DE288707C - - Google Patents

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DE288707C
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DE
Germany
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embroidery
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air hose
needles
embroidery base
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D05SEWING; EMBROIDERING; TUFTING
    • D05CEMBROIDERING; TUFTING
    • D05C13/00Auxiliary devices incorporated in embroidering machines, not otherwise provided for; Ancillary apparatus for use with embroidering machines

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Sewing Machines And Sewing (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
288707 KLASSE 52 b. GRUPPE
ANDREAS GÄTZI in ENGELBURG, Schweiz.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 23. Februar 1915 ab.
Es ist bereits bekannt, beim Sticken auf Stickmaschinen durch Übertragen von Farbe mittels der eingefädelten oder auch nicht eingefädelten Nadeln auf den im Stickmaschinengatter eingespannten Stickgrund farbige Zeichnungen herzustellen. Es wird jedoch durch die bekannten Vorrichtungen, bei denen die Nadeln den Stoff durchstechen, die Farbe meist unregelmäßig aufgetragen, so daß keine
ίο sauberen Zeichnungen erhalten werden. Auch findet oft ein Beschmieren des Stickgrundes durch das die Farbe an die Nadeln abgebende Werkzeug statt. Außerdem ist öfters die Beschädigung des Stickgrundes durch die Nadein groß infolge des mehrmaligen Einstechens der Nadeln, das einem Durchschneiden des Stickgrundes gleichkommen kann.
Es ist ferner bekannt, an Stelle der Nadeln Stifte zu verwenden, die eine farbeabgebende Einlage, in der Regel einen Papierstreifen, gegen den Stickgrund und gemeinsam mit diesem gegen einen unter Federwirkung stehenden Gegenstift als Widerlager pressen, wobei während des Zusammenpressens der einander mit ihren Kugelflächen gegenüberliegenden Stifte Farbe von der Einlage auf den Stickgrund übertragen wird. Auch ist es bekannt, die an Stelle der Nadeln eingesetzten Stifte ; unter Federwirkung zu stellen. Diese Vorrichtungen genügen den Anforderungen der Praxis deshalb meist nicht, weil die Federn . nicht, den verschiedenartigen Stoffen entsprechend, genau übereinstimmend geregelt werden können, so daß auch hier die Zeichnung verschieden wird, wozu noch hinzutritt, daß auch die Farbabgabe eine verschiedene wird. Außerdem treten Nachteile dadurch auf, daß die einzelnen Federn Verschiedenheiten aufweisen, so daß eine Gleichmäßigkeit der Zeichnung auf der ganzen Länge der Stickmaschine meist nicht erreicht werden kann.
Mit vorliegender Vorrichtung sollen genannte Übelstände vermieden werden und eine einwandfreie Zeichnung erhalten werden. Zu diesem Zwecke sind an den Nadelkluppenlinealen des einen Wagens der Handstickmaschine auswechselbare Schienen vorgesehen, in welche je ein einerends mit einem Hahn abschließbarer, als Widerlager dienender Luftschlauch gelagert ist. Dieser Luftschlauch erstreckt sich über die Maschinenlänge, und da sein Luftdruck überall der gleiche ist, so werden auch die Farben überall mit gleichem Druck auf den Stickgruhd gedrückt. An dem Schlauche sind mittels Bänder Verstärkungen zum Anliegen gebracht, gegen die sich die Stifte beim Färben stützen.
Auf der Zeichnung ist eine beispielsweise Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes dargestellt; es zeigt:
Fig. ι einen teilweisen Grundriß desselben,
Fig. 2 einen Schnitt nach der Linie A-B der Fig. 1,
Fig. 3 eine Einzelheit,
Fig. 4 einen Schnitt nach der Linie C-D der Fig. 3, und ■
Fig. 5 eine weitere Einzelheit.
Auf den etagenweise angeordneten Nadel-
linealen ι des Hinterwagens der Stickmaschine, auf welchem die Nadelkluppen 2 befestigt sind, sind in zweckentsprechenden Abständen voneinander je eine Bohrung 4 aufweisende Träger 3 befestigt, von welchen auf der Zeichnung nur einer dargestellt ist. In diese Bohrungen sind Verlängerungen 5 der in den Holzschienen 6 den Trägern 3 entsprechend befestigten Schrauben 7 eingeführt, und können die Verlängerungen 5 mittels Schrauben 8 festgeklemmt werden. 8a ist ein an der Schiene 6 befestigtes Plättchen, welches zur Führung der Verlängerungen 5 dient. Die Längsnut 9 dient zur Aufnahme der in den Nadelkluppen 2 eingeklemmten Nadeln 10, während in der halbkreisförmigen Längsnut 11 der Luftschlauch 12 lagert, welcher mittels Bänder 13 in seiner Lage gehalten wird. Auf der Oberseite der Holzschiene 6 ist das Metallschienenpaar 14, 15 durch Schrauben 16 befestigt, und weisen diese Schienen Bohrungen auf, von denen diejenigen der Schiene 15 mit Gewinde versehen sind. Sie nehmen die Gewindeteile der Schrauben 17 auf, mittels welcher je ein Ende von Bändern 18 zwischen den Schienen 14 und 15 festgeklemmt wird. Die Bänder 18 sind um den aus der Schiene 6 hervorragenden Teil des Luftschlauches 12 herumgeführt und ist deren anderes Ende zwischen der Schiene 6 und der auf deren Unterseite befestigten Schiene 20 eingeschoben und durch diese und die Bänder durchdringende, mit einem breiten Kopfe versehene Nägel 21 befestigt. Die Bänder tragen auf ihnen festgeklemmte Verstärkungen 19, welche gegen den Luftschlauch anliegen und eine gegen den Stickgrund S gerichtete und mit diesem parallel laufende Fläche 22 aufweisen.
