DE2840459C2 - Verfahren zur Herstellung hochreiner Kieselsäure und deren Verwendung - Google Patents

Verfahren zur Herstellung hochreiner Kieselsäure und deren Verwendung

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Description

Zweckmäßigerweise läßt man die Alkalimetallsilikatlösung unter stetigem Rühren langsam in die vorgelegte, in Wasser gelöste oder suspendierte Säure einfließen. Das Vermischen der beiden Komponenten kann ohne Nachteil bei Raumtemperatur erfolgen; höhere Temperaturen sind im allgemeinen mit Rücksicht auf das nachfolgende Einfrieren des Reaktionsgemisches nicht zweckdienlich.
Im Hinblick auf den erwünschten hohen Reinheitsgrad des Endproduktes ist es unbedingt von Vorteil, zum ι ο Verdünnen der Wasserglaslösung und/oder zum Lösen bzw. Suspendieren der vorgelegten Säure ausschließlich destilliertes oder entionisiertes Wasser zu verwenden. Die Gesamtmenge des hierfür eingesetzten Wassers ist in jedem Falle so zu bemessen, daß das resultierende Reaktionsgemisch insgesamt einen SiO2-Gehalt im Bereich von 1 bis 10 Gew.-% aufweist Auf diese Weise läßt sich eine vorzeitige unerwünschte Bildung von Kieselgelen im Reaktionsgemisch unterbinden. Beispielsweise lassen sich handelsübliche Alkalimetallsilikatlösungen mit einem Feststoffgehalt von weniger als 35 Gew.-% auch unverdünnt einsetzen. In diesem Falle kann die entsprechende Menge an Wasser, die zur Einstellung des SiO2-Gehaltes im Reaktionsgemisch erforderlich ist, ausschließlich zum Lösen bzw. Suspendieren der vorgelegten Säure dienen.
Vorzugsweise wird der SiO2-Gehalt des Reaktionsgemisches auf 5 bis 7 Gew.-% eingestellt, da der Gehalt an Verunreinigungen im Endprodukt im allgemeinen mit steigender SiO2-Konzentration im Reaktionsgemisch anwächst. Geringere SiO2-Konzentrationen im Reaktionsgemisch hingegen bedingen größere Flüssigkeitsmengen, die wiederum einen erhöhten technischen Aufwand erfordern.
Mit dem Eingießen der Alkalimetallsilikatlösung in die vorgelegte Säure erfolgt gleichzeitig die Einstellung des pH-Wertes im Reaktionsgemisch auf den Bereich von 3 bis 5. Zweckmäßigerweise verfolgt man hierbei die Änderung des pH-Wertes mit Hilfe eines geeigneten pH-Meters.
Zum Ansäuern der Alkalimetallsilikatlösung kommen bei dem erfindungsgemäßen Verfahren nur solche organische Säuren in Frage, die Aluminium-, Eisen- und Titan-Ionen komplex zu binden vermögen. Hierzu können sowohl in Wasser lösliche als auch unlösliche Säuren Verwendung finden. Von wesentlicher Bedeutung ist jedoch, daß diese Säuren - ob löslich oder unlöslich — unter den angeführten Verfahrensbedingungen lösliche Alkalimetallsalze zu bilden vermögen, die sich aus der Kieselsäure durch Auswaschen so entfernen lassen. Unlösliche Alkalimetallsalze werden beim nachfolgenden Ausfrieren von der Kieselsäure eingeschlossen und verbleiben somit als Verunreinigung im Endprodukt
Die Auswahl einer geeigneten Säure erfolgt zweckmäßigerweise indem man das erfindungsgemäße Verfahren mit der jeweiligen Säure durchgeführt und die so gewonnene Kieselsäure hinsichtlich ihres Gehaltes an Aluminium-, Eisen- und Titan-Ionen analysiert Eine solche Analyse kann zum Beispiel durch photometrische Bestimmung der genannten Ionen nach Abrauchen der Kieselsäure mit Flußsäure erfolgen. Organische Säuren, die zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens geeignet sind, können beispielsweise aus der Gruppe der Aminopolycarbonsäuren, der Polycarbonsäuren, wozu auch Carboxylgruppen enthaltende Polymerisate und Copolymerisate zählen, der Ethergruppen enthaltenden Polycarbonsäuren sowie auch der Phosphonsäuren ausgewählt werden. Derartige Säuren kännen neben Carboxylgruppen noch substituierte oder umsubstituierte Hydroxylgruppen sowie gegebenenfalls weitere Substituenten aufweisen.
