DE282981C - - Google Patents

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DE282981C
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spindle
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D01NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
    • D01HSPINNING OR TWISTING
    • D01H1/00Spinning or twisting machines in which the product is wound-up continuously
    • D01H1/14Details
    • D01H1/20Driving or stopping arrangements
    • D01H1/24Driving or stopping arrangements for twisting or spinning arrangements, e.g. spindles
    • D01H1/241Driving or stopping arrangements for twisting or spinning arrangements, e.g. spindles driven by belt

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Spinning Or Twisting Of Yarns (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- Λϊ 282981 -. KLASSE 76 c. GRUPPE
Spindeltrieb für Spinn- und ähnliche Maschinen.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 8. April 1913 ab.
Vorliegende Erfindung bezieht sich auf einen Spindeltrieb für Spinn- und ähnliche Maschinen, bei welchem in bekannter Weise der Antriebswirtel ein Antriebsglied der Spindel unmittelbar .beeinflußt und eine Kupplungsvorrichtung vorgesehen ist, welche durch Schleuderkraft wirkt. Gemäß der voi liegenden Erfindung sitzen die Kupplungsglieder behufs unmittelbarer Kupplung des Antriebsgliedes mit dem an der Spindel
ίο festsitzenden Ringe in Ausnehmungen genannten Ringes derart, daß beim Anhalten der Spindel die Kupplungsglieder nicht mehr unter dem Einfluß der Schleuderkraft stehen. Weiterhin wird gemäß der Erfindung nach Freigabe einer angehaltenen Spindel diese zuerst durch Reibung von dem unmittelbar beeinflußten Antriebsgliede aus angetrieben, bis die Kupplungsglieder in die Löcher des genannten Ringes eingetreten sind, worauf der unmittelbare und positive Antrieb beginnt. Weiterhin werden die zur Kupplung dienenden Kugeln selbsttätig zurückgedrängt, sowie das angetriebene Glied oder die Spindel angehalten wird.
Auf der Zeichnung sind Ausführungsformen der Erfindung in den Fig. 1 bis 7 veranschaulicht.
ι bezeichnet die Spindelklinge, welche aus geeignetem Stoff und beliebiger Konstruktion sein kann. Bei der Darstellung kommt die übliche Metallspindelklinge zur Verwendung, welche in einem Spindelfuße 2 gelagert ist, der mit dem üblichen Halslager 3 versehen und an der Schiene 4 durch eine Schraubenmutter 5 festgelegt ist. Der Spindelfuß ist bei 6 durch die gestrichelten Linien angedeutet. Die beschriebenen Teile sind von bekannter und üblicher Konstruktion, und der Hals 7 des Spindelfußes wird zweckmäßig genau abgedreht, so daß eine zylindrische Außenfläche erhalten wird, welche senkrecht zur Unterseite 8 des Flansches 9 verläuft.
Der Hals 7 des Spindelfußes dient als Lager für das Antriebsglied 10, welches bei der Darstellung Zahne 11 aufweist, die in Löcher 12 eines Antriebsbandes 13 eingreifen. Letzteres wird vorzugsweise für den Antrieb verwendet, um eine Mehrzahl von Spindeln mit gewünschter Geschwindigkeit unmittelbar und stetig antreiben zu können.
Eine zylindrische Hülse 16 stellt ein Lager zwischen dem Halsteil des Spindelfußes und dem Antriebsgliede 10 dar, und' letzteres ruht auf einer Spiralfeder 17, so daß das Gewicht des Antriebsgliedes nicht an dem Bande 13 hängt und letzteres sich während seiner Längsbewegung frei in senkrechter Richtung verschieben kann. Ein Trog 18 aus vorzugsweise gepreßtem Faserstoff besitzt eine Öffnung 19, in welche der Spindelfuß 2 genau paßt. Der Trog umschließt die Spindel· und das Band in der Ebene des Antriebes, so daß ein Entweichen von Schmiergut verhindert und gleichzeitig Verletzungen durch das sich schnell bewegende Band und die Antriebsglieder verhütet werden.
Ein im Querschnitt umgekehrt trogförmiger Teil aus ebenfalls gepreßtem Fasergut erstreckt sich teleskopartig in dem Trog 18 nach unten und besitzt Löcher 21 von geeigneter Größe, durch welche die Spindelklinge und die mit ihr verbundenen Teile hindurchgehen können. Dieser Deckel 20 wird durch geeignete Vorrichtungen in der richtigen Höhe von dem Boden
des Troges i8 aus unterstützt gehalten. Bei der Darstellung kommt eine metallene Kopfplatte 25 zur Anwendung, an welcher der Deckel 20 durch Niete 26 befestigt ist. Die Kopfplatte wird unmittelbar von der Spindelschiene durch Kosten unterstützt gehalten.
