DE322211C - Schaltungsanordnung fuer Fernsprechanlagen, bei denen Beamtinnen die Herstellung der Verbindungen ueberwachen und eine anrufende Leitung selbsttaetig mit einer freien Beamtin verbunden wird - Google Patents

Schaltungsanordnung fuer Fernsprechanlagen, bei denen Beamtinnen die Herstellung der Verbindungen ueberwachen und eine anrufende Leitung selbsttaetig mit einer freien Beamtin verbunden wird

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DE322211C
DE322211C DE1912322211D DE322211DD DE322211C DE 322211 C DE322211 C DE 322211C DE 1912322211 D DE1912322211 D DE 1912322211D DE 322211D D DE322211D D DE 322211DD DE 322211 C DE322211 C DE 322211C
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Description

  • Schaltungsanordnung für Fernsprechanlagen, bei denen Beamtinnen die Herstellung der Verbindungen überwachen und eine anrufende Leitung selbsttätig mit einer freien Beamtin verbunden wird. Die Erfindung bezieht sich auf Fernsprechanlagen, bei den'en die Herstellung der Verbindungen von Beamtinnen überwacht wird und anrufende Leitungen selbsttätig mit einer freien Beamtin verbunden werden. Im besonderen betrifft die Erfindung die Anschaltung einer Beamtin an die anrufende Leitung zum Zwecke der Entgegennahme von Anweisungen vom anrufenden Teilnehmer, damit sie in Übereinstimmung mit diesem die verlangte Verbindung entweder in der alten, bei Handämtern üblichen Art oder mittels selbsttätiger Schalter herstellt. Um hierbei zu möglichst günstigen Ergebnissen zu gelangen, erscheint es vorteilhaft, mehr als eine Beamtin in den Stand zu setzen, die Herstellung irgendeiner verlangten Verbindung vorzunehmen. Zu diesein Zwecke sieht die Erfindung die Verteilung der Anrufe auf Haupt- und Nebenbeamtinnen, z. B. eine Hauptbeamtin und zwei Nebenbeanitinnen, vor, wobei sowohl die Haupt- wie die Nebenbeamtin jede beliebige Verbindung herstellen känn.
  • Nach der Erfindung ist die Einrichtung so getroffen, daß eine anrufende Leitung selbsttätig mit einer von mehreren Beamtinnen verbuniden wird, sofern eine von diesen frei ist, dagegen bei Besetztsein aller Beamtinnen einer oder mehreren von ihnen. durch ein sichtbares Zeichen erkennbar gemacht wird. Zu diesem Zwecke ist eine Anordnung vorgesehen, durch die jeder an das Amt gelangende Anruf am Platze einer Beamtin, z. B. der Hauptbearntin, an die der Anruf selbsttätig weitergegeben wird, durch ein optisches Signal angezeigt wird, das zwar nur am Platze der einen Beamtin liegt, aber so angebracht ist, daß es einer Mehrzahl von Beamtinnen, d. h. auch Hilf sbeaintinnen, an die der Anruf ebenfalls selbsttätig weitergegeben werden kann, sichtbar wird. Das optische Signal bleibt der Gruppe von Beamtinnen, an die die anrufende Leitung selbsttätig Anschluß finden kann, so lange sichtbar, bis eine aus der Gruppe solcher Beamtinnen frei wird und dann selbsttätig Anschluß an die anrufende Leitung :findet.
  • Vorteilhaft wird bei diesem Anrufverteilungssystem die Hauptbeamtin, d. i. diejenige Beamtin, an deren Platz die Verbindungsleitung liegt, über die die Verbindung hergestellt werden soll, selbsttätig beim Anruf mit diesem Verbindungsstromkreise vor einer Hilfs-oder Nebenbeamtin verbunden, sofern sie frei ist. Ist sie jedoch zu der Zeit besetzt und ist dagegen eine Hilfsbeamtin frei und in der Lage, den Anruf aufzunehmen und die Verbindung herzustellen, so wird der Verbindungsstromkreis selbsttätig mit dieser Hilfsbeanitin verbunden. Bei dieser Einrichtung wird somit eine Verbindungsleitung selbsttätig an eine freie Beamtin angeschaltet, dabei aber einer bestimmten Beamtin, wenn sie frei ist, der Vorrang gegeben, und erst wenn sie besetzt ist, soll die Anschaltung an irgendeinen anderen Beamtinnenplatz erfolgen.
