DE282917C - - Google Patents

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    • H04ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
    • H04MTELEPHONIC COMMUNICATION
    • H04M3/00Automatic or semi-automatic exchanges
    • H04M3/42Systems providing special services or facilities to subscribers
    • H04M3/58Arrangements for transferring received calls from one subscriber to another; Arrangements affording interim conversations between either the calling or the called party and a third party

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JVe 282917 -KLASSE 21 a. GRUPPE
C.LORENZ AKT-GES. in BERLIN.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 7. Juni 1914 ab.
Die Erfindung betrifft Vermittlungseinrichtungen für private Fernsprechanlagen, deren Sprechstelleninhaber sich selbst miteinander in Verbindung bringen, und welche insgesamt 5 oder teilweise berechtigt sind, über bestimmte Zuleitungen auch Anschluß an ein anderes Fernsprechnetz, beispielsweise an die Zuleitungen eines öffentlichen Fernsprechnetzes (Amt), zu nehmen. Die Erfindung bezieht sich
ίο im besonderen auf solche Einrichtungen, bei denen das einer Anschlußleiturig zugeordnete Schaltwerk mehr als eine Funktion ausübt, und welches deshalb aus seiner jeweils eingenommenen Lage während einer Gesprächsverbindung nicht herausgebracht werden darf, um nicht bei anderweitiger Benutzung die Anschaltung an die vorher benutzten Leitungswege in Frage zu stellen.
Ein solcher Fall liegt z. B. vor, wenn ein mit einer Zuleitung nach dem Amte verbundener Teilnehmer eine Rückfrage nach einer Sprechstelle des Privatnetzes halten muß. Da er über seinen Wähler entweder nur mit dem Amt oder nach Privatstellen verkehren kann, so müßte er zunächst seinen Wähler aus der Amtsverbindung freimachen, um an Leitungswegen für Verbindungen nach Privatstellen Anschluß zu erhalten. Mit dieser Abschaltung von der Amtsleitung würde aber gleichzeitig auch die Amts verbindung selbst aufgelöst werden, und müßte deshalb der Teilnehmer nach seiner Rückfrage wieder durch vorübergehendes Einhängen seines Hörers die Privatstellenverbindung aufheben und seine frühere Amtsverbindung vollkommen neu unter Aufwendung aller hiermit verbundenen Mühen herstellen.
Es sind nun mehrfach Einrichtungen bekannt geworden, die es den Teilnehmern von Privatfernsprechanlagen ermöglichen sollen, während einer Amtsverbindung, ohne Aufhebung dieser, eine Rückfrage nach einer Privatstelle zu halten, so daß sie nach erfolgter Rückfrage mit Abtrennung derselben wieder Anschluß an ihre vorher gehabte Amtsverbindung erhalten. Aber diese Einrichtungen bedingen entweder eine Trennung der Wahlschaltwerke für Amts- und Privat verkehr, hiermit zusammenhängend dann getrennte Sprechleitungswege zum Sprechapparat und Schalteinrichtungen an denselben, die diese beide Leitungswege wechselweise zur Anschaltung brachten, oder erforderten in der zur Anschaltung gebrachten Amtsleitung besondere mit den Sprechleitungswegen verbundene Schaltorgane, durch die eine die Amtsleitung bedienende Schaltstelle zur Herstellung einer Rückfrageverbindung veranlaßt würde, während die Wiederanschaltung an die aufrechterhaltende Amtsleitung durch Schaltmaßnahmen der Sprechstelle selbst stattfand. Hierbei wurde jedoch noch nicht die von der Bedienungsstelle vermittelte Rückfrageverbindung mit einer Privatstelle aufgetrennt, sondern mußte von dieser nachträglich noch besonders bewirkt werden.
