DE282917C - - Google Patents
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- DE282917C DE282917C DENDAT282917D DE282917DA DE282917C DE 282917 C DE282917 C DE 282917C DE NDAT282917 D DENDAT282917 D DE NDAT282917D DE 282917D A DE282917D A DE 282917DA DE 282917 C DE282917 C DE 282917C
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- H04—ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
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- H04M3/42—Systems providing special services or facilities to subscribers
- H04M3/58—Arrangements for transferring received calls from one subscriber to another; Arrangements affording interim conversations between either the calling or the called party and a third party
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- Sub-Exchange Stations And Push- Button Telephones (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JVe 282917 -KLASSE 21 a. GRUPPE
C.LORENZ AKT-GES. in BERLIN.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 7. Juni 1914 ab.
Die Erfindung betrifft Vermittlungseinrichtungen für private Fernsprechanlagen, deren
Sprechstelleninhaber sich selbst miteinander in Verbindung bringen, und welche insgesamt
5 oder teilweise berechtigt sind, über bestimmte Zuleitungen auch Anschluß an ein anderes
Fernsprechnetz, beispielsweise an die Zuleitungen eines öffentlichen Fernsprechnetzes
(Amt), zu nehmen. Die Erfindung bezieht sich
ίο im besonderen auf solche Einrichtungen, bei
denen das einer Anschlußleiturig zugeordnete Schaltwerk mehr als eine Funktion ausübt,
und welches deshalb aus seiner jeweils eingenommenen Lage während einer Gesprächsverbindung
nicht herausgebracht werden darf, um nicht bei anderweitiger Benutzung die Anschaltung an die vorher benutzten Leitungswege in Frage zu stellen.
Ein solcher Fall liegt z. B. vor, wenn ein mit einer Zuleitung nach dem Amte verbundener
Teilnehmer eine Rückfrage nach einer Sprechstelle des Privatnetzes halten muß. Da er über seinen Wähler entweder nur mit
dem Amt oder nach Privatstellen verkehren kann, so müßte er zunächst seinen Wähler
aus der Amtsverbindung freimachen, um an Leitungswegen für Verbindungen nach Privatstellen
Anschluß zu erhalten. Mit dieser Abschaltung von der Amtsleitung würde aber gleichzeitig auch die Amts verbindung selbst
aufgelöst werden, und müßte deshalb der Teilnehmer nach seiner Rückfrage wieder durch vorübergehendes Einhängen seines Hörers
die Privatstellenverbindung aufheben und seine frühere Amtsverbindung vollkommen neu
unter Aufwendung aller hiermit verbundenen Mühen herstellen.
Es sind nun mehrfach Einrichtungen bekannt geworden, die es den Teilnehmern von
Privatfernsprechanlagen ermöglichen sollen, während einer Amtsverbindung, ohne Aufhebung
dieser, eine Rückfrage nach einer Privatstelle zu halten, so daß sie nach erfolgter
Rückfrage mit Abtrennung derselben wieder Anschluß an ihre vorher gehabte Amtsverbindung
erhalten. Aber diese Einrichtungen bedingen entweder eine Trennung der Wahlschaltwerke
für Amts- und Privat verkehr, hiermit zusammenhängend dann getrennte
Sprechleitungswege zum Sprechapparat und Schalteinrichtungen an denselben, die diese
beide Leitungswege wechselweise zur Anschaltung brachten, oder erforderten in der zur
Anschaltung gebrachten Amtsleitung besondere mit den Sprechleitungswegen verbundene
Schaltorgane, durch die eine die Amtsleitung bedienende Schaltstelle zur Herstellung einer
Rückfrageverbindung veranlaßt würde, während die Wiederanschaltung an die aufrechterhaltende
Amtsleitung durch Schaltmaßnahmen der Sprechstelle selbst stattfand. Hierbei wurde jedoch noch nicht die von der
Bedienungsstelle vermittelte Rückfrageverbindung mit einer Privatstelle aufgetrennt, sondern
mußte von dieser nachträglich noch besonders bewirkt werden.