  • Die Zeichnungen veranschaulichen schematisch ein Ausführungsbeispiel der Erfindung, und zwar eine Fernsprechanlage mit halbselbsttätigem Betrieb.
  • Es zeigt: Fig. i Sprechstelle und Linienstromkreis eines anrufenden Teilnehmers und die Schaltung des ersten Anrufsuchers, Fig.:2 einen Verbindungsstromkreisi sowie den zweiten Anrufsucher und einen ihm zugeordneten Gruppenwähler, Fig. 3 die Schaltung zweier Beamtinnenanschlußschalter, Fig. 4 die Schaltung eines der Überwachungsapparate, der der Beamtin zugeordnet ist, zu deren Platze der Verbindungsstromkreis der Fig. 2, gehört.
  • Fig. 5 zeigt die Schaltung des Tastenbrettes am Beamtinnenplatze.
  • Die einzelnen Figuren ergeben ein vollständiges Schaltungsbild, wenn Fig. 2 rechts an die Fig. i, Fig. 3 unter Fig. 2, Fig. 4 unter Fig. 3 und Fig. 5 rechts an Fig. 4 angefügt wird.
  • Gruppen- und Leitungswähler gehören zu dem bekannten und an anderer Stelle beschriebenen Mehrbürstentyp, wobei ein Bürstenwagen durch magnetische Kupplung mit einer dauernd getriebenen Kraftquelle in Bewegung gesetzt wird, wobei seine Bürsten durch Sperrplatten im allgemeinen außer Berührung mit den Wählerkontakten gehalten werden bis auf einen ausgelösten Bürstensatz, der über die zugehörigen Kontakte hinwegbewegt wird. Der Bürstensatz wird durch die bestimmte Einstellung einer Auslösewelle ausgewählt, die mittels magnetisch,er Kupplung von der gleichen Kraftquelle angetrieben wird wie sein Bürstenwagen.
  • Die Anrufsucher ioo und 200 sind im Bau den Wählern ähnlich, haben jedoch nur einen Bürstensatz, und diese Bürsten sind stets in solcher Stellung, daß sie in Kontakt mit den Kontaktstiften gelangen, an denen sie vorbeigeführt werden.. Außerdem haben die Sucher keine bestimmte Ruhelage und bleiben, wenn sie zwecks Aufsuchens einer anrufenden Leitung in Bewegung gesetzt worden sind, inder Stellung, in die sie gelangt sind, stehen, bis sie wieder gebraucht werden.
  • Bei beiden Schalterarten trägt- das obere Ende des Bürstenwagens einen Unterbrecher, der mit einem gezahnten Segment am Wählerrahmen so zusammenarbeitet, daß ein Stromkreis hergestellt wird, der den Bürstenwagen in Bewegung hält, wenn sich die Bürsten in einer Lage zwischen zwei Kontakten befinden. Sind die Bürsten jedoch genau auf einen Kontaktsatz eingestellt, so ist dieser Stromkreis geöffnet, und die Bewegung des Bürstenwagens wird unterbrochen, wobei die Bürsten genau auf die Kontaktstäbchen treffen.
  • Das System macht Gebrauch von den bekannten, alsFolgeschalter bezeichneten Schaltwerken.. Wie üblich, sind in den Zeichnungen die von diesem Schaltwerk bedienten Kontaktfedern nicht in ihrer wirklichen Stellung gezeichnet, sondern so verteilt, daß sich die Stromläufe möglichst einfach darstellen. Die Stellung derdrehbaren Schaltwelle des Schalters, in denen Kontakte geschlossen sind, sind durch neben die Kontakte gesetzte Ziffern bezeichnet; in allen übrigen Stellungen sind die Kontakte geöffnet. Beispielsweise ist der obere Kontakt 58 (Fig. i) in 4er vierten und bis zur siebenten Stellung des Sucherfolgeschalters geschlossen, zu dem er gehört. Dies ist durch die Ziffern 4 bis 7 zum Ausdruck gebracht. Der untere oder Wechselkontakt ist in der ersten und in der zweiten Stellung geschlossen, und demgemäß sind die Ziffern 1, :2 hinzugefügt. In allen übrigen Stellungen ist der Kontakt geöffnet. Etwas abweichend ist die Wirkung,des Kontaktes iii und entsprechender Kontakte an den übrigen Folgeschaltern, bei denen Ziffern an der dem Kontakt abgekehrten Hebelseite angebracht sind, um die Stellungen zu bezeichnen, während welcher der Kontakt geöffnet ist. Dieser letzterwähnte Kontakt ist im übrigen stets geschlossen, wenn sich die drehbare Welle des Folgeschalters in seiner Zwischenlage befindet. Der Kontakt i i i des Schalters 105 ist in den Stellungen zwischen i und 4, zwischen 4 und 5, zwischen 5 und 7 und zwischen 7 und i geschlossen, aber geöffnet, wenn der Schalter in einer dieser Stellungen ver-,Ä,eilt oder durch eine von diesen Stellungen hindurchgeht.
