DE2903508C2 - Vorrichtung zum Kräuseln und Verflechten von Garn aus thermoplastischem Material - Google Patents

Vorrichtung zum Kräuseln und Verflechten von Garn aus thermoplastischem Material

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DE2903508C2
DE2903508C2 DE2903508A DE2903508A DE2903508C2 DE 2903508 C2 DE2903508 C2 DE 2903508C2 DE 2903508 A DE2903508 A DE 2903508A DE 2903508 A DE2903508 A DE 2903508A DE 2903508 C2 DE2903508 C2 DE 2903508C2
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bore
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    • D02GCRIMPING OR CURLING FIBRES, FILAMENTS, THREADS, OR YARNS; YARNS OR THREADS
    • D02G1/00Producing crimped or curled fibres, filaments, yarns, or threads, giving them latent characteristics
    • D02G1/12Producing crimped or curled fibres, filaments, yarns, or threads, giving them latent characteristics using stuffer boxes
    • D02G1/122Producing crimped or curled fibres, filaments, yarns, or threads, giving them latent characteristics using stuffer boxes introducing the filaments in the stuffer box by means of a fluid jet

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Description

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Kräuseln und Verflechten von Garn aus thermoplastischem Material uernäß dem Oberbegriff des Anspruches!. Eine derartige Vorrichtung ist in der US-PS 38 86 636 beschrieben. Bei ihr ist die Mischdüse räumlich von der Stauchkammer getrennt und das. gekräuselte Garn wird ihr über gesonderte Spannstifte zugeführt.
Durch die vorliegende Erfindung soll eine Vorrichtung gemäß dem Oberbegriff des Anspruches 1 dahingehend weitergebildet werden, daß nach der Kräuselung ein Fadenschluß herbeigeführt wird., wobei die Vorrichtung kompakt baut und der Vorteil gleichmäßiger Kräuselung
ίο erhalten bleibt.
Diese Aufgabe ist erfindungsgemäß gelöst durch die kennzeichnenden Merkmale gemäß Anspruch 1.
Bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung wird durch die Verteilung der Auslaßöffnungen über die Länge des Verweilsteuerabschnittes erreicht, daß die Regelung der Lage des stromabseitigen Endes des in der Stauchkammer befindlichen Garnpropfens auf rein fluidischem Wege unter Berücksichtigung der jeweiligen Dichte und Lage des Garnpropfens erfolgt. Liegt nämlich der Abziehpunkt des Garne« vom Garnpropfen zu weit beim Auslaß des Verweilsteuerabschnittes der Stauchkammer, so ist nur eine geringere Anzahl der Auslaßöffnungen freigegeben als beim Sollbetriebszustand. Damit wächst der Druck über dem stromabseitigen Ende des Garnpropfens an, so daß dieser wieder in die Sollage zurückgedrückt wird. Umgekehrt fällt bei zu weit beim Einlaß des Verweilsteuerabschnittes der Stauchkammer liegendem Abziehpunkt die Druckbeaufschlagung des Garnpropfens ab, wodurch sich dieser unter der nunmehr überwiegenden Druckbeaufschlagung durch das heiße Strömungsmittel wieder in Sollage zurückbewegt. Für diese Lageregelung des Garnpropfens sind keine externen Reglerelemente notwendig, und da der Garnpropfen eine seiner Dichte entsprechende Gasdurchlässigkeit hat, wird bei der Lageregelung des Garnpropfens seine Dichte automatisch mitberücksichtigt.
Dadurch, daß man die Mischdüse unmittelbar hinter Hern Verweilsteuerabschnitt der Stauchkammer anordnet und mit senkrecht zur Achse der Mischdüsenbohrung verlaufenden Düsenbohrungen ausbildet, kann man einen guten Fadenschluß durch die senkrecht auf das Garn auftreffenden Kaltluftstrahlen herbeiführen. Außerdem wird so ein sehr kompakter Aufbau der gesamten Vorrichtung erzielt.
Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in Unteransprüchen angegeben.