Die Erfindung hat nun eine Schaltanordnung zum Gegenstand, bei der jede mit dem
Amt verkehrsberechtigte Privatsprechstelle die Möglichkeit erhält, sich selbst, ohne Inanspruchnahme einer Vermittlungsstelle oder einer zweiten Sprechleitung und ohne Auslösung ihrer mit einer Amtsleitung verbundenen Wähler eine Rückfrageverbindung herzustellen und von dieser wieder abzutrennen. Hierbei ist darauf geachtet, daß das die Rückfrageverbindung herstellende Schaltorgan
ίο keine im Amtsverkehr die Sprechverständigung schädigende Leitungsbrücke bildet oder den Sprechverkehr sonst störend beeinflußt. Die Schaltungsanordnung ist ferner so ausgebildet, daß eine mit einer Amtsleitung verbundene Sprechstelle imstande ist, Flackersignäle im Amt zu veranlassen, um die besondere Aufmerksamkeit der Beamtin auf den Anschluß zu lenken.
Die Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt, In dieser bedeutet N eine Nebenstelle, welche durch Leitungen a%, b.2 r an den Wähler W der Nebenstelle angeschlossen ist. Der Wähler W besitzt einen Satz Bürsten av bu C1, d, e, welche durch einen Antriebsmagneten M über Kontaktsätze hinwegbewegt werden können. Sämtliche Sprechstellen der Anlage sind mit Wählern, die dem Wähler W ähnlich sind, versehen. Die Schaltung der Wähler der Privatstellen, also derjenigen Sprechstellen, welche Verbindungen mit Amtsleitungen a, b nicht herstellen dürfen, weicht in einigen Einzelheiten von der Schaltung der Wähler der Nebenstellen ab, wie aus der nachfolgen-
- den Beschreibung näher hervorgehen wird.
Die Kontaktsätze der verschiedenen Wähler W sind miteinander vielfach geschaltet.
Mittels der Wähler W werden in bekannter Weise freie Amtsleitungen bzw. freie Verbindungsleitungen, unter Umständen auch andere Leitungen, herausgesucht
Will eine Sprechstelle N eine bestimmte andere Nebenstelle oder Privatstelle der Anlage herauswählen, so zieht sie zu diesem Zweck einen Leitungswähler TF1 heran.
' Zwecks Vermeidung aller unnötigen Verwicklungensind in der Zeichnung, soweit wie möglich, nur diejenigen Teile angegeben, welche auf die vorliegende Erfindung Bezug haben.
Bei der Sprechstelle bedeutet NS den Nummernschalter, AT eine Amtsleitungstaste, J? T" eine Rückfragetaste und FT eine Flackersignaltaste. Die übrigen Teile der Nebenstelle werden ohne weitere Erklärung erkenntlich sein.
Will die Nebenstelle N eine Verbindung mit einer anderen Sprechstelle der Anlage herstellen, so nimmt sie den Hörer vom Hakenumschalter ab, wodurch Kontakt 2 geöffnet und Kontakt 1 geschlossen wird. Es fließt dann ein Strom vom Pluspol der Batterie über ein Leitungsrelais L1, b2, Widerstand
Induktionsspule i, Mikrophon mx,
Nummernschalterkontakte NS, 1, a2> 3, W3,
4, Leitungsrelais L2, 5 nach dem Minuspol. Das Leitungsrelais L2 zieht seinen Anker teilweise an und schließt den Kontakt 6, wodurch der Antriebsmagnet M des Wählers eingeschaltet wird (Minuspol, 6, M, Pluspol) und die Bürsten des Wählers über die Kontaktsätze ru r2, r3 usw. hinwegbewegt werden. Wegen des Vorhandenseins der Widerstände w2, w3 in der Leitung' a2, b2 ändert das Leitungsrelais L2 die Kontakte 8 und 9 nicht. Es verbindet aber den Minuspol der Batterie über einen Kontakt 10 mit dem Prüfrelais P. Das andere Ende der Wicklung des Prüf relais ist über 12 und 8 mit der Prüfbürste C1 verbunden, denn auch das Relais L1 bewirkt keine Änderung des Kontaktes 12, wenn der Widerstand W2 in der Leitung liegt. Wenn das Prüfrelais P mit der Prüfbürste C1 verbunden ist, dann kann es nur beim Auftreffen der Bürste C1 auf einen Kontakt 14, dessen zugehöriger Kontaktsatz für Verbindüngen innerhalb der Nebenstellenanlage benutzt wird, erregt werden. Da die Erfindung mit den weiteren Einrichtungen für reine interne Verbindungen nichts zu tun hat, kann ■ an dieser Stelle. von einer Beschreibung derselben abgesehen werden.
