DE649800C - Reibungskupplung mit von Hand und durch Fliehkraft geregelter stufenweiser Einrueckung - Google Patents
Reibungskupplung mit von Hand und durch Fliehkraft geregelter stufenweiser EinrueckungInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Reibungskupplung mit von Hand und durch
Fliehkraft geregelter stufenweiser Einrückung. Kupplungen dieser Art, welche mit einer
axial verschiebbaren Druckplatte zum Anpressen der Reibscheibe gegen das treibende
Kupplungsglied und einer mit dem treibenden Glied sich, drehenden, axial verschiebbaren
Tragscheibe versehen sind, an welcher Flieh-
10. gewichte ausschwingbar sitzen, sind bekannt. Während nun bei der bekannten Kupplung
zwischen der die Fliehgewichte tragenden Tragscheibe und der Druckplatte Federn angeordnet
sind, welche beim Ausschwingen der Fliehgewichte unter höheren Druck versetzt werden, um die Druckplatte gegen die Reibscheibe
zu pressen, wird erfindungsgemäß die Tragscheibe derart angeordnet, daß einige der Fliehgewichte bei einer bestimmten Dreh-
ao zahl unmittelbar auf die Druckplatte einwirken,
um sie gegen die Reibscheibe zu pressen, während die übrigen Fliehgewichte in bekannter
Weise bei erhöhter Drehzahl einen erhöhten Druck auf die Druckplatte ausüben, indem sie sich unmittelbar gegen eine zwischen
Druckplatte und Tragscheibe angeordnete Hilfsplatte legen. Ferner sind erfindungsgemäß
zwischen der Tragscheibe und der Abschlußwand des Kupplungsgehäuses Druckfedern eingespannt, die durch von Hand verstellbare
und mit der Tragscheibe gekuppelte Schaltglieder zusammengepreßt werden, wenn die Trags'cheibe durch die Schaltglieder entgegen
der Kraft der Federn axial verschoben wird, um dadurch die Kupplung für selbsttätige
Einrückung durch die Fliehgewichte herzurichten.
Diese neuartige Anordnung der Fliehgewichte sowie die Kupplung der von Hand
bzw. Fuß verstellbaren Schaltglieder mit der die Fliehgewichte tragenden Tragscheibe hat
nun die neuartige Arbeitsweise der Kupplung zur Folge, die im wesentlichen darin besteht,
daß die Reibungskupplung nicht nur ohne weiteres selbsttätig arbeitet, sondern auch
jederzeit von Hand eingerückt und ausgerückt werden kann. Bei der bekannten Reibungskupplung,
bei welcher die von Hand bzw. vom Fuß verstellbaren Schaltglieder unmittelbar mit der Druckscheibe gekuppelt sind,
ist eine derartige Arbeitsweise nicht ohne weiteres möglich, und es ist notwendig, zusätzliche
Kupplungsteile, nämlich eine kleinere Hilfsreibscheibe oder* Hilfskupplung anzuordnen,
die bei stehengebliebenem Motor selbsttätig eingerückt wird, damit der Motor wieder angeworfen werden' kann.. Bei der
Erfindung ist eine derartige Hilfskupplung nicht notwendig, da durch zwangsweise Verstellung
der Tragscheibe vermittels der durch den Fuß betätigten Schaltglieder die Kupplung
eingerückt werden kann, ohne daß die Fliehgewichte durch die Fliehkraft betätigt
zu werden brauchen.
Die Zeichnungen stellen ein Ausführungs-3 beispiel der Kupplung dar:
Abb. ι ist ein senkrechter Mittelschnitt durch eine Fahrzeugkupplung in der selbst-
tätigen Ausrücklage nach der Linie I-I der
Abb. 7.
Abb. 2 ist ein ähnlicher Schnitt bei Beginn der selbsttätigen Einschaltung und
Abb. 3 ein Schnitt nach der Linie III-III der Abb. 7, bei unter dem Einfluß der Fliehgewichte vollständig eingerückter Kupplung. Abb. 4 ist ein Einzelheitsschnitt nach der Linie IV-IV der Abb. 7 und zeigt eine der
Abb. 3 ein Schnitt nach der Linie III-III der Abb. 7, bei unter dem Einfluß der Fliehgewichte vollständig eingerückter Kupplung. Abb. 4 ist ein Einzelheitsschnitt nach der Linie IV-IV der Abb. 7 und zeigt eine der
ίο zusätzlichen Druckfedern in der äußeren
Kreisreihe.
