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Die Erfindung bezieht sich auf eine Horizontal-Verschließmaschine gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
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Eine solche Maschine ist aus der GB-PS 10 44 079 bekannt und Gegenstand einer älteren Anmeldung gemäß DE-OS 28 02 690.
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Die Struktur von üblichen Leuchtstofflampen ist gut bekannt. Sie werden im allgemeinen auf automatischen Hochgeschwindigkeits-Maschinengruppen hergestellt, welche unter anderem Röhrensockel-Fertigungsmaschinen, Montagewerke zum Zusammenbauen der Sockel und Kathoden und zum Festlegen von deren Eingangsleitungen und Fördereinrichtungen zum Zuführen der fertigen Sockel in eine Verschließmaschine enthalten, welche außerdem Kolbenröhren mittels einer weiteren Fördereinrichtung aus einem Ofen erhält, welcher als "Tunnelofen" bekannt ist, wo der Leuchtstoff an der Innenfläche der Röhren bei erhöhter Temperatur aufgebracht wird.
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Bekannte Lampen-Verschließmaschinen können in zwei große Gruppen unterteilt werden, nämlich die sogenannten Vertikalmaschinen und die Horizontalmaschinen. In einer Vertikalmaschine wird das Verschweißen der Sockel mit den Enden der Kolbenröhre in mehreren Folgeschritten durchgeführt: zuerst wird bei vertikal gehaltener Kolbenröhre ein Sockel mit dem unteren Ende der Kolbenröhre verschweißt, dann wird die Kolbenröhre aus der Verschließmaschine herausgenommen, um 180° verdreht und wieder in die Maschine eingesetzt, wonach schließlich der zweite Röhrensockel mit dem anderen Ende der Kolbenröhre verschweißt wird. In Horizontalmaschinen wird die Kolbenröhre horizontal gehalten und die beiden Sockel werden mit den Enden der Kolbenröhre gleichzeitig verschweißt.
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Außer durch die grobe Unterteilung in Vertikal- und Horizontalmaschinen können die Maschinen auch von ihrer Betriebsweise her unterschieden werden, nämlich als Fortschalt- oder intermittierende Maschinen und kontinuierlich betriebene Maschinen. Eine weitere Unterscheidung ergibt sich aus den Einrichtungen, welche zum Vorrücken der Köpfe verwendet werden, in welchen die Kolbenröhre und die Verschließbrenner abgestützt sind. So können die Verschließköpfe von einem Paar im Abstand voneinander verlaufender endloser Kettenförderer oder einem Paar im Abstand voneinander angeordneter Karusselle getragen sein, welche um eine horizontale Achse umlaufen.
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Die Erfindung ist anwendbar für alle Arten von Horizontal-Verschließmaschinen mit Beschickungseinrichtungen für die Röhrensockel, ist jedoch am besten geeignet für kontinuierlich arbeitende Hochgeschwindigkeits-Karussell-Verschließmaschinen.
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Es ist ersichtlich, daß die Gesamtherstellrate bei einer automatischen Maschinengruppe zur Fertigung von Leuchtröhrenlampen eng an die Rate und Wirksamkeit ihrer Beschickung mit den Röhrensockeln gebunden ist. Wenngleich es theoretisch möglich ist, die Lieferrate der Röhrensockel aus den Montagewerken in die Verschließmaschine zu erhöhen und die Anzahl der Verschließköpfe und/oder die Drehzahl der Karusselle der Verschließmaschine zu erhöhen, liegt das Hauptproblem in der Übergabe des Röhrensockels von der Fördereinrichtung in den Verschließkopf. Bei bisher bekannten Hochgeschwindigkeitsmaschinen müssen die Röhrensockel in einen Schließkopf der Verschließmaschine von deren Inneren her eingeführt werden, d. i. von dem zylindrischen Raum her, welcher von den beiden Karussellen als Stirnflächen und der Mantelfläche begrenzt ist, die von den Kolbenröhren gebildet ist, welche sich zwischen den rings der Karusselle angeordneten Verschließköpfen erstrecken. Wenn berücksichtigt wird, daß der Spalt zwischen in Umfangsrichtung benachbarten Kolbenröhren möglichst schmal sein soll, damit die Anzahl der Verschließköpfe der Verschließmaschine möglichst groß ist, und wenn außerdem