DE283545C - - Google Patents

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DE283545C
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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 283545 KLASSE 3Od. GRUPPE
Vorrichtung zur Behandlung des Plattfußes. Patentiert im Deutschen Reiche vom 24. Februar 1914 ab.
Den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildet ein in der Hauptsache aus einer Ledersohle und mehreren Federn bestehendes Gerät, das zwecks Heilung des Plattfußes die Ferse um etwa 3 cm hebt.
Bisher vollzog sich die Behandlung und die Heilung von Plattfüßen in der Weise, daß durch geeignete Einlagen der Mittelfußknochen gehoben oder gestützt wurde. Andererseits versuchte man, durch Behandlung des Plattfußes vom Fersenbein aus Erfolge zu erzielen, indem das Fersenbein nach innen gedreht wurde. Diese Verfahren sind jedoch unvollkommen und führten in der Regel nicht zu den gewünschten Ergebnissen. Es hat sich nun folgendes ergeben. Jeder flache oder platte Fuß verschwindet, wofern noch keine Verwachsung der in Mitleidenschaft gezogenen Knochen eingetreten ist, in dem Augenblick, in dem der Leidende sich auf die Fußballen stellt und die Fersen hebt. Man wird gewahr, wie der innere Knöchel des Schienbeines durch die veränderte Fußstellung zurücktritt, während der äußere, dem Wadenbein angehörige, mehr oder weniger hervortritt. Für die nachhaltige Wirkung einer Plattfußeinlage ist es somit von besonderer Wichtigkeit, daß die Ferse die Sohle des Schuhes nicht berührt. Solchen Erscheinungen und solcher Überlegung entsprechend ist die vorliegende Einrichtung erdacht worden.
Es sind zwar auch Vorrichtungen zur Behandlung von Plattfüßen bekannt, die aus einer von mehreren Federn unterstützten Einlegesohle bestehen. Demgegenüber weist der Erfindungsgegenstand die besondere Ausbildung und Anordnung der Federn auf.
Die Erfindung besteht nämlich darin, daß an den beiden Enden der unter der Einlegesohle entlang geführten Stützfeder je eine weitere Stützfeder auf der Unterseite der ersten Feder derart befestigt ist, daß das freie Ende gegen die Unterseite der ersten Feder an der etwa den vorderen Enden der Fußwurzelknochen gegenüberliegenden Stelle stützend anliegt, und daß das freie Ende der vorderen Feder gegen die Unterseite und die Ausbiegung der Fersenfeder andrückt.
Die Zeichnung gibt eine Darstellung des Erfindungsgegenstandes.
Fig. ι zeigt die Vorrichtung von unten gesehen im Grundriß, während
Fig. 2 eine Seitenansicht des Gerätes im Mittelschnitt wiedergibt.
Wie Fig. ι und 2 erkennen lassen, sind die Ledersohle 1, die Längsfeder 2 und die Druckfeder 3 durch eine Mutterschraube 4 miteinander verbunden. An der Ledersohle 1 ist die Führungsbrücke 5 festgenietet, die eine Vereinigung der ersteren mit der Längsfeder 2 in der Weise herstellt, daß eine Verschiebung der Längsfeder 2 gegenüber der Ledersohle 1 möglich ist. An dem vorderen Ende der Längsfeder 2 ist mittels Niete die Hilfsfeder 6 angebracht. Der Druck der Blattfeder 3 kann durch Biegen der Federn geregelt werden.
Die Wirkungsweise des beschriebenen Gerätes ist folgende:
Beim Stehen und besonders beim Gehen wird die Ferse durch die Gestaltung der Federn ungefähr um 3 cm gehoben, und die gebogene Feder 3, die unter den vorderen Enden der Fußwurzelknochen und den hinteren der Mittelfußknochen auf der Längs-

Claims (1)

  1. feder endigt, drückt infolge der eintretenden Belastung die erwähnten Knochen in die Höhe. Der Fersendruck ist wegen der Auswölbung der Längsfeder 2 aufgehoben. Soll der Fuß beim Stehen ruhen, so kann er allmählich aus der Pronations- in die Suppinationsstellung übergeführt werden.
    Pa tent-Α νSpruch:
    Vorrichtung zur Behandlung von Plattfüßen, aus einer von mehreren Federn unterstützten Einlegesohle bestehend, dadurch gekennzeichnet, daß an den beiden Enden der unter der Einlegesohle (1) entlang geführten Stützfeder (2) je eine weitere Stützfeder (3 und 6)- auf der Unterseite der Feder (2) derart befestigt ist, daß das freie Ende der nach unten ausgebogenen Fersenfeder (3) gegen die Unterseite der Feder (2) an der etwa den vorderen Enden der Fußwurzelknochen gegenüberliegenden Stelle stützend anliegt, und daß das freie Ende der vorderen Feder (6) gegen die Unterseite und die Ausbiegung der Fersenfeder (3) andrückt.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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