  • In üblicher Weise ist* die Beamtin mit einer nicht -dargestellten Sprechgarnitur ausgestattet, die an die Leitungen angeschlossen ist, die von - den unteren Kontakten der Folgeschalterfedern go, gi in Fig. 2 ausgehen, Die oberen Kontakte derselben Federn führen zur Sprechgarnitur der links von der Beamtin sitzenden zweiten Beamtin, die der ersten behilflich sein kann. Diese Beamtin wird im folgenden als'Hilfsbeamtin bezeichnet. Die Beamtinnensprechgarnitur ist ferner an Leitungen angeschlossen, die von den Federn des Mithörschlüssels 2,88 (Fig. 2) ausgehen; auch diese Verbindungen sind der Deutlichkeit halber weggelassen. Die Mithörtaste gestattet der Beamtin, mit dem Teilnehmer zu sprechen, nachdem in normalem Verbindungsgange ihre Sprechgarnitur selbsttätig abgetrennt worden ist. Weiter ist am Platze der Beamtin ein Satz Überwachungslampen 297, 299 und 350 (Fig. 4) für jede Kontrollvorrichtung vorhanden, der dazu dient, den Fortgang der Verbindungen anzuzeigen.
  • Durch Verdoppelung der Mittel, die die Heranziehung der links von der Hauptbeamtin sitzenden Beamtin bewirkt, kann auch die rechts sitzende Beamtin als Hilfsbeamtin herangezogen werden. Der Einfachheit halber ist diese Möglichkeit in der Zeichnung nicht berücksichtigt worden.
  • Die Teilnehmerstellen sind in der bei von Hand bedienten Ämtern mit Zentralbatterie üblichen Weise ausgestattet. Die Teilnehmerleitungen sind in Vielfachschaltung an die Kontaktfelder einer Gruppe erster Anrufsucher angeschlossen und außerdem in Vielfachschaltung an die Kontaktfelder der zur Gruppe gehörigen Leitungswähler. Die Zahl der Anrufsucher kann kleiner sein als die der Teilnehmer, und außerdem kann eine kleinere Zahl von zweiten Anrufsuchern 2oo vorgesehen werden, die in derselben Weise arbeiten wie die ersten Sucher und deren jeder mit einem Gruppenwähler 300 in Verbindung steht. - Die in Fig. 2 durch strichpunktierte Linien eingerahmten FolgeschaIterfedern gehören zu dem Schalter 305, die übrigen zum Gruppenwählerfolgeschalter:205, der gleichzeitig den zweiten Sucher und den Gruppenwähler steuert.