Gemäß der Erfindung kommen nun Vorrichtungen zur Anwendung, um eine Spindelklinge anzuhalten, während das Antriebsglied 10 durch die Beeinflussung des Bandes 13 weiter gedreht wird. Zweckmäßig wird hierzu ein Kupplungsglied 40 verwendet, welches durch die Schleuderkraft beeinflußt wird, um die Spindelklinge mit dem Antriebsgliede zu kuppeln. Hierzu können irgendwelche beliebigen Kupplungsglieder verwendet werden, wie beispielsweise eine Kugel oder eine Reihe von Kugeln, welche, wie dargestellt, in radialen Ausnehmungen 41 eines Metallringes 42 angeordnet sind, der fest an der Spindelklinge 1 sitzt. Die fraglichen Ausnehmungen befinden sich zweckmäßig in gleichem Abstande voneinander, und die Kugeln verschieben sich radial nach außen, sowie die Spindelklinge 1 in- Umdrehung versetzt wird.
Behufs Herstellung einer Verbindung zwischen diesen Kugeln und dem Antriebsgliede 10 kann irgendeine geeignete Vorrichtung verwendet werden. Bei der Dai stellung kommt ein sich drehendes Glied 45 zur Verwendung, welches die Gestalt eines Ringes hat und nach unten reichende Stifte oder Bolzen 46 aufweist, die in Ausnehmungen 47 in der Wandung des Antriebsgliedes eintreten. Fragliche Ausnehmungen 47 sowie die Bolzen 46 erhalten zweckmäßig eine genügende Länge, um ein Spiel des Antriebsgliedes 10 in senkrechter Richtung zu ermöglichen, ohne daß die fraglichen Teile außer Eingriff treten. Der Ring 45 erhält zweckmäßig einen solchen inneren Durchmesser, daß er auf den Kugelring 42 paßt, so daß bei der Beeinflussung des Antriebsgliedes 10 durch das Antriebsband die auftretende Reibung an dem ' Ringe 45 dem Kugelringe 42 eine Anfangsbewegung übermittelt. Hierdurch werden die Kugeln in radialer Richtung nach außen und in Eingriff mit dem unmittelbar angetriebenen Ringe 45 gebracht, welcher zweckmäßig mit Einrichtungen versehen ist, um eine unmittelbar wirkende Verbindung zwischen den Ringen 42 und 45 durch Vermittelung der Kugeln herbeizuführen.
Zu dem angegebenen Zwecke kann irgendeine beliebige Vorrichtung zur Verwendung kommen. Bei der Darstellung sind eine Reihe Löcher 49 vorgesehen, welche zweckmäßig in gleichem Abstande voneinander stehen und in der Anzahl der Zahl der Kugeln entsprechen. Bei der Darstellung sind drei Löcher vorhanden und wenn der Ring 45 ungefähr die Geschwindigkeit des Ringes 42 hat, werden die Kugeln, in die Löcher 49 des Ringes 45 eintreten und somit die beiden Ringe verriegeln. Die Löcher 49 werden im Durchmesser etwas kleiner gehalten als die Kugeln, so daß die radiale Auswärtsbewegung der letzteren durch die Löcher aufgehalten wird. Dadurch, daß die Löcher 49 eine bestimmte Größe bezüglich des Durchmessers der Kugeln erhalten, kann der Betrag der Vorbewegung genau bestimmt werden und demzufolge die Verriegelung so fest als erf orderlieh gewählt werden.
Wenn die Spindel sich mit derselben Geschwindigkeit wie das Antriebsglied 10 dreht, kann der Arbeiter die Spindelklinge 1 erfassen, um beispielsweise eine Spule abzuziehen oder aus einem anderen Grunde die Drehung der Spindel zu hemmen. Der Stillstand einer Spindelklinge 1 beeinflußt in keiner Weise die Drehung des Ringes 45, da der Druck der Kugeln unter der Einwirkung der Schleuderkraft bei richtiger Einstellung nicht genügt, um ihre Zurück- ■ bewegung in die Nuten infolge des Eingriffes des Ringes 45 mit der gekrümmten Wandung zu verhindern. Sowie also die Kugeln in radialer Richtung nach der Spindelklinge 1 zurückgedrängt werden, kommt die Spindelklinge zum Stillstand, und der Ring 45 dreht sich frei unter der Beeinflussung des unmittelbar angetriebenen Antriebsgliedes 10.