Abb. 5 ist ein Schnitt entsprechend dem der Abb. 1, \vobei aber die Kupplung von
Hand eingeschaltet ist.
Abb. 6 ist ein Schnitt durch den unteren Teil der Abb. 3, der die Kupplung von Hand
aus ausgeschaltet zeigt.
Abb. 7 ist eine Rückansicht des Kupplungsge.häuses unter Weglassung einiger Teile.
Die dargestellte Kupplung weist nur eine Kupplungsscheibe auf, doch kann die Erfindung
auch auf Kupplungen" mit einer Mehrzahl von solchen Scheiben angewendet werden.
Die Kurbelwelle 10 ist starr mit dem Schwungrad 11 verbunden, dessen eine Seitenfläche
als Antriebsfläche für die Kupp-■ lung verwendet wird. Es ist eine axial verschiebbare
Druckplatte 12 angeordnet, durch welche beim 'Einrücken der Kupplung die
Reibscheibe 13 gegen das Schwungrad 11 zu
verschoben wird. Die Kupplungsscheibe 13 ist auf beiden Seiten mit einem Reibbelag in
Gestalt von Reibringen 14 versehen und kann mittels der Nabe 15 auf dem mit einer Mehrzahl
von Nuten versehenen getriebenen Wellenteil 16 zwar verschoben, aber nicht gedreht
werden. Die Druckplatte 12 und die zu ihrer Verschiebung dienende Einrichtung
sind in einem Gehäuse 17 angeordnet, welches mit dem Schwungrad 11 beliebig verbunden
sein kann, z. B. durch Schrauben o. dgl. An dem Umfang der Druckplatte 12 befinden sich
Ansätze 18, die in Schlitze 19 des Gehäuses
eingreifen und auf diese Weise die Mitnähme der Druckplatte durch das Schwungrad
11 \-erursachen.
Die bisher beschriebenen Teile ergeben in ihrer Zusammenstellung die gewöhnliche handüberwachte
Kupplung. Bei solchen Kupphingen wird die Druckplatte durch Federn beständig in die Einrücklage gedrängt, aus
der sie, wie bei anderen Kupplungen gebräuchlich, durch einen Hebel auf einer Welle
20 ausgerückt wird. Auf dieser Welle 20 sitzt eine Gabel 21, welche eine Hülse 22
verschieben kann, die sich gleitbar auf einer die getriebene Welle 16 umschließenden Hülse
2^ befindet, welche als Lager für die Welle dienen kann und mit dem Vorgelegekasten 24
starr verbunden ist. Die gleitbare Kupplungshülse 22 dient auch zur Unterstützung
eines Lagers 25, das namentlich Beanspruchungen in der Achsrichtung aufnimmt. Auf
dem dem Schwungrad zugewandten Wandteil dieses Lagers liegen die Enden von Schaltgliedern
26 auf, welche bei den gewöhnlichen ausschließlich von Hand ein- und ausgerückten
Kupplungen unmittelbar auf die Druckplatte so einwirken, daß sie bei ihrer Aus- v
schwingung die Druckplatte entgegen der Federkraft abheben. In der vorliegenden Ausführungsform
der Kupplung wirken nun diese Glieder 26 zwar nicht unmittelbar auf die Druckplatte 12.ein, doch dienen sie trotzdem
dazu, die Druckplatte zu bewegen, je nach der Bedienung der Kupplung durch den Fahrer.
Die Schaltglieder 26 sind durch Zapfen 27 mit Stiften 28 gelenkig verbunden, welche
durch verstellbare Muttern 29 in dem Gehäuse 17 gehalten werden. Zur Sicherung
dieser Stifte 28 in dem Gehäuse werden die Stifte von Schraubenfedern 30 umschlossen,
welche zwischen die Innenwand des Gehäusebodens und eine die Stifte 28 umschließende
Scheibe eingeschaltet sind und diese Stifte umgeben. Durch Verstellung der Muttern 29
können die Stifte 28 mehr oder weniger weit nach außen oder einwärts verschoben werden,
und dadurch wird die richtige Einstellung der Ausrückhebel 26 schon während der Herstellung der Kupplung bestimmt.