Unter den vorstehend genannten organischen Säuren sind die Phosphonsäuren eine zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens besonders geeignete Gnippe. Insbesondere kommen hierzu solche Phosphonsäuren in Betracht, die mindestens eine Hydroxyl- und/oder Aminogruppe enthalten, beispielsweise 1 -Hydroxyethan-l,l-diphosphonsäure, Aminotrimethylenphosphonsäure oder Ethylendiamintetramethylenphosphonsäure. Aus der Gruppe dieser Säuren wird die l-Hydroxyethan-l,l-diphosphonsäure bevorzugt für das Verfahren gemäß der Erfindung eingesetzt, da sich mit dieser Säure ausgezeichnete Ergebnisse hinsichtlich des Reinheitsgrades der gewonnenen Kieselsäure erzielen lassen.
Nach Einstellen des erwünschten pH-Wertes und SiO2-Gehaltes wird das erhaltene Reaktionsgemisch mit Hilfe einer geeigneten Kühleinrichtung eingefroren. Dieses Einfrieren kann zum Beispiel chargenweise in Blocks oder auch kontinuierlich in Form dünner Filme erfolgen. Die Dauer sowie die zum Einfrieren anzuwendenden Temperaturen hängen von der Dimensionierung des zum Einfrieren verwendeten Gefäßes bzw. vom Volumen des einzufrierenden Reaktionsgemisches ab. Von Bedeutung ist hierbei lediglich, daß das gesamte flüssig; Reaktionsgemisch in einen Festkörper überführt wird, d. h. vollständig durchfroren ist.
Anschließend wird der erhaltene Festkörper wieder aufgetaut, gegebenenfalls unter Anwendung erhöhter Temperaturen. Die gebildete körnige Kieselsäure läßt sich mit Hilfe geeigneter Filtriereinrichtungen leicht von der Mutterlauge abtrennen. Der erhaltene unlösliche Rückstand wird zweckmäßigerweise mehrfach mit einer verdünnten wäßrigen Lösung der verwendeten Säure sowie anschließend mehrfach mit destilliertem oder entionisiertem Wasser ausgewaschen. Die gewonnene hochreine Kieselsäure wird — gegebenenfalls bei erhöhter Temperatur — getrocknet.
Aufgrund des hohen Reinheitsgrades kann die erfindungsgemäß hergestellte Kieselsäure als Ausgangsmaterial zur Gewinnung von Quarzglas Verwendung finden. Darüber hinaus kommt eine solche hochreine Kieselsäure insbesondere für alle diejenigen Anwendungszwecke in Frage, bei denen besondere Reinheitsanforderungen an Kieselsäure gestellt werden, zum Beispiel zur Herstellung von Spezialgläsern, als Katalysatorträger, als Hilfsmittel in der Nahrungsmittelindustrie sowie als Zusatz zu pharmazeutischen und kosmetischen Produkten.
In den nachfolgenden Beispielen wird die Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens näher erläutert.
Beispiel 1
38,2 g einer 60%igen wäßrigen Lösung von 1-Hydroxyethan-l,l-diphosphonsäure werden mit 361,8 g entionisiertem Wasser verdünnt. Zu dieser Lösung werden 124 g eines handelsüblichen Natronwasserglases (Molverhältnis SiO2: Na2O = 3,97; Gesamtfeststoffgehalt 28,1%) unter stetigem Rühren langsam zugegeben. Das resultierende Reaktionsgemisch weist einen SiO2-Gehalt von 5,28% sowie einen pH-Wert von 4,7 auf.
Dieses Reaktionsgemisch wird in einem verschließbaren 1 1-Kunststoffgefäß über 24 Stunden bei einer Temperatur von —20° C in einer Kühltruhe gelagert.
10
Das vollständig gefrorene Gemisch wird anschließend in einem Warmwasserbad (60° C) aufgetaut und der verbliebene feste Bodensatz über eine Nutsche abgesaugt Der unlösliche Rückstand wird fünfmal mit je 150 ml einer 0,5%igen wäßrigen Lösung der 1-Hydroxyethan-l,l-diphosphonsäure und danach dreimal mit je 150 ml entionisiertem Wasser gewaschen. Nach dem Trocknen bei 1040C verbleibt ein Rückstand von 29,6 g hochreiner körniger Kieselsäure.
Beispiel 2
52 g iiner 50°/oigen wäßrigen Lösung von Aminotrimethylenphosphonsäure werden mit 48 g entionisiertem Wasser verdünnt Zu dieser Lösung werden 126,4 g Natronwasserglas (analog Beispiel 1), verdünnt mit 306 g entionisiertem Wasser, unter Rühren langsam zugegeben. Das resultierende Reaktionsgemisch weist einen SiC>2-Gehalt von 53% sowie einen pH-Wert von 4,5 auf. Dieses Reaktionsgemisch wird in einer flachen Schale über 24 Stunden bei -5° C gelagert Die Aufarbeitung des vollständig gefrorenen Gemisches erfolgt wie in Beispiel 1 angegeben. Die Ausbeute an Kieselsäure beträgt 29,8 g.
Beispiel. 3
32,6 g Ethylendiamintetramethylenphosphonsäure werden in 67,4 g destilliertem Wasser suspendiert. Zu dieser Suspension wird eine Lösung von 125 g Natronwasserglas (analog Beispiel 1) in 300 g entionisiertem Wasser unter Rühren langsam zugegeben. Das resultierende Reaktionsgemisch weist einen Si(VGehalt von 5,31% S1O2 sowie einen pH-Wert von 4,42 auf. Die weitere Aufarbeitung erfolgt wie in Beispiel 1 angegeben. Die Ausbeute an Kieselsäure beträgt 28,4 g.
Beispiel 4
63,2 g Ethylendiamintetramethylenphosphonsäure werden in 136,8 g entionisiertem Wasser suspendiert Zu dieser Suspension wird eine Lösung von 187,06 g Natronwasserglas (analog Beispiel 1) in 396,44 g entionisiertem Wasser unter Rühren langsam zugege-
25
30
35 ben. Das resultierende Reaktionsgemisch weist einen SiO2-Gehalt von 531% sowie einen pH-Wert von 3,G6 auf. Die weitere Aufarbeitung erfolgt wie in Beispiel 1 angegeben. Die Ausbeute an Kieselsäure beträgt 40 g SiO2.
Beispiel 5
94,8 g Ethylendiamintetramethylenphosphonsäure werden in 1296 g entionisiertem Wasser suspendiert Zu dieser Suspension wird eine Lösung von 375 g Natronwasserglas (analog Beispiel 1) in 600 g entionisiertem Wasser unter Rühren langsam zugegeben. Das resultierende Reaktionsgemisch weist einen SiCb-Gehalt von 1% sowie einen pH-Wert von 439 auf. Das Ausfrieren erfolgt bei — 200C über 56 Stunden in einem 121-Kunststoffgefäß; die weitere Aufarbeitung analog Beispiel 1. Die Ausbeute an Kieselsäure beträgt 79,1 g.
Die nachstehende Tabelle zeigt die Analysenergebnisse der nach den Beispielen 1 bis 5 gewonnenen Kieselsäuren bezüglich des Gehaltes an Aluminium-, Eisen- und Titan-Ionen. Ferner enthält sie die entsprechenden Analysenwerte des verwendeten Wasserglases (Stückenglas), einer nach Beispiel 2 der DE-AS 12 68 122 gewonnenen Kieselsäure (Vergleichsbeispiel) sowie des brasilianischen Bergkristalls.