berücksichtigt wird, daß die Karusselle mit einer verhältnismäßig hohen Geschwindigkeit umlaufen, kann die Übergabe der Röhrensockel aus den Sockelförderköpfen nur dadurch erreicht werden, daß die Sockel in das Innere der Verschließmaschine von den Förderköpfen zu den Verschließköpfen in synchronisierter Weise mit Hilfe von Leerköpfen eingeführt werden, d. i. indem einige Verschließköpfe von Kolbenröhren frei bleiben, bis sie sich an den Karussellen von dem Sockel-Beschickungsmechanismus weggedreht haben. Auf dieses Ziel gerichtete bekannte Konstruktionen sind extrem kompliziert (vgl. beispielsweise GB-PS 7 51 376, GB-PS 9 54 166 und die bereits genannte GB-PS 10 44 079). Diese bekannten Maschinen müssen sämtlich eine Mehrzahl von Sockelförderern und Übergabemechanismen haben, denen Nocken und andere Steuerungen zugeordnet sind.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Horizontal- Verschließmaschine der eingangs genannten Art anzugeben, bei der die Sockelbeschickung vereinfacht wird und zuverlässiger und schneller durchgeführt werden kann. Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die im kennzeichnenden Teil des Anspruchs 1 angegebenen Merkmale gelöst.
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Besondere Ausführungsarten der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen.
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Wenn sich in der bevorzugten Ausführungsform der Sockelhalter in einer vertikalen Stellung befindet, kann der Sockel in ihn vom Maschinenäußeren her (und nicht wie im Stand der Technik vom Inneren der Maschine her) in einer vertikal nach unten gehenden Richtung eingeführt werden, so daß die oben diskutierten Schwierigkeiten vermieden sind.
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Im Gegensatz zum Stand der Technik kann dann der Sockelbeschickungsförderer in einer idealen Sockelbeschickungsstellung arbeiten, d. h. in einer horizontalen Ebene um eine vertikale Achse umlaufen, so daß das Einfangen und die Übergabe der Sockel erforderlichenfalls unter Ausnutzung der Schwerkraft sehr viel einfacher als bei den bekannten Mechanismen erfolgen kann, wenn die Sockelförderköpfe die vertikale Ebene erreichen, in welcher der abgeschwenkte Verschließkopf axial gleitet.
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Die Erfindung wird nur beispielhaft unter Bezug auf die nur schematische Zeichnung erläutert. In der Zeichnung zeigen
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Fig. 1 und 2 Teilschnittansichten einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung unter Darstellung eines Verschließkopfes an einer Horizontal-Karussellmaschine in der Schließstellung des Verschließkopfes bzw. in seiner Beschickungsstellung, und
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Fig. 3 eine Stirnansicht des Kopfes in zwei mit A und B bezeichneten Stellungen, wobei die Position A entsprechend dem Pfeil X in Fig. 2 gesehen ist, während die Position B die entsprechende Ansicht des Verschließkopfes in der Stellung gemäß Fig. 1 ist.
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Die Zeichnung zeigt schematisch eine Einzelheit einer Horizontal-Karussell-Verschließmaschine einer Fertigungsmaschinengruppe zur Herstellung von Leuchtröhrenlampen.
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Es ist das eine Ende einer Kolbenröhre 10 einer Leuchtstofflampe gezeigt, wobei die Kolbenröhre in geeigneten Haltern (nicht gezeigt) gehalten ist, die an einem Teil des Hauptrahmens 12 der Karusselle festgelegt sind, der in Richtung des Pfeiles 13 in Fig. 3 drehbar ist. Die Figuren der Zeichnung zeigen einen Sockelhalter, welcher in einen Verschließkopf 14 einer sehr großen Anzahl von gleichen Verschließköpfen einbezogen ist, die rings jedes Karussells im Abstand voneinander angeordnet sind. Die Verschließköpfe 14 können von allgemein bekannter Konstruktion sein (die daher hier nicht weiter im einzelnen beschrieben wird). Oder die Verschließköpfe und/oder Karusselle können so ausgeführt sein, wie in der eingangs erwähnten Patentanmeldung beschrieben ist.