Es soll nun angenommen werden, daß die Nebenstelle Ar sich mit einer freien Amtsleitung a, b verbindet und während des Bestehens der Amtsverbindung eine Rückfrage mit einer anderen Sprechstelle der Anlage erledigt und dabei auch Flackersignale nach dem Amte gibt.
Um eine . freie Amtsleitung zu erhalten, schließt die Nebenstelle N den Amtskontakt A T und hebt gleichzeitig den Hörer vom Haken. Durch das Schließen des Kontaktes AT sind die Widerstände w2, i, JM1 der Leitung a2, δ2 überbrückt und der Strom in dem Stromkreis Pluspol, L1, b2, A T, a2, 3, w3, L2,
5, Minuspol reicht nun aus, um den Anker des Relais L1 voll anzuziehen. Das Relais L2 schließt aber wieder wegen des Vorhandenseins des Widerstandes W3 nur die Kontakte 6 und 7. Der Antriebsmagnet M ist nun durch den Kontakt 6 eingeschaltet und das Prüfrelais P ist über den Kontakt 15 des Relais L1 mit. der Amtsprüfbürste C2 verbunden.
In den Kontaktsätzen der Wähler W, welche an Amtsleitungen a, b angeschlossen sind, ist je ein Kontakt 16 über ein Relais 17 mit dem Pluspol der Batterie verbunden. Diese Verbindung fehlt in den Kontaktsätzen der Wähler der nicht zum Amtsleitungsverkehr berechtigten Sprechstellen.
Sobald die Bürsten des Wählers W, der eine Amtsleitung wünschenden Nebenstelle,
eine freie Amtsleitung erreichen, wird das Prüfrelais P erregt durch einen Strom, welcher vom Minuspol über 7, io, P, 15, C2, 16, 17 nach dem Pluspol fließt. Das Prüfrelais P schaltet dann bei 5 das Leitungsrelais Z2 aus dem Haltestromkreis Pluspol, 43, Z3, 5, Minuspol aus und dieses läßt seinen Anker abfallen und öffnet dabei den Stromkreis des Antriebsmagneten M bei 6.
ίο Vor dem Öffnen des Kontaktes 3 schließt das Prüfrelais P den Kontakt 19, und der Strom für das Relais Z1 fließt nun vom Pluspol über Z1, b2, w2, i, Wi1, NS, 1, a2, 19, U1, rx, 34, Drosselspule 20 nach dem Minuspol der Batterie. Es ist zu bemerken, daß, nachdem das Stufenrelais L1 einmal seinen Anker angezogen hat, ein Abfallen des Ankers bei Einschaltung der Widerstände w2, i, W1 in die Leitung nicht stattfindet.
Durch Schließung des Kontaktes 11 schaltet sich das Relais P in einen vom Kontakt 7 unabhängigen Haltestromkreis, der vom Minuspol über 11, P, 15, c2, 16, 17 nach dem Pluspol verläuft. Bei seiner Erregung schließt das Prüfrelais P einen Teil seiner Wicklung kurz und stellt dadurch in bekannter Weise den Besetztzustand auf den Prüfkontakten 16 der Amtsleitung a, b. her. Das Relais 17 schließt gleichzeitig einen Kontakt 21 und es wird dadurch die Amtsleitung a, b durch eine hochohmige Drosselspule 22 überbrückt und das Amt angerufen. Nachdem die Beamtin im Amt die gewünschte Verbindung hergestellt hat, kann nun das Gespräch zwischen der Nebenstelle N und dem außerhalb der Nebenstellenanlage liegenden Teilnehmer vonstatten gehen.
