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Rohrsieb
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Die Erfindung betrifft ein Rohrsieb bestehend aus einem aus Draht
gefertigten, kugelförmigen Kopf mit einem rohrstutzenförmigen Ansatz, dessen den
Korb bildenden Drähte parallel der Längsachse des Korbes verlaufen und am dem rohrstutzenförmigen
Ansatz abgekehrten Ende zwischen zwei miteinander verbundenen Plättchen, von denen
das eine auf der Innenseite und das andere auf der Außenseite des Korbes angeordnet
ist, befestigt sind.
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Rohrsiebe der genannten Art, auch Rinnensiebe, Laubfangkörbe usw.
genannt, sind bekannt. Sie werden insbesondere im Hochbau auf den oder in den oberhalb
des Erdreiches liegenden und von außen zugänglichen Teilen der Fallrohre der Dachrinnen
angordnet. Sind die Rohrsiebe in den oberhalb des Erdreiches liegenden, von außen
zugänglichen Teilen der Fallrohre angeordnet, sind im Bereich des Rohrsiebes die
Fallrohre im allgemeinen erweitert und besitzen oberhalb des Rohrsiebes im erweit2rten
Teil eine verschließbare Öffnung. Durch diese Anordnung der Rohrsiebe wird sichergestellt,
daß sich Laub udgl. vor den Rohrsieben fängt und nicht in die im allgemeinen unter
den Kellerböden verlegte Kanalisation gelangen und diese womöglich verstopfen kann.
Aber auch
für andere Rohre lassen sich solche Rohrsiebe mit Vorteil
verwenden, z. B. für Rohreldie unter den Überführungen von Wegen odgl. über Gräben
odgl. liegen.
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Die Herstellung solcher Rohrsiebe ist sehr arbeitsaufwendig. Zur Herstellung
dient ein Werkzeug mit einem kugelförmig gestalteten Kopf und einem rohrstutzenförmig
gestalteten Endteil, welches am freien Ende des rohrstutzenförmig gestalteten Endteiles
einen Ansatz aufweist, der in eine Vorrichtung zum Drehen des Werkzeuges um die
Längsachse eingespannt wird. Auf der dem rohrstutzenförmig gestalteten Endteil abgekehrten
Seite weist der kugelförmig gestaltete Kopf koaxial zwei konzentrisch angeordnete
Kreise von Stiften auf.
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Die Anzahl der Stifte richtet sich dabei nach der Größe des Rohrsiebes.
Im allgemeinen sind in jedem Kreis fünf Stifte vorgesehen, wobei die Stifte des
einen Kreises gegen die Stifte des anderen Kreises versetzt sind. Das dem kugelförmigen
Kopf abgekehrte Ende des rohrstutzenförmigen Endteiles des Werkzeuges trägt, gleichmäßig
über den Umfang verteilt, eine entsprechende Anzahl Stifte, in vorliegendem Falle
also zehn, die derart angeordnet sind, daß sie zu den Stiften in den beiden Kreisen
am kugelförmigen Kopf versetzt sind. Zur Herstellung des Rohrsiebes wird ein endloser
Draht verwandt. Das freie Ende des endlosen Drahtes wird umgebogen und hinter einen
Stift des inneren Kreises am kugelförmigen Kopf gelegt. Dieser Draht wird dann um
einen Stift am rohrstutzenförmigen Endteil des Werkzeuges gelegt, dann um einen
Stift im äußeren Kreis am kugelförmigen Kopf, dann um einen Stift am rohrstutzenförmigen
Endteil, dann um einen Stift im inneren Kreis am kugelförmigen Kopf usw. bis der
Draht um alle Stifte gelegt ist. Der Draht wird jetzt nochE-inmal um den ersten
Stift im inneren Kreis am kugelförmigen Kopf gelegt und dann abgekniffen. Jetzt
wird mittels eines Hammers odgl.
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der mit seiner Längsachse parallel der Längsachse des Werkzeuges verlaufende
Draht in die Kerbe zwischen dem kugelförmigen Kopf und dem rohrstutzenförmigen Endteil
gedrückt. Während dieser Arbeiten wird das Werkzeug kontinuierlich oder auch diskontinuierlich
gedreht.
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Der aus dem Draht fertig geformte Korb wird nunmehr vom Werkzeug genommen.