Nachstehend wird die Erfindung anhand eines Ausführungsbeispieles unter Bezugnahme auf die Zeichnung näher erläutert. In dieser zeigt:
Fig. 1 einen axialen Schnitt durch eine Vorrichtung zum Kräuseln und Verflechten von Garn aus thermoplastischem Material;
Fig. 2 einen transversalen Schnitt durch die Vorrichtung nach Fig. 1 längs der dortigen Schnittlinie Till';
Fig. 3 einen Schnitt durch die Vorrichtung nach Tig. I längs der dortigen Schnittlinie ΙΙΙ-ΙΙΓ;
Fig. 4 einen axialen Schnitt durch die Mischdüse der Vorrichtung nach Fig. 1 in vergrößertem Maßstabe; Fig. 5 eine schematische Darstellung einer Anlage zum Erzeugen von gekräuseltem und verflochtenem Garn aus thermoplastischem Material: und
Fig. 6 eine grafische Darstellung, in welcher die Fadenkohäsion in Abhängigkeit vom Verhältnis der Gesamtquerschnittsflächen der Kaltluft-Düsenbohrunger, zur Qucrschniltsfläche der Mischdüsenbohrung aufgetragen ist.
Die in Fig. 1 wiedergegebene Vorrichtung zum Krause·'α und Verflechten von Garn aus thermoplastischem Material hat eine untenliegende Düseneinheit 1, über welche heißes Strömungsmittel einer Stauchkijnmer 10 zugeführt wird. Letztere hat Auslaßöffnungen für das heiße Strömungsmittel. Die Stauchkammer 10 hat einen stromabseitigen Verweilsteuerabschnitt 13 mit Auslaßöffnungen für kaltes Strömungsmittel. An den Ver weilsteuerabschnitt 13 schließt sich unmittelbar eine Mischdüse 15 an.
Die Düseneinheit 1 für heißes Medium, besitzt eine Garn-Führungsbohrung 2, die sich zum stromabseitigen Ende hin erweitert, eint Medium-Verteilerkammer 3 um die Führungsbohrung 2 herum und eine oder mehrere Heißmedium-Düsenbohrungen 4, die von der Verteilerkammer 3 abgehen und unter einem Neigungswinke! in Stromabrichtung symmetrisch zur Längsachse der Führungsbohrung 2 angeordnet sind.
Mit der Verteilerkammer 3 ist eine Leitung 5 verbunden, über die ein erwärmtes Strömungsmitte! unter hohem Druck in die Verteilerkammer 3 einführbar ist.
Die Düseneinheit 1 ist an einem Stauchkammergehäuse 6 angebracht, das gemäß Fig. 2 aus einer Anordnung radial verlaufender Rippen 7 besteht, die mit ihren in Längsrichtung liegenden Enden beispielsweise in Stirnteilen 8 und 9 festgelegt sind, so daß innerhalb der Rippenanordnung die Stauchkammer 10 gebildet wird. Über Zwischenräume U zwischen benachbanen Rippen kann das heiße Medium radial ausströmen.
Am stromabseitigen Ende des Stauchkammergehäuses 6 ist ein Zylinder 12 in das Stirnteil 9 eingeschraubt. Der Zylinder 12 ist über seine Länge hinweg mit einer Vielzahl von Auslaßöffnungen 14 versehen, über weiche ein kaltes Medium in Radialrichtung ausströmen kann. Der Zylinder 12 begrenzt eine Verweil-Steuerkammer 13 (= Verweilsteuerabschnitt), und die Auslaßöffnungen sind gemäß Fig. 1 in mehreren Ebenen Zj1 - /;„ angeordnet.
In das Ende des Zylinders i2 ist die Mischdüse
15 eingeschraubt, die eine Mischdüsenbohrung 16 aufweist, um die herum eine Ringkammer 18 vorgesehen ist, wobei sich gemäß Fig. 3 zwei Düsenbohrungen 17 für kaltes Medium zwischen der Mischdüsenbohrung
16 und der Ringkammer 18 erstrecken. An die Ringkammer 18 ist eine Speiseleitung 19 für kaltes Medium angeschlossen, das über die Düsenbohrungen 17 in die Mischbohrung 16 einführbar ist. Das stromaufseiUge Ende der Mischdüsenbohrung bildet eine Öffnung 20 zur Verweilsteuerkammer 13. während ihr stromabseitiges bzv. oberes Ende eine Öffnung 21 zu einem Garnauslaßkanal 22 bildet.
