DE286128C - - Google Patents
Info
- Publication number
- DE286128C DE286128C DENDAT286128D DE286128DA DE286128C DE 286128 C DE286128 C DE 286128C DE NDAT286128 D DENDAT286128 D DE NDAT286128D DE 286128D A DE286128D A DE 286128DA DE 286128 C DE286128 C DE 286128C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- barrier
- cylinder
- carriage
- engine
- last
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Active
Links
- 230000004888 barrier function Effects 0.000 claims description 21
- 230000003137 locomotive effect Effects 0.000 claims description 9
- PEDCQBHIVMGVHV-UHFFFAOYSA-N Glycerine Chemical compound OCC(O)CO PEDCQBHIVMGVHV-UHFFFAOYSA-N 0.000 claims description 6
- 235000011187 glycerol Nutrition 0.000 claims description 3
- 230000001960 triggered effect Effects 0.000 claims description 3
- 230000005540 biological transmission Effects 0.000 claims 1
- 230000007704 transition Effects 0.000 description 4
- 230000008878 coupling Effects 0.000 description 1
- 238000010168 coupling process Methods 0.000 description 1
- 238000005859 coupling reaction Methods 0.000 description 1
- 230000000694 effects Effects 0.000 description 1
- 238000007373 indentation Methods 0.000 description 1
- XEEYBQQBJWHFJM-UHFFFAOYSA-N iron Substances [Fe] XEEYBQQBJWHFJM-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 1
- 229910052742 iron Inorganic materials 0.000 description 1
- 210000002105 tongue Anatomy 0.000 description 1
Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B61—RAILWAYS
- B61L—GUIDING RAILWAY TRAFFIC; ENSURING THE SAFETY OF RAILWAY TRAFFIC
- B61L29/00—Safety means for rail/road crossing traffic
- B61L29/08—Operation of gates; Combined operation of gates and signals
- B61L29/18—Operation by approaching rail vehicle or train
- B61L29/20—Operation by approaching rail vehicle or train mechanically
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Train Traffic Observation, Control, And Security (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT
Die Erfindung betrifft eine selbsttätige Wegeschranke für Eisenbahnübergänge, welche
durch den herankommenden Zug geschlossen und geöffnet wird, und durch welche der Bahnwärter
zur Bedienung der Schranke entbehrlich wird. Gemäß der Erfindung ist. an der Pufferbohle der Lokomotive ein Anschlag angebracht,
der einen zwischen den Schienen vor dem Übergang auf einer besonderen Bahn ίο geführten Wagen mitnimmt, der durch ein
Drahtseil die Vorrichtung zum Schließen der Schranke in Gang setzt. Am letzten Wagen
des Zuges ist eine Druckstange angebracht, die einen hinter dem Übergang beginnenden
Seilzug anspannt, durch den die Vorrichtung nochmals eingerückt wird, so daß die Schranke
wieder in die Offenstellung gelangt.
Die Zeichnung zeigt in
Die Zeichnung zeigt in
Fig. ι eine Seitenansicht des von der Lokomotive
mitzunehmenden Wagens und seine Führung;
Fig. 2 ist eine Oberansicht dieser Einrichtung, ■ - ■ _
Fig. 3 ein Schnitt durch die Führungsschiene;
Fig. 4 ist eine schematische Vorderansicht . des Lokomotivvorderteiles mit dem Anschlag;
Fig. 5 ist ein Schnitt durch den Zylinder des Anschlages;
Fig. 6 zeigt eine Oberansicht der Einrichtung zum Öffnen der Schranke vom letzten
Wagen aus;
Fig. 7 ist eine Seitenansicht zu Fig. 6;
Fig. 8 ist ein Längsschnitt durch die selbsttätige Schranke, teilweise in Ansicht;
Fig. 9 ist eine Oberansicht der Vorrichtung;
Fig. 10 ist ebenfalls eine Oberansicht der Vorrichtung in etwas anderer Stellung;
Fig. 11, 12 und 13 zeigen die Sperrvorrichlung
für den Mechanismus der Schranke in \7order-, Seitenansicht und Schnitt.
An der Pufferbohle 1 der Lokomotive (Fig. 4) befindet sich ein Anschlag 2, der an
einem Zylinder 3 befestigt ist. Dieser Zylinder ist in der Längsrichtung nach hinten verschiebbar
und wird von Führungsleisten 4 gehalten. Er ist mit Glyzerin gefüllt; die Kolbenstange
5 seines Kolbens 6 ist in der Pufferbohle ι verschraubt. Eine Schraubenfeder 7.
führt den Zylinder in seine Anfangsstellung zurück. Durch den Anschlag 2 wird ein etwa
300 bis 400 m vor dem Schienenübergang angebrachter kleiner Wagen (Fig. 1 bis 3) mitgenommen.