Die kürzeren Arme der Hebel 26 dringen mit Ansätzen 31 in Öffnungen 32 eines Flansches
33 ein, welcher am Umfang einer Tragscheibe 34 zylindrisch nach außen steht. Der
Flansch befindet sich jedoch noch im Innern des Gehäuses 17. Die Tragscheibe 34 dient
zur Unterstützung der Kupplungsfedern 35* welche unter Druck zwischen dem Boden des
Gehäuses 17 und diese Tragscheibe 34 eingesetzt sind. Diese Anordnung unterscheidet
sich von den bekannten Kupplungen, in welchen die Druckfedern gewöhnlich auf die
Druckplatte unmittelbar eingreifen. Eine Hilfsplatte 36 ist zwischen die Tragscheibe
34 und die Druckplatte 12 eingeschaltet, und unter bestimmten Betriebsbedingungen werden
die Druckplatte und die Hilfsplatte und Tragscheibe fest aneinandergedrückt. Es no
bewegt sich dann die Druckplatte 12 mit der die Federn tragenden Scheibe 34. Die Spannung
der Federn 35 hat das Bestreben, die Tragscheibe 34 nach links (Abb. 1) zu drängen.
Der Flansch 33 dieser Scheibe 34 andererseits wird dann die Spitzen der Hebel 26 nach links drücken, um auf das Lager 22
verschiebend nach rechts einzuwirken. Wird dieses Lager nach rechts geschoben, wie in
Abb. 5 dargestellt, so kann die Scheibe 34 auf die Druckplatte 12 einwirken. Wird jedoch
die Lagerhülse 22 nach links bewegt
(Abb. 6), so bewegen die Enden 31 der Hebel
26 die Tragscheibe 34 nach rechts, und dadurch' wird die Druckplatte 12 abgehoben,
selbst wenn infolge des Einflusses · der Gewichte 42 eine Bewegung nach links und also
eine volle Einrückung der Kupplung stattgefunden haben sollte. Die Gabel 21 zum
Ein- und Ausrücken der Kupplung durch Eingriff auf die Lagerhülse 22 hat also eine
Mittelstellung, in welcher die Kupplung selbsttätig durch die Gewichte ein- und ausgerückt
wird, wohingegen beim Bewegen nach links oder rechts die Kupplung von Hand
überwacht wird.
Nach Abb. 7 sind im ganzen fünfzehn Druckfedern 35 vorhanden. Von diesen fünfzehn
Federn sitzen sechs auf einem äußeren Kreis, und zwar in Paaren nebeneinander,
je ein Paar zwischen zwei Ausrückhebeln 26.
Wie in Abb. 4 gezeigt, umschließen diese äußeren Federn 35 je einen kurzen Zapfen
37, welcher sich sowohl durch die Tragscheibe 34 als auch durch die Hilfsplatte 36 hindurch
erstreckt. In dieser Hilfsplatte ist jeder Stift 37 beliebig verankert. Das andere
Ende jedes Stiftes ist in einer Bohrung 38 des Gehäuses 17 gleitbar. Jeder dieser Zapfen
37 hat ferner zwischen seinen Enden einen Bund 39, der als Abstützfiäche für eine
Feder 40 dient. Diese Rückzugsfeder sitzt im Innern der Schraubenfeder 35 des betreffenden
Zapfens, und die Rückzugs federn in ihrer Gesamtheit dienen dazu, die Hilfsplatte
36 gewöhnlich nachgiebig gegen die Trag scheibe 34 angedrückt zu erhalten.
