DE289783C - - Google Patents
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- DE289783C DE289783C DENDAT289783D DE289783DA DE289783C DE 289783 C DE289783 C DE 289783C DE NDAT289783 D DENDAT289783 D DE NDAT289783D DE 289783D A DE289783D A DE 289783DA DE 289783 C DE289783 C DE 289783C
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Classifications
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- G—PHYSICS
- G01—MEASURING; TESTING
- G01F—MEASURING VOLUME, VOLUME FLOW, MASS FLOW OR LIQUID LEVEL; METERING BY VOLUME
- G01F15/00—Details of, or accessories for, apparatus of groups G01F1/00 - G01F13/00 insofar as such details or appliances are not adapted to particular types of such apparatus
- G01F15/10—Preventing damage by freezing or excess pressure or insufficient pressure
- G01F15/105—Preventing damage by hydraulic shocks
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JV£ 289783 KLASSE 42 e. GRUPPE
HUGO HAHN in NEUKÖLLN und GUSTAV GRABOSCH in BERLIN.
Sicherheitssperrventil für Gasmesser. Patentiert im Deutschen Reiche vom 11. Juni 1914 ab.
Die vorliegende Erfindung hat ein Sicherheitssperrventil zum Gegenstand, durch welches
Gasexplosionen und Unfälle durch Vergiftung verhindert werden sollen. Man hat bereits versucht, die Gasverbrauchsstellen einzeln
mit selbstschließenden Ventilen zu versehen, welche beim Schließen des Hauptventiles
am Gasmesser in Arbeit treten, doch haben sich diese Apparate nicht als betriebssicher
erwiesen und verteuern die Anlagen erheblich. Auch durch die Verwendung von Gasselbstzündern wurde eher das Gegenteil erreicht,
da diese nicht nur unsicher und leicht entfernbar sind, sondern auch zu den schweren
Gasexplosionen Anlaß geben können. Ferner ist noch die Form eines Gasmessers bekannt,
welcher bei plötzlich zunehmender Gasgeschwindigkeit in der Verbrauchsleitung diese
durch ein Schlagventil selbsttätig schließt.
Dieser Apparat ist wohl imstande, grobe, seltene Unfälle unschädlich zu machen, aber
nicht schleichende Gasverluste und die damit verbundenen Unfälle.
Durch die vorliegende Erfindung sollen diese
Übelstände vermieden werden.
In den Zeichnungen ist der Erfindungsgegenstand in
Fig. ι schematisch und in
Fig. 2 und 3 in einer Ausführungsform dargestellt.
In den Zeichnungen bedeutet 4 das Druckrohr, welches nach dem Gasmessergehäuse 8
führt. Bei /f überträgt sich der Gasdruck
auf einen Kolben oder eine Membran 7. Das Ventil 15 am unteren Ende des Rohres besitzt
eine besondere Ausführungsform. Der Hebel 17 ist mit dem Küken sowohl wie mit
dem Gesperre 14 starr verbunden. In einem Winkel von 90° zu der gewöhnlichen Durchgangsöffnung
i5a des in den Figuren geschlossen gezeichneten Ventilkükens befindet sich
ein schwächerer Durchgangskanal i6a. Er ist
so bemessen, daß er etwa die Gasmenge eines Kleinbrenners hindurchläßt. Der Durchlaß
erfolgt nur bei geschlossenem Hauptventil, wenn ein in der Richtung der Ventilachse
liegender federnder Druckknopf 16 gedrückt wird. Der Zweck dieser Anordnung wird im
nachfolgenden erklärt werden. Die Membran 7, welche z. B. aus Balata besteht, an deren
Stelle aber auch ein Kolben gesetzt werden kann, ist mit dem Hebel 10 gelenkig verbunden.