Die Erfindung hat nun eine Schaltanordnung zum Gegenstand, bei der jede mit dem
Amt verkehrsberechtigte Privatsprechstelle die Möglichkeit erhält, sich selbst, ohne Inanspruchnahme
einer Vermittlungsstelle oder einer zweiten Sprechleitung und ohne Auslösung
ihrer mit einer Amtsleitung verbundenen Wähler eine Rückfrageverbindung herzustellen
und von dieser wieder abzutrennen. Hierbei ist darauf geachtet, daß das die Rückfrageverbindung herstellende Schaltorgan
ίο keine im Amtsverkehr die Sprechverständigung
schädigende Leitungsbrücke bildet oder den Sprechverkehr sonst störend beeinflußt.
Die Schaltungsanordnung ist ferner so ausgebildet, daß eine mit einer Amtsleitung verbundene
Sprechstelle imstande ist, Flackersignäle im Amt zu veranlassen, um die besondere
Aufmerksamkeit der Beamtin auf den Anschluß zu lenken.
Die Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt, In dieser bedeutet N eine Nebenstelle,
welche durch Leitungen a%, b.2 r an den Wähler
W der Nebenstelle angeschlossen ist. Der Wähler W besitzt einen Satz Bürsten av bu C1,
d, e, welche durch einen Antriebsmagneten M über Kontaktsätze hinwegbewegt werden können.
Sämtliche Sprechstellen der Anlage sind mit Wählern, die dem Wähler W ähnlich
sind, versehen. Die Schaltung der Wähler der Privatstellen, also derjenigen Sprechstellen,
welche Verbindungen mit Amtsleitungen a, b nicht herstellen dürfen, weicht in einigen
Einzelheiten von der Schaltung der Wähler der Nebenstellen ab, wie aus der nachfolgen-
- den Beschreibung näher hervorgehen wird.
Die Kontaktsätze der verschiedenen Wähler W sind miteinander vielfach geschaltet.
Mittels der Wähler W werden in bekannter Weise freie Amtsleitungen bzw. freie Verbindungsleitungen,
unter Umständen auch andere Leitungen, herausgesucht
Will eine Sprechstelle N eine bestimmte andere Nebenstelle oder Privatstelle der Anlage
herauswählen, so zieht sie zu diesem Zweck einen Leitungswähler TF1 heran.
' Zwecks Vermeidung aller unnötigen Verwicklungensind
in der Zeichnung, soweit wie möglich, nur diejenigen Teile angegeben,
welche auf die vorliegende Erfindung Bezug haben.
Bei der Sprechstelle bedeutet NS den
Nummernschalter, AT eine Amtsleitungstaste, J? T" eine Rückfragetaste und FT eine
Flackersignaltaste. Die übrigen Teile der Nebenstelle werden ohne weitere Erklärung
erkenntlich sein.
Will die Nebenstelle N eine Verbindung mit einer anderen Sprechstelle der Anlage
herstellen, so nimmt sie den Hörer vom Hakenumschalter ab, wodurch Kontakt 2 geöffnet
und Kontakt 1 geschlossen wird. Es fließt dann ein Strom vom Pluspol der Batterie
über ein Leitungsrelais L1, b2, Widerstand
Induktionsspule i, Mikrophon mx,
Nummernschalterkontakte NS, 1, a2>
3, W3,
4, Leitungsrelais L2, 5 nach dem Minuspol.
Das Leitungsrelais L2 zieht seinen Anker teilweise an und schließt den Kontakt 6, wodurch
der Antriebsmagnet M des Wählers eingeschaltet wird (Minuspol, 6, M, Pluspol)
und die Bürsten des Wählers über die Kontaktsätze ru r2, r3 usw. hinwegbewegt werden.
Wegen des Vorhandenseins der Widerstände w2, w3 in der Leitung' a2, b2 ändert das Leitungsrelais
L2 die Kontakte 8 und 9 nicht. Es verbindet aber den Minuspol der Batterie
über einen Kontakt 10 mit dem Prüfrelais P. Das andere Ende der Wicklung des Prüf relais
ist über 12 und 8 mit der Prüfbürste C1 verbunden, denn auch das Relais L1 bewirkt
keine Änderung des Kontaktes 12, wenn der Widerstand W2 in der Leitung liegt. Wenn
das Prüfrelais P mit der Prüfbürste C1 verbunden
ist, dann kann es nur beim Auftreffen der Bürste C1 auf einen Kontakt 14,
dessen zugehöriger Kontaktsatz für Verbindüngen innerhalb der Nebenstellenanlage benutzt
wird, erregt werden. Da die Erfindung mit den weiteren Einrichtungen für reine
interne Verbindungen nichts zu tun hat, kann ■ an dieser Stelle. von einer Beschreibung derselben
abgesehen werden.
