DE290653C - - Google Patents

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DE290653C
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center conductor
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    • GPHYSICS
    • G08SIGNALLING
    • G08BSIGNALLING SYSTEMS, e.g. PERSONAL CALLING SYSTEMS; ORDER TELEGRAPHS; ALARM SYSTEMS
    • G08B25/00Alarm systems in which the location of the alarm condition is signalled to a central station, e.g. fire or police telegraphic systems

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  • Business, Economics & Management (AREA)
  • Emergency Management (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Fire Alarms (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die Erfindung betrifft eine Schaltungsanordnung für elektrische Signalanlagen, namentlich für Feuer- oder Polizei-Melderanlagen, bei denen mehrere, den einzelnen Schleifen zugeordnete Morseapparate und ein gemeinsamer Indikator, der aus einem Zahlentableau und einem Einschlagwecker bestehen kann, vorgesehen sind. Die Morseapparate arbeiten beim Ablaufen . eines einzigen Melders alle synchron, werden
ίο aber beim gleichzeitigen Ablauf mehrerer von vornherein oder während der Meldung in getrennten Stromkreisen liegender Melder voneinander unabhängig gemacht, so daß jeder für sich eine Meldung aufnehmen kann. Hierbei arbeitet nur derjenige der mit den Morseapparaten synchron bewegten Schalter auf den Indikatorstromkreis weiter, dessen Melder in dem Empfängerstromkreis zuerst eine. Änderung herbeigeführt hat, während die übrigen Schalter stillgesetzt werden, so daß die zuerst einlaufende Meldung unverstümmelt auf den Indikator übertragen wird, die anderen Meldungen dagegen nur an den Morseapparaten ablesbar sind.
Gemäß der Erfindung wirken die beim Ablauf der Melder hervorgerufenen elektrischen Zustandsänderungen auf den Indikatorstromkreis durch besondere, von den Schreibhebeln der Morse- oder sonstigen Registrierapparate unabhängige Kontaktvorrichtungen unmittelbar ein, von denen beim gleichzeitigen Einlauf mehrerer Meldungen die eine durch einen unter dem gemeinsamen Einfluß der Melderströme stehenden Steuermagneten unbeeinflußt bleibt, während die übrigen von ihm gesperrt werden.
In den Zeichnungen ist die neue Schaltungsanordnung in zwei Ausführungsbeispielen von Feuermelderanlagen dargestellt, und zwar ist in Fig. ι der Steuermagnet im Mittelleiter der Meldeschleife selbst, und in Fig. 2 im Mittelleiter eines besonderen Ortsstromkreises angeordnet. Fig. 3 zeigt eine Arretierungsstellung der Steuervorrichtung.
Nach Fig. 1 ist eine Anzahl geerdeter Melder a, ay in einer gemeinsamen Melderschleife b angeordnet, in der zwei Batterien c, C1 liegen. Zwischen diesen sind zwei Morseapparate d, U1 und zwei Elektromagnete ?, Y1 angeordnet. Der zwischen den beiden Elektromagneten liegende Teil der Schleife ist über einen Steuermagneten s durch einen Mittelleiter m geerdet. Die Elektromagnete r, V1 dienen zur Bewegung von als Winkelhebel ausgebildeten Schaltern e, ev die den von einer Batterie C2 gespeisten Stromkreis g eines durch eine Zahlen tafel und einen (nicht dargestellten) Wecker gebildeten Indikators i öffnen oder schließen. Die nach unten ragenden Schenkel der beiden Winkelhebelschalter e, R1 tragen auf der Außenseite je eine Feder f, fv Es ist ferner ein unter dem Einfluß des Steuermagneten s stehender doppelarmiger Hebel h angeordnet, der den Federn f, f1 gegenüber Nasen n, % trägt, die, sobald der Hebel h durch den Steuermagneten s angezogen ist, vor oder hinter die Federn f, /^1 greifen. Der Hebel h wird in der angezogenen Stellung durch einen unter Federbelastung stehenden Rückstellhebel Γ festgehalten, bis nach vollendetem Einlauf der Meldung der Rückstellhebel von Hand oder selbsttätig im Sinne des Pfeiles zurückgedreht wird, so daß er den Hebel freigibt.