  • Die Anlage wird am besten verständlich durch eine Erklärung ihrer Wirkungsweise: Angenommen, der Teilnehmer 50 (Fig. 1) wünscht eine Verbindung mit einem Teilnehmer Nr. 149- Wenn der Teilnehmer 50 seinen Hörer abhebt, so spricht das -Relais 51 an und schließt einen das Anlaßrelais 5:2 erregenden Stromkreis; über eine Abzweigung dieses Stromkreises zwischen den Widerständen 53 und 54 wird ein bestimmtes, die anrufende Leitung kennzeichnendes Potential an den Kontakt 104 des Anrufsuchers ioo gelegt, an die die Leitung in Vielfachschaltung angeschlossen ist. Das Relais 5:2 ist dieser ganien Gruppe von Anrufsuchern gemeinsam - und bewirkt durch sein - Ansprechen, daß die Bürstenwagen aller freien Sucher der Gruppe infolge Schließung von Stromkreisen über die Bürstenwagenantriebsmagneten io6, untere Kontakte der Federn 56, 55 und einen Arbeitskontakt von 52 in Bewegung gesetzt werden. Somit sucht jetzt eine Gruppe erster Anrufsucher nach der anrufenden Leitung, wobeidie Bürsten über die Le - itungskontakte ioi bis 104 hinweggleiten; ist der zuerst ankommende Sucher genau auf die Kontakte der anrufenden Leitung eingestellt, deren Prüfkontakt 104 an ein Batteriepotential angeschlossen ist, so bleibt der Sucher infolge Schließung eines Stromkreises durch das Relais 107 über den unteren Kontakt von 58, die obere hochohmige Wicklung des Prüfrelais io8 und den unteren Kontakt der Federn 59 stehen. Das Relais, io8 spricht vor dem Relais io7 an, da der Unterbrecher iog einen. Nebenschluß zu dessen Wicklung herstellt, solange die Bürsten noch nicht genau auf die Kontakte -eingestellt sind, und beim Ansprechen schließt io8 über einen Arbeitskontakt einen Stromkreis über seine untere niedrigohmige Wicklung, wodurch ein Spannungsabfall am Kontakt 104 und den damit vielfach geschalteten Kontakten entsteht, der verhindert, daß andere Relais io8, 107 von deh Prüfkontakten aus erregt werden; auf diese Weise erscheint die Teilnehmerleitung in allen übrigen Suchern nicht mehr als »anrufend«.
  • Das Relais 107 öffnet beim Ansprechen den Stromkreis für den Magneten io6 und schließt einen Stromkreis für den Bremsmaugneten iio über den unteren Kontakt der Feder 55. Gleichzeitig schließt io7 einen Stromkreis über den Folgeschaltermagneten io5, der über die Feder 59" verläuft; der Folgeschalter geht in die Stellung 4 über, ohne - infolge Schließung des Stromkreises an der Feder i i i - in den Stellungen 2 und 3 zu verweilen. Beim Durchgang durch Stellung 2 wird ein Stromkreis über die Feder 61 und die dritte Bürste 10311 des Suchers hergestellt, der das Trennrelais 6.2 zum Ansprechen bringt und durch Potentialvermin#derung an den Kontakten 103 die aufgefundene Leitung in allen Leitungswählern besetzt macht, an die sie in Vielfachschaltung angeschlossen ist. Die Erregung des Trennrelais schaltet die anrufende Leitung nach den Sucherkontakten ioi, io2 durch und öffnet, sofern nicht noch eine andere Leitung aus der Gruppe anruft, die noch nicht von einem Anrufsucher aufgefunden ist, den Stromkreis über das Anlaßrelais 52, so' daß die übrigen zum Aufsuchen der anrufenden Leitung in Bewegung gesetzten Sucher zur Ruhe kommen. In Stellung 4 des Folgeschalters Y05 wird über Feder 63 ein Lokalstromkreis geschlossen, der zu einer Gruppe zweiter Anrufsiucher:2oo führt, in welchen die Zuleitungen zum ersten Anrufsucher ioo erscheinen. Durch diesen Stromkreis werden die unbenutzten Sucher der Gruppe zwecks Auf-.stichung des ersten jetzt an die anrufende Leitung angeschlossenen Suchers in Bewegung gesetzt.
  • Der Folgeschalter 105 hat über die oberen Kontakte der Federn 57, 58 einen Stromkreis vom vierten Kontakt:204 der erwähnten Zuleitung vorbereitet, der geschlossen wird, wenn ein zweiter Sucher den Kontakt- erreicht und er durch Erregung eines Relais 2o8 die Einschaltung eines geringen Widerstandes in den *Stromkreis bewirkt, so daß infolge eines Spannungsabfalles am Kontakt :204 die Wahl der Zuleitungen durch andere zweite Sucher gehindert wird. Sind die Bürsten genau eingestellt auf die zum ersten Sucher führenden Zuleitungen, so wird der Bürstenwagen angehalten. Infolge des Potentials am Kontakt 204 spricht unmittelbar nach dem Auftreffen der Dürsten:20411 das Relais 2o8 an und einen Augenblick später, sobald der Unterbrecher am Bürstenwagen den Kurzschluß nach Erde aufhebt, auch das Relais 207 an, öffnet den Stromkreis für den Antriebsmagneten 2o9 des Wagens und schließt gleichzeitig den Stromkreis für den Haltemagneten 2io. Zugleich schließt es über den unteren Kontakt der Feder 66, unteren Kontakt der Feder 64 und die Feder 63 (Fig. i) einen Stromkreis für den Gruppenwählerfolgeschalter:2o5. Dieser Schalter geht in die Stellung 2 über, wodurch ein Stromkreis zum Folgeschalter io# des ersten Suchersüber den linken Ruhekontakt des Relais 67, den Ruhekontakt der Sperrtaste 68, ein Relais igg und untere Kontakte der Federn 69 und 70 übermittelt wird. Dieser Folgeschalter geht also in die Stellung 5, wodurch die Teilnehmerleitung über die unteren Kontakte der Federn 71 und 72 zum zweiten Sucher durchgeschaltet wird. Der Stromkreis für das Relais io7 am ersten Sucher bleibt an den Federn 58 und'57, oberer Kontakt, und 65, unterer Kontakt (Fig. :2), geschlossen, und dementsprechend - bleiben die Relais 208, :2o7 und 107 erregt. Dieser Stromkreis dient als Sperrstromkreis und bleibt geschlossen, bis die Be-, amtin die Verbindung trennt.
  • Beim Übergang des Gruppenwählerfolgeschalters aus Stellung i in Stellung 2 wird ferner ein Impuls an den Platzfolgeschalter 305 über # den oberen Kontakt der Feder 73 und den unteren Kontakt der Feder 74 übermittelt, wodurch dieser in die Stellung 2 gebracht wird, in welcher eine freie Beamtin ausgesucht wird. In Fig. 4 sind zwei Beamtinneilfolgeschalter dargestellt, von denen der eine zum. Platze der Hauptbeamtin HP gehört und der andere zum Platze der Aushilfsbeamtin AP. Der Aushilfsplatz tritt nur in Tätigkeit, wenn der Hauptplatz besetzt ist.
  • Wenn die Beamtinnen im Dienst sind, so schließen sie die Handschalter 75, 76 ihres Platzes.
  • Geht der Schalter 305 in die Stellung.2, so ,verden Stromkreise für die Platzprüfrelais 77, 78 über Dieb unteren Kontakte der Federn 79 bzw. 8o zum Platze der Hauptbeamtin und der Hilfsbeamtin und über die Schalter 75, 76 und weiter über die Federn 81 der Beamtinnenfolgeschalter in der oberen Kontaktlage der Relais 8:2 nach Erde geschlossen. Wenn, und wenn nur eine Beamtin unbeschäftigt ist, ruht die Feder 81 am oberen Kontakt Sind beide Beamtinnen in dem Augenblick, in dem der Folgeschalter 3o5 die Stellung 2. erreicht, frei, so spricht sowohl das Hauptrelais 77 wie das Hilfsrelais 78 an. Die Relais stellen Haltestromkreise von Magneten 305 über ihre Arbeitskontakte, ihre rechten Wicklungen und die Wicklungen der zugehörigen Relais 82 nach Erde her. Es möge zuerst angenommen werden, daß der Hauptplatz frei war, und daß der Hilfsplatz entweder besetzt ist, oder daß sein Schalter 76 nicht geschlossen ist.
  • Wenn- der Gruppenwählerfolgeschalter 2o5 in Stellung 2, der Platzfolgeschalter 3o5 in Stellung 2 und der Schalter 405 der Hauptbeamtin in Stellung i sich befinden, wird das Relais 77 d urch einen Stromkreis über Feder M unterer Kontakt, Handschalter 75, Feder 81, oben, Ruhekontakt des Relais 82 erregt. Das ansprechende Relais 77 schließt einen das Relais 82 erregenden Stromkreis über den Magneten 3o5, Feder 84, oben, Arbeitskontakt von 77, rechte Wicklulig von 77, Widerstand 83 (Fig. 3) und Relais 8:2. 8:2 stellt über seinen Arbeitskontakt und die Feder 85 einen Stromkreis für den Folgeschalter der Hauptbeamtin her, der nach Stellung 2, geht, in der über den unteren Kontakt der Feder 86 der Wi derstand 83 kurzgeschlossen ist. Infolge der Kurzschließung erhält der Magnet 3o5 des Platzfolgeschalters genügenden Strom, um seine Welle in die Stellung 3 zu bringen. Da angenommen war, daß das Relais 77 erregt ist, wird der Folgeschalter sofort bis zur Stellung 7 weiterschalten, weil dieser Stromkreis geschlossen bleibt, bis der Schalter 305 die Stellung 6 verlassen hat; erst dann wird er an der Feder 84, oben, unterbrochen. Dabei wird das Relais 8:2 (Fig. 3) aberregt und ein Stromkreis über Feder 8 1 unten für (!en Magneten 405 geschlossen, der den Platzfolgesefialter in die Stellung 3 bringt.
  • Wenn sich der Schalter 205 in Stellung-, 305 in Stellung 7 befindet, so wird 405 beim Übergang k# von Stellung 2 nach Stellung 3 über den oberen Kontakt der Feder 87 und den oberen Kontakt der Feder 89 einen Strornstoß an den Gruppenwählerfolgeschalter 2,o5 übermitteln, so daß dieser sich in die dritte Stellung bewegt. Bevor der Platzfolgeschalter vollständig in die Stellung 3 gelangt ist, wird ein Stromkreis für das Relais 82 durch den Magneten 2io des zweiten Suchers, den Arbeitskontakt des Relais 2o7, die unteren Kontakte der Federn-64, 88 und 87 geschlossen; es spricht an und hält den Schalter der Hauptbeamtin in der Stellunz i. Die Erregung dauert so lange an, bis die Beamtin den Anruf aufgenommen hat.
  • Es ist zu bemerken, daß, wenn das Relais 78 mit dem Relais 77 zugleich bei der zweiten Stellung des Platzfolgeschalters angesprochen hätte (im Falle-die Hilfsbeamtin frei gewesen wäre und den Schalter 76 geschlossen hätte), dadurch auch eine Folge von Schaltvorgäügen im Hilfsbeamtinnenfolgeschalter veranlaßt worden wäre; wenn jedoch der Platzfolgeschalter von der zweiten Stellung unmittelbar in die siebente Stellung übergeht ' so wird kein Haltestromkreis für diesen zweiten Folgeschalter hergestellt oder aufrechterhalten, so daß ipr sofort in seine Ruhelage weitergeht. War dagegen die Hauptbeamtin besetzt, wenn der Platzfolgeschalter die Stellung:2 erreicht, so spricht das Relais 77 infolge Öff- nung des Kontaktes 81 am Beamtinnenplatz nicht an. Sollte in diesem Augenblicke auch die Hilfsbeamtin beschäftigt sein und infolgedessen auch kein Stromkreis für das Relais 78 zustande kommen, so bleibt der Platzfolgeschalter in Stellung.2, bis der Stromkreis für eins der beiden ' Relais geschlossen wird. Wird das Relais 77 zuerst erregt, so treten die bereits beschriebenen Vorgänge ein; wird 78 zuerst erregt, - oder war es allein -erregt, wenn der Platzfolgeschalter die Stellung 2 erreicht, so geht dieser in die Stellung 3 über, worauf infolge gleichartiger Vorgänge der Gruppenwählerfolgeschalter in die Stellung3 infolge der Vorgänge am Hilfsbeamtinnenfolgeschalter übergeht, die ihrerseits sich, wie beschrieben, abspielen. Auchder Folgeschalter der Hilfsbeamtin wird genau in der beschriebenen Weise in der Stellung3 festgehalten.
  • Gelangt der Platzfolgeschalter in die Stellung:2, und sind dabei die Schalter 75 und 76 geöffnet, so wird, wie ersichtlich- ist, der Fortgang des Folgeschalters genau so aufgehalten, als wenn beide Beamtinnen besetzt sind, und wenn einer der Schalter geschlossen wird, so arbeitet der Folgeschalter sofort weiter und legt den Verbindungsstromkreis an den Platz der - Beamtin, deren Schalter geschlossen ist. In jedem Falle wird, während sich der Platzfolgeschalter in der Stellung:2 befindet, eine- Lampe 95 zum Aufleuchten gebracht, die beiden Beamtinnen anzeigt, daß ein Anruf der Erledigung harrt, so daß stets jede Beamtin, die Zugang zu einem bestimmten Verbindungsstromkreis hat und in der beschriebenen Weise selbsttätig mit diesem verbunden werden kann, sehenkann, wieviele anrufende Leitungen vorhanden sind.
  • Oben war angenommen, daß der Gruppenwählerfolgeschalter in die Stellung 3, der Beamtinnenfolgeschalter 405 ebenfalls in die Stellung 3 und der Platzfolgeschalter in die Stellung 7 gegangen waren. in der letzterwähnten Stellung ist die Sprechgarnitur der Hauptbeamtin überdie unteren Kontakte der Federn go und gi in Brücke zur Teilnehmerleitung geschaltet, und über Federn 92, 93 wird der Speisiestrorn zugeführt. In diesem Stromkreis ist ein Ruf- und Überwachungsrelais eingeschlossen, und die genannten Federn schließen ihre Kontakte schon, wenn der Platzfolgeschalter in die Stellung 2, gelangt, so daß die Lampe 95 in den Stellungen:2 und 3 des Folgeschalters des zweiten Suchers zu dem obenerwähnten Zweck aufleuchtet. Ferner wird über den oberen Kontakt der Feder 8o ein Stromkreis für die .Lampe 96 geschlossen, die so lange leuchtet, bis sich der verlangte Teilnehmer gemeldet hat, d. h. also während des, ganzen Weiterganges der Verbindung. Diese Lampe zeigt der Beamtin an, daß ein Verbindungsvorgang auf der betreffenden Verbindungsleitung sich abspielt.
  • Sobald die Anruflampe aufleuchtet, fragt die Beamtin nach der Nummer des verlangten Teilnehmers. Inzwischen hat in folgender Weise die Auswahl und Belegung einer Sendevorrichtung (Fig. 4) stattgefunden: Ist der Verbindungsstromkreis an die Hauptbeamtin angeschaltet, so wird ein Prüfstromkreis hergestellt, der von zwei der Beamtin des Hauptplatzes zugewiesenen Sendevorrichtungen A, B eine freie auswählt. Der Stromkreis verläuft wie folgt: Batterie (Fig. 2,), Magnet 305, Feder 84, unten, 97, unten, 98, unten oder oben (Fig. 4), zum Relais 99 der Vorrichtung A und B und nach Erde. Ist die Vorrichtung A frei, so ist der untere Kontakt der Feder 98 geschlossen, sonst der obere, und dadurch wird der Stromkreis zu der Vorrichtung B gelegt.
  • Angenommen, daß A- frei und der untere Kontakt von 98 geschlossen ist, so wird in dem genannten Stromkreise das Relais 99 erregt und stellt einen Stromkreis über Feder 150, oben, her, durch den derFolgeschalter5o5 der Sendevorrichtung erregt wird, so daß er in die Stellung:2 geht. Der Stromkreis über das Relais 99 und den Platzfolgeschalter 305 wird erst in Stellung 9 am unteren Kontakt der Feder 84 (Fig. 2,) unterbrochen, sobald der Schalter 505 in die Stellung 2 übergeht. Dann wird 99 aberregt und schließt einen Stromkreis über die Feder i5o, unten; der Schalter 505 geht' dann in die Stellung 3.
  • Beim übergang des Schalters, in die Stellung 3 wird über den oberen Kontakt der Feder 15 1 (Fig. 4) und unteren Kontakt der Feder 152 (Fig.:2) ein1 Haltestromkreis für das Relais 99 geschlossen, der aufrechterhalten wird, bis die Sendevorrichtung (im folgenden kurz als »Sender« bezeichnet) die verlangte Verbindung hergestellt hat, oder bis die Beamtin in einem früheren Zeitpunkte eine Trennung bewirkt.
  • Wäre der Sender A besetzt und der obere Kontakt von 98 geschlossen gewesen, so wurde der Stromkreis über den Schalter 305 und das Relais 99 von B sofort an dem linken Ruhekontakt des Relais 99 geöffnet worden sein, und der Schalter 305 wäