DE288993C - - Google Patents

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DE288993C
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freely rotatable
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    • GPHYSICS
    • G10MUSICAL INSTRUMENTS; ACOUSTICS
    • G10KSOUND-PRODUCING DEVICES; METHODS OR DEVICES FOR PROTECTING AGAINST, OR FOR DAMPING, NOISE OR OTHER ACOUSTIC WAVES IN GENERAL; ACOUSTICS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • G10K1/00Devices in which sound is produced by striking a resonating body, e.g. bells, chimes or gongs
    • G10K1/28Bells for towers or the like
    • G10K1/30Details or accessories
    • G10K1/34Operating mechanisms
    • G10K1/347Operating mechanisms for an oscillating bell which is driven twice per cycle

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Antriebe pendelnd schwingender Gegenstände, beispielsweise großer Glocken, bei welcher zwei fortlaufend in entgegengesetztem Sinne sich drehende Organe abwechselnd mit der den pendelnden Gegenstand tragenden Welle verkuppelt werden, und wobei die Rückwärtsbewegung des pendelnden Gegenstandes in die senkrechte Stellung ausgenutzt wird, um die Verkuppelung und Entkuppelung zu bewirken.
Die Erfindung bezweckt, an erster Stelle die jedesmalige Verkuppelung bei den geeigneten Lagen des pendelnden Gegenstandes in einfacher und sicherer Weise zu erzielen, und sie erreicht diesen Zweck dadurch, daß auf die den pendelnden Gegenstand tragende Welle ι Kuppelscheiben aufgekeilt sind, die frei drehbare Scheiben mit sich nehmen, welche zufolge einer Verzögerung ihrer Bewegung die Kuppelung mit den Antriebsorganen hervorrufen.
Weiter betrifft die Erfindung eine Vorrichtung, welche die Verzögerung der Bewegung der frei drehbaren Scheiben hervorruft, und sie betrifft eine zweckmäßige Ausgestaltung der erforderlichen Kuppelvorrichtung.
Die Zeichnung veranschaulicht eine Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes.
Fig. ι zeigt eine Längsansicht der Vorrichtung mit teilweiser Schnittdarstellung; Fig. 2 und 3 sind nach den Linien A-B und C-D in Fig. ι geführte Querschnitte; Fig. 4. ist ein Querschnitt nach E-F der Fig. 1, der eine der Fig. 3 gleiche, aber umgekehrt angeordnete Kuppelung zeigt; Fig*. 5 zeigt die Aufhängung der Glocke.
Auf dem einen Ende der in den Lagerböcken 2 und 3 ruhenden Welle 1 ist ein Zahnrad 4 befestigt, welches durch eine Kette 6, die an den Enden durch Seile 7 verlängert ist, die Glocke 44 in Bewegung setzt. Eine durch einen beliebigen Motor angetriebene Antriebswelle 8 steht mit den Kegelrädern 9 und 10 in Eingriff, die sich demnach entgegengesetzt drehen, und welche auf den hohlen Naben 11 und 12 der in den Lagerböcken 13 und 14 ruhenden Kuppelungsscheiben 15 und 16 befestigt sind. Die Welle 1 durchsetzt die Naben 11 und 12 und trägt die fest auf ihr sitzenden, in die Kuppelungsscheiben 15 und 16 eingreifenden Kuppelungsscheiben 17 und 18. Auf den Naben 19 der letzteren sind die Bremsscheiben 20 und 21 drehbar angeordnet. Die Welle ι treibt mittels der eine verlangsamte Geschwindigkeit ergebenden Zahnräder 22 eine mit halbkreisförmigen Hubkämmen 24 und 25 versehene Welle 23. Auf an den Lagerböcken 2 und 3 befestigten Zapfen 26 und 27 sind Hülsen 28 und 29 drehbar, die mit drei Armen 3°> 31I 32 bzw. 33, 34, 35 versehen sind. Der Arm 35 der Hülse 29 entspricht dem Arm 32 der Hülse 28 (Fig. 3 und 4). An den Armen 31 und 32 bzw. 33 und 35 sind die Enden der um die Bremsscheiben 2.0 und 21 geführten Federbänder 36 und 37 befestigt. Die Arme
30 und 34 werden durch die Hubkämme 24 und 25 beeinflußt. An den Bremsscheiben 20 und 21 sind Arme 38 und 39 befestigt, welche sich einerseits gegen an den Kuppelungssoheiben 17 und 18 sitzende Zapfen 40 und 41, und andererseits gegen an denselben Scheiben befestigte Hebel42 und 43 anlegen (s. Fig. 1 links), welche Hebel die Verkuppelung der Kuppelungsscheiben 15 mit 17 und 16 mit 18 bewirken. Der Hebel 42 kann ein fest mit ihm verbundenes, oval geformtes Stück 69 drehen, welches zwischen zwei um einen Zapfen 72 drehbare Bremsbacken 70 und 71 angebracht ist und diese durch seine Drehung zum Zwecke der Kuppelung auseinandertreibt. Der Hebel 43 wirkt ebenso auf ein ähnliches Organ der Scheibe 18.