Der Hebel 10 sitzt auf der Achse 11, welche aus dem Raum 6a gasdicht herausgeführt
ist, und ist mit dem Hebel 12 mit Rolle fest verbunden. Das Ganze bewegt den außerhalb
des Gasraumes liegenden Hebel 13. Beide Hebel werden durch zwei Federn 18 oder ein
Gewicht i8a der Membranwirkung gegenüber im Gleichgewicht gehalten. Der hinter der
Membran oder dem Kolben liegende Gasraum 6a ist durch das Verbindungsrohr 6 mit
der Verbrauchsleitung 5 verbunden, das Ganze wird durch ein Gehäuse 9 geschlossen.
Die Einrichtung arbeitet wie folgt:
Angenommen, alle Hähne in der Verbrauchsleitung seien geschlossen (Fig. 1), so wird beim öffnen eines Hahnes oder mehrerer Hähne so viel Gas abströmen, als durch das Druckrohr 4 zuströmt, vorausgesetzt, daß das Hauptventil 15
Die Einrichtung arbeitet wie folgt:
Angenommen, alle Hähne in der Verbrauchsleitung seien geschlossen (Fig. 1), so wird beim öffnen eines Hahnes oder mehrerer Hähne so viel Gas abströmen, als durch das Druckrohr 4 zuströmt, vorausgesetzt, daß das Hauptventil 15
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geöffnet ist. Der Druck wird also zu beiden Seiten der Membran 7 annähernd gleich
sein, und diese wird infolgedessen die punktiert gezeichnete Lage ηα einnehmen. Dies
bewirkt, daß der Hebel 10 die punktiert gezeichnete Lage ioa, der Hebel 13 die Lage 13"
einnehmen und das Gesperre 14 freigeben, solange dieser Zustand normal bleibt. Werden
jetzt, wie es richtig geschehen sollte, in der Verbrauchsleitung 5 die Hähne zuerst geschlossen,
so bleiben die Membran sowohl wie die Sperrhebel in der punktierten Lage liegen,
und der Hebel 17 des Hauptventiles 15 kann aus der Offenstellung in die Geschlossenstellung
und umgekehrt bewegt werden, ohne daß das Gesperre eine dieser Bewegungen verhindert.
Bleiben aber in der Verbrauchsleitung 5 Hähne offen, so wird beim Schließen des
Hauptventiles 15 der Gasdruck auf der Verbräuchsseite
infolge der offenen Hähne oder auch infolge von Undichtigkeiten in der Leitung abnehmen. Da der Druck in der Zuleitung
aber konstant bleibt, so werden die Membran und die Hebel aus den punktiert gezeichneten Lagen 7a, ioa, I3a in die ausgezogen
gezeichnete Lage 7, 10, 13 übergehen, und das Gesperre 13-14 ist geschlossen.
Das Hauptventil 15 kann in diesem gefahrbringenden Zustande nicht ohne weiteres wieder geöffnet werden; es müssen vielmehr Undichtigkeiten beseitigt und an den Verbrauchsstellen offen stehende Hähne vorher geschlossen werden. Wenn dies geschehen ist, so kann man durch das Druckknopfventil 16 versuchen, einen Druckausgleich wieder herbeizuführen. Da das Ventil 16 nur wenig Gas durchläßt, so wird, wenn auf der Verbrauchsseite noch Hähne offen oder Undichtigkeiten vorhanden sind, welche dem Ventildurchgang von 16 annähernd gleich sind, ein Öffnen des Hauptventiles unmöglich und damit jede Gefahr ausgeschlossen sein. Erst bei völlig dichter Verbrauchsleitung kann durch 16 ein Druckausgleich auf beiden Seiten der Leitung herbeigeführt werden, wodurch das Gesperre geöffnet wird.