Auch von dem zweiten Satz von Federn 35, -die in einem inneren Kreis angeordnet
sind (Abb. 7), haben sechs Federn ähnliche Zapfen 37 und Rückzugsfedern 40, um die
Hilfsplatte 36 gegen die Tragscheibe 34 angedrückt zu erhalten. Dieser innere Satz von
Federn hat jedoch auch drei Federn 35, welche nach Abb. 5 Zapfen 41 umgeben. Auch
diese Zapfen werden "zusätzlich von den Fedem 35 umschlossen. Diese Zapfen sind jedoch
nicht in der Hilfsplatte 36 verankert wie die Zapfen 37, sondern in der Druck-
- platte 12, um so beständig die Druckplatte nach außen zu ziehen. Die Rückzugsfedern
40 dieser Zapfen 41 legen sich nämlich auch mit ihren äußeren Enden gegen einen Bund
39 dieser Zapfen, und die inneren Enden der Zapfen sind mit der Druckplatte fest verbunden.
Diese drei Rückzugsfedern 40 um die Zapfen 41 überwachen demnach den ersten
Schritt zum selbsttätigen Eingriff der Kupplung, während die anderen zwölf Rückzugs federn
40 auf die Hilfsplatte 36 einwirken und den- zweiten Schritt der selbsttätigen
Kupplungsbehandiung überwachen. Je nach der Wahl -der Anzahl und Stärke der Federn
in jeder der beiden Gruppen wird also eine Veränderung jener Bedingungen möglich sein,
die die Schlüpfung des einen Kupplungsteiles mit Bezug auf den anderen gestatten. Die
richtige Wahl der Federn in jeder Gruppe bedingt demnach die Raschheit des Kupplungseingriffes
beim Eintritt von Beschleunigungen, soweit die selbstätig wirkenden Teile der Kupplung diesen Eingriff herbeiführen.
Die Einrichtung zum selbsttätigen Einrücken bzw. Ausrücken der Kupplung arbeitet,
indem sie die Druckplatte 12 von der Tragscheibe 34 abhebt. Die Scheibe 34
bleibt dabei in einer Lage, die von der Stellung der Hülse 22 abhängt, mit Ausnahme
jener Betriebsverhältnisse, bei denen die Kupplung entweder von Hand oder durch die
selbsttätig arbeitenden Gleichgewichte vollständig eingerückt ist. Bei der selbsttätigen
Einrückung wird die Tragscheibe 34 etwas nach rechts verschoben, um die Hebel 26 mit
von der Hülse 22 abzuheben (Abb. 3), wodurch vermieden wird, daß diese auf dem Lager 2$ der Hülse 22 schleifen und die 8g
Lagerhülse 22 selbst der Übertragung der Belastung enthoben wird.
Der selbsttätige Eingriff der beiden Kupplungsteile wird in zwei Schritten ausgeführt.
Es sind zu diesem Zweck zwei Sätze von go Fliehkraftgewichten 42 angeordnet. Diese
Gewichte sind mit Bezug auf die Tragscheibe 34 derartig unterstützt, daß sie unter dem
Einfluß der Fliehkraft nach außen geworfen werden, um mit dem Flansch 33 dieser Scheibe 34 in Berührung zu geraten. Dieser
Flansch ist gegenüber den Fliehkraftgewichten42 abgeflacht, damit die Gewichte auf
einer größeren Fläche sich gegen den Flansch legen können. Die beiden Sätze von Gewichten
42 sind genau gleichartig ausgebildet und dadurch hergestellt, daß Stanzstücke aus
schwererem Blech nebeneinandergelegt und miteinander vernietet werden. Die Vernietung
erfolgt bei 43. Nach Abb. 1 haben diese Stanzstücke und deshalb auch die Fliehgewichte
42 Ansätze 44, die in Ausschnitten der Tragscheibe 34 liegen. An diese Ansätze setzen sich nach einwärts hakenförmig abgebogene
Fortsätze 45 an, deren freie Enden durch die Tragscheibe 34 nach außen abgedeckt
werden und selbst in Ausschnitten der Hilfsplatte 36 liegen. Die Arbeitskante der
Ansätze 44 ist bei 46 angedeutet, und diese Kante liegt entweder an der Hilfsplatte 36
an, wie in Abb. 3 gezeigt, oder aber sie legt sich gegen ein Einsatzstück 47, das-aus zweckmäßig
gehärtetem Metall besteht (Abb. 1). Diese An- und Fortsätze haben das Aussehen
eines Schuhes, dessen Zehenteil bei 45 liegt, während der Fersenteil bei 46 auf der Hilfsplatte
36 aufsitzt. Die Führung dieser Flieh-
kraftgewichte beim Ausschwingen erfolgt also durch die Schlitze in der Federntragscheibe
34, und der Flansch 33 dieser Scheibe begrenzt die Schwingbewegung. Werden die Gewichte unter dem Einfluß
der Fliehkraft nach auswärts bewegt, so schwingen sie um die Ferse 46 und heben dadurch
die Zehenteile 45 des Schuhes so an, daß die Tragscheibe 34 von der Druckplatte
hinweg angehoben wird. Da jedoch die Tragscheibe 34 von den Federn 35 nach der entgegengesetzten
Richtung, d. h. gegen die Druckplatte hingedrängt wird, werden die Fersen 46 eine Verschiebung der Druckplatte
12 und natürlich auch der Hilfsplatte 36 nach links hin herbeiführen, um eine Trennung
dieser Platten 12,36 von der Federntragscheibe
herbeizuführen. Die Druckplatte 12 wird dadurch an die Reibscheibe bzw. deren
Reibbelag angepreßt.