Im Betrieb der Vorrichtung wird das Garn ), das durch Führung über eine nicht dargestellte Heizwalze vorgewärmt worden ist. in die Führungsbohrung 2 eingeleitet, wobei es gleichmäßig in innige Berührung mit dem über die Düsenbohrungen 4 zugeführten heißen Medium iebracht und dabei erweicht (plastifiziert) wird. Sodann wird das Garn durch das Medium in die Stauchkammer 10 gefördert, wo es auf einen bereits dort gebildeten Garnpfropfen )\, au !'trifft und hierbei gekräuselt wird. Der bei P, angedeutete Auftreffpunkt wird im !bigenden aui'h als Verdichtungs-Anfangspunkl bezeichnet.
Das mit dem Garn in die Stauchkammer 10 eingeführte heiße Medium trli: dabei bei seiner Strömung in Förderrichtung des Garnpl'ropfens )\, über die Zwischenräume 11 zwischen den Rippen 7 aus.
Der kontinuierlich gebildete Garnpfropfen YM verlagert sich zur Verweil-Steuerkammer 13 und in diese hinein, während in diese in entgegengesetzter Richtung über die Mischdüsenbohrung 16 von den Düsenbohrungen 17 her kaltes Medium eingeleitet wird. Infolgedessen entsteht ein Gegendruck, weicher das stromabseitige Ende des Garnpfropfens YM beaufschlagt. Das in Gegenrichtung strömende kalte Medium verstärkt dabei den ι Kräuseigrad und bewirkt eine Abkühlung des Garnpfropfqns )'Λ/ um daraufhin in Radiairichtung über die zahlreichen kleinen Auslaßöffnungen 14 in der Wand des Zylinders 12 auszutreten.
Der gekräuselte Garnfaden wird vom Garnpfropfen ι yw an einem Abziehpunkt P2 abgezogen, der zwischen den Ebenen /;, und h„ liegt.
Das gekräuselte Garn bzw. der Faden >', wird sodann über vdie Mischdüsenbohrung 16 zum Garnauslaßkanal 22 geführt. Wie erwähnt, wird das unter hohem Druck stehende kalte Medium über die Düsenbohrungen 17 in die Mischdüsenbohrung 16 eingeleitet, so daß das abgezogene Kräuselgarn Y, bei seinem Durchlauf durch die Mischdüsenbohrung 16 einer einen Fadenschluß herbeiführenden Kompaktierung unterworfen wird. Hierauf läuft das Garn mit einem für eine Noppenbildung geeigneten Fadenschluß über den Garnauslaß zu einer nicht dargestellten Spulvorrichtung.
Das in die Mischdüse 15 eingeblasene kalte Medium dient also neben der Erzeugung eines auf den Garnpfropfen einwirkenden Gegendrucks auch der Herbeiführung eines Fadenschlusses.
Wenn das Garn Y1 von dem in der Verweilsteuerkammer 13 befindlichen Pfropfen an einer stromauf des Abziehpunkts P2 gelegenen Stelle, z. B. an einer Stelle etwa in Höhe der Ebene h2 abgezogen wird, vergrößert sich das Volumen des ausströmenden kalten Mediums, wodurch der durch dieses Medium erzeugte Gegendruck abnimmt und mithin der Abziehpunkt P2 wieder seine vorherige Position einnimmt.
Wenn dagegen der Faden )', stromab bzw. hinter dem Punkt P2 abgezogen wird, z. B. an einer Stelle in der Nähe der Ebene /i4, verkleinert sich das Volumen des ausströmenden kalten Mediums unter Erhöhung des Gegendrucks, wodurch der Pi. kt P2 wieder zurückverlagert wird. Auf diese Weise wird der Abziehpunkt P2 stets in der richtigen Stellung gehalten, der Auftreffpunkt Pj ist genau festgelegt, und Ungleichmäßigkeiten der Packungsdichte, des Garnvolumens und der Behandl'jngszeit in der Stauchkammer und in der Verweilsteuerkammer sind weltgehend vermieden.
Die Heißluft wird mit einem Druck von 0,1 bis 1 MPa (1 bis 10 bar), vorzugsweise 0,3 bis 0,8 MPa (3 bis 8 bar), und einer Temperatur von 150 bis 300'C, vorzugsweise 180 bis 25O0C, stattdessen auch Dampf mit einem Druck von 0,3 bis 2 MPa (3 bis 20 bar), vorzugsweise 0,4 bis 1 MPa (4 bis 10 bar), und einer Temperatur von 130 bis 250°C. voizugsweise 160 bis 2300C, verwendet.
