DE28435C - Dynamo-elektrische Maschine für Beleuchtungszwecke (modifizirte Maschine PA-CINOTTI) - Google Patents
Dynamo-elektrische Maschine für Beleuchtungszwecke (modifizirte Maschine PA-CINOTTI)Info
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- H—ELECTRICITY
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- H02K—DYNAMO-ELECTRIC MACHINES
- H02K23/00—DC commutator motors or generators having mechanical commutator; Universal AC/DC commutator motors
- H02K23/26—DC commutator motors or generators having mechanical commutator; Universal AC/DC commutator motors characterised by the armature windings
- H02K23/36—DC commutator motors or generators having mechanical commutator; Universal AC/DC commutator motors characterised by the armature windings having two or more windings; having two or more commutators; having two or more stators
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 21: Elektrische Apparate.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 28. April 1883 ab.
Die Erfindung besteht hauptsächlich in der Anwendung von zwei parallelen Armaturen,
welche auf einer Drehachse sitzen und durch über einander gesetzte, innen und aufsen öder
nur aufsen gezahnte Räder gebildet werden, so dafs sie zwei ziemlich breite Zahnringe bilden,
zwischen denen der inducifte Draht gewickelt ist; diese Räder sind durch Papier isolirt.
Bei dieser Einrichtung kommen die in Fig. 1 und 2 dargestellten Unawickelungsmethoden zur
Anwendung, so dafs nur ein Collector gebildet wird, und kann das eine oder das andere der
beiden Umwickelungssysteme zur Anwendung gebracht werden, je nach dem Gebrauch, zu
welchem die Maschine bestimmt ist; ebenso können aber auch beide Systeme gleichzeitig
zur Anwendung kommen, so dafs gewissermafsen zwei getrennte Bobinen geschaffen werden, deren
Enden nachher mit einander verbunden und dem Collector zugeführt werden; es werden auf
diese Weise zwei Ströme gebildet, von denen der eine der in Fig. 1 dargestellten Umwickelungsmethode,
der andere der in Fig. 2 dargestellten genügt.
Die Disposition der Inductoren ist in den Fig. 3 und 4 dargestellt. Die Drahtumwickelung
auf diesen Inductoren ist doppelt, um die Verwendung eines getrennten Erregers zu ermöglichen.
Bei Maschinen mäfsiger Dimensionen läfst man am vorteilhaftesten die inducirenden
Pole in das Innere oben besagter Ringe eintreten, wie dies hiernach bei den Fig. 7 und 8
noch näher beschrieben wird.
Zunächst mag hier beschrieben werden, auf welche Weise die Ringe gewissermafsen solidarisch
gemacht werden, so dafs sie sich am besten zu gegenseitiger Uebererregung eignen.
Zu diesem Zweck werden die gegenüberstehenden Zähne der beiden Ringe mittelst der
Stäbe/ aus weichem Eisen vereinigt; durch die Ringe und diese Stäbe reichen die Stangen /
aus Messing oder weichem Eisen, welch letztere an der äufseren Seite der Ringe verschräubt
werden, Fig. 4, 5, 6, 7 und 8.
Betrachtet man zunächst die magnetische Wirkung eines einzelnen der inducirenden vier
Pole, z. B. A, so ergiebt sich folgendes:
A bestimmt, Fig. 6, in dem ihm zunächst liegenden Theil des Ringes α α einen Nordpol ß,
im übrigen Theil desselben Ringes einen Südpol α. Dieser erste Ring α α aber, mit dem
zweiten durch eine hinreichende Zahl von Stäben ff aus weichem Eisen verbunden, magnetisirt
seinerseits den zweiten Ring, so dafs die beiden Ringe in ihren zur Rotationsachse parallelen
Theilen entgegengesetzte Magnetisirungen bezw. Elektricitäten haben, Fig. 6. Die anderen
inducirenden Pole, auf welche ihrerseits die Ringe einwirken, verhalten sich analog. Es
entsteht also auf diese Weise eine natürliche Uebererregung der Ringe des einen durch den
anderen und ebenso der Elektroden durch die Ringe; alles geht so zu, als ob die beiden Ringe
zusammengegossen wären und nur ein Ganzes bildeten.
Man hat z. B. die eisernen Stäbe / abgenommen und die Verbindung durch Holzstäbe
von derselben Form bewerkstelligt; die Stangen t bestanden aus Messing. Die am
Photometer beobachtete Lichtstärke betrug unter besagten Umständen bei derselben Umdrehungsgeschwindigkeit
25 bis 20 pCt. weniger. Diese eisernen Stäbe/", von eisernen oder messingenen
Stäbchen t durchbrochen, erlauben ebenso bei Maschinen gröfserer Dimensionen die induciren-
den Pole auf den inneren Theil der inducirten Drähte wirken zu machen.
Zu diesem Zweck stützen sich die äufseren Enden der Stäbe/ aus weichem Eisen auf zwei
Messing- oder Bronzescheiben D Dx , Fig. 7, oder auf eine einzige dickere Scheibe //, Fig. 8,
durch die Vermittelung der Stangen /, welche durch die Stäbe/ und die inducirten Ringzähne
reichen, werden letztere fest gegen die beiden Scheiben D D1 oder gegen die eine Scheibe L
gehalten, wie dies in Fig. 7 und 8 dargestellt ist.
