DE285088C - - Google Patents
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- DE285088C DE285088C DENDAT285088D DE285088DA DE285088C DE 285088 C DE285088 C DE 285088C DE NDAT285088 D DENDAT285088 D DE NDAT285088D DE 285088D A DE285088D A DE 285088DA DE 285088 C DE285088 C DE 285088C
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- steam
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Links
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B21—MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
- B21J—FORGING; HAMMERING; PRESSING METAL; RIVETING; FORGE FURNACES
- B21J7/00—Hammers; Forging machines with hammers or die jaws acting by impact
- B21J7/20—Drives for hammers; Transmission means therefor
- B21J7/22—Drives for hammers; Transmission means therefor for power hammers
- B21J7/24—Drives for hammers; Transmission means therefor for power hammers operated by steam, air, or other gaseous pressure
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Control Of Turbines (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JA 285088 ,-. KLASSE 49 e. GRUPPE
J. BANNING A.^G. in HAMM, Westf.
Steuerung für Dampf- oder Preßlufthämmer. Patentiert im Deutschen Reiche vom 30. Juni 1914 ab.
Die bisher bekannt gewordenen Dampfhammersteuerungen sind derart eingerichtet,
daß beide Kolbenseiten durch ein oder mehrere miteinander gekuppelte Steuerorgane von Hand
5 oder selbsttätig vom Bär aus betätigt werden. Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf
eine neue Gesamtanordnung der Steuerung derart, daß die Steuerungen für die beiden
Kolbenseiten vollständig getrennten Antrieb
ίο haben, so daß man beispielsweise imstande ist,
die Unterdampfsteuerung von Hand und die Oberdampfsteuerung vom Bär aus, oder umgekehrt,
zu betätigen. Man ist durch den getrennten Antrieb in der Lage, jederzeit die verschiedenartigste und richtige Dampf verteilung
auf beide Kolbenseiten herbeizuführen. Betätigt man beispielsweise gemäß vorliegender
Erfindung die Unterdampfsteuerung von Hand und die Oberdampfsteuerung selbsttätig vom
Bär aus, so hat man namentlich gegenüber den bisherigen Handsteuerungen den Vorteil eines
geringeren Dampfverbrauchs infolge der Möglichkeit der Ausnutzung des ganzen Bärhubes,
.ohne besondere Anforderungen an die Achtsamkeit und Geschicklichkeit des Steuernden
zu stellen, da die Gefahr des Durchgehens des Hammerkolbens nach oben hinaus durch die
rechtzeitige Umstellung der selbsttätigen Oberdampfsteuerung vom Bär aus verhindert wird.
Ein weiterer Vorteil den bisher bekannt gewordenen Steuerungen gegenüber ist der, daß der
Hammer bei Ausübung kurzer Hübe nur als reiner Fallhammer arbeitet, während bei mittelgroßen
Hüben infolge der selbsttätigen Verstellung der Oberdampfsteuerung aus der Auslaßstellung
in die Mittelstellung und wieder zurück zum Teil mit zusätzlichem Oberdruck
infolge Expansion des über dem Bärkolben sich : gebildeten Dampfkissens und bei großen Hüben
mit frischem Oberdampf unter richtiger Ausnutzung der Expansionskraft dieses Dampfes
arbeitet. Je höher der Steuernde mit Hilfe der Hand-Unterdampfsteuerung den Bär steigen
läßt, um so größer wird die Schlagenergie einmal infolge der größeren Fallhöhe wie auch
infolge der mit zunehmender Steighöhe des Bärkolbens steigender Oberdruckenergie für
den Abwärtsgang. Durch die Betätigung auch nur der Unterdampfsteuerung von Hand ist
der Steuermann jederzeit in der Lage, die verschiedensten Variationen in der Schlagzahl
und Schlagstärke wie auch ein Anhalten des Bars herbeizuführen. ,
Der besseren Verständlichkeit halber ist in Fig. ι und 2 ein Ausführungsbeispiel der neuen
Steuerung wiedergegeben, und zwar ist hierbei angenommen, daß die Steuerung der unteren
Kolbenseite von Hand und die der oberen Kolbenseite vom Bär aus bewegt werden soll.