Typische Fördergeschwindigkeiten für den Garnfaden in der Führungsbohrung der Heißmedium-Düse liegen bei 300 bis 4000 m/min, vorzugsweise bei 1000 bis 3000 -/min
Der Abstand /wischen dem linde der Garn-Führungsbohiung 2 und dem Auftreffpunkt P1 liegt bei 0 bis 50 mm, vorzugsweise bei 5 bis 25 mm. Wenn dieser Abstand 50 mm übersteigt, ist das behandelte Garn nicht zufriedenstellend stark gekräuselt; außerdem wird cabei auch keine gleichmäßige Kräuselung erzielt.
Für den Garnpfropfen YM werden eine Packungsdichte von 0,05 bis 0,4 g/cm3, vorzugsweise 0,1 bis 0,3 g/cm3, sowie eine Verweilzelt in der Stauchkammer und in der Verweil-Steuerkammer In der Größenordnung von 0,1 bis 5 s, vorzugsweise von 0,4 bis 3,0 s, empfohlen.
Das kalte Medium kann kalte Luft oder kaltes Stlckstoffgas sein. Vorzugswelse wird Luft eingesetzt. Im Hinblick auf die Effektivität der Schlußbildung im Garn und den Gegendruck am Garnpfropfen wird dieses Medium auf einen Druck von 0,04 bis 0,5 MPa (0,4 bis 5,0 bar), vorzugsweise 0,1 bis 0,4 MPa (1,0 bis 4,0 bar), und eine Temperatur von 0 bis 100° C, vorzugsweise 20 bis 40° C, eingestellt.
Das kalte Medium kann auch Wasser, insbesondere Sprühwasser, enthalten, um durch die so modifizierte Kühlung die Kräuseifixierung zu verbessern und andererseits einen übermäßigen Kräuselgrad zu verzögern, wie dies In der US-PS 32 71 493 beschrieben ist.
Wahlweise kann dem kalten Medium ein Färbemittel oder ein Ausrüstöl zugesetzt werden, so daß die entsprechenden Nachbehandlungen entfallen können.
Die Stauchkammer 10 besteht gemäß Fig. 2 aus einer Anordnung von 10 bis 30, vorzugsweise 12 bis 24, Rippen 7, die zwischen den Stirnteilen 8 und 9 radial ausgerichtet angeordnet sind.
Der Zwischenraum 11 zwischen den Rippen 7 an Ihren die Stauchkammer 10 bildenden Kanten beträgt vorzugsweise 0,3 bis 2 mm, wobei die Rippen jeweils 0,5 bis 2 mm dick sind. Wenn der Abstand kleiner ist als 0,3 mm, kann sich das Garn In diesen Zwischenräumen verfangen. Bei einem Abstand von mehr als 2 mm kann das Garn andererseits über den Zwischenraum herausgedrückt werden.
Wichtig ist, daß die Rippen eine solche Form besitzen, daß sich ein engerer Einlauf der Stauchkammer über etwa die Hälfte ihrer Gesamtlänge unter einem Winkel O allmählich erweitert. Im Anschluß hieran besitzt die Stauchkammer eine im wesentlichen zylindrische Form. Der Winkel O liegt bei 0,5 bis 5°, vorzugsweise bei 1 bis 3°. Die Rippen 7 sind dabei so angeordnet, daß der Einlaß zur Stauchkammer einen Durchmesser von 2 bis 20 mm, vorzugsweise von 3 bis 12 mm besitzt, während das Auslaufende einen Durchmesser von 4 bis 40 mm und vorzugsweise von 8 bis 12 mm besitzt.
Die Länge der Rippen 7 1st größer als 10 mm, beträgt vorzugsweise 100 bis 200 mm.
Bei der Verweil-Steuerkammer 13 sollten die Öffnungen 14 einen Durchmesser von höchstens 3 mm und vorzugsweise von 0,8 bis 2 mm besitzen.
Der Innendurchmesser des Zylinders 12 muß größer sein als der innendurchmesser der Stauchkammer am Stirnteil 9. Ist dies nicht der Fall, so kann sich der in der Stauchkammer 10 befindliche Garnpfropfen YM nicht unbehindert in die Verweil-Steuerkammer verlagern.
Abhängig vom Durchmesser der Stauchkammer 10 variiert der Innendurchmesser des Zylinders 12 im Bereich von 5 bis 45 mm und vorzugsweise von 9 bis 15 mm.