Will die Nebenstelle N nun eine Rückfrage halten mit einer anderen Sprechstelle der eigenen Anlage, dann drückt sie 'ihre Rückfragetaste RT und erregt dadurch ein Rückfragerelais RR durch folgenden Stromkreis: Erde, Widerstand 60, RT, r, die Bürste e, RR, Minuspol. Das Relais RR bereitet nun am Kontakt 23 einen Stromkreis für ein Umschalterelais UR vor und schließt am Kontakt 24 einen über die Antriebsmagnete M2 von Sucherschältern S führenden Stromkreis. Hierdurch wird ein Sucher bzw. mehrere Sucher S in bekannter Weise in Bewegung gesetzt. Sobald die Prüfbürste 27 eines Suchers den mit dem Umschalterelais UR verbundenen Kontakt erreicht, fließt ein Strom zum Pluspol über das Prüfrelais P1, 27, 28, !
UR, 23 nach dem Minuspol. Die Relais P1 und UR werden gleichzeitig erregt. Das Relais P1 öffnet in bekannter . Weise den Stromkreis des Antriebsmagneten M2, so daß die Bürsten 25, 26, 27 des Suchers S auf den Kontakten 28, 30, 31 stehen bleiben. Es wird nun folgender Wählstromkreis geschlossen sein: Batterie B, Wählrelais 33 des Leitungswählers W1, 26, 30, 32, T1, U1, 19, a2, i, Nummernschalter NS, Wi1, i, w%, b2, L1, Pluspol. An den Kontakten 34, 35 ist die Nebenstelle N von der Amtsleitung a, b abgetrennt. Das Relais 17 bleibt aber erregt, so daß in der Amtsleitung a, b kein Schlußzeichen erscheint. Die Nebenstelle N schickt nun vermittels ihres Nummernschalters NS Wählströme durch das Wählrelais 33 des Leitungswählers W1. Hierdurch wird in irgendeiner bekannten Weise der Kontaktarm 37 des Leitungswählers auf eine Leitung eingestellt, die wie die Leitung 38 geschaltet ist, aber statt nach der anrufenden Nebenstelle N nach dem Leitungsrelais L2 der gewünschten Sprechstelle, mit welcher die Rückfrage gehalten werden soll, führt. Nach Abgabe der Wählstromstöße findet im Leitungswähler T^F1 ebenfalls in bekannter Weise eine Umschaltung statt, wodurch zwei Kontakte 39, 40 geschlossen werden. Hierdurch wird einerseits der Pluspol der Batterie über 39, 25, 31, 36 an die besonderen Prüfkontakte 41 sämtlicher Wähler W der Nebenstellenanlage angelegt. Andererseits wird über 40 der Pluspol direkt, also unter Umgehung des Widerstandes W3, mit dem Leitungsrelais L2 der gewünschten Sprechstelle verbunden. Hierdurch wird das go Relais L2 veranlaßt, seinen Anker ganz anzuziehen und seine Kontakte 4 und 8 zu öffnen, während es die Kontakte 42, 43 schließt. Das Prüfrelais P der gewünschten Sprechstelle ist nun über 12, 42 mit dem besonderen Prüfarm d verbunden. Der Antriebsmagnet M des Wählers W der gewünschten Sprechstelle ist bei 6 geschlossen, und die Bürsten der gewünschten Stelle werden dadurch über die Kontaktsätze fortbewegt, bis der Kontakt 41 in dem Kontaktsatz des Wählers der gewünschten Sprechstelle erreicht wird. Es fließt dann ein Strom von dem Minuspol über, 7, 10, P, 12, 42 und d des Wählers W der gewünschten Sprechstelle und dann über die Vielfachverbindung nach dem Kontakt 41 in den Kontaktsatz der anrufenden Nebenstelle N und weiter über 36, 31, 25, 39 des eingestellten Leitungswählers W1 nach dem Pluspol. Hierdurch wird das Relais P in dem Wähler W der gewünschten Sprechstelle erregt und dadurch das Relais Z2 der gewünschten Sprechstelle an dem Kontakt 5 des Prüfrelais P dieser Sprechstelle ausgeschaltet. ! Durch das Prüfrelais P wird dann ferner der . Antriebsmagnet M des Wählers W der ge- ; wünschten Sprechstelle ausgeschaltet und die Bürsten alt O1, C1, c2, d, e des Wählers W der gewünschten Stelle bleiben stehen. Während der Suchtätigkeit des Wählers der ge-ι wünschten Stelle wird durch die Erregung des ! Relais L2 der Stromkreis eines Relais 45 ge-