Die Teile der Kupplung sind so eingestellt, daß das Anpressen der Druckplatte auf die
Kupplungsscheibe stattfindet, noch ehe die Gewichte 42 mit dem Flansch 33 der Federntragscheibe
34 in Eingriff getreten sind. Wenn demnach eine weitere Verschiebung der Druckplatte 12 nach links (Abb. 2) nicht
mehr eintreten kann, weil schon die Kupplungsscheibe die Druckscheibe berührt, die
Gewichte 42 ihre Bewegung nach außen jedoch noch etwas weiter fortsetzen, so wird
durch die Zehenteile 45 eine Verschiebung der Federntragscheibe 34 nach rechts stattfinden
müssen, und damit wird nun erreicht, daß die gesamte Federbelastung auf die Druckplatte 12 einwirkt. Gleichzeitig wird
jedoch durch diese Abhebung der Tragscheibe 34, wie in Abb. 3 dargestellt, erreicht, daß
die Enden der Hebel 26 von der Gleithülse 22 bzw. deren Lager 25 abgehoben werden.
Diese beiden Abschnitte für das Einkuppeln unter dem Einfluß der Fliehkraftgewichte
sind in Abb. 2 und 3 dargestellt. Der erste nach Abb. 2 ist darauf zurückzuführen, daß
aus jeder Gruppe von drei Gewichten 42 zwischen zwei Hebeln 26 (Abb. 7) das mittlere
Gewicht der Gruppe das Andrücken der Platte 12 herbeiführt. Es wirken wohl die drei
Mittelgewichte der drei Gruppen unmittelbar auf die Druckplatte 12 ein, und diese Gewichte
müssen demnach nur jenen Feder druck überwinden, der von den Federn 40 auf den langen Stiften 41 ausgeübt wird. Die Stärke
dieser Rückzugsfedern 40 bestimmt demnach die Geschwindigkeit des Ausschwenkens, da
diese das Bestreben haben, dem Auswärtsschwingen der Gewichte 42 zu widerstehen.
Da die Kraft dieser Rückzugsfedern 40 leicht geändert werden kann, kann auch der Wirkungsbeginn
leicht geändert werden. Zweckmäßig wird eine Ausschwenkgeschwindigkeit gewählt, die etwas größer ist als die beim
Leerlauf der Maschine, so daß also eine Einrückung der Kupplung nicht eher stattfindet,
bis die Maschine über diese Leerlaufgeschwindigkeit hinaus umläuft, beispielsweise wenn
durch erhöhte Zufuhr von Brennstoff die Geschwindigkeit vergrößert wird.