Es soll nun angenommen werden, daß die Nebenstelle Ar sich mit einer freien Amtsleitung
a, b verbindet und während des Bestehens der Amtsverbindung eine Rückfrage mit
einer anderen Sprechstelle der Anlage erledigt und dabei auch Flackersignale nach dem Amte
gibt.
Um eine . freie Amtsleitung zu erhalten, schließt die Nebenstelle N den Amtskontakt
A T und hebt gleichzeitig den Hörer vom Haken. Durch das Schließen des Kontaktes
AT sind die Widerstände w2, i, JM1 der Leitung
a2, δ2 überbrückt und der Strom in dem
Stromkreis Pluspol, L1, b2, A T, a2, 3, w3, L2,
5, Minuspol reicht nun aus, um den Anker des Relais L1 voll anzuziehen. Das Relais L2
schließt aber wieder wegen des Vorhandenseins des Widerstandes W3 nur die Kontakte 6
und 7. Der Antriebsmagnet M ist nun durch den Kontakt 6 eingeschaltet und das Prüfrelais
P ist über den Kontakt 15 des Relais L1 mit. der Amtsprüfbürste C2 verbunden.
In den Kontaktsätzen der Wähler W, welche an Amtsleitungen a, b angeschlossen sind, ist
je ein Kontakt 16 über ein Relais 17 mit dem Pluspol der Batterie verbunden. Diese
Verbindung fehlt in den Kontaktsätzen der Wähler der nicht zum Amtsleitungsverkehr
berechtigten Sprechstellen.
Sobald die Bürsten des Wählers W, der eine Amtsleitung wünschenden Nebenstelle,
eine freie Amtsleitung erreichen, wird das Prüfrelais P erregt durch einen Strom, welcher vom Minuspol über 7, io, P, 15, C2, 16,
17 nach dem Pluspol fließt. Das Prüfrelais P schaltet dann bei 5 das Leitungsrelais Z2 aus
dem Haltestromkreis Pluspol, 43, Z3, 5, Minuspol aus und dieses läßt seinen Anker abfallen
und öffnet dabei den Stromkreis des Antriebsmagneten M bei 6.
ίο Vor dem Öffnen des Kontaktes 3 schließt
das Prüfrelais P den Kontakt 19, und der Strom für das Relais Z1 fließt nun vom Pluspol
über Z1, b2, w2, i, Wi1, NS, 1, a2, 19,
U1, rx, 34, Drosselspule 20 nach dem Minuspol
der Batterie. Es ist zu bemerken, daß, nachdem das Stufenrelais L1 einmal seinen Anker
angezogen hat, ein Abfallen des Ankers bei Einschaltung der Widerstände w2, i, W1 in
die Leitung nicht stattfindet.
Durch Schließung des Kontaktes 11 schaltet
sich das Relais P in einen vom Kontakt 7 unabhängigen Haltestromkreis, der vom Minuspol
über 11, P, 15, c2, 16, 17 nach dem Pluspol
verläuft. Bei seiner Erregung schließt das Prüfrelais P einen Teil seiner Wicklung kurz
und stellt dadurch in bekannter Weise den Besetztzustand auf den Prüfkontakten 16 der
Amtsleitung a, b. her. Das Relais 17 schließt
gleichzeitig einen Kontakt 21 und es wird dadurch die Amtsleitung a, b durch eine hochohmige
Drosselspule 22 überbrückt und das Amt angerufen. Nachdem die Beamtin im
Amt die gewünschte Verbindung hergestellt hat, kann nun das Gespräch zwischen der Nebenstelle
N und dem außerhalb der Nebenstellenanlage liegenden Teilnehmer vonstatten
gehen.