Die Länge des Zylinders 12 liegt je nach Gleichförmigkeit des Garnfadens im Bereich von 10 bis 200 mm, vorzugsweise 50 bis 100 mm.
Durch das entgegengesetzt zur Garnbewegungsrichtung über die Mischdüse 15 in die Verweil-Steuerkammer 13 eingeführte kalte Medium wird das gekräuselte Garn X1 einer Wirbelwirkung unterworfen, durch welche das Garn in sich verschlungen wird. Das kalte Medium wird dabei In die Verweil-Steuerkammer 13 hineingedrückt.
Dieses kalte Medium bewirkt ferner ein Kühlen und Fixieren des gekräuselten Garns in der Verweil-Steuerkammer sowie eine Verstärkung der Kräuselung durch den vom kalten Medium erzeugten Gegendruck. Hierdurch wird die Trennung des Kräuselgarnfadens vom Garnpfropfen YM erleichtert.
Die Mischdüse 15 umfaßt neben der Mischdüsenbohrung 16, durch welche der Garnfaden abgezogen wird, mindestens zwei getrennte Düsenbohrungen 17, die symmetrisch unter einem rechten Winkel zur Achse der Mischdüsenbohrung 16 angeordnet sind. Der Durchmesser der Mischdüsenbohrung 16 liegt im Bereich von 2 bis 4 mm für ein Garn mit einer Denierzahl von 1200 bis 2700, entsprechend 1320 bis 2970 dtex, während die Länge der Mischdüsenbohrung 16 bei 3 bis 20 mm liegt. Die Mischdüsenbohrung 16 kann runden oder ovalen Querschnitt besitzen. Im Fall eines ovalen Querschnitts liegt das Verhältnis von Hauptachse zu Nebenachse vorzugsweise bei 1,4 bis 0,6. Der Durchmesser der Düsenbohrungen 17 liegt bei 1,26 bis 3,14 mm.
Die vorstehenden Maßangaben sind als Anhaltspunkte zu verstehen. Beim Hochgeschwlndigkeltskräuseln mit einer Geschwindigkeit von mehr als 1500 m/min sind genauer festgelegte Abmessungen erforderlich, da unter derartigen Bedingungen die Mischwirkung außerordentlich stark abnehmen kann. Zur Gewährleistung derselben Mischwirkung wie bei niedriger Kräuselgeschwindigkeit wird eine in Fig. 4 dargestellte Mischdüse verwendet, welche folgenden Bedingungen genügt:
1,23 2;/C § 0.80
0,90 g ä 0,05
20 ä PL (mm) + AL (mm) ä 3
In den obigen Formeln bedeuten K das Verhältnis der Gesamtquerschnittsfläche der Kaltmedlum-Düsenbohrungen 17 zur Querschnittsfläche der Mischdüsenbohrung 16, PL den Abstand zwischen der Düsenbohrung 17 und dem Auslaßende der Mischdüsenbohrung 16, AL den Abstand zwischen dem Zentrum der Düsenbohrungen 17 und dem Einlaßende der Mischbohrung 16.
Von den vorstehend angegebenen Bedingungen ist die Bedingung (b) die wichtigste, weil die durch diese Gleichung definierte Größe zu einer idealen Verteilung der Teilströme des kalten Mediums in die Verweil-Steuerkammer 13 und zum Auslaßkanal 22 beiträgt. Insbesondere wird dem sich in Richtung auf den Auslaßkanal 22 bewegenden Garn eine zusätzliche Antriebskraft erteilt, wenn das Verhältnis ALIPL mehr als 0,5 beträgt, d. h. wenn die Länge von PL größer ist als diejenige von AL.
Der Durchmesser des Auslaßkanales 22, bei dem ein stabiler Abzug des Garns }'2 gewährleistet wird, liegt im Bereich von 3 bis 35 mm und vorzugsweise von 4 bis 8 mm. Dieser Durchmesser sollte kleiner sein als der Innendurchmesser der Verweil-Steuerkammer. Der Auslaßkanal 22 kann eine Länge von 10 bis 50 mm besitzen.
Fig. 5 veranschaulicht schematisch den Einsatz der oben beschriebenen Kräuselvorrichtung in einer Anlage zum Herstellen von Garn.