In den kugelförmigen Kopf wird jetzt auf der dem rohrstutzenförmigen Teil abgekehrten
Seite konzentrisch ein zweckmäßig kreisrundes, gewölbtes Plättchen gelegt, welches
eine Anzahl, die der Anzahl der Stifte im inneren Kreis am Werkzeug entspricht,
nach außen aufgebogener Zungen aufweist, im vorliegenden Falle also fünf, mit der
es in die Umbiegungen des Drahtes eingreift.
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Jetzt wird auf die Außenseite ein gleiches Plättchen, jedoch ohne
ausgebogene Zungen gelegt. Die beiden Plättchen werden dann miteinander verbunden,
zweckmäßig vernietet.
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Der Draht ist jetzt am dem rohrstutzenförmigen Teil abgekehrten Ende
zwischen den plättchen befestigt, so daß ein insich sehr stabiles Rohrsieb erhalten
wird. Zum Aufsetzen des Rohrsiebes auf ein Fallrohr odgl. wird der rohrstutzenförmige
Ansatz des Korbes zusammengedrückt, bis dieser Ansatz in das jeweilige Rohr paßt
und dann mit diesem Ansatz in das Rohr eingeschoben. Die Herstellung solcher Rohrsiebe
ist, wie dargestellt, entsprechend arbeits- aber auch kraftaufwendig.
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Es wurde schon vorgeschlagen1 solche Rohrsiebe maschinell in einem
Automaten herzustellen. Mit den bekannten Automaten ist es jedoch nicht möglich
ein solches Rohrsieb schneller zu fertigen als ein Facharbeiter es in Handarbeit
kann. Hinzu kommt, daß praktisch für jeden Automaten eine Bedienungsperson erforderlich
ist. Der Arbeitsaufwand ist also genauso groß wie bei der Fertigung der Rohrsiebe
von Hand. Kostenmäßig ist die Herstellung der Rohrsiebe in den bekannten Automaten
aufwendiger, weil zu den Kosten für die Bedinuperson noch die Kosten für die Amortisation
der Automaten konm'ti.
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Aufgabe vorliegender Erfindung ist es6 ein Rohrsieb der eingangs genannten
Art zu schaffen, welches weitgehendst maschinell hergestellt werden kann und zwar
in erheblich kürzerer Zeit als von Hand oder in den bekannten Automaten.
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Diese Aufgabe wird bei einem Rohrsieb der eingangs genannten Art im
wesentlichen dadurch gelöst, daß der den Korb bildende Draht aus einzelnen Drahtstücken
besteht, die mit ihren den Plättchen zugekehrten Enden zwischen den Plättchen befestigt
sind.
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Bei einem solchen Rohrsieb werden das Innere und das Äußere Plättchen
und die Drahtstücke in an sich bekannter Weise aus Blechplatten gestanzt bzw. von
einem Endlosdraht geschnitten.
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Bei der Stanzung der Plättchen werden diese gleichzeitig mit einem
zentraleoch für ein Verbindungsmittel insbesondere einen NiQ versehen und das innere
plättchen weiter noch mit den nach außen ausgebogenen Zungen. Die den Plättchen
zugekehrten Enden der Drahtstücke werden zweckmäßig umgebogen.
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Mit diesen umgebogenen Enden werden die Drahtstücke unter die Zungen
gehängt. Nachfolgend wird dann das äußere Plättchen aufgelegt und werden anschließend
die beiden Plättchen miteinander verbunden, insbesondere miteinander vernietet.
Bei dem Verbinden der beiden Plättchen miteinander werden die freien Enden der Zungen
umgebogen und werden die zwischen den Plättchen liegenden Enden der Drahtstücke
eingeklemmt.
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Zur Herstellung der Drahtstücke wird zweckmäßig ein Automat verwendet'
in dem die Drahtstücke auf entsprechende Längen geschnitten, entsprechend gebogenXsowie
entsprechend gewölbt werden. Es ist jedoch auch möglich gerade Drahtstücke zu verwenden,
die nach dem Einklemmen zwischen den beiden Plättchen über ein entsprechend geformtes
Kernwerkzeug mittels eines entsprechenden Formwerkzeuges gebogen werden.
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Das innere Plättchen besitzt zweckmäßig für jedes zwischen ihr und
dem äußeren Plättchen zu befestigende Drahtende eine aufgebogene Zunge. Zweckmäßig
sind diese Zungen nicht radial sondern
sehnen -förmig angeordnet.
