DE289944C - - Google Patents

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DE289944C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C05FERTILISERS; MANUFACTURE THEREOF
    • C05DINORGANIC FERTILISERS NOT COVERED BY SUBCLASSES C05B, C05C; FERTILISERS PRODUCING CARBON DIOXIDE
    • C05D1/00Fertilisers containing potassium
    • C05D1/02Manufacture from potassium chloride or sulfate or double or mixed salts thereof

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Agricultural Chemicals And Associated Chemicals (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
JVl: 289944 KLASSE 12/. GRUPPE
Dr. MAX ISSLEIB in MAGDEBURG.
Verfahren zur Denaturierung von Kali- und anderen Salzen.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 2. Februar 1915 ab.
In der Jetztzeit ist es für die Kaliindustrie von Wert, ein Denaturierungsmittel für Kalisalze zu besitzen, welches die Benutzung derselben für Düngezwecke nicht behindert, dagegen die Umwandlung derselben in andere chemische Verbindungen erschwert oder unmöglich macht. Der Staat hat ein Ausfuhrverbot für hochprozentige Kalisalze erlassen, um dem Auslande die Herstellung anderer
ίο Kalisalze, insbesondere wohl der Explosivsalze, zu erschweren. Dagegen hat die Kaliindustrie ein lebhaftes Interesse an der weiteren Ausfuhr hochprozentiger Kalisalze, weil sich dieselben wegen ihrer sicheren Wirkung in landwirtschaftlichen Kreisen großer Beliebtheit erfreuen, und weil ferner mit dem Vertrieb derselben eine große Frachtersparnis verbunden ist. Ein Zusatz zu den Kalisalzen, der geeignet ist, die Weiterverarbeitung derselben zu verhindern, würde vermutlich zur Nachprüfung des Ausfuhrverbotes Veranlassung geben in dem Sinne, ob dasselbe weiter aufrecht zu erhalten ist. Einen derartig wirksamen Zusatz bildet eine Mischung von Zucker und Stärkemehl. Sie erfüllt die Forderung an ein brauchbares Mittel: Leichte Mischbarkeit mit den Kalisalzen, billiger Preis, erhebliche Wirksamkeit. Von vornherein scheidet für diesen Zweck der Zusatz von Alkali-, Erdalkali- und Metallsalzen aus, denn die chemischen Trennungsmethoden gestatten die vollständige Abscheidung aller dieser Beimengungen. Man ist auf den Zusatz löslicher, organischer Körper angewiesen, und in der Tat entfalten diese eine erhebliche Wirksamkeit in der bezeichneten Richtung. Um Kalisalze weiter zu verarbeiten, werden sie heiß gelöst. Sind Stärke und Zucker zugegen, so entsteht alsdann Stärkekleister und eine Zuckerlösung. Die Gegenwart dieser Stoffe ist jedenfalls ein ernstes Hindernis für chemische Prozesse, und zwar behindert der Kleister mechanisch die Kristallisationsvorgänge — ohne welche die meisten Salze nicht rein dargestellt werden können —, während sich die Zuckerlösung als Verunreinigung durch die Fabrikation hindurchzieht. Ein Zusatz von je 5 Prozent dieser Stoffe zu den Kalisalzen wird genügen; jedoch kann derselbe nach Bedarf vermehrt oder vermindert werden.
Dieser Zusatz verteuert die Salze nur unerheblich und ist auch ohne zu großen Einfluß auf die Frachtkosten. Für die landwirtschaftliche Benutzung der Kalisalze ist der Zusatz vorteilhaft. Man hat Pflanzen mit Erfolg in Zuckerlösung gezüchtet. Um die Denaturierung kenntlich zu machen, kann eine Färbung mit Erdfarben vorgenommen werden.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur Denaturierung von KaIi- und anderen Salzen, dadurch gekennzeichnet, daß den Salzen ein Zusatz von Zucker und Stärkemehl gegeben wird.
    BEULIN. GEDRUCKT IN DER REICHSDRUCKEREI.
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