Die Hülsen 28 und 29 sind entgegengesetzt zueinander auf ihren Zapfen .26 und 27 angeao ordnet, so daß, wenn der Hubkamm 24 sich unter dem Arm 30 befindet und das Federband 36 spannt, der Hubkamm 25 sich nicht unter dem Arm 34 befindet und das Federband 37 somit entspannt ist und umgekehrt. Die Wirkungsweise der Vorrichtung ist folgende :
Wenn sich die Antriebswelle 8 in der Pfeilrichtung (Fig. 1) dreht, treibt sie die Räder 9 und 10 im Sinne der eingezeichneten Pfeile entgegengesetzt zueinander. Angenommen, die Vorrichtung sei im Betrieb und die Glocke 44 schwinge aus der mit O bezeichneten Lage in die senkrechte Lage T (Fig. 5). Durch die Bewegung der Glocke wird die Welle 1 und somit auch die Kuppelungsscheibe 17 gedreht, welche mittels des Zapfens 40 und des Hebels 42, die den Arm 38 zwischen sich nehmen, die Bremsscheibe 20 dreht. Im Augenblicke, wo die Glocke in der senkrechten Lage T eintrifft, hebt der Hubkamm 24 der durch die Zahnräder 22 in Umdrehung versetzten Welle 23 den Arm 30 der Hülse 28 an und erzeugt dadurch mit Hilfe der Arme 32 und 31 einen Zug an den Enden des Federbandes 36, welches dadurch leicht auf die Bremsscheibe 20 einwirkt und deren Bewegung verlangsamt. Durch die dabei entstehende Verzögerung der letzteren gegenüber der Kuppelungsscheibe 17 entsteht ein Druck zwischen dem Arm 38 und dem Hebel 42, wodurch letzterer gedreht wird und die Verkuppelung der Scheibe 17 mit der Scheibe 15 erfolgt. Die Scheibe 17 bleibt mit der Scheibe 15 verkuppelt, bis die Glocke 44 in der Lage F angelangt ist. In diesem Augenblick ist der Hubkamm 24 gänzlich unter dem Arm 30 vorbeigegangen, das Federband 36 ist dadurch entspannt, die Scheiben 15 und 17 sind entkuppelt, wodurch die Welle 1 frei von dem Kegelrad 9 und folglich auch die Glocke 44 frei wird. Die letztere fällt nun wieder und begibt sich aus der Lage V in die Lage T; unter ihrer Wirkung drehen sich die Wellen 1 und 23 im umgekehrten Sinne. Der Hubkamm 24 geht wieder unter dem Arm 30 vorbei, wodurch die Hülse 28 wieder gedreht wird; die Drehung findet diesmal aber in entgegengesetzter Richtung statt, so daß das Federband 36 nicht gespannt, sondern noch mehr entspannt wird. Wenn die Glocke jetzt in dem Punkte T ankommt, hebt der Hubkamm 25 den Arm 34 der Hüsse 29 an und erzeugt dadurch mit Hilfe der Arme 35 und 33 einen Zug an den Enden des Federbandes 37. Hierdurch wird eine Verzögerung der Drehung der Bremsscheibe 21 herbeigeführt und die Verkuppelung der Scheibe 18 mit der Scheibe 16 durch den Arm 39 und den Hebel 43 bewirkt. Die beiden Scheiben 18 und 16 bleiben miteinander verkuppelt, bis die Glocke 44 in dem Punkte O angekommen ist. In diesem Augenblick ist der Hubkamm 25 gänzlich unter dem Arm 34 vorbeigegangen, das Federband 37 ist dadurch entspannt, die Scheiben 16 und 18 sind entkuppelt, wodurch die Welle 1 frei von dem Kegelrad 10 und folglich auch die Glocke frei wird. Die letztere schwingt wieder abwärts und verkuppelt bei T von neuem die Scheiben 15 und 17. Die Verkuppelungs- und Entkuppelungsvorgänge für die Schwingbewegung der Glocke vollziehen sich demnach abwech- go selnd.
Im vorstehenden ist der Einfachheit wegen angenommen worden, daß die Verkuppelung genau bei der senkrechten Lage T der Glocke 44 stattfindet. Vorzugsweise wird man aber die Verkuppelung stattfinden lassen, bevor die Glocke die senkrechte Lage erreicht, so daß bei dieser Glockenlage stets entweder die Scheiben 17 und 15 oder die Scheiben 18 und 16 miteinander verkuppelt sind. Hierdurch wird in einfacher Weise erzielt, daß in der Ruhelage der Glocke die Welle 1 stets mit der Antriebswelle 8 verkuppelt ist. .
Die Form der Nocken 24 und 25 kann gewünschtenfalls derart gewählt werden, daß die Entkuppelung nicht genau in den horizontalen Lagen V und O, sondern schon etwas früher erfolgt.
Zum Antreiben von kleineren Glocken kann statt des in der Zeichnung dargestellten Doppel- u0 mechanismus auch ein einfacher Mechanismus verwendet werden. Die Welle 1 ist dann nur während der Aufwärtsschwingung der Glocke in einer Richtung mit der Antriebswelle 8 verkuppelt.