Die Wirkungsweise der Schaltungsanordnung ist folgende:
Sowohl wenn ein Melder allein läuft, als auch wenn zwei Melder derart gleichzeitig ablaufen, daß die durch sie hervorgerufenen Stromunterbrechungen genau miteinander übereinstimmen, wird der Stromfluß im wesentlichen nur durch die Melderschleife b stattfinden, während der im Mittelleiter m liegende Steuermagnet s stromlos bleibt, weil die durch die Erdung der Melder auftretenden, über die rechte und linke Hälfte
ίο der Gesamtschleife verlaufenden Ströme in dem Mittelleiter entgegengesetzte Richtung haben würden und sich demzufolge aufheben. Der Hebel h behält also seine Ruhelage bei. Beide Morseapparate d, dx verzeichnen dasselbe Signal,
1S das gleichzeitig optisch und akustisch am Indikator gegeben wird. Unterbricht infolge der Verschiedenheit der Meldersignale schließlich einer der Melder, z. B. a, den Stromkreis der Melderschleife, während der andere ax diesen Stromkreis geschlossen hält, so wird in diesem Augenblick nur der Stromkreis dieses letzteren über den Mittelleiter m und Erde aufrechterhalten. Es halten demnach nur der Elektromagnet V1 und der Empfangs apparat dx ihre Anker angezogen, während der Magnet r stromlos ist und seinen Anker losläßt, der damit den Stromkreis im Leiter g unterbricht. Durch den jetzt in einer Richtung verlaufenden Stromfluß im Mittelleiter m wird der Steuermagnet s erregt, der daher den Hebel h anzieht. Infolgedessen wird die Nase η sich gegen die Vorderseite der Feder f des Winkelhebels e und die Nase nx gegen die Rückseite der Feder f 1 des Winkelhebels e, legen (Fig. 3). Der Hebel ex wird dabei gegen seinen Kontakt Ze1 angedrückt gehalten, während der Hebel e durch den Elektromagneten r weiter frei beeinflnßt werden kann. Beim Hochgehen des Hebels h legt sich das Ende des Rückstellhebels I unter den Hebel h und hält diesen in der angezogenen Stellung fest. Es kann infolgedessen nur der Melder a, der die erste Unterbrechung hervorrief, seine Meldung auf den Indikator weitergeben, während der Melder ax nur den zugehörigen Morseapparat dx in Tätigkeit zu setzen vermag, so daß dieser dessen Signal aufzeichnet, das später nach Erledigung der anderen Meldung abgelesen wird. Nach Abgabe der Meldungen wird der Rückstellhebel I im Sinne des Pfeiles von Hand zurückbewegt, so daß die ganze Einrichtung wieder arbeitsbereit ist.
Bei der Anordnung nach Fig. 2 ist der Steuermagnet s in einem von den beiden getrennten Melderschleifen 0, O1 unabhängigen Ortsstromkreis q angeordnet. Die Melderschleifen sind mit je einem Elektromagneten ft, ftx versehen, deren Anker u, U1 und Kontakte y, yx in den gemeinsamen Stromkreis q eingeschaltet sind. Wie die Melderschleife b im Ausführungsbeispiel nach Fig. 1, ist der Stromkreis q mit zwei Batterien c, Cx, zwei Morseapparaten d, dx und zwei Elektromagneten r, τΛ ausgerüstet, welche den Indikator i beeinflussen. Dagegen ist der zwischen den beiden Elektromagneten r, rx angeschlossene Mittelleiter m mit dem Steuermagneten s nicht geerdet, sondern er führt zu zwei voneinander unabhängigen Kontakten t, tx. Der Kontakt t wird in bekannter, auf der Zeichnung der Übersichtlichkeit wegen nicht dargestellter Weise beim Arbeiten des Elektromagneten ft, und der Kontakt tx in derselben Weise beim Arbeiten des Elektromagneten ftx geschlossen gehalten, beispielsweise dadurch, daß eine die Kontaktöffnung bewirkende Verriegelungsvorrichtung bei der ersten Erregung des zugehörigen Magneten ft oder ftx gelöst wird und in dieser Stellung bis zu einer Von Hand oder selbsttätig erfolgenden Rückstellung nach Erledigung der Meldungen verbleibt. Die Gegenkontakte der Kontakte t, tx sind mit Kontakten v, V1 der Anker u, U1 der Elektromagnete ft, ftx verbunden.
