DE28434C - Lehrapparat für Zielübungen - Google Patents
Lehrapparat für ZielübungenInfo
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- DE28434C DE28434C DENDAT28434D DE28434DA DE28434C DE 28434 C DE28434 C DE 28434C DE NDAT28434 D DENDAT28434 D DE NDAT28434D DE 28434D A DE28434D A DE 28434DA DE 28434 C DE28434 C DE 28434C
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Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F41—WEAPONS
- F41G—WEAPON SIGHTS; AIMING
- F41G3/00—Aiming or laying means
- F41G3/26—Teaching or practice apparatus for gun-aiming or gun-laying
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Radar, Positioning & Navigation (AREA)
- General Engineering & Computer Science (AREA)
- Toys (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 72: Schusswaffen und Geschosse.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 19. März 1884 ab.
Der Unterricht im Zielen wurde bisher an der Hand von Zeichnungen ertheilt; auch bediente
man sich zuweilen einer einfachen Nachbildung der Visirkimme und des Kornes aus Holz oder starker Pappe.
Im Gegensatz zu solchen Hülfsmitteln dürfte der folgende Lehrapparat für Zielübungen die
nachstehenden Vortheile bieten:
1. Der Lehrer ist im Stande, dem Schüler durch den Apparat nicht allein die verschiedenen
Kornarten, sondern auch alle beim Zielen vorkommenden Fehler sowie den Einflufs der
Beleuchtung praktisch vor die Augen zu führen.
2. Durch die unter der Kimme α und dem Korn e durchgestanzten Löcher c und g, Fig. 1
und 2, wird ermöglicht, die Bewegung der Laufmündung und somit auch die Abweichung des
Schusses bei Zielfehlern und den Einflufs der Beleuchtung deutlich zu erkennen.
3. Einem grofsen Theil der Leute fällt es schwer, sich von den Zielregeln und ganz besonders
von dem Einflufs der Beleuchtung ein klares Bild zu machen und den Lehrer durch
mündliche Wiedergabe des Vorgetragenen zu überzeugen, dafs sie das Richtige erkannt haben.
Läfst der Lehrer den Schüler an dem in Rede stehenden Apparat alle Figuren praktisch construiren,
so wird er bald an der schnellen, sicheren Ausführung aller Bewegungen erkennen,
ob der Mann das richtige Verständnifs für die Sache gefafst hat bezw. wo es noch fehlt; auch
findet auf solche Weise der im Ausdruck schwerfällige Mann leichter die richtigen Worte zur
Erklärung.
4. Wirklich beschränkte Leute lernen nach Zeichnungen die Bedeutung und Benennung der
einzelnen Figuren mechanisch auswendig, ohne jedoch über die Entstehung und das Wesen derselben
weiter nachzudenken. Giebt man solchen Leuten den Apparat (auch nach der Unterrichtsstunde
für ganze Abende), so wird man sie zwingen, sich durch Denken und Nachgrübeln die verschiedenen Bilder selbst darzustellen.
5. Die leichte, handliche Form des Apparates gestattet dem Lehrer ein stetes Mitführen
desselben zu allen Zielübungen.
Der Apparat besteht aus der Platte, Fig. 1, und dem Schieber, Fig. 2. In der oberen Kante
der Platte ist die Visirkimme α eingeschnitten und an den beiden Enden je ein Bändchen b b
umgelöthet, welche einerseits zur Aufnahme des Schiebers dienen, andererseits aber auch die
Platte vor Verbiegungen schützen. Unter der Visirkimme α ist ein rundes Loch c durchgestanzt,
welches die Seele des Laufes darstellt. Das Hülfskorn d ist an der unteren Kante der
Platte mittelst Nietes befestigt und vermittelt die Darstellung der Beleuchtungseinflüsse. Die
längliche Form des Nietloches im Korn gewährt demselben einen Spielraum von ca. 2 mm in
der Richtung seiner Längsachse. An der oberen Kante des Schiebers, Fig. 2, befindet sich das
Korn e, an der unteren die Hülfskimme f und die beiden Einschnitte h h zur Darstellung der
Beleuchtungseinflüsse. Das unter dem Korn e befindliche Loch g stellt die Seele des Laufes
dar.
Die Platte mit Hülfskorn und Bändchen ist aus Weifsblech, der Schieber aus Messing- oder
dunkel decorirtem Weifsblech gearbeitet.
Die nachfolgenden Manipulationen lassen sich mit dem Apparat ausführen:
ι. Darstellung: »Gestrichen Korn«. Man
nimmt den Apparat in die linke Hand, die Kimme α dem Gesicht zugekehrt, Korn e nach
vorn. Durch Stellen des Schiebers, Fig. 2, bringt man das Korn e so in die Kimme a,
dafs die Spitze mit der oberen Kante der Platte, Fig. i, abschneidet und genau in der Mitte der
Kimme α steht. Man bemerkt, dafs die beiden Löcher cg sich decken.