Claims (4)

  1. Patent-An Sprüche:
    i. Vorrichtung zum Antriebe pendelnd schwingender Gegenstände, bei der die den schwingenden Gegenstand (44) tragende Welle (1) abwechselnd mit dauernd und in
    entgegengesetzter Richtung sich drehenden Antriebsorgäneri (15, 16) verkuppelt wird, dadurch gekennzeichnet, daß auf die den schwingenden Gegenstand (44) tragende Welle (1) Kuppelscheiben (17, 18) aufgekeilt sind, die frei drehbare Bremsscheiben (20, 21) mit sich nehmen, welche zufolge einer Verzögerung ihrer Bewegung die Kuppelung mit den Antriebsorganen (15, 16) hervorrufen.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß an den frei drehbaren Bremsscheiben (20, 21) Arme (38, 39) befestigt sind, welche einerseits an festen Zapfen (40, 41) der auf die Welle (1) aufgekeilten Kuppelscheiben (17, 18) und andererseits an Hebeln (42, 43) zum Kuppeln der Kuppelscheiben (17, 18) mit den Antriebsorganen (15, 16) anliegen, und welche Arme (38, 39) bei der Verzögerung der Bewegung der frei angeordneten Organe (20, 21) die Verkuppelung*der Kuppelscheiben (17, 18) mit den Antriebsorganen (15, 16) bewirken.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß eine Welle (23) mit Hubkämmen (24, 25) o. dgl., auf welche die abwechselnde Drehbewegung der den schwingenden Gegenstand (44) tragenden Welle (1) übertragen wird, unter dem Einfluß dieser Drehbewegung mit Hilfe einer geeigneten Vorrichtung die frei drehbaren, von den Kuppelscheiben (17, 18) mitgenommenen Scheiben (20, 21) bremst oder freiläßt.
  4. 4. Vorrichtung nach Anspruch i, bei welcher die durch die Kuppelscheiben (17, 18) mitgenommenen, frei drehbaren Scheiben (20, 21) mit Verzögerungsorganen, beispielsweise Federbändern (36, 37), ausgestattet sind, deren Enden mit zwei der Arme von mit drei Armen versehenen Hülsen (28, 29) verbunden sind, welche auf festen Achsen (26, 27) des Gestelles angeordnet sind, dadurch gekennzeichnet, daß der dritte Arm (30, 34) jeder dieser Hülsen (28, 29) mittels eines Hubkammes (24, 25) 0. dgl., der von der den pendelnden Gegenstand (44) tragenden Welle (1) in Umdrehung versetzt wird, in der Weise beeinflußt wird, daß während der Bewegung des Hubkammes (24, 25) im einen Sinne oder während eines Teiles dieser Bewegung das Verzögerungsorgan (36, 37) die zugehörige, frei drehbare Scheibe (20, 21) bremst und bei der Bewegung des Hubkammes im anderen Sinne die Scheibe (20, 21) freiläßt.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US6155331A (en) * 1994-05-27 2000-12-05 Eos Gmbh Electro Optical Systems Method for use in casting technology

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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