Das Hauptventil 15 kann in diesem gefahrbringenden Zustande nicht ohne weiteres wieder geöffnet werden; es müssen vielmehr Undichtigkeiten beseitigt und an den Verbrauchsstellen offen stehende Hähne vorher geschlossen werden. Wenn dies geschehen ist, so kann man durch das Druckknopfventil 16 versuchen, einen Druckausgleich wieder herbeizuführen. Da das Ventil 16 nur wenig Gas durchläßt, so wird, wenn auf der Verbrauchsseite noch Hähne offen oder Undichtigkeiten vorhanden sind, welche dem Ventildurchgang von 16 annähernd gleich sind, ein Öffnen des Hauptventiles unmöglich und damit jede Gefahr ausgeschlossen sein. Erst bei völlig dichter Verbrauchsleitung kann durch 16 ein Druckausgleich auf beiden Seiten der Leitung herbeigeführt werden, wodurch das Gesperre geöffnet wird.
Werden nun brennende Lampen oder Heizkörper in gefahrbringender Weise mittels des
Hauptventiles gelöscht, so tritt derselbe Fall ein. Es soll nur dann geöffnet werden können,
wenn die Hähne der Verbrauchsstellen vorher geschlossen worden sind und mittels des Knopfventiles
vorher Gegendruck gegeben wird.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 2 und 3 ist noch eine Schauöffnung 20 mit einem Zeiger
19 vorgesehen, wobei der letztere bei N einen normalen Zustand der Leitung bei geschlossenem
Hauptventil anzeigt, während bei Stellung auf V Vorsicht geboten und gleichzeitig
eine Auffüllung des Gasmessers mit Wasser bei offenem Hauptventil nötig ist. Die Verbindung des Zeigers kann direkt oder
indirekt mit der Membran erfolgen.
Das Verbindungsrohr 6 mit der Verbrauchsleitung ist nur schwach bemessen, da es nur
dem Druckausgleich dient und leichter montierbar ist. Wird es absichtlich beschädigt,
so läßt sich das Hauptventil überhaupt nicht mehr öffnen, nachdem es einmal geschlossen ist.
Die Doppelfeder 18 kann durch das einstellbare
Gewicht i8a ersetzt werden.
Das Gehäuse 9 ist fest verschlossen und versiegelt, so daß ein Eingriff in die Tätigkeit
des Apparates sofort nachweisbar, ist.
Bei Gasselbstverkäufern kann die Einrichtung noch dahin verbessert werden, daß mit
dem Hebel 12 oder 13 ein Gestänge derart verbunden ist, daß eine Gasentnahme durch
den Selbstverkäufer nur dann stattfinden kann, wenn die Hähne der Verbrauchsleitun'g vorher
geschlossen worden sind.
Claims (3)
1. Sicherheitssperrventil für Gasmesser, dadurch gekennzeichnet, daß eine Membranoder
Kolbenkammer je einerseits mit der Druck- und andererseits mit der Verbrauchsleitung
derart in Verbindung steht, daß die Membran oder der Kolben durch go
ein Hebelgestänge auf ein Sperrorgan des Hauptventiles einwirkt, so daß sich dieses
nur dann öffnen läßt, wenn unabhängig von der Höhe des Gesamtdruckes eine größere Differenz zwischen dem Druck der
Zuleitung und dem der Verbrauchsleitung nicht vorhanden ist.
2. Ventil nach Anspruch i, gekennzeichnet durch die Anordnung eines Knopfventiles,
welches das Hauptventil überbrückt, und dessen Durchgangsöffnung derart bemessen
ist, daß sie für die Speisung der Verbrauchsleitung nicht ausreicht, wohl aber, um einen Druckausgleich in beiden
Leitungen herbeiführen zu können.
3. Ausführungsform des Sicherheitssperrventiles für Gasselbstverkäufer, dadurch
gekennzeichnet, daß einer der mit der Membran oder dem Kolben in Verbindung stehenden Hebel derart mit einer Verschlußklappe
für den Geldeinwurf verbunden ist, daß diese nur dann die Einwurföffnung freigibt, wenn sämtliche Hähne geschlossen
sind, mithin eine erhebliche Differenz zwischen dem Druck der Zuleitung und dem der Verbrauchsleitung nicht vorhanden ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE289783C true DE289783C (de) |
Family
ID=544788
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT289783D Active DE289783C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE289783C (de) |
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0
- DE DENDAT289783D patent/DE289783C/de active Active
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