2. Darstellung: »Fein Korn«. Der Schieber, Fig. 2, wird so weit heruntergerückt, dafs eben
die Spitze des Kornes e in der Kimme α wahrgenommen
wird. Man bemerkt, dafs mit dem Herunternehmen des Kornes e auch das darunter
befindliche Loch g (die Laufmündung) nach, unten geht (Kurzschufs).
3. Darstellung: »Voll Korn«. Der Schieber, Fig. 2, wird so weit nach oben geführt, dafs
die Kornspitze über den Visirkamm hinausragt. Man bemerkt, wie mit dem Hochnehmen des
Kornes auch die Laufmündung nach oben geht (Hochschufs).
4. Darstellung: »Kornklemmen«. Von gestrichenem Korn ausgehend, schiebt man dasselbe
rechts und links und beachtet dabei, wie auch die Laufmündung nach rechts und links
genommen wird (Seitenabweichung). Mit dem Kornklemmen kann es gleichzeitig zu hoch und
zu tief genommen werden. Man führe das Korn seitwärts zu hoch oder zu niedrig und beachte
die Laufmündung (Hochschufs. Kurzschufs in Verbindung mit Seitenabweichung).
5. Darstellung des von der Sonne beschienenen Kornes. Nachdem man zunächst das
Korn e in der Mitte der Kimme α und gestrichen genommen, wird das sogen. Hülfskorn d
vor das eigentliche Korn e gedreht und so weit in die Höhe gezogen, dafs die Spitze des
ersteren etwa um 2 mm über die des eigentlichen Kornes hinausragt; man sieht in den
Umrissen des Hülfskornes die durch die Sonnenstrahlen hervorgerufene Täuschung. Drückt man
nun aus dieser Stellung Korn e und Hülfskorn d gleichzeitig so weit herunter, dafs die Spitze
des letzteren mit der oberen Kante der Platte abschneidet, so erkennt man daran die Folgen
der Täuschung (Kurzschufs).
6. Darstellung der Visirkimme, wenn sie auf einer Seite von der Sonne beschienen wird.
Das Hülfskorn d wird derart zwischen Platte, Fig. i, und Schieber, Fig. 2, gedreht, dafs die
eine Seite desselben etwa 2 mm von der als von der Sonne beschienen gedachten Seite der
Kimme α vorsteht, wodurch die durch die Sonnenstrahlen hervorgerufene Täuschung sichtbar wird; alsdann wird das eigentliche Korn e
in die Mitte der scheinbaren Kimme genommen und man erkennt im Vergleich mit der
wirklichen Kimme den Fehler des Kornklemmens; (an beiden Seiten zu zeigen).
7. Darstellung des von der Sonne beschienenen Visirkammes. Der Schieber, Fig. 2, .wird
aus der Platte, Fig. 1, herausgenommen, mit der HUlfskimme / nach oben wieder eingeführt
und die beiden Bändchen b b der Platte in die Einschnitte h h der nunmehr oben befindlichen
Kante des Schiebers gelegt. Der nun nach oben etwa 2 mm breite sichtbare Rand stellt die
Täuschung dar. Stellt man nun das Hülfskorn d gestrichen in die Hülfskimme /, so erkennt man
im Vergleich mit der eigentlichen Kimme den Fehler des Vollkorns (Hochschufs).
Claims (4)
1. der Platte, Fig. 1, mit durchgestanztem
Loch c, zur Veranschaulichung des Verhaltens der Seele des Laufes bei den Zielfehlern
und Beleuchtungseinflüssen;
2. dem durch einen Niet mit der Platte verbundenen, um ersteren beweglichen Hülfskorn
d, zur Erklärung der Beleuchtungseinflüsse beim Zielen;
3. den Bändchen b b zur Aufnahme des Schiebers;
4. dem Schieber, Fig. 2, mit durchgestanztem Loch g, in Verbindung mit dem Loch c
der Platte, das Verhalten der Seele des Laufes bei Zielfehlern und Beleuchtungseinflüssen darstellend, mit unterhalb eingeschnittener
Hülfskimme / und Lager h h für die Bändchen b b, zur Darstellung des von
der Sonne beschienenen Visirkammes.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE28434C true DE28434C (de) |
Family
ID=304680
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT28434D Active DE28434C (de) | Lehrapparat für Zielübungen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE28434C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US3190002A (en) * | 1960-06-06 | 1965-06-22 | Willis H Bliss | Arrangement for aligning sights |
-
0
- DE DENDAT28434D patent/DE28434C/de active Active
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US3190002A (en) * | 1960-06-06 | 1965-06-22 | Willis H Bliss | Arrangement for aligning sights |
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