schlossen (Pluspol, 45, Leitung 46, 9, Minuspol) und hierdurch wird die Verbindung des Pluspols mit dem Kontakt 40 sämtlicher Leitungswähler PF1 so lange am Kontakt 47 unterbrochen, als die Suchtätigkeit des Wählers W' der gewünschten Sprechstelle dauert. Es kann daher von dem Augenblick ab, wo diese Suchtätigkeit beginnt, bis zu deren Vollendung kein anderer Wähler W angelassen werden. Auf diese Weise wird das gleichzeitige Anlassen mehrerer Wähler W und die Möglichkeit, daß dann eine andere Stelle als die gewünschte mit der anrufenden Stelle N verbunden wird, vermieden.
Die rufende Nebenstelle N wird nun mit der Leitung der gewünschten Sprechstelle in bekannter Weise verbunden sein, und nachdem diese in einer beliebigen bekannten Weise durch Anläuten herangeholt ist, kann die Rückfrage erledigt werden. Der Sprechstromweg zwischen der anrufenden Stelle N und der angerufenen Stelle verläuft von W1 über NS, i, a2, 19, Ci1 der anrufenden Stelle nach dem Vielfachkontakt 43, dann durch die Vielfachverbindung der verschiedenen Wähler W der Nebenstellenanlage nach dem Vielfachkontakt des Wählers der gewünschten Stelle, der dem Kontakt 43 entspricht, und dann durch die folgenden Teile der gewünschten Stelle: av 19, a2, 1, NS, W1, i, W2, &2, 18, O1 nach dem Kontakt 44. Der Sprechstromweg verläuft dann über die mit dem Kontakt 44 des Wählers der gewünschten Stelle verbundene Vielfachverbindung nach dem entsprechenden Kontakt 44 der anrufenden Nebenstelle und dann über den Kontaktarm O1 der rufenden Nebenstelle N über 18, b2, W2, i nach mx zurück.
Will die anrufende Nebenstelle die besondere Aufmerksamkeit der Beamtin im Fernsprechamt auf ihre Verbindung lenken, so kann sie dies dadurch, daß sie eine Flackersignaltaste FT abwechselnd niederdrückt und losläßt. Dadurch wird ein Widerstand 60 abwechselnd kurzgeschlossen und der durch die Gegenwicklung 62 fließende Strom: Erde, FT, r, e, T1, 61, 62, 16, C2, 15, P, Minuspol soweit verstärkt, daß das Relais 17 seinen Anker abwechselnd abfallen läßt und anzieht.
Auf diese Weise werden die bekannten Flackersignale im Amte hervorgerufen, welche die Aufmerksamkeit der Beamtin auf sich lenken.
Ist die Rückfrage erledigt, dann öffnet die anrufende Nebenstelle den Rückfragekontakt RT, wodurch das Rückfragerelais RR aberregt und auch der Stromkreis des Umschaltrelais UR geöffnet wird. Das Relais UR öffnet dann am Kontakt. 36 den Stromkreis des Prüfrelais P der Sprechstelle, welche durch die mit der Amtsleitung verbundene Nebenstelle N wegen der Rückfrage angerufen wurde. Durch Aberregung des Prüf relais P der angerufenen Stelle, welches, wie erinnerlich sein wird, seinen Strom über die Kontakte 12, 42 und über d, 36, 31, 39 erhielt, wird die angerufene Stelle aus der Verbindung ausgeschieden, während die Sprechverbindung zwischen der Nebenstelle N und der Amtsleitung a, b durch die Aberregung des Um- schaltrelais UR wieder hergestellt wird.