Die Fig. 8 zeigt gleichzeitig eine dritte Art und Weise des Verhältnisses von inducirenden
zu den inducirten Strömen. Die freien Enden der Drähte g der Bobinen, welche zum Collector
gehen sollen, gehen durch den isolirten Ring b und dann weiter parallel mit der Hauptachse
zum Collector CC1.
Um die Magnetisirung und Entmagnetisirung der Stäbe/ aus weichem Eisen möglichst plötzlich
hervorzubringen, kann man sich verschiedener Einrichtungen bedienen; man rollt z. B. auf
den mittleren Theil des Messing- oder weichen Eisenstäbchens ein sehr dünnes Eisenblättchen
bis zur gewünschten Stärke des weichen Eisens; die verschiedenen Ecken oder Winkel können
mittelst Papieres getrennt werden, oder man bedient sich auch kleiner Eisenstückchen, welche
zwischen die Ringe auf den mittleren Theil der Stäbchen1 oder Stangen /, die die beiden Ringe
verbinden, geschoben werden.
Schliefslich können auch die beiden inducirten Drahtrollen und die dazwischen gelegten Eisenstäbchen
aus einem Stück bestehen. Zu diesem Zweck rollt man in hinreichender Menge auf einen Holz- oder Metallcylinder eine dünne
Platte oder ein Blech aus weichem Eisen von einer Breite gleich der Summe der Breiten von
zwei Ringen plus der Distanz, welche die Eisen der beiden Ringe trennen soll, Fig. 9. Die
verschiedenen Serien von weichem Eisen werden durch Papier isolirt. Hierauf macht man auf
dem so construirten Cylinder eine Reihe von Oeffnungen o, indem man zwischen den Rändern
b b und b1 bl dieser eine Entfernung beobachtet,
welche derjenigen gleich ist, welche das weiche Eisen der beiden Ringe trennen soll; dann rollt man auf jeden der Theile -in m',
welche durch die Oeffnungen ο getrennt sind, eine Reihe von Bobinen, um den hiervor angegebenen
Umdrehungsweisen zu genügen.
Fig. ι und 2. α α der eine der Ringe,
«' al der zweite Ring.
Fig. 3. N und S entgegengesetzte Pole,
welche den gegenüberliegenden Armen der beiden Elektroden E und E1 angehören,
d Zähne des einen der inducirten Rollen,
0 Oeffnungen, welche in diesen Zähnen angebracht sind, durch welche die Stangen aus
Messing oder weichem Eisen reichen.
Fig. 4. E E1 Projection der beiden Elektroden in der Horizontalebene,
α α α1 β1 die beiden beweglichen Ringe um
die Achse 0 o\
C Collector,
P Riemscheibe,
O O1 Drehachse.
Fig. 5. ο ox Drehachse, a a a' a1 die beiden
Ringe, dddd Zähne, g inducirter Draht, /Stäbe aus weichem Eisen, welche die Zähne der beiden
inducirten Rollen verbinden.
Durch die Zähne und diese Stäbe reichen die Stäbchen t aus Messing oder Eisen.
Fig. 6. A der eine der inducirenden Pole, ß ß entgegengesetzter Natur von A, und
α α gleichnamige Pole wie A1 bestimmt durch
die Einwirkung von A auf die Ringe.
Fig. 7. Schnitt. O Oy Drehachse, auf welcher
der Collector C sitzt. E E' die Elektroden,
pp und Z1/1 Theile aus Eisen, welche an
der äufseren Seite der Inductoren befestigt sind,
b bl Isolirring, durch welchen die zum Collector
gehenden Drähte g reichen,
/ Stäbe aus weichem Eisen, welche von den Stäbchen oder Stangen t aus Messing oder
weichem Eisen durchbrochen sind und welche die Ringe tragen. Die Stäbe/ stützen sich mit
ihren Enden auf die Messingscheiben D D1.
Fig. 8. ο o1 Drehachse, α α der eine der
Ringe, al «' der zweite Ring.
EE und E' E1 die beiden mit ihren, entgegengesetzten
Polen sich gegenüberstehenden Elektroden,
//dicke Messing- oder Bronzescheiben, welche in den beiden Stangen enden, die die beiden
Ringe tragen,
c c' Collector,
C1 C1 ' eine zweite Lage, welche man dem
Collector in besonderen Fällen geben kann,
P Riemscheibe, P1 andere Lage der Riemscheibe, wenn z. B. die Arme derselben Elektroden
hinreichend Raum zwischen sich lassen.
Claims (2)
1. Bei dynamo-elektrischen Maschinen die Verbindung von zwei Pacinotti - Grammeschen
Ringen mittelst gleichzeitiger Anwendung von Stäben aus weichem Eisen und einem einzigen Collector, wodurch die
Bobinen der beiden Ringe gleichzeitig mit einander verbunden werden.
2. Bei dynamo-elektrischen Maschinen mit zwej
Pacinotti-Gramme'schen Ringen die Construction der Theile aus weichem Eisen, welche in die zwei Ringe eintreten und
welche dieselben mit einander verbinden, so wie solches oben beschrieben ist.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen. BERLIN. GEDRUCKT IN DER REICHSDRUCKEREI.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE28435C true DE28435C (de) |
Family
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Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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| DENDAT28435D Active DE28435C (de) | Dynamo-elektrische Maschine für Beleuchtungszwecke (modifizirte Maschine PA-CINOTTI) |
Country Status (1)
| Country | Link |
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| DE (1) | DE28435C (de) |
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