DE286286C - - Google Patents

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DE286286C
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cylinder
carcass
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Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A22BUTCHERING; MEAT TREATMENT; PROCESSING POULTRY OR FISH
    • A22BSLAUGHTERING
    • A22B5/00Accessories for use during or after slaughtering
    • A22B5/08Scalding; Scraping; Dehairing; Singeing

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Food Science & Technology (AREA)
  • Preliminary Treatment Of Fibers (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
Die Erfindung betrifft Maschinen zum Enthaaren und Abschaben von Tierkadavern derjenigen Art, bei welchen der Kadaver ohne Verwendung von Haken oder sonst an ihm angebrachter Vorrichtungen lose unterstützt, gedreht und in Eingriff mit Enthaar- und Abschabevorrichtungen vorgeschoben wird.
Es hat sich beim Gebrauch derartiger Maschinen herausgestellt, daß trotz der Abwärtsneigung der Achse des den Kadaver tragenden umlaufenden Zylinders, welcher den Kadaver, umdrehen und an der im Zylinder enthaltenen Schlägerwelle entlang vorschieben soll, die Kadaver manchmal nach dem Beschickungsende des Zylinders zurückzulaufen versuchen. Dies rührt zweifellos daher, daß der Kadaver sich unter einem solchen Winkel zur Zylinderachse einstellt, daß, wenn er auf der inneren Zylinderfläche rollt, seine Lageänderung auf dieser Fläche nach dem Einlaßende des Zylinders zu erfolgt, obwohl dieses höher liegt als das Auslaßende.
In der Anordnung von Mitteln, welche diesen Zustand beseitigen und sämtliche Kadaver in der richtigen Stellung halten und ihren Vorlauf durch die Maschine sichern, besteht die vorliegende Erfindung in erster Reihe.
Eine Ausführungsform einer Maschine gemäß der Erfindung ist in den Zeichnungen veranschaulicht, in welchen bedeutet:
Fig. ι einen Aufriß der Maschine,
Fig. 2 eine Vorderansicht,
Fig. 3 eine Draufsicht auf die in dem im Schnitt gezeigten Förderzylinder enthaltene Enthaar- und Schabevorrichtung.
Die zylindrische Fördervorrichtung 1 ruht auf Rollen 2, die an einem Maschinenrahmen sitzen, und wird durch das mit der Umfängs-
Verzahnung 4 des Zylinders im Eingriff befindliche Zahnrad 3 durch die Welle 21 in Umdrehung versetzt. Die Fördertrommel ist vorzugsweise geneigt und wird durch in der Bahn des unteren Zylinderendes gelagerte Rollen 5 an der Längsbewegung gehindert. Durch den Zylinder verläuft die Welle 6, an welcher Schläger oder Schaber 7 sitzen. Diese sind vorzugsweise biegsam und können aus schwerem Kanevas oder einem anderen geeigneten Stoff sein. Sie sind gewöhnlich in der Nähe ihres äußeren Endes mit metallenen Schabeteilen 19 versehen, jedoch bildet die besondere Gestalt und Ausführung der Schläger oder Schaber .7 keinen wesentlichen Teil der vorliegenden Erfindung. Die Welle 6 erhält ihren Antrieb durch Kettenräder 8, 9 und eine Kette 10, und zwar sitzt das Kettenrad 8 bei der veranschaulichten Ausführungsform auf der gleichen Welle wie das Zahnrad 3, durch das der Zylinder in Umdrehung versetzt wird. Bei dieser Anordnung werden Zylinder und Schlägerwelle in entgegengesetzten Richtungen angetrieben.
Neben dem Beschickungsende des Zylinders befindet sich das Brühgefäß 11 und die Fördervorrichtung 12, mittels welcher Kadaver aus dem Brühgefäß in den Zylinder befördert werden können. 13 ist ein Teil einer Bank, auf welche die Kadaver abgelegt werden. Mittels der Pumpe 14 und des Rohres 15 wird heißes Wasser von dem Behälter 16 in den Zylinder befördert und auf die Kadaver gegossen. Dieses Wasser und ein großer Teil der von dem Kadaver entfernten Haare tritt durch die Schlitze 22 aus dem Zylinder aus, von wo das Wasser in den Behälter 16 zurückgelangt, während die Haare durch das Sieb 17
aufgefangen werden. Die Pumpe und die Fördervorrichtung 12 werden in der dargestellten Weise von der Welle 21 angetrieben. Die Innenwand des Zylinders kann mit Teilen 18 versehen sein, welche den Kadaver wenden helfen. Diese Teile 18 können jede beliebige Steigung besitzen oder gerade sein und parallel zur Zylinderachse verlaufen.
Wenn die Maschine zum Enthaaren und Abschaben von Schweinen verwendet wird, ist ihre Wirkungsweise die folgende:
Aus Fig. 3 ist ersichtlich, daß die Fördertrommel zwar horizontal geneigt ist, die Welle 6 dagegen wesentlich horizontal liegt und die Schläger selbst wesentlich gleichweit von der Welle radial abstehen. Wenn der Kadaver in die Maschine eingebracht wird, treffen die Schläger auf ihn auf, und er wird gleichzeitig infolge der Drehung der Förder-.
trommel in Umdrehung versetzt, so daß sämtliche Kadaverteile nacheinander der Einwirkung der Schaber ausgesetzt werden. Infolge der Neigung des Zylinders gegen die Schlägerwelle jedoch wird der dem Beschickungsende der Maschine nächstgelegene Teil des Kadavers von den Schlägern an einer Stelle getroffen, welche tiefer liegt als die Stelle, gegen welche andere Schläger gleichzeitig treffen. Dies bewirkt, daß auf das eine Ende des Kadavers eine größere Verschiebewirkung ausgeübt wird als am anderen Nimmt man mit Bezug auf Fig. 2 an, daß der Zylinder, vom Beschickungsende der Maschine aus gesehen, entgegen dem Uhrzeigersinn umläuft, so werden die Schläger gleichzeitig in Richtung des Uhrzeigers angetrieben. Wenn der dem Beschickungsende der Maschine nächstgelegene Teil des Kadavers, während er infolge der Zyli.nderdrehung um und um rollt, aus irgendwelcher Ursache versuchen sollte, sich rechts von der Achse des Zylinders einzustellen, während das andere Ende des Kadavers entweder unmittelbar unter der Achse oder etwas links von der Achse liegt, so läuft der Kadaver nach hinten, nähert sich also dem Beschickungs- - ende der Maschine. Die Schläger schlagen jedoch gegen denjenigen Teil des Kadavers, der dem Beschickungsende der Maschine am nächsten liegt, in solcher Richtung, daß der Kadaver sich der Einnahme der vorstehend erwähnten Lage widersetzt. Die Schläger, welche gleichzeitig das andere Ende des Kadavers bearbeiten, besitzen zwar das Bestreben, den Kadaver in der gleichen Richtung wie die erstgenannten Schläger zu verschieben, sie besitzen jedoch nicht einen gleichgroßen Einfluß, weil sie gegen den Kadaver an einem höher gelegenen Punkt schlagen. Bei der neuen Maschine bewirken die Schläger deshalb, daß die »Achse« des Kadavers in der Achsenebene des Zylinders oder der dem Beschickungsende des Zylinders nächstgelegenen Kadaverteile etwas links von dem dem Abgabeende des Zylinders nächstgelegenen Teil gehalten wird, wobei Voraussetzung ist, daß der Apparat von dem Austrittsende aus, also gemäß Fig. 2 betrachtet wird. Da das Schwein bei der neuen Maschine während seines Durchganges durch die Maschine verhindert wird, eine unrichtige Lage einzunehmen und beizubehalten, wird der Erfindungszweck erfüllt.
Die Anordnung der einzelnen Maschinenteile kann ohne Abweichung von dem Geist der Erfindung mannigfach geändert werden. Es können beispielsweise sowohl die Zylinderais auch die Schlägerachse geneigt sein, und zwar erstere mehr als letztere. Sie können auch beide in gleichem Maße geneigt sein, wenn es sich ausführen läßt, daß die Schläger nach dem Abgabeende der Maschine hin allmählich kürzer werden. Auch kann die Schlägerwelle entweder unter einem kleinen Winkel zu einer durch die Zylinderachse gelegten Ebene oder in bzw. parallel zu dieser Ebene liegen. Auch andere geringfügigere Änderungen sind möglich und denkbar, wobei der Kadaver doch immer durch die vereinigte Wirkung von Zylinder und Schläger in der richtigen Lage gehalten wird.

Claims (3)

Patent-Ansprüche:
1. Maschine zum Enthaaren und Abschaben von Tierkadavern, bestehend aus einem drehbaren Förderzylinder und in diesem umlaufenden Schabewerkzeugen, dadurch gekennzeichnet, daß die Schabewerkzeuge derart in dem Förderzylinder gelagert sind, daß sie von dem Beschickungsende nach dem Austrittsende des Zylinders hin an immer höher liegenden Stellen auf den Kadaver auftreffen.
2. Maschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schabewerkzeuge an einer gegen die Zylinderachse nach dem Austrittsende der Fördertrommel hin divergierenden Welle befestigt sind, von welcher sie wesentlich gleichweit radial nach außen stehen.
3. Maschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß an der parallel zur Zylinderachse verlaufenden Werkzeugwelle Schabewerkzeuge mit vom Beschickungszum Austrittsende des Z}rlinders abnehmender radialer Ausladung befestigt sind.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
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