Solange die Nebenstelle N mit der Amtsleitung a, b verbunden bleibt, wird der Prüfkontakt 16 und die entsprechenden Kontakte in den anderen Wählern W der Anlage ein Besetztpotentiäl aufweisen und die Einstellung eines zweiten Wählers W auf die Amtsleitung a, b unmöglich machen.
Die Schaltanordnung ist aber auch für den Fall anwendbar, wenn die Flackersignalgebung unabhängig von einer Rückfrageverbindung gegeben werden soll. Es braucht dann nur unabhängig von Relais RR entweder in Reihe oder parallel mit diesem ein zweites Relais (beispielsweise Fl R) zugeordnet zu werden, das Einfluß auf die Ein- und Ausschaltung der Drosselspule 22 erhält. Die Stromverhältnisse in der Leitung r sind dann zweckmäßig so zu regeln,, daß in der Flackersignalgebung der Widerstand 60 eingeschaltet, in der Rückfrage ausgeschaltet ist. Der über die Taste FT und den Widerstand 60 zustande gekommene Strom bringt nur das Fiackersignalrelais FlR in Funktion, während das Relais RR unbeeinflußt bleibt. Wird jedoch durch Taste RT (in der Rückfrage) der Widerstand 60 kurzgeschlossen und damit der Strom in der Leitung r verstärkt, so sprechen beide Relais (RR und FlR), an und ist dann nur noch dafür zu sorgen, daß die Unterbrechung der Amtsleitungsschleife durch das Relais Fl R gleichzeitig durch das Relais RR wieder aufgehoben wird.

Claims (8)

Pate nt-An Sprüche:
1. Fernsprechanlage für Nah- und Fernverbindungen, bei welcher jede Sprechstelle im Amt einen Verbindungswähler besitzt, dadurch gekennzeichnet, daß die Sprechstellen (2V), welche zur Herstellung "» von Fernverbindungen berechtigt sind, Schaltapparate (R T) besitzen, durch welche sie nach Herstellung einer Fernverbindung den Verbindungswähler einer anderen Sprechstelle veranlassen können, eine von der Fernverbindung getrennte Sprechverbindung herzustellen, ohne dabei die hergestellte Fernverbindung zu lösen.
2. Anlage nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Herstellung einer Nah verbindung (Rückfrageverbindung) durch, einen über einen Kontaktarm (e)
des Wählers der anrufenden Stelle verlaufenden Stromkreis (über R R) eingeleitet wird.
3. Anlage nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der die Rückfrageverbindung einleitende Stromkreis einen Elektromagneten (R R) enthält, welcher die Abtrennung der anrufenden Stelle von der Fernverbindung und gleichzeitig die Verbindung der anrufenden Stelle mit einem Leitungswähler (W1) veranlaßt, ohne die Fernverbindung zu lösen.
4. Anlage nach Anspruch 1, 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß weniger Leitungswähler (W1) als Fernverbindungsleitungen (a, b) vorhanden sind.,
5. Anlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Lösung der Rückfrageverbindung durch Öffnung eines Rückfragekontaktes (RT) der anrufenden Stelle. (N) jederzeit erfolgen kann.
6. Anlage nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Leitungswähler (PF1) nach Herstellung der Rückfrageverbindung sofort ausgelöst und für andere Verbindungen freigestellt wird.
7. Anlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß eine Sprechstelle, welche durch ihren Wähler eine Fernverbindung erhalten hat, mittels eines Schaltgliedes (FT) und eines von ihren Sprechleitungen unabhängigen Stromweges ein Relais der Fernverbindungsleitung derart beeinflußt, daß Flackersignale bei der Bedienungsperson des Fernverbindungsplatzes erscheinen.
8. Anlage nach Anspruch 1 und 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Flackersignale durch Stromschließungen bzw. -verstärkungen in einer auch für die Rückfrageverbindungen benutzbaren Leitung hervorgerufen werden.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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