Wird nur ein Melder in einer der beiden Schleifen,.beispielsweise in 0, gezogen/so wird entsprechend den über die Schleife gegebenen Stromschlüssen und -Unterbrechungen auch der Stromkreis q an den Kontakten u, y geschlossen und unterbrochen, während die Kontakte U1, yx geschlossen bleiben. Durch die in Reihe geschalteten Batterien c, C1 wird ein Stromfluß über den Kreis q gesandt, der beide Morseapparate d, d1 und die Ubertragermagnete r, rx für den Indikator i ansprechen läßt. Obgleich bei der ersten Stromunterbrechung in der Schleife auch der Kontakt t geschlossen wurde, bleibt dieser zunächst einflußlos, weil die beiden Batterien Ströme entgegengesetzter Richtung über ihn zu entsenden trachten; es bleibt also der Steuermagnet s stromlos. Werden in beiden Schleifen Melder gezogen, so verläuft der Strom, solange die Kontakte u, y und U1, yx gleichzeitig geöffnet und geschlossen werden, in derselben Weise über den Stromkreis q, und der Kontaktschluß an den Kontakten t und tx bleibt einflußlos. Der Steuermagnet s bleibt also stromlos, weil die Batterien c, C1 mit entgegengesetzten Vorzeichen an seine Pole angeschlossen sind. Die Morseapparate d, dx verzeichnen beide die zunächst übereinstimmenden Meldungen und auch der Indikator i gibt diese an. Sobald aber die Magnete ft, ftx voneinander abweichende Bewegungen ihrer Anker u, U1 bewirken, wird der Steuermagnet s erregt, zieht seinen Anker an und sperrt damit in der für Fig. 1 beschiebenen Weise den Indikator von einer Beeinflussung durch den später seine Meldung abgebenden Melder ab, so daß die zuerst einlaufende Meldung unverstümmelt auf den Indikator übertragen wird. Die Erregung des Steuermagneten s kommt beispielsweise für den Fall, daß der Schleifenmagnet ft einen Stromschluß bewirkt, während der Magnet ftx der zweiten Schleife
eine Unterbrechung verursacht, dadurch zustande, daß in diesem Äugenblick ein Strom aus der Batterie c über die Kontakte u, v, t, den Leiter m, den Magneten r und den Morseapparat d zur Batterie c zurück verläuft, während die sonst entgegenstehende Spannung der Batterie C1 an dem Kontakt V1 abgeschaltet ist.

Claims (4)

  1. Patent-An Sprüche:
    i. Schaltungsanordnung für elektrische Signalanlagen mit mehreren Registrierapparaten und einem gemeinsamen Indikator, bei der beim Intätigkeittreten mehrerer, wenigstens während der Meldung verschiedenen Stromläufen angehörender Melder nur einer davon auf den Indikator o. dgl. einwirkt, dadurch gekennzeichnet, daß die beim Ablauf der Melder (a, aj hervorgerufenen elektrisehen Zustandsänderungen auf den Indikatorstromkreis (i, g) durch besondere, von den Schreibhebeln der Registrierapparate unabhängige Kontaktvorrichtungen (Relais r, ^1) unmittelbar übertragen werden, von denen beim gleichzeitigen Einlauf mehrerer MeI-düngen durch einen unter dem gemeinsamen Einfluß der Melderströme stehenden Steuermagneten (s) die eine unbeeinflußt bleibt, während die übrigen gesperrt werden.
  2. 2. Schaltungsanordnung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Steuermagnet (s) im Mittelleiter (m) der Melderschleife (b, Fig. 1) liegt.
  3. 3. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Steuermagnet im Mittelleiter eines besonderen Ortsstromkreises (q, Fig. 2) liegt.
  4. 4. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schaltermagnete (f, fj) für den Indikatorstromkreis zu beiden Seiten des Mittelleiters (m) der Melderschleife (b, Fig. 1) oder des Ortsstromkreises (q, Fig. 2) liegen und ihre Anker (e, O1) derart unter dem Einfluß des Steuermagneten (s) stehen, daß dieser den zuerst abfallenden Anker (z. B. e, Fig. 3) freispielen läßt, die anderen (^1) dagegen in ihrer Stromschlußstellung festhält.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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