Tabelle Al Fe Ti
Analysenwerte (ppm) 13 54 <1
39 55 <1
Beispiel 1 45 60 <1
Beispiel 2 11 50 <1
Beispiel 3 35 53 <1
Beispiel 4 127 140 12
Beispiel 5 100 274 200
Bergkristall 582 294 207
Vergleichsbeispiel
Stückenglas

Claims (2)

  1. Patentansprüche:
    \. Verfahren zur Herstellung hochreiner, körniger Kieselsäure aus wäßrigen Alkalimetallsilikatlösungen mit einem Molverhäl'nis SiC>2: Me2Ü von 3,5 :1 bis 4 :1, wobei Me ein Alkalimetall bedeutet, durch Ansäuern derselben auf einen pH-Wert von 3 bis 5, wobei ein SiO2-Gehalt von ! bis 10 Gew.-% resultiert, Ausfrieren und anschließendem Wiederauftauen des Reaktionsgemisches sowie Filtrieren, Waschen und Trocknen des unlöslichen Rückstandes, dadurch gekennzeichnet daß man die Alkalimetallsilikatlösungen vor dem Ausfrieren mit mindestens einer Aluminium-, Titan- und Eisen-Ionen komplexierenden, in Wasser gelösten oder suspendierten organischen Säure, insbesondere einer mindestens eine Hydroxyl- und/oder Aminogruppe enthaltenden Phosphonsäure, versetzt, die unter den Verfahrensbedingungen lösliche Alkalimetallsalze zu bilden vermag.
  2. 2. Verwendung der nach Anspruch 1 erhaltenen hochreinen, körnigen Kieselsäure zur Herstellung von Quarzglas.
    Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung hochreiner, körniger Kieselsäure aus wäßrigen Alkalimetallsilikatlösungen mit einem Molverhältnis S1O2: Μβ2θ von 3,5 :1 bis 4 :1, wobei Me ein Alkalimetall bedeutet, durch Ansäuern derselben auf einen pH-Wert von 3 bis 5, wobei ein SiC>2-Gehalt von 1 bis 10 Gew.-% resultiert, Ausfrieren und anschließendem Wiederauftauen des Reaktionsgemisches sowie Filtrieren, Waschen und Trocknen des unlöslichen Rückstandes. Die so gewonnene Kieselsäure kann aufgrund ihres hohen Reinheitsgrades als Rohstoff zur Herstellung von Quarzglas Verwendung finden.
    Zur Herstellung von Quarzglas kommen im allgemeinen nur solche Rohstoffe in Frage, die einen sehr hohen Reinheitsgrad aufweisen, da Verunreinigungen des Ausgangsmaterials die Eigenschaften des erzeugten Quarzglases erheblich beeinträchtigen. Als Rohstoff verwendet man üblicherweise Bergkristall, der zu mindestens 99,7% aus S1O2 besteht und vorwiegend aus Brasilien oder Madagaskar importiert wird. Die Analyse eines brasilianischen Bergkristalls ergab beispielsweise die folgende Zusammensetzung:
    99,750% SiO2
    0,024% AI2O3
    0,020% Fe2O3
    0,002% TiO2
    0,013% CaO.
    (C. Döhler, Sprechsaal für Keramik, Glas, Email, Silikate, 99 (1966) 960 - 965).
    Der durch die Entwicklung der Technik bedingte, steigende Bedarf an Quarzglas zwingt zur Suche nach anderen Rohstoffen, die den Bergkristall zu ersetzen vermögen, hinsichtlich ihres Reinheitsgrades diesem jedoch nicht nachstehenden bzw. diesen sogar noch übertreffen. Als Ersatz für den Bergkristall können beispielsweise Kieselsäuren dienen, die sich bekanntlich aus Wasserglaslösungen gewinnen lassen. Doch weisen die handelsüblichen Wassergläser einen zu hohen Grad an Verunreinigungen auf, deren Eliminierung bislang nur durcfe technisch aufwendige Maßnahmen, zum Beispiel durch Elektrolyse, Dialyse, Elektrodialyse, Ionenaustausch oder Extraktionsverfahren ermöglicht ι werden konnte.
    In der DE-AS 12 68122 wird ein Verfahren zur Herstellung von zweidimensionaler (lepidoider) Kieselsäure aus Wasserglaslösungen beschrieben. Hierbei gießt man eine verdünnte Wasserglaslösung zu einer u vorgelegten Mineralsäure, vorzugsweise Schwefelsäure, bis der pH-Wert des Reaktionsgemisches auf 4,4 bis 4,8 eingestellt ist Anschließend wird das Reaktionsgemisch eingefroren und wiederaufgetaut, die gebildete unlösliche Kieselsäure von der Lösung abgetrennt, ausgewasehen und getrocknet
    In der Auslegeschrift wird die nach diesem Verfahren gewonnene Kieselsäure als »rein« bezeichnet Diese Kieselsäure weist jedoch den Nachteil auf, daß sie noch größere Mengen an Verunreinigungen in Form von Aluminium-, Eisen- und Titan-Ionen enthält, die sich durch bloßes Auswaschen nicht entfernen lassen (vergleiche Tabelle). Zudem erfordert dieses Verfahren die Einhaltung eines relativ engen pH-Bereiches sowie die Verwendung stark verdünnter Wasserglaslösungen.
    Aufgrund der erwähnten Verunreinigungen erscheint eine auf diese Weise gewonnene Kieselsäure als Ersatz für den Bergkristall zur Herstellung von Quarzglas wenig geeignet
    Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung war es daher, ein Verfahren zur Herstellung von hochreiner Kieselsäure aus Wasserglaslösungen zu entwickeln, die hinsichtlich ihres Gehaltes an Aluminium-, Eisen- und Titan-Ionen mit Bergkristall vergleichbar ist bzw. diesen an Reinheit übertrifft
    Gegenstand der Erfindung ist somit ein Verfahren zur Herstellung hochreiner, körniger Kieselsäure aus wäßrigen Alkalimetallsilikatlösungen mit einem Molverhältnis SiO2: Me2O von 3,5 :1 bis 4 :1, wobei Me ein Alkalimetall bedeutet, durch Ansäuern derselben auf einen pH-Wert von 3 bis 5, wobei ein SiO2-Gehalt von 1 bis 10 Gew.-% resultiert, Ausfrieren und anschließendem Wiederauftauen des Reaktionsgemisches sowie Filtrieren, Waschen und Trocknen des unlöslichen Rückstandes, welches dadurch gekennzeichnet ist, daß man die Alkalimetallsilikatlösungen vor dem Ausfrieren mit mindestens einer Aluminium-, Titan- und Eisen-Ionen komplexierenden, in Wasser gelösten oder suspendierten organischen Säure, insbesondere einer mindestens eine Hydroxyl- und/oder Aminogruppe enthaltenden Phosphonsäure, versetzt, die unter den Verfahrensbedingungen lösliche. Alkalimetallsalze zu bilden vermag.
    Es wurde nämlich gefunden, daß die Verwendung von Aluminium-, Eisen- und Titan-Ionen komplexierenden organischen Säuren unter den angeführten Verfahrensbedingungen zu einer hochreinen körnigen Kieselsäure führt, deren Reinheitsgrad mit dem des Bergkristalls durchaus vergleichbar ist bzw. diesen noch übertrifft (vergleiche Tabelle). Darüber hinaus erleichtert die körnige Struktur der erfindungsgemäß hergestellten Kieselsäure den Verfahrensablauf hinsichtlich des Abtrennens der Mutterlauge durch Filtration sowie des Auswaschens löslicher Salze.
    Für das erfindungsgemäße Verfahren finden Alkalimetallsilikatlösungen, d.h. Wasserglaslösungen, mit einem Molverhältnis S1O2: Μβ2θ im Bereich von 3,5 :1 bis 4:1 Verwendung. Als Alkalimetall Me kommt hierbei vorzugsweise Natrium oder Kalium in Frage.
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