Der von einer Schußspule 23 abgezogene Garnfaden Y wird nach dem Durchlauf durch einen Fadenführer
24 über eine Förderwalze 25 geleitet, auf Förderwagen 26, die mit konstanter Drehzahl umlaufen, vorgewärmt und mit Überspeisung in die oben beschriebene Kräuselvorrichtung 27 eingeführt.
Der auf beschriebene Weise gekräuselte Garnfaden wird sodann durch Abzugswalzen 29 über einen Fadenführer 28 mit einer konstanten Geschwindigkeit abgezogen, die niedriger ist als die Zufuhrgeschwindigkeit der Förderwalzen 26, durch eine Ülerwalze 30 geölt, durch Verzugswalzen 31 mit einer größeren Geschwindigkeit als derjenigen der Abzugswalzen 29 gereckt und geöffnet und sodann auf einer Spulmaschine 32 zu einem Garnwickel gewickelt.
Fig. 6 veranschaulicht, daß sich In einem Bereich des weiter oben definierten Querschnittsverhältnisses K von 0,8 bis 1,23 auch noch bei einer Kräuselgeschwindlgkeil von 2000 m/min eine Fadenkohäsion bzw. ein Fadenschluß, mit mehr als 15 Fadenverschlingungen pro Meter einstellte, so daß sich das Kräuselgarn für ein Noppensetzverfahren gut eignete. Die gestrichelte Linie in Fig. 6 gibt zusätzlich das Ergebnis bei einer Kräuselgeschwindigkeit von 900 m/min an.
Das Verfahren zur Messung des Fadenschlusses ist in der US-PS 29 85 995 im einzelnen beschrieben (vgl. Spalte 20, Z. 56 bis Spalte 21. Z. 41).
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen

Claims (7)

Patentansprüche:
1. Vorrichtung zum Kräuseln und Verflechten von Garn aus thermoplastischem Material mit
a) einer Anordnung von heißes Strömungsmittel bereitstellenden Düsen, deren Achsen mit der Garnförderrichtung einen spitzen Winkel einschließen;
b) einer in Garnförderrichtung gesehen stromab dieser Düsen liegenden Stauchkammer, welche einen mit radialen Austrittsöffnungen für das heiße Strömungsmittel versehenen Kammerabschnitt hat;
c) einer Zuführeinrichtung für kaltes Strömungsmittel, welche dem Garnauslaß der Stauchkammer benachbart ist;
d) einem garnauslaßseitigen Verweilsteuerabschnitt der Stauchkammer, der eine Mehrzahl radialer Auslaßöffnungen für das kalte Strömungsmittel aufweist; und
e) einer stromab der Stauchkammer liegenden Mischdüse mit einer Mischdüsenbohrung,
dadurch gekennzeichnet, daß
0 die Auslaßöffnungen (14) für das kalte Strömungsmittel In Reihe über die Länge des Verwellsteuerabschnittes (13) verteilt sind; und
g) die Mischdüse (15) unmittelbar hinter dem Verweilsteuerabschnitt (13) angeordnet ist und mehrere symmetrisch und rechtwinklig zur Achse der Mischdüsenbohrung (16) verlaufende Düsenbohrungen (17) aufweist, die gleichzeitig die Zuführeinrichtung für das kalte Strömungsmittel bilden.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Auslaßöffnungen (14) einen Durchmesser von weniger als 3 mm haben.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Mischdüsenbohrung (16) einen Durchmesser von 2 bis 4 mm aufweist.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis
3, dadurch gekennzeichnet, daß der Durchmesser der Düsenbohrungen (17) 1,26 bis 3,14 mm beträgt.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis
4, dadurch gekennzeichnet, daß das Verhältnis der Gesamiquerschnittsfläche der Düsenbohrungen (17) zur Querschnittsfläche der Mischdüsenbohrung (16) im Bereich von 0,8 bis 1,23 liegt.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis
5, dadurch gekennzeichnet, daß das Verhältnis zwischen dem Abstand (AL) der Düsenbohrur.gen (17) vom auslaßseltlgen Ende der Stauchkammer und der Abstand (PL) zwischen der Einmündungsstelle der Düsenbohrungen (17) in die Mischdüsenbohrung (16) und dem stromabseitigen Ende der Mischdüsenbohrung (16) im Bereich von 0,05 bis 0,9 liegt.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis
6, dadurch gekennzeichnet, daß die Länge der Mischdüsenbohrung (16) 3 bis 20 mm beträgt.
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