Will die Nebenstelle N nun eine Rückfrage halten mit einer anderen Sprechstelle der
eigenen Anlage, dann drückt sie 'ihre Rückfragetaste RT und erregt dadurch ein Rückfragerelais
RR durch folgenden Stromkreis: Erde, Widerstand 60, RT, r, die Bürste e,
RR, Minuspol. Das Relais RR bereitet nun am Kontakt 23 einen Stromkreis für ein
Umschalterelais UR vor und schließt am Kontakt 24 einen über die Antriebsmagnete M2
von Sucherschältern S führenden Stromkreis. Hierdurch wird ein Sucher bzw. mehrere
Sucher S in bekannter Weise in Bewegung gesetzt. Sobald die Prüfbürste 27 eines
Suchers den mit dem Umschalterelais UR verbundenen Kontakt erreicht, fließt ein Strom
zum Pluspol über das Prüfrelais P1, 27, 28, !
UR, 23 nach dem Minuspol. Die Relais P1
und UR werden gleichzeitig erregt. Das Relais P1 öffnet in bekannter . Weise den
Stromkreis des Antriebsmagneten M2, so daß die Bürsten 25, 26, 27 des Suchers S auf den
Kontakten 28, 30, 31 stehen bleiben. Es wird nun folgender Wählstromkreis geschlossen
sein: Batterie B, Wählrelais 33 des Leitungswählers W1, 26, 30, 32, T1, U1, 19, a2, i,
Nummernschalter NS, Wi1, i, w%, b2, L1, Pluspol.
An den Kontakten 34, 35 ist die Nebenstelle N von der Amtsleitung a, b abgetrennt.
Das Relais 17 bleibt aber erregt, so daß in der Amtsleitung a, b kein Schlußzeichen erscheint.
Die Nebenstelle N schickt nun vermittels ihres Nummernschalters NS Wählströme
durch das Wählrelais 33 des Leitungswählers W1. Hierdurch wird in irgendeiner
bekannten Weise der Kontaktarm 37 des Leitungswählers auf eine Leitung eingestellt, die
wie die Leitung 38 geschaltet ist, aber statt nach der anrufenden Nebenstelle N nach dem
Leitungsrelais L2 der gewünschten Sprechstelle, mit welcher die Rückfrage gehalten
werden soll, führt. Nach Abgabe der Wählstromstöße findet im Leitungswähler T^F1 ebenfalls
in bekannter Weise eine Umschaltung statt, wodurch zwei Kontakte 39, 40 geschlossen
werden. Hierdurch wird einerseits der Pluspol der Batterie über 39, 25, 31, 36
an die besonderen Prüfkontakte 41 sämtlicher Wähler W der Nebenstellenanlage angelegt.
Andererseits wird über 40 der Pluspol direkt, also unter Umgehung des Widerstandes W3,
mit dem Leitungsrelais L2 der gewünschten Sprechstelle verbunden. Hierdurch wird das go
Relais L2 veranlaßt, seinen Anker ganz anzuziehen
und seine Kontakte 4 und 8 zu öffnen, während es die Kontakte 42, 43 schließt. Das Prüfrelais P der gewünschten Sprechstelle
ist nun über 12, 42 mit dem besonderen Prüfarm d verbunden. Der Antriebsmagnet M
des Wählers W der gewünschten Sprechstelle ist bei 6 geschlossen, und die Bürsten der
gewünschten Stelle werden dadurch über die Kontaktsätze fortbewegt, bis der Kontakt 41
in dem Kontaktsatz des Wählers der gewünschten Sprechstelle erreicht wird. Es fließt dann ein Strom von dem Minuspol über,
7, 10, P, 12, 42 und d des Wählers W der
gewünschten Sprechstelle und dann über die Vielfachverbindung nach dem Kontakt 41 in
den Kontaktsatz der anrufenden Nebenstelle N und weiter über 36, 31, 25, 39 des eingestellten
Leitungswählers W1 nach dem Pluspol. Hierdurch wird das Relais P in dem
Wähler W der gewünschten Sprechstelle erregt und dadurch das Relais Z2 der gewünschten
Sprechstelle an dem Kontakt 5 des Prüfrelais P dieser Sprechstelle ausgeschaltet.
