DE288276C - - Google Patents
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B61—RAILWAYS
- B61L—GUIDING RAILWAY TRAFFIC; ENSURING THE SAFETY OF RAILWAY TRAFFIC
- B61L1/00—Devices along the route controlled by interaction with the vehicle or train
- B61L1/18—Railway track circuits
- B61L1/181—Details
- B61L1/185—Use of direct current
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Automation & Control Theory (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Train Traffic Observation, Control, And Security (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JV£ 288276 -KLASSE
2Of. GRUPPE
Schaltungsanordnung für selbsttätige Zugsicherungsanlagen.
Die Erfindung betrifft eine selbsttätige Signalanlage für Bahnen. Nach der Erfindung ist an
jedem Ende einer isolierten Blockstrecke je eine • Stromquelle ι und 2 (Fig. 1) zwischen die beiden
isolierten Schienenseiten 3 und 4 geschaltet, und zwar so, daß an jedem Ende der Blockstrecke
die gleichen Pole mit denselben Schienenseiten verbunden, d. h. also die Stromquellen
gegeneinandergeschaltet sind. Der einen Stromquelle 1 am Beginn der Blockstrecke (in Fahrtrichtung)
ist eine rote Verbotlampe 5 vorgeschaltet. Ebenfalls am Beginn der Blockstrecke ist eine grüne Erlaubnislampe 6 an die
beiden Schienen geschlossen. Die beiden Lampen 5 und 6 erhalten verschiedene elektrische
Abmessungen, und zwar ist die rote Lampe für eine geringere Stromstärke und die grüne
Lampe für eine größere Stromstärke eingerichtet.
Im unbesetzten Zustande der Blockstrecke erhält nun die grüne Lampe Strom sowohl aus
der Stromquelle 1 als auch aus der Stromquelle 2, und zwar sind die Spannungen beider
Stromquellen unter Berücksichtigung der in der praktischen Ausführung auftretenden und einzuschaltenden
Widerstände so gewählt, daß der aus der Stromquelle 1 gelieferte Strom nicht
ausreicht, um die rote Lampe zum Leuchten zu bringen. Die grüne Lampe wird also allein
leuchten, die rote Lampe dunkel bleiben.
Befährt ein Zug die Blockstrecke, so wird die Achse 7 die beiden Schienenseiten und damit
die grüne Lampe und die. Stomquelle 2 kurzschließen, während die rote Lampe 5 Strom von der Batterie 1 über die Achse des
Zuges erhält, und zwar jetzt mit voller Spannung der Stromquelle 1. Die rote Lampe wird
daher aufleuchten und die Blockstrecke sperren.
Tritt ein Schienenbruch auf der Strecke ein, so kann die Batterie 2 keinen Strom mehr zur
grünen Lampe senden. Die grüne Lampe erhält nunmehr ausschließlich Strom aus der
Batterie 1 über die rote Lampe. Die elektrischen Verhältnisse der beiden Lampen sind nun
so gewählt, daß der aus der Batterie 1 über die beiden Lampen fließende Strom zwar ausreicht,
um die rote Lampe zum Leuchten zu bringen, nicht aber die für größere Stromstärke eingerichtete
grüne Lampe. Die rote Lampe wird daher ganz unabhängig davon, ob die Strecke besetzt ist oder nicht, leuchten, während die
grüne Lampe dunkel bleibt.
In der in der Fig. 1 dargestellten Ausführungsform wird die rote Lampe 5 bei einem
Kurzschluß der Schienen durch die Achse 7 die volle Spannung der Stomquelle 1 erhalten, bei
eintretendem Schienenbruch aber eine geringere Spannung, da der Strom der Stromquelle noch
den Widerstand der grünen Lampe 6 überwinden muß. Man wird in der praktischen Ausführung diesen Unterschied in den Spannungen
der Lampe 5 durch die Vorschaltung von geeigneten Widerständen für die Stromquelle
2 und durch geeignete Bemessungen der Spannungen der Stromquellen auf ein geringes
Maß herabsetzen. Ein vollkommen gleichmäßiges Licht der roten Lampe sowohl bei Kurzschluß der Schienen durch die Achse als
auch bei Schienenbruch erhält man durch die in Fig. 2 dargestellte Ausführungsart. Darin
ist ein Teil der Stromquelle 2 an den Anfang der Blockstrecke verlegt (8) und in die Schie-
nen 4 eingeschaltet. Die Wirkung der Einrichtung ist im Ruhezustände und bei Schienenbruch
genau so, wie die der Einrichtung nach Fig. i. Befährt aber ein Zug d:e isolierte Blockstrecke,
so erhält die rote Lampe nicht die volle Spannung der Stromquelle 1 wie bisher,
sondern die Spannung wird um die Gegenspannung der Stromquelle 8 geringer sein. Wählt man die Spannung der Stromquelle 8
ebenso groß wie den durch die Lampe 6 bewirkten Spannungsabfall, so erreicht man, daß
die rote Lampe sowohl bei Schienenbruch als auch bei Kurzschluß der Achsen durch einen
Zug gleich hell brennt.
Damit die Batterien bei Kurzschluß nicht zerstört werden, sind vor diesen, wie in d*en Figuren
angedeutet, Schutz\viderstände angeordnet.
Die neue Einrichtung gewährt den wesentliehen Vorteil, daß keinerlei Leitungen längs
der Blockstrecke erforderlich sind, und daß bei einem eintretenden Schienenbruch auf der
Blockstrecke nicht nur die grüne Erlaubnislampe erlischt, sondern die Strecke durch Aufleuchten
der roten Lampe dauernd gesperrt bleibt, wobei neben Verringerung der Anlagekosten
eine bedeutende Erhöhung der Betriebssicherheit erreicht wird.
In den Fig. 1 und 2 sind als Stromquellen Batterien angegeben. Selbstveiständlich können
statt dessen bei vorhandenem Wechselstrom Transformatoren gewählt werden. Eine derartige Anordnung ist in Fig. 3 dargestellt.
Die Anlage arbeitet genau in der Weise wie die nach Fig. 1. Es sind nur an Stelle der Batterien
ι und 2 die Transformatoren 1 und 2 getreten. Fig. 4 zeigt eine Ausführung mit Transformatoren
entsprechend Fig. 2. Die Wirkung ist ohne weiteres klar.
Claims (2)
1. Schaltungsanordnung für selbsttätige Zugsicherungsanlagen, bei denen beide
Schienenseiten einer Blockstrecke gegeneinander isoliert sind und Signalstromkreise
über die Achsen des . Zuges geschlossen werden, dadurch gekennzeichnet, daß an jedem Ende der Blockstrecke Stromquellen
an die Schienen gegeneinandergeschaltet sind, und zwar die eine Stromquelle am Anfang der Blockstrecke unter Vorschaltung
einer roten Verbotlampe, und daß die beiden Pole einer grünen Erlaubnislampe am Anfang der Blockstrecke mit den beiden
Schienenseiten verbunden sind, wobei die rote Verbotlampe für geringere Stromstärke
eingerichtet ist als die grüne Erlaubnislampe.
2. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch die Zwischenschaltung
einer zusätzlichen Stromquelle am Anfange der Blockstrecke zwischen der dort vorhandenen
Stromquelle und den beiden Lampen einerseits und der Schienenleitung und.
der Stromquelle am Ende der Blockstrecke andererseits, und zwar dergestalt, daß bei
Kurzschluß der Schienen durch die Achsen eines Zuges die zusätzliche Stromquelle der
Stromquelle am Anfang der Blockstrecke entgegenwirkt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE288276C true DE288276C (de) |
Family
ID=543419
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT288276D Active DE288276C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE288276C (de) |
-
0
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