Auf dem Vorder wagen der Stickmaschine sind Stifte 23 vorgesehen, welche von den Nadelkluppen 24 getragen werden, und die eine zur Längsrichtung der Stifte rechtwinklig gerichtete Fläche 25 aufweisen, welche der Fläche 22 parallel liegt. Die Flächen 25 sind einander alle gleich. F ist ein mit trockenem Farbstoffe versehenes Gewebe, welches in einem auf der Zeichnung nicht dargestellten Rahmen parallel dem Stickgrund aufgespannt wird.
Der Luftschlauch 12 ist einerends durch den Zapfen 26 abgeschlossen, während er anderends den Hahn 27 trägt, der mit einer Druckluftleitung in Verbindung steht.
Soll mit der Vorrichtung gearbeitet werden, so werden die Nadelkluppen des vorderen Wagens der Stickmaschine mit den Stiften 23 versehen, und zwar derart, daß deren Flächen 25 sämtlich in der gleichen Ebene liegen. Hierauf wird dieser Wagen in einer Lage festgestellt, in welcher sich die Stifte in der Nähe der Vorderseite des Stickgrundes befinden.
Hierauf wird der das mit Farbstoff versehene Gewebe tragende Rahmen derart am Stickmaschinenrahmen befestigt, daß das Gewebe zwischen den Stickgrund S und die Flächen 25 zu liegen kommt.
Die Schiene 6 wird nun durch Einführen der Verlängerungen 5 in die Bohrungen der Träger 3 und durch Festklemmen derselben mittels der Schrauben 8 am hinteren Wagen der Stickmaschine befestigt, wobei die in den Nadelkluppen 2 befindlichen Nadeln 10 in die Längsnut 9 eintreten.
Hierauf wird der Hinterwagen gegen den Vorderwagen geführt. Hierbei wird der Stickgrund gegen das mit trockenem Farbstoff versehene Gewebe gedruckt und mit diesem gegen die Fläche 25 der Stifte 23.λ Durch das Aufpressen der Flächen 22 gegen die Flächen 25 wird nun Farbe von dem Gewebe F auf den Stickgrund S übertragen, und sind die Flächen der übertragenen Farbe genau so groß wie die Flächen 25. Während des Aufpressens der Fläche 22 gegen die Flächen 25 wird der Luftschlauch durch die Verstärkungen 19 etwas eingedrückt, und infolge des im Luftschlauch überall gleich starken Luftdruckes ist der Druck sämtlicher Flächen 22 gegen die Flächen 25 der gleiche. Entsprechend der Art des Stickgrundes kann der Hahn 27 ganz geschlossen oder auch mehr oder weniger geöffnet, werden. Im letzteren Falle entweicht ein Teil der im Luftschlauch befindlichen Luft während des Anpressens der Flächen 22 gegen die Flächen 25 in die Druckluftleitung. Ist der Hahn ganz geschlossen, so wird die Luft im Schlauch beim Aneinanderpressen der .Flächen 22 und 25 komprimiert. Es wird somit der Druck zwischen beiden genannten Flächen mehr oder weniger stark sein, je nachdem der Hahn geschlossen oder geöffnet ist. , Während des Zurückfahrens des Vorderwagens nimmt der Luftschlauch wieder seinen kreisförmigen Umfang an.
Die Herstellung von Zeichnungen auf dem 105. Stickgrund erfolgt durch gedrängtes Aneinanderreihen auf vorbeschriebene Weise erzielter Farbflächen auf dem Stickgrund, wobei dieser mittels der Pantographenvorrichtung entsprechend der Schablone verschoben wird. Durch genügend nahes Zusammenrücken der einzelnen Flächenabdrücke der Flächen 25 können Striche sowie auch größere gefärbte Flächen in bekannter Weise erzeugt werden.
Zwecks Herstellung verschiedenfarbiger Striche und Punkte können die Gewebe, welche mit trockener Farbe versehen sind,: in ihrem Rahmen ausgewechselt werden.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    ■■.■..·■ : .; ...
    Vorrichtung für Handstickmaschinen zur Herstellung von farbigen Mustern, bei der
    an Stelle der Nadeln eingesetzte Stifte den Farbstoff gegen den Stickgrund und nachgiebige Widerlager drücken, dadurch gekennzeichnet, daß an den Nadelkluppenlinealen des einen Wagens auswechselbare Schienen (6) angeordnet sind, in denen
    als Widerlager für die Stifte (23) ein einerends mit einem Hahn (27) abschließbarer Luftschlauch (12) gelagert ist, auf dem durch Bänder (18) getragene Verstärkungen als Widerlagflächen für die Stifte (23) aufliegen.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
    ÖERLIN. GEDRUCKT IN DER REICHSDRÜCKeREI.
DENDAT288707D Active DE288707C (de)

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