Dieser Wagen 8 besitzt zwei mit Rollen 9 versehene Achsen und wird von zwei U-Eisen 10 geführt, die auf besonderen Stühlen
11 auf den Schienensctwellen 12 gelagert
sind. Das Ende der U-Eisen ist nach abwärts gekrümmt, damit der Anschlag 2, nachdem er
den Wagen ein Stück mitgenommen hat, über ihn hinweggleiten kann. An dem Wagen 8 ist
ein Drahtseil 13 angeschlossen, das über Rollen geführt ist und in der Fahrtrichtung
des Zuges nach vorn bis zu der selbsttätigen Schrankenschließvorrichtung reicht, wo es an
dem Zylinder 14 (Fig. 8) befestigt ist. Dieser Zylinder ist in gleicher Weise, wie der Zylinder
3 des Anschlages 2, an der Lokpmolive ausgeführt. Er ist auf einem Fundament 15
verschiebbar und besitzt eine obere horizontale Platte 16, die in Leisten 17 gleiten kann.
Die Kolbenstange 18 des Kolbens ig ist vorn am Fundament festgeschraubt. Der Zylinder
ist mit Glyzerin gefüllt, das sich durch ein einstellbares Ventil im Kolben 19 bei der Bewegung
des Zylinders hindurchpreßt. Eine zwischen dem Zylinderdeckel und einem Widerlager
20 liegende Feder 21 führt den Zylinder wieder in die Anfangslage zurück. Auf der
Platte 16 befindet sich eine Zahnstange 22, die in ein Kammrad 23 eingreifen kann. Dieses
ist verschiebbar auf einer Welle 24 gelagert und kommt nur bei der Rückbewegung des
Zylinders zum Eingriff, wodurch das Schließen der Schranke bewirkt werden soll. Da
nämlich das \^orziehen des Zylinders von der Lokomotive aus sehr schnell erfolgt, könnten
sehr' leicht Brüche des Mechanismus der Schrankenschließvorrichtung erfolgen, wenn
man durch diese schnelle Bewegung ihre Einrückung bewirken würde. Zwecks Verschiebung
des Kammrades ist in die Platte 16 eine Nut 25 mit einer neben der Zahnstange 22 liegenden Ausweichnut 26 eingefräst. In diese
Nut greift eine Rolle eines Hebels 27, der mit dem anderen gabelförmigen Ende an der Nabe
28 des Kammrades 23 angreift. Bei der Vorwärtsbewegung des Zylinders 14 wird die
Rolle des Hebels 27 in die Ausweichnut 26 gedrängt und dadurch das Kammrad 23 aus dem
Weg der Zahnstange geschoben. Gegen Ende der Zylinderbewegung gelangt die Rolle des
Hebels 27 wieder in die gerade Nut 25, in der sie bei der Zurückbewegung des Zylinders
verbleibt, so daß dann das Zahnrad 23 in Eingriff mit der Zahnstange 22 kommt. Hierdurch
\vird die Schranke 29 in die horizontale Lage gebracht und dadurch der Schienenübergang
geschlossen. Die richtige Führung der Hebelrolle geschieht durch federnde Zungen
an den Abzweigungen.
Auf das Ende der Welle 24 ist ein Kegelrad 30 aufgekeilt, das eine zweite Welle 31 treibt,
von der durch ein Kegelgetriebe 32 eine auf zwei Böcken 33 gelagerte Welle 34 gedreht
wird. Von dieser wird durch Kette 35 und Kettenräder 36, 37 eine oben auf den Böcken
33 gelagerte Welle 38 getrieben. Am Ende dieser Welle ist die Schranke 29 mit dem
Gegengewicht 39 festgeschraubt.
Wenn der Zylinder 14 den größten Teil seiner Zurückbewegung ausgeführt hat, wird er
durch einen Sperrschieber 40, der sich vor die Vorderkante der Platte 16 legt, festgehalten.
Dieser Sperrschieber wird vom letzten Wagen aus ausgelöst, der Zylinder 14 beendet seinen
Weg, das Kegelrad 32 wird von seiner Welle 38 entkuppelt und darauf die Schranke 29
durch das Gegengewicht 39 wieder hochgehoben, so daß der Übergang wieder frei wird.
Der Sperrschieber 40 ist in einem über der Platte 16 gelagerten Bock 41 geführt und wird
durch ein Seil 42 und einen Winkelhebel 43 nach oben gezogen, damit der Zylinder 14 seineu
Weg beenden kann. Eine Sperrfeder 44 hält den Schieber in seiner obersten Lage fest.
Beim Vorwärtsgang des Zylinders wird durch eine am Ende der Platte 16 angeordnete Nase
45 die Sperrfeder angehoben, so daß der Schieber 40 hinter der Platte 16 herunterfallen
kann.
Die Ausrückung des Zahnrades 32 erfolgt durch eine Kupplung 46, welche durch ein Gestänge
47 ausgerückt wird. Ein Anschlag 48 auf der Platte 16 drückt auf dieses Gestänge
gegen Ende der Bewegung des Zylinders 14, die durch Anheben des Schiebers 40 eingeleitet
wird.
Die Welle kann sich nur nach der Richtung hin drehen, bei welcher die Schranke geschlossen
wird. Dies kann in einfacher Weise durch ein Zahnrad und eine Sperrklinke erfolgen.
Das Ausrücken des Schiebers 40 geschieht vom letzten Wagen aus, an dem sich eine mit
einer Rolle versehene Druckstange befindet. Diese Stange drückt auf eine ' federnd gelagerte
Platte 49 (Fig. 6 und 7) im Gleis. Beim Herunterdrücken der Platte 49 wird durch
einen Winkelhebel 50 einer Achse 51 eine Drehung erteilt, die ein Segment 52 mitdreht, auf
dessen Umfang das Ende des Seiles 42, welches an den Sperrschieber 40 angreift, befestigt
ist, und das einen kurzen Zug ausübt, i<so um den Sperrschieber anzuheben.
Gegebenenfalls kann mit der Vorrichtung noch ein selbsttätiges Läutewerk verbunden
werden, welches durch die Bewegung des Zylinders 14 eingerückt wird.
Der Anschlag 2 an der Lokomotive ist leicht abschraubbar oder zur Seite drehbar, damit
bei Vorspann mehrerer Lokomotiven an einen Zug nur der Anschlag der ersten Lokomotive
zur Wirkung kommt, während die anderen Anschläge außer Eingriff gebracht werden.
Claims (5)
- Patent-Ansprüche:i. Selbsttätige Wegeschranke für Eisenbahnen mit Triebwerk, welche durch den herankommenden Zug gespannt wird und beim Rückgang die Schranke bewegt, dadurch gekennzeichnet, daß durch die Rückwärtsbewegung des Triebwerkes in seine Anfangsstellung im ersten Teil dieSchranke geschlossen und dann das Triebwerk gesperrt wird, worauf es vom letzten Wagen des Zuges ausgelöst wird, um beim letzten Teil seiner Bewegung die Schranke \vieder in die Offenstellung zu bringen.
- 2. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß bei der Vorbewegung des Triebwerkes (Zylinders 14) ein Kammrad (23) aus den Bereich einer mitbewegten Zahnstange (22) gerückt wird und bei der Rückbewegung des Zylinders mit der Zahnstange in Eingriff kommt, so daß durch eine Transmission die Schranke (29) in die Schlußstellung gebracht wird.
- 3. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Triebwerkzylinder (14) bei seiner Rückbewegung nach Schließen der Schranke gesperrt wird, dann vom letzten Wagen des Zuges aus wieder ausgerückt wird und dadurch die Schranke freigibt, so daß sie durch ihr Gegengewicht (39) wieder in die Offenstellung gelangt.
- 4. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Sperrvorrichtung vom letzten Wagen aus durch eine Druckstange ausgelöst wird, die durch ein Hebelgestänge (49,50,51) ein Seil (42) spannt.
- 5.. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß auf der Lokomotive an einem beweglichen, mit Glyzerin gefüllten Zylinder ein Anschlag (2) befestigt ist, der beim Auftreffen auf einen das Triebseil (13) ziehenden Hilfswagen (8) unter A^erschieben dieses Wagens zurückgedrückt und durch eine Feder (7) wieder in die Anfangsstellung gebracht wird.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE286128C true DE286128C (de) |
Family
ID=541473
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT286128D Active DE286128C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE286128C (de) |
-
0
- DE DENDAT286128D patent/DE286128C/de active Active
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE1202814B (de) | Betaetigungsvorrichtung fuer jalousieartige, fuer Eisenbahngueterwagen bestimmte Schiebedaecher | |
| DE286128C (de) | ||
| DE3619677C1 (de) | Vorrichtung zum Heben und Senken des Kopf- und des Fussteiles eines Bettrahmens | |
| DE818560C (de) | Vorschubkettenbahn | |
| DE554872C (de) | Ziehbank | |
| DE519698C (de) | Verschiebbares, mittels eines Reissverschlusses zu schliessendes und zu oeffnendes Wagenverdeck | |
| DE19717C (de) | Neuerung an Strafsenbahnen mit Seilbetrieb | |
| DE202888C (de) | ||
| DE261237C (de) | ||
| DE931778C (de) | Einrichtung zum Verschieben von Eisenbahnwagen | |
| DE244455C (de) | ||
| DE298259C (de) | ||
| DE242953C (de) | ||
| DE839365C (de) | Rolldach fuer Gueterwagen | |
| DE137712C (de) | ||
| DE232706C (de) | ||
| DE87829C (de) | ||
| DE887519C (de) | Selbsttaetig wirkende Hemmschuh-Gleisbremse fuer den Eisenbahnbetrieb | |
| DE1810112A1 (de) | Verfahrvorrichtung fuer die Filterplatten und Filterrahmen bzw.Kammerfilterplatten einer Filterpresse | |
| DE263783C (de) | ||
| DE235876C (de) | ||
| DE443061C (de) | Tuerabhebevorrichtung fuer Koksoefen | |
| DE533064C (de) | Schutzhaube fuer Kreissaegen | |
| DE131979C (de) | ||
| DE31854C (de) | Selbsttätige Eisenbahnbarriere mit Signalvorrichtung |