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Der Verschließkopf 14 ist für eine axiale, hin- und hergehende Gleitbewegung auf einem Gleitbett 15 angebracht. Seine Gleitbewegung ist mittels Rollen 16, 17 geführt, welche mittels entsprechender Achsen 18, 19 an einem Hauptarm 20 angebracht sind, welcher an dem Hauptrahmen 12 des Karussells schwenkbar angelenkt ist, wie noch beschrieben wird. Eine zusätzliche Rolle 22 am hinteren Ende des Gleitbettes 15 kann an einem Auflager 23 rollen, welches nach oben und unten, wie aus den Fig. 2 und 3 ersichtlich, bewegbar ist, um den Verschließkopf 14 vorzuschieben oder zurückzuziehen. Diese Hin- und Herbewegung des Verschließkopfes 15 ist vorgesehen, um einen in diesem gehaltenen Sockel 25 vorzubewegen, bis der Kegel 27 des Sockels 25 an dem Ende der Röhre 10 anliegt, so daß ein Brenner 28 den Kegel 27 und das Röhrenende verschweißen kann. In üblicher Weise sind nicht gezeigte Kurvensteuerungen für jeden Verschließkopf 14 vorgesehen, damit die hin- und hergehenden Axialbewegungen in Übereinstimmung mit dem üblichen Arbeitszyklus aus dem Vorwärmen des Röhrenendes, dem Stumpfstoßen der Schweißnaht mittels eines Stoßbrettes, dem Glühen der Schweißnaht bei einer geringeren Temperatur, dem Strecken der Schweißnaht und dergleichen durchgeführt wird.
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In Fig. 2 befindet sich der Verschließkopf 14 an der tiefsten Stelle der Bahn des ringförmigen Karussells 12 und ist mittels eines geeigneten Kurvensteuermechanismus, der nur schematisch bei 29gezeigt ist, aus einer insgesamt horizontalen Stellung in eine insgesamt vertikale Stellung verlagert. Es ist ersichtlich, daß in dieser vertikalen Stellung bei axial nach oben bewegtem Verschließkopf 14, wie in strichpunktierten Linien gezeigt, es verhältnismäßig einfach ist, einen Röhrensockel 25, der in einem Kopf 30 eines Sockelbeschickungsförderers 31 in derselben vertikalen Ebene und im Gegensatz zu den bekannten komplizierten inneren Beschickungsanordnungen, die oben beschrieben sind, außerhalb der Verschließmaschine selbst gehalten ist, in den Verschließkopf 14 einzuführen. Wenn einmal der Verschließkopf 14 beschickt ist, wird er zurück in seine horizontale Stellung geschwenkt, damit das Verschweißen durchgeführt wird.
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Die Konstruktion, welche die 90°-Winkelbewegung des Verschließkopfes zwischen seiner horizontalen Stellung und seiner vertikalen Stellung erlaubt, ist im wesentlichen ein einfacher Schwenkanschluß, bei welchem das Gleitbett oder der Hauptarm 20 des gleitend bewegbaren Verschließkopfes 14 über einen Schwenkbolzen 40 an einen Arm 41 des Rahmens des Karussells angeschlossen ist.
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Wenngleich in der bevorzugten Ausführungsform die Beschickung der Röhrensockel an der tiefsten Stelle des Drehwegs des Karussells durchgeführt wird, nachdem der Verschließkopf 14 um 90° in einer vertikalen Ebene verschwenkt ist (ohne Berücksichtigung dessen, daß bei der Drehung der Karussells die aktuelle Bewegung der Verschließköpfe 14 komplexer ist, wie durch den gestrichelten Pfeil 42 in Fig. 3 angedeutet ist), können alternative Ausführungsformen angewendet werden. So kann die Beschickung mit den Röhrensockeln an der höchsten Stelle der Karussellbahn durch eine Aufwärtsbewegung der Sockel aus den Sockelförderköpfen erfolgen, oder die Sockelbeschickung kann an Zwischenstellen und mit Verschließköpfen 14 durchgeführt werden, welche um andere Winkel als 90° schwenken. Winkelverstellmechanismen, die komplexer sind als einfache Schwenkgelenke oder von diesen verschieden sind, können angewendet werden. Anstelle von Karussellen können Kettenförderer zum Vorbewegen der Verschließköpfe verwendet werden, und in beiden Fällen kann die Bewegung der Verschließköpfe kontinuierlich oder intermittierend erfolgen.