Hierbei können geeignete Vorrichtungen zur Verwendung kommen, um die Ringe 42, 45 in der richtigen Stellung zu halten. Bei der dargestellten Ausführungsform erstreckt sich ein Teil des Ringes 45 nach innen zwischen dem Ring 42 und dem Flansch 33, so daß ein Flansch von etwas geringerer Stärke hergestellt wird als die des Teiles 55 des Ringes 42, der seinerseits genügend hoch ausgebildet wird, um mit der Unterseite des Flansches 33 in Eingriff zu treten. Hierdurch wird für die Ringe 31 und 42 sowie für den daran drehbaren Ring 45 eine einheitliche starre Ausbildung geschaffen.
In den Fig. 6 und 7 sind andere Ausführungsformen dieser Kupplung veranschaulicht. Bei der in der Fig. 6 dargestellten Ausführungsform kommt ein Flansch 127 zur Verwendung, welcher in seiner Wirkung dem Flansche 27 der oben beschriebenen Ausführungsform entspricht. Der Flansch 127 bildet jedoch einen Teil eines Gliedes, welcher aus Blech in geeigneter Weise ausgestanzt wird. Ein Halsteil 145 tritt hierbei zwischen die Ringe 131 und 142, und da der Flansch 127 sich mit dem Ringe 145 nicht dreht, dient er dazu, die Emporbewegung der Spindelklinge 101 zu begrenzen, wenn letztere beim Abnehmen einer Spule angehoben wird.
Die Wirkungsweise der in den Ausnehmungen 141 durch die Schleuderkraft sich verschiebenden Kugeln 140, welche in Ausnehmungen 149 des Ringes 145 eintreten, ist dieselbe wie oben beschrieben. Die Kupplungsbolzen oder Stifte
treten ebenso wie vorher mit dem Antriebsgliede ho in Eingriff und ermöglichen dem letzteren eine Aufwärts- und Abwärtsbewegung, ohne die Spindelklinge ioi von ihrem Fußlager 106 abzuheben, gleichgültig, ob letztere in Bewegung oder in Ruhe ist. Die Spindelklinge ioi kann ebenso wie vorher durch Erfassen angehalten werden, wobei das Antriebsglied ho in seiner Drehung fortfährt. Wenn
ίο nach Freigabe der Spindel ioi die auftretende Reibung zwischen den Ringen 142 und 145 die Spindelklinge in Umdrehung versetzt und die Schleuderkraft auf die Kugeln 140 einwirkt, werden letztere ungefähr innerhalb einer Sekünde in die Ausnehmungen 149 des Ringes 145 eintreten, worauf die Spindelklinge unmittelbar von dem Antriebsgliede 110 angetrieben wird. Bei der in Fig. 7 dargestellten Ausführungsform ist der Flansch 227 in geeigneter Weise durch Biegen hergestellt anstatt durch Ausstanzen, wie im vorher beschriebenen Ausführungsbeispiele ; im übrigen ist die Konstruktion und Wirkungsweise der Teile dieselbe.

Claims (4)

  1. Patent-An Sprüche:
    I. Spindeltrieb für Spinn- und ähnliche Maschinen, bei welchem der Antriebswirtel ein Antriebsglied der Spindel unmittelbar beeinflußt und eine durch Schleuderkraft wirkende Kupplungsvorrichtung vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet, daß behufs unmittelbarer Kupplung des Antriebsgliedes (Ring 45) mit dem an der Spindel festsitzenden Ringe (42) die Kupplungsglieder in Ausnehmungen des Ringes (42) sitzen, derart, daß beim Anhalten der Spindel die Kupplungsglieder nicht mehr unter dem Einfluß der Schleuderkraft stehen.
  2. 2. Spindeltrieb gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß nach Freigabe einer angehaltenen Spindel diese zuerst durch Reibung von dem unmittelbar beeinflußten Drehringe (45) aus angetrieben wird, bis die KupplungsgUeder in die Löcher des Ringes (45) eingetreten sind, worauf der unmittelbare und positive Antrieb beginnt.
  3. 3. Spindeltrieb gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die zur Kupplung dienenden Kugeln (40) selbsttätig zurückgedrängt werden, sowie das angetriebene Glied (Spindel 1) angehalten wird.
  4. 4. Spindeltrieb gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die zur Aufnahme der Kupplungsglieder (40) dienenden Löher (49) des Ringes (45) kleiner sind als der Durchmesser der Kupplungsglieder, zum Zwecke, die radiale Vorbewegung der letzteren zu begrenzen.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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