Dabei ist es möglich, die Zungen so anzuordnen, daß abwechselnd bei zwei benachbarten
Zungen die freien Enden einander zugekehrt bzw. voneinander abgekehrt sind. Die
Drahtstücke können aus einem geraden Teil bestehen. Es ist jedoch auch möglich Drahtstücke
zu verwenden, die aus zwei Teilen bestehen, die am freien Ende des rohrstutzenförmig
ausgebildeten Ansatzes miteinander verbunden sind und deren freien Enden zwischen
den Plättchen befestigt sind. Die einfachste Ausführungsform ist ein Drahtstück
aus zwei parallel zueinander gebogenen Teilen. Auch ist es möglich Drahtstücke zu
verwenden, die aus vier parallel zueinander gebogenen Teilen bestehen, deren beiden
äußeren Teile jeweils am freien Ende des rohrstutzenförmigen Ansatzes mit dem benachbarten
inneren Teil verbunden sind und deren beiden inneren Teile am kugelförmigen Teil,
kurz vor dem Plättchen miteinander in Verbindung stehen. Die beiden freien Enden
eines so gebogenen Drahtstückes werden dann zwischen den beiden Plättchen befestigt.
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Weitere Merkmale der Erfindung sind in der Beschreibung dr Figuren
und in den Unteransprüchen dargestellt, wobei bemerkt wird, daß alle Einzelmerkmale
und alle Kombinationen von lSinzelmerkmalen erfindungswesentlich sind.
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In den Figuren 1 bis 6 ist die Erfindung an einer Ausführungsform
beispielsweise dargestellt ohne auf diese Ausführungsform beschränkt zu sein.
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Fig. 1 zeigt in perspektivischer Ansicht ein auseinandergenommenes
Rohrsiebjin der die Einzelteile in der entsprechenden Reihenfolge angeordnet sind;
Fig. 2 eine Aufsicht auf ein Drahtstück aus vier in etwa parallel zueinander gebogenen
Teilen, Fig. 3 eine Seitenansicht eines Drahtstückes nach rig. 2,
Fig.
4 eine Aufsicht auf ein inneres Plättchen mit ausgebogenen Zungen, i. 5 einen senkrechten
Schnitt durch ein inneres Plättchen und Fig. 6 im Ausschnitt ein hinter zwei Zungen
eingehängtes Drahtstück Das kreisförmige, konisch aufgewölbte innere Plättchen 4
und das gleichgestaltete äußere Plättchen 5 besitzen jeweils ein zentrales Loch
7, durch die der Niet 8 zur Verbindung des inneren Plättchens 4 mit dem äußeren
Plättchen 5 geführt wird.
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Das innere Plättchen 4 besitzt an seinem Umfang aufgebogene Zungen
6.
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Diese Zungen 6 sind sehenförmig angeordnet, liegen also senkrecht
zur Diametralen. Zweckmäßig ist es die Zungen 6 derart anzuordnen, daß zwei benachbarte
Zungen 6 abwechselnd mit ihren freien Enden einander zugekehrt und einander abgekehrt
sind. Die Drahtstücke 3 können aus einzelnen geraden TEilen bestehen. Zweckmäßig
ist es jedoch Drahtstücke 3 zu verwenden, die aus vier in etwa parallel zueinander
gebogenen Teilen 3a, 3b, 3c und 3d bestehen und die in einem Automaten geschnitten,
gebogen und gewölbt wurden.
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Das Außenteil 3a ist am dem kugelförmigen Teil 1 des Korbes abgekehrten
Ende des rohrstutzenförmig ausgebildeten Teiles 2 mit dem einen Inn-enteil 3c verbunden
und das andere Außenteil 3b mit dem anderen Innenteil 3d. Die beiden Innenteile
3c und 3d sind im Bereich des kugelförmigen Teiles 1 kurz vor den Plättchen 4 und
5 miteinander verbunden. Die beiden freien Enden 3e und 3f des Drahtstückes 3 sind
leicht, zweckmäßig nach außen abgebogen. Im dargestellten Ausführungsbeispiel weist
das innere Plättchen 4 an seinem äußeren Umfang zehn nach außen ausgebogene Zungen
6 auf. Zwischen den Plättchen 4 und 5 können also fünf Drahtstücke 3 befestigt werden.
Die nach außen gebogenen freien Enden 3e und 3f des Drahtstückes 3 werden unter
zwei mit ihren freien Enden einander zugekehrten Zungen 6 gehängt. Dann wird das
äußere Plattchen 5 aufgelegt und nachfolgend durch die Durchbrechungen 7 der Niet
8 geführt und umgenietet. Die Drahtstücke 3 sind jetzt mit dem Plättchen 4 und 5
fest verbunden.
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