Die zweite Stufe des Einrückens der Kupplung durch die Fliehkraftgewichte findet statt,
indem die sechs anderen Gewichte, d. h. die beiden äußeren Gewichte 42 aus jeder Gruppe
von drei Gewichten in Wirkung treten. Es sind dies jene Gewichte 42, welche die von
den kürzeren Rückzugsfedern herrührenden Drücke zu überwinden haben, d. h. also die
Kraft jener Federn 40, welche die Stifte 37 umschließen. Diese Stifte sind nach Abb. 3
an ihrem inneren Ende mit der Hilfsplatte 36 verbunden. Während nur drei längere Stifte
41 angeordnet sind, sind zwölf kürzere Stifte 37 vorhanden. Es wird also die Platte 36
durch diese Federn 40 nunmehr nach links (Abb. 3) gedrückt, bis sie sich gegen die
Druckplatte 12 anlegt. -
Selbst diese Lage, in welcher nunmehr das Zusammenwirken zwischen Hilfsplatte und
Druckplatte hergestellt ist und die Federn 40 aller Stifte 37,41 wirksam sind, ist noch nicht
jene Lage, in welcher die Gewichte 42 ihre äußerste Schwinggrenze erreicht haben. Die
Gewichte befinden sich immer noch in einem geringen Abstand von dem Flansch 33 der
Tragscheibe 34. Wenn dann der Eingriff auf diesen Flansch durch weiteres Ausschwingen
der Gewichte 42 stattfindet, wird die Tragscheibe 34 nach rechts verschoben, und die
Federn 35 wirken nicht mehr auf die Hebel 26 ein, so daß diese Federn mittelbar das
Zusammenwirken der Druckplatte 12 mit der Kupplungsscheibe 13 sichern.
Die mittleren Gewichte 42 der drei Gruppen, bestellend aus je drei Gewichten, haben
also beim Ausschwingen nur die Kraft von drei Federn zu überwinden, um die Druckplatte
12 in die Lage nach Abb. 2 zu bringen. Die bei der zweiten Stufe in Wirkung tretenden
Gewichte 42 haben jedoch je die Kraft von zwei solchen Federn 40 zu überwinden, und es ist demnach augenscheinlich, daß eine
höhere Geschwindigkeit des Fahrzeugs erforderlich ist, damit durch die Fliehkraft die
Gewichte der zweiten Stufe zur Wirkung kommen, nachdem die Gewichte der ersten Stufe bereits die Lage nach Abb. 2 erreicht
haben. Der Geschwindigkeitsunterschied zwischen der ersten und der zweiten Stufe des
Kupplungseinrückens durch die Fliehkraftgewichte bedingt demnach eine allmähliche
Anwendung des Kupplungsdruckes, so daß auch beim Einrücken der Kupplung durch die Fliehkraftgewichte eine Geschwindigkeits-
Claims (4)
- zone vorhanden ist, die Schlupf ermöglicht. Es werden also hierbei zuerst die zwischen den Teilen vorhandenen Spielräume geschlossen, und dann findet eine stoßfreie Mitnähme der getriebenen Welle von der treibenden Welle durch die Kupplung statt. Diese stoßfreie Mitnahme tritt ein, gleichgültig, ob die getriebene Welle sich vollständig im Ruhezustand befindet, wenn die Kupplungίο einzurücken ist, oder ob sie umläuft, wenn also beispielsweise bei einem Kraftfahrzeug von einer Stufe des Vorgeleges auf eine andere geschaltet wird. Die Größe der Schlupfzone kann verändert werden entweder durch Änderung der Gewichte 42 oder der Stärke der Federn 40 oder durch Änderung beider. Die Größe des Kupplungsdruckes bei vollständig eingerückter Kupplung kann durch Veränderung der Druckfedern 35 geändert werden.Bei der erfindungsgemäßen Kupplung bleibt die selbsttätige Einrückvorrichtung stets von der Handeinrückvorrichtung beherrscht. Das Einrücken auf den vollen Kupplungseingriff kann durch Verschiebung der Hülse 22 von Hand schon herbeigeführt werden, noch ehe' die Geschwindigkeit erreicht ist, bei welcher die Gewichte selbsttätig diesen Eingriff herbeiführen würden. Wenn die Kupplung von Hand .eingerückt wird, hat sie dabei den Widerstand der selbsttätigen Kupplungseinrichtung nicht zu überwinden. >Pa τ κ ν τ α ν s ρ u ü c i-i ε :ι. Reibungskupplung mit von Hand und durch Fliehkraft geregelter stufenweiser Einrückung mit einer axial verschieb-" baren Druckplatte zum Anpressen der Reibscheibe gegen das treibende Kupplungsglied und einer mit dem treibenden Glied sich drehenden, axial verschiebbaren Tragscheibe, an welcher Fliehgewichte ausschwingbar sitzen, dadurch gekennzeichnet, daß einige von den Fliehgewichten (ti, 17) bei einer bestimmten Drehzahl die Druckplatte (12) unmittelbar gegen die Reibscheibe (13, 14) drücken, während die anderen Fliehgewichte (42) in bekannter Weise bei erhöhter Drehzahl einen erhöhten Druck auf die Druckplatte (12) ausüben, indem sie sich unmittelbar gegen eine zwischen Druckplatte (12) und Tragscheibe (34) angeordnete Hilfsplatte (36) legen, wobei zwischen der Tragscheibe (34) und der Abschluß wand (17) Druckfedern (35) eingespannt sind, die durch von Hand verstellbare und mit der Tragscheibe (34) gekuppelte Schaltglieder (22, 26, 31) zusammengepreßt werden, wenn die Tragscheibe (34) durch die Schaltglieder (22, 26, 31) entgegen der Kraft der Federn (35) axial verschoben wird, um dadurch die Kupplung für selbsttätige Einrückung durch die Fliehgewichte (42) herzurichten.
- 2. Reibungskupplung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Druckplatte (12) und Hilfsplatte (36) durch Federn (40) in Eingriff mit der Tragscheibe (34) und außer Eingriff mit der Reibscheibe (13, 14) gehalten werden und daß die auf die Druckplatte (12) eingreifenden Gewichte (42) erst nach Überwindung der Kraft dieser Federn (40) die Druckplatte (12) und Hilfsplatte (36) von der Tragscheibe (34) abheben und sie in Eingriff mit der Reibscheibe (13, 14) bewegen.
- 3. Reibungskupplung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die von Hand aus verstellbaren Schaltglieder (22, 26, 31) mit den äußeren Enden (31) ihrer Schwinghebel (26) mit einem Flansch (33) der Tragscheibe (34) verbunden sind, welche beim Anschlagen der Gewichte (42) gegen den Flansch (33) derartig axial verschoben wird, daß die inneren Enden der Schwinghebel (26) außer Eingriff mit der Verstellmuffe (22) gelangen.
- 4. Reibungskupplung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Federn (40) zum Zusammendrücken von Druckplatte (12) mit Tragscheibe (34) und Hilfsplatte (36) mit Tragscheibe (34) axial im Innern der Druckfedern (35) angeordnet sind.Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEB164158D DE649800C (de) | 1934-02-06 | 1934-02-06 | Reibungskupplung mit von Hand und durch Fliehkraft geregelter stufenweiser Einrueckung |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEB164158D DE649800C (de) | 1934-02-06 | 1934-02-06 | Reibungskupplung mit von Hand und durch Fliehkraft geregelter stufenweiser Einrueckung |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE649800C true DE649800C (de) | 1937-09-04 |
Family
ID=7005144
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEB164158D Expired DE649800C (de) | 1934-02-06 | 1934-02-06 | Reibungskupplung mit von Hand und durch Fliehkraft geregelter stufenweiser Einrueckung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE649800C (de) |
Cited By (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1029646B (de) * | 1952-06-11 | 1958-05-08 | Licentia Gmbh | Reibungskupplung mit UEberlastsicherung fuer kraftgetriebene Handwerkzeugmaschinen |
| DE1233277B (de) * | 1959-09-19 | 1967-01-26 | Daimler Benz Ag | Fliehkraftkupplung, insbesondere fuer Kraftfahrzeuge |
| DE102007020153A1 (de) * | 2007-04-26 | 2008-10-30 | Rohs, Ulrich, Dr. Ing. | Fliehkraftkupplung und Verfahren zum Betreiben einer Fliehkraftkupplung |
| DE102007035427A1 (de) * | 2007-07-28 | 2009-01-29 | Bayerische Motoren Werke Aktiengesellschaft | Lamellenkupplung |
| EP3018378A1 (de) * | 2014-11-06 | 2016-05-11 | ZF Friedrichshafen AG | Reibscheibenkupplung |
-
1934
- 1934-02-06 DE DEB164158D patent/DE649800C/de not_active Expired
Cited By (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
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