! Durch das Prüfrelais P wird dann ferner der . Antriebsmagnet M des Wählers W der ge-
; wünschten Sprechstelle ausgeschaltet und die Bürsten alt O1, C1, c2, d, e des Wählers W
der gewünschten Stelle bleiben stehen. Während der Suchtätigkeit des Wählers der ge-ι
wünschten Stelle wird durch die Erregung des ! Relais L2 der Stromkreis eines Relais 45 ge-
schlossen (Pluspol, 45, Leitung 46, 9, Minuspol) und hierdurch wird die Verbindung des
Pluspols mit dem Kontakt 40 sämtlicher Leitungswähler PF1 so lange am Kontakt 47
unterbrochen, als die Suchtätigkeit des Wählers W' der gewünschten Sprechstelle dauert.
Es kann daher von dem Augenblick ab, wo diese Suchtätigkeit beginnt, bis zu deren
Vollendung kein anderer Wähler W angelassen werden. Auf diese Weise wird das gleichzeitige
Anlassen mehrerer Wähler W und die Möglichkeit, daß dann eine andere Stelle als
die gewünschte mit der anrufenden Stelle N verbunden wird, vermieden.
Die rufende Nebenstelle N wird nun mit der Leitung der gewünschten Sprechstelle in
bekannter Weise verbunden sein, und nachdem diese in einer beliebigen bekannten Weise
durch Anläuten herangeholt ist, kann die Rückfrage erledigt werden. Der Sprechstromweg
zwischen der anrufenden Stelle N und der angerufenen Stelle verläuft von W1 über
NS, i, a2, 19, Ci1 der anrufenden Stelle nach
dem Vielfachkontakt 43, dann durch die Vielfachverbindung der verschiedenen Wähler W
der Nebenstellenanlage nach dem Vielfachkontakt des Wählers der gewünschten Stelle,
der dem Kontakt 43 entspricht, und dann durch die folgenden Teile der gewünschten
Stelle: av 19, a2, 1, NS, W1, i, W2, &2, 18,
O1 nach dem Kontakt 44. Der Sprechstromweg
verläuft dann über die mit dem Kontakt 44 des Wählers der gewünschten Stelle
verbundene Vielfachverbindung nach dem entsprechenden Kontakt 44 der anrufenden Nebenstelle und dann über den Kontaktarm
O1 der rufenden Nebenstelle N über 18, b2,
W2, i nach mx zurück.
Will die anrufende Nebenstelle die besondere Aufmerksamkeit der Beamtin im Fernsprechamt
auf ihre Verbindung lenken, so kann sie dies dadurch, daß sie eine Flackersignaltaste
FT abwechselnd niederdrückt und losläßt. Dadurch wird ein Widerstand 60
abwechselnd kurzgeschlossen und der durch die Gegenwicklung 62 fließende Strom: Erde,
FT, r, e, T1, 61, 62, 16, C2, 15, P, Minuspol
soweit verstärkt, daß das Relais 17 seinen Anker abwechselnd abfallen läßt und anzieht.
Auf diese Weise werden die bekannten Flackersignale im Amte hervorgerufen, welche
die Aufmerksamkeit der Beamtin auf sich lenken.
Ist die Rückfrage erledigt, dann öffnet die anrufende Nebenstelle den Rückfragekontakt
RT, wodurch das Rückfragerelais RR aberregt und auch der Stromkreis des Umschaltrelais
UR geöffnet wird. Das Relais UR öffnet dann am Kontakt. 36 den Stromkreis
des Prüfrelais P der Sprechstelle, welche durch die mit der Amtsleitung verbundene
Nebenstelle N wegen der Rückfrage angerufen wurde. Durch Aberregung des Prüf relais P
der angerufenen Stelle, welches, wie erinnerlich sein wird, seinen Strom über die Kontakte
12, 42 und über d, 36, 31, 39 erhielt,
wird die angerufene Stelle aus der Verbindung ausgeschieden, während die Sprechverbindung
zwischen der Nebenstelle N und der Amtsleitung a, b durch die Aberregung des Um-
schaltrelais UR wieder hergestellt wird.