α ist der Hammerkolben, b der Hammerbär, c der Dampfzylinder, d ein Unterdampfeinlaßorgan,
e ein Unterdampfauslaßorgan, f ein Handsteuerhebel zur Betätigung von d und e.
g ist ein Steuerorgan für die obere Kolbenseite, h eine Antriebsstange dazu, die mit einem
gebogenen Hebel k verbunden ist, welch letzterer in dem Kurbelzapfen m des Stellhebels η
drehbar gelagert ist, und dessen Schenkel mit Hilfe einer Feder I 0. dgl. gegen eine am Bär
befestigte Rolle i gedrückt wird. Man wird zweckmäßigerweise im Schieberantriebe zwischen
dem Hebel k und der Stange h einen
Spielraum r einrichten, wodurch der Schieber ; als Schleppschieber arbeitet und eine Phasenverschiebung
zwischen Voreintritt und Volldruckperiode wie auch zwischen Expansions-
und Kompressionsperiode eintritt, wodurch also das Oberdruckdiagramm einem normalen
Dampfmaschinendiagramm ähnlich wird. Verstellt man den Stellhebel n, indem man ihn
. um den Punkt ο dreht, so verändert man auch
ίο die Lage des Drehpunktes m für den Hebel k,
wodurch die Steuerungslage des Schiebers g zur Bärlage anders wird, wie beispielsweise
Fig. 2 zeigt.
Die Wirkungsweise der neuen Steuerung ist folgende. Angenommen, der Stellhebel η stehe,
wie Fig. ι zeigt, in der Lage 0, p und der Steuernde
habe mit dem Hebel f das Dampfeinlaßventil d angehoben, dann strömt Frischdampf
unter den Bärkolben α, und der dadurch aufwärts bewegte Bär b verschiebt vermittels i, k, h
den Schieber g abwärts, nachdem der Spielraum r durchlaufen ist, wodurch nacheinander
der obere Abdampfkanal geschlossen (Kompressionsperiode) und dann der obere Dampf-
einlaßkanal geöffnet wird (Voreinströmung). Bei dem darauf erfolgten Schließen des Einlaßventils
d und Öffnen des Auslaßventils e durch den Handhebel f wird der untere Zylinderraum
auf Abdampf umgesteuert. Infolgedessen bewegt sich der Bär mit entsprechend großer Beschleunigung abwärts. Dabei beginnt
die Aufwärtsbewegung des Schiebers g erst, nachdem der Hebel k vom Bär so weit bewegt
worden ist, daß der Spielraum r wieder durchlaufen ist. Das Oberdruckdiagramm erhält
infolgedessen nacheinander eine Volldruck-, eine Expansions- und eine Ausströmperiode.
Durch Drehen des Stellhebels η von Stellung 0, p nach Stellung 0, q hin wird die obere Füllung
verkleinert. Wird der Stellhebel η in die Stellung 0, q gebracht, wie Fig. 2 zeigt, so arbeitet der
Hammer als reiner Fallhammer ohne Oberdruckwirkung. Der Schieber wird durch den Steuerungsantrieb wohl hin und her bewegt,
jedoch ist er so hoch hinaufgestellt worden, daß er andauernd die Verbindung des oberen
Zylinderraumes mit dem Auslaßkanal offen hält. Man ist bei dieser Stellung des Stellhebels
auch in der Lage, den Bär mit Hilfe der Unterdampfsteuerung in jeder Höhenlage in der Schwebe zu halten/
Durch die Verbindung einer Handventilsteuerung mit einer selbsttätig betriebenen
Schiebersteuerung gibt man einerseits dem Steuernden eine große Feinfühligkeit, weil eine
Ventilsteuerung bei der Bewegung des Steuerhebels f aus der Schließlage der Ventile d, e
nach der einen oder anderen Richtung hin sofort die entsprechende Steuerfunktion ausführt,
und anderseits durch die selbsttätig betriebene Schiebersteuerung infolge der Möglichkeit
ihrer Ausbildung als Schleppschiebersteuerung ein gutes Dampf diagramm herbeiführt.
Die Ausführung der Steuerung kann natürlieh beliebig seih. Mann kann statt der Ventile
Schieber oder Hähne oder andere Steuerorgane nehmen, auch kann der Antrieb der Steuerorgane beliebig gewählt werden, ohne
an der Erfindung etwas zu ändern.
Claims (3)
1. Steuerung für Dampf- oder Preßlufthämmer, dadurch gekennzeichnet,, daß die
Steuerungen für die beiden Kolbenseiten getrennten Antrieb haben.
2. Steuerung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Oberdampfsteuerung selbsttätig vom Bär aus und die Unterdampf
steuerung von Hand aus angetrieben wird.
3. Steuerung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Unterdampfsteuerung
als Ventilsteuerung und die Oberdampfsteuerung als Schleppschiebersteuerung ausgebildet ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungep.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE285088C true DE285088C (de) |
Family
ID=540496
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT285088D Active DE285088C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE285088C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE969304C (de) * | 1950-04-04 | 1958-05-22 | Chambersburg Eng Co | Steuerung an Fallhaemmern |
-
0
- DE DENDAT285088D patent/DE285088C/de active Active
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE969304C (de) * | 1950-04-04 | 1958-05-22 | Chambersburg Eng Co | Steuerung an Fallhaemmern |
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