eine zweite Ringkammer angeordnet ist, welche mit der ersteren durch mehrere Öffnungen in Verbindung steht und die Gasabzugsöffnungen enthält.
- 6. Schachtofen nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Gaseintrittsöffnungen der beiden übereinanderliegenden Ringkammern in verschiedenen Vertikalen liegen.
- 7. Schachtofen nach Anspruch 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Deckengewölbe des Schachtes die Einschnürungswand der unteren Kammer derart überdeckt, daß die über den oberen Rand derselben in die Kammer eintretenden Gase gegen das Deckengewölbe stoßen müssen.
- 8. Schachtofen nach Anspruch 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die in den Schacht führenden Mündungen der Staubrückführüngskanäle nach oben abgeschrägt sind. ,
- 9. Schachtofen nach Anspruch 1 bis 8, gekennzeichnet durch die Anordnung von Reinigungs- .und Explosionsöffnungen in den Staubsammelkammern.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE292004C true DE292004C (de) |
Family
ID=546827
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT292004D Active DE292004C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE292004C (de) |
-
0
- DE DENDAT292004D patent/DE292004C/de active Active
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