Solange die Nebenstelle N mit der Amtsleitung a, b verbunden bleibt, wird der Prüfkontakt
16 und die entsprechenden Kontakte in den anderen Wählern W der Anlage ein
Besetztpotentiäl aufweisen und die Einstellung eines zweiten Wählers W auf die Amtsleitung
a, b unmöglich machen.
Die Schaltanordnung ist aber auch für den Fall anwendbar, wenn die Flackersignalgebung
unabhängig von einer Rückfrageverbindung gegeben werden soll. Es braucht dann nur
unabhängig von Relais RR entweder in Reihe oder parallel mit diesem ein zweites Relais
(beispielsweise Fl R) zugeordnet zu werden, das Einfluß auf die Ein- und Ausschaltung der
Drosselspule 22 erhält. Die Stromverhältnisse in der Leitung r sind dann zweckmäßig so
zu regeln,, daß in der Flackersignalgebung der Widerstand 60 eingeschaltet, in der Rückfrage
ausgeschaltet ist. Der über die Taste FT und den Widerstand 60 zustande gekommene
Strom bringt nur das Fiackersignalrelais FlR in Funktion, während das Relais RR unbeeinflußt bleibt. Wird jedoch durch Taste
RT (in der Rückfrage) der Widerstand 60 kurzgeschlossen und damit der Strom in der
Leitung r verstärkt, so sprechen beide Relais (RR und FlR), an und ist dann nur noch
dafür zu sorgen, daß die Unterbrechung der Amtsleitungsschleife durch das Relais Fl R
gleichzeitig durch das Relais RR wieder aufgehoben
wird.
Claims (8)
1. Fernsprechanlage für Nah- und Fernverbindungen, bei welcher jede Sprechstelle
im Amt einen Verbindungswähler besitzt, dadurch gekennzeichnet, daß die Sprechstellen (2V), welche zur Herstellung "»
von Fernverbindungen berechtigt sind, Schaltapparate (R T) besitzen, durch welche
sie nach Herstellung einer Fernverbindung den Verbindungswähler einer anderen Sprechstelle veranlassen können, eine von
der Fernverbindung getrennte Sprechverbindung herzustellen, ohne dabei die hergestellte
Fernverbindung zu lösen.
2. Anlage nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Herstellung einer
Nah verbindung (Rückfrageverbindung) durch, einen über einen Kontaktarm (e)
des Wählers der anrufenden Stelle verlaufenden Stromkreis (über R R) eingeleitet
wird.
3. Anlage nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der die Rückfrageverbindung
einleitende Stromkreis einen Elektromagneten (R R) enthält, welcher die Abtrennung der anrufenden Stelle von der
Fernverbindung und gleichzeitig die Verbindung der anrufenden Stelle mit einem Leitungswähler (W1) veranlaßt, ohne die
Fernverbindung zu lösen.
4. Anlage nach Anspruch 1, 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß weniger Leitungswähler
(W1) als Fernverbindungsleitungen (a, b) vorhanden sind.,
5. Anlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Lösung der Rückfrageverbindung
durch Öffnung eines Rückfragekontaktes (RT) der anrufenden Stelle. (N) jederzeit erfolgen kann.
6. Anlage nach Anspruch 1 bis 4, dadurch
gekennzeichnet, daß der Leitungswähler (PF1) nach Herstellung der Rückfrageverbindung
sofort ausgelöst und für andere Verbindungen freigestellt wird.
7. Anlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß eine Sprechstelle,
welche durch ihren Wähler eine Fernverbindung erhalten hat, mittels eines Schaltgliedes
(FT) und eines von ihren Sprechleitungen unabhängigen Stromweges ein
Relais der Fernverbindungsleitung derart beeinflußt, daß Flackersignale bei der Bedienungsperson
des Fernverbindungsplatzes erscheinen.
8. Anlage nach Anspruch 1 und 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Flackersignale
durch Stromschließungen bzw. -verstärkungen in einer auch für die Rückfrageverbindungen
benutzbaren Leitung hervorgerufen werden.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE282917C true DE282917C (de) |
Family
ID=538531
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT282917D Active DE282917C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE282917C (de) |
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