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Schiessspielzeug.
Die Erfindung bezieht sich auf das Schiessspielzeug nach Patent Nr. 98208, gemäss welchem das aus einer Feder bestehende Geschoss auf einer Führung gespannt und in gespannter Lage durch eine Abzugvorrichtung gehalten wird. Die Erfindung besteht in einer besonderen Ausbildung dieses Spielzeuges, insbesondere in der Form eines Gewehres in der Weise, dass die Abzugvorrichtung auf dem Lauf längsverschiebbar und in verschiedenen Lagen feststellbar angeordnet wird, so dass durch Einstellen der Abzugvorrichtung in verschiedene Lagen die Spannung der Gesehossfeder und dadurch auch die Schussweite geändert werden kann.
An diese weitere Ausbildung des Schiessspielzeuges schliesst sich eine zweckentsprechende Ausgestaltung derselben in Zusammenhang mit der verstellbaren Anordnung des Abzuges.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Spielzeuges nach der Erfindung dargestellt.
Fig. 1 ist das Schiessspielzeug im Längsschnitt, Fig. 2 ist eine Ansicht von unten, Fig. 3 ist ein Querschnitt nach VII-VII der Fig. 1 und 2. Fig. 4 zeigt das Geschoss in der Draufsicht.
Am Kolben 7 (Fig. l und 2) ist ein Lauf 20 befestigt und in diesem ist ein konaxialer Dorn 4 angeordnet, der mit seinem hinteren Ende im Kolben 7 befestigt und an seinem vorderen Ende frei ist und mit einem abgestuften Zapfen 5 endet. Der Lauf 20 besitzt einen unteren, beinahe über seine ganze Länge sich erstreckenden Schlitz 21, welcher auf einer Seite Ausschnitte 22 aufweist, die als Rasten für die Abzugvorrichtung dienen. Letztere ist an einem Führungsring z angeordnet, welcher den Lauf 20 umschliesst und mit seinen nach einwärts gebogenen Enden 24 (Fig. 3) im Schlitz 21 geführt ist. Zwischen diesen Enden ist im Führungsring 23 ein um einen Zapfen 9 drehbarer Abzug 10 gelagert, der in seinem Hub durch seine Schenkel 25 und 26 (Fig. 1) begrenzt ist.
Der Abzug 10 wird durch eine einerseits mit ihm und anderseits mit dem Führungsring ? li' verbundene Feder 11 gehalten. Der Abzug besitzt einen Haken 6, welcher zum Erfassen und Spannen des federnden Geschosses dient. Zum leichten Erfassen des Führungsringes 23 dienen seitliche Ansätze 27.
Im Kolben 7 ist eine lotrechte Führung 28 vorgesehen, die in einen Ausschnitt 29 des Laufes 20
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ist eine Zielvorrichtung-M in der Form eines Metallstreifens vorgesehen, welcher eine Reihe von Einstelllöchern 32 aufweist. Am oberen Ende ist der Streifen erweitert und besitzt ein Grinsel zum Zielen.
Am vorderen Ende des Laufes 20 befindet sich ein Zielkorn 34 (Fig. 1).
Das Geschoss 1 (Fig. 4) hat die Form einer zylindrischen Schraubenfeder, die an ihren Enden verengt bzw. abgerundet ist und am vorderen Ende eine Öffnung 2 zum Durchstecken des Zapfens 5 des Dornes 4 besitzt. Am hinteren Ende trägt die Feder eine Öse 35, welche in der Richtung ihrer Achse liegt.
Zum Schiessen wird das Geschoss so in den Lauf 20 gelegt, dass es sich mit seinem vorderen Ende gegen die Abstufung am freien Ende des Dornes 4 stützt (Fig. 1). Die Abzugvorrichtung wird auf dem Lauf 20 so vorgeschoben, bis der Haken 6 in die Öse : J. 5 eingreift. Der Haken 6 liegt mit seinem freien Ende neben dem Dorn 4 (Fig. 1 und 3), so dass die erfasste Öse 5J des Geschosses J nicht selbst abgleiten kann.
Sodann wird die Abzugvorriehtung an den Ansätzen 27 erfasst und zurückgeschoben, wobei das
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wird die Abzuvorrichtung ein wenig verdreht, bis der innere Teil 24 derselben in eine der vorgesehenen seitlichen Rasten 22 des Laufes 20 eingreift, wonach nach dem Freilassen der Ansätze 27 die Abzugvorrichtung 10, 23 in ihrer eingestellten Lage auf dem Lauf gesichert ist, da sie durch den Zug der Feder 1 gegen die Rast 22 gepresst wird.
Bei Abziehen des Züngels 10 gibt der Haken 6 die Öse 36 frei, das Geschoss 1 zieht sich zusammen und fliegt durch die dadurch gewonnene Kraft weg, wobei die Schussweite desselben von der gewählten Spannung der Feder 1, d. i. der gewählten Lage der Abzugvorrichtung 10, 23 auf dem Lauf 20 abhängt.
Dadurch wird erzielt, dass bei einer notwendigen geringen Schussweite, z. B. in einem kleinen Zimmer, eine geringe Geschosskraft gewählt und so eine Beschädigung der getroffenen Gegenstände verhindert werden kann, wogegen für grössere Schussweiten die Geschosskraft entsprechend vergrössert werden kann. Je nach der Schussweite wird auch die Zielvorrichtung 31 in der Höhenrichtung eingestellt, indem eines von den Löchern 32 vom Stift 30 durchsetzt wird.
Um ein richtiges Abgleiten der Öse 85 vom Haken 6 des Abzuges 10 zu sichern, sind die inneren Enden 24 des Führungsringes 23 im vorderen Teil bis unter die eingehakte Öse 36 geführt (Fig. 1 und 3), so dass sie beim Abziehen des Abzuges 10 die Öse stützen, bis sie vom Haken 6 freigegeben wird.
Das Sehiessspielzeug nach der Erfindung ist in erster Linie für Kindergewehre bestimmt ; es kann aber bei geeigneter Abänderung auch als kleines Geschütz oder als Pistole ausgebildet werden. Man kann auch eine Ausführung wählen, bei welcher der Dorn 4 weggelassen und die Feder 1 mit seitlichen Fortsätzen od. dgl. am Laufende gestützt wird.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Schiessspielzeug nach Patent Nr. 98208, dadurch gekennzeichnet, dass die Abzugsvorrichtung (10, 23) am Dorn (4) oder am Lauf (20) längsverstellbar ist, um die Spannung und dadurch die Schussweite des federnden Geschosses ändern zu können.