DE288276C - - Google Patents

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DE288276C
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lamp
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green
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B61RAILWAYS
    • B61LGUIDING RAILWAY TRAFFIC; ENSURING THE SAFETY OF RAILWAY TRAFFIC
    • B61L1/00Devices along the route controlled by interaction with the vehicle or train
    • B61L1/18Railway track circuits
    • B61L1/181Details
    • B61L1/185Use of direct current

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Automation & Control Theory (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Train Traffic Observation, Control, And Security (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JV£ 288276 -KLASSE 2Of. GRUPPE
Schaltungsanordnung für selbsttätige Zugsicherungsanlagen.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 13. Februar 1915 ab.
Die Erfindung betrifft eine selbsttätige Signalanlage für Bahnen. Nach der Erfindung ist an jedem Ende einer isolierten Blockstrecke je eine • Stromquelle ι und 2 (Fig. 1) zwischen die beiden isolierten Schienenseiten 3 und 4 geschaltet, und zwar so, daß an jedem Ende der Blockstrecke die gleichen Pole mit denselben Schienenseiten verbunden, d. h. also die Stromquellen gegeneinandergeschaltet sind. Der einen Stromquelle 1 am Beginn der Blockstrecke (in Fahrtrichtung) ist eine rote Verbotlampe 5 vorgeschaltet. Ebenfalls am Beginn der Blockstrecke ist eine grüne Erlaubnislampe 6 an die beiden Schienen geschlossen. Die beiden Lampen 5 und 6 erhalten verschiedene elektrische Abmessungen, und zwar ist die rote Lampe für eine geringere Stromstärke und die grüne Lampe für eine größere Stromstärke eingerichtet.
Im unbesetzten Zustande der Blockstrecke erhält nun die grüne Lampe Strom sowohl aus der Stromquelle 1 als auch aus der Stromquelle 2, und zwar sind die Spannungen beider Stromquellen unter Berücksichtigung der in der praktischen Ausführung auftretenden und einzuschaltenden Widerstände so gewählt, daß der aus der Stromquelle 1 gelieferte Strom nicht ausreicht, um die rote Lampe zum Leuchten zu bringen. Die grüne Lampe wird also allein leuchten, die rote Lampe dunkel bleiben.
Befährt ein Zug die Blockstrecke, so wird die Achse 7 die beiden Schienenseiten und damit die grüne Lampe und die. Stomquelle 2 kurzschließen, während die rote Lampe 5 Strom von der Batterie 1 über die Achse des Zuges erhält, und zwar jetzt mit voller Spannung der Stromquelle 1. Die rote Lampe wird daher aufleuchten und die Blockstrecke sperren.
Tritt ein Schienenbruch auf der Strecke ein, so kann die Batterie 2 keinen Strom mehr zur grünen Lampe senden. Die grüne Lampe erhält nunmehr ausschließlich Strom aus der Batterie 1 über die rote Lampe. Die elektrischen Verhältnisse der beiden Lampen sind nun so gewählt, daß der aus der Batterie 1 über die beiden Lampen fließende Strom zwar ausreicht, um die rote Lampe zum Leuchten zu bringen, nicht aber die für größere Stromstärke eingerichtete grüne Lampe. Die rote Lampe wird daher ganz unabhängig davon, ob die Strecke besetzt ist oder nicht, leuchten, während die grüne Lampe dunkel bleibt.
In der in der Fig. 1 dargestellten Ausführungsform wird die rote Lampe 5 bei einem Kurzschluß der Schienen durch die Achse 7 die volle Spannung der Stomquelle 1 erhalten, bei eintretendem Schienenbruch aber eine geringere Spannung, da der Strom der Stromquelle noch den Widerstand der grünen Lampe 6 überwinden muß. Man wird in der praktischen Ausführung diesen Unterschied in den Spannungen der Lampe 5 durch die Vorschaltung von geeigneten Widerständen für die Stromquelle 2 und durch geeignete Bemessungen der Spannungen der Stromquellen auf ein geringes Maß herabsetzen. Ein vollkommen gleichmäßiges Licht der roten Lampe sowohl bei Kurzschluß der Schienen durch die Achse als auch bei Schienenbruch erhält man durch die in Fig. 2 dargestellte Ausführungsart. Darin ist ein Teil der Stromquelle 2 an den Anfang der Blockstrecke verlegt (8) und in die Schie-
nen 4 eingeschaltet. Die Wirkung der Einrichtung ist im Ruhezustände und bei Schienenbruch genau so, wie die der Einrichtung nach Fig. i. Befährt aber ein Zug d:e isolierte Blockstrecke, so erhält die rote Lampe nicht die volle Spannung der Stromquelle 1 wie bisher, sondern die Spannung wird um die Gegenspannung der Stromquelle 8 geringer sein. Wählt man die Spannung der Stromquelle 8 ebenso groß wie den durch die Lampe 6 bewirkten Spannungsabfall, so erreicht man, daß die rote Lampe sowohl bei Schienenbruch als auch bei Kurzschluß der Achsen durch einen Zug gleich hell brennt.
Damit die Batterien bei Kurzschluß nicht zerstört werden, sind vor diesen, wie in d*en Figuren angedeutet, Schutz\viderstände angeordnet.
Die neue Einrichtung gewährt den wesentliehen Vorteil, daß keinerlei Leitungen längs der Blockstrecke erforderlich sind, und daß bei einem eintretenden Schienenbruch auf der Blockstrecke nicht nur die grüne Erlaubnislampe erlischt, sondern die Strecke durch Aufleuchten der roten Lampe dauernd gesperrt bleibt, wobei neben Verringerung der Anlagekosten eine bedeutende Erhöhung der Betriebssicherheit erreicht wird.
In den Fig. 1 und 2 sind als Stromquellen Batterien angegeben. Selbstveiständlich können statt dessen bei vorhandenem Wechselstrom Transformatoren gewählt werden. Eine derartige Anordnung ist in Fig. 3 dargestellt. Die Anlage arbeitet genau in der Weise wie die nach Fig. 1. Es sind nur an Stelle der Batterien ι und 2 die Transformatoren 1 und 2 getreten. Fig. 4 zeigt eine Ausführung mit Transformatoren entsprechend Fig. 2. Die Wirkung ist ohne weiteres klar.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Schaltungsanordnung für selbsttätige Zugsicherungsanlagen, bei denen beide Schienenseiten einer Blockstrecke gegeneinander isoliert sind und Signalstromkreise über die Achsen des . Zuges geschlossen werden, dadurch gekennzeichnet, daß an jedem Ende der Blockstrecke Stromquellen an die Schienen gegeneinandergeschaltet sind, und zwar die eine Stromquelle am Anfang der Blockstrecke unter Vorschaltung einer roten Verbotlampe, und daß die beiden Pole einer grünen Erlaubnislampe am Anfang der Blockstrecke mit den beiden Schienenseiten verbunden sind, wobei die rote Verbotlampe für geringere Stromstärke eingerichtet ist als die grüne Erlaubnislampe.
2. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch die Zwischenschaltung einer zusätzlichen Stromquelle am Anfange der Blockstrecke zwischen der dort vorhandenen Stromquelle und den beiden Lampen einerseits und der Schienenleitung und. der Stromquelle am Ende der Blockstrecke andererseits, und zwar dergestalt, daß bei Kurzschluß der Schienen durch die Achsen eines Zuges die zusätzliche Stromquelle der Stromquelle am Anfang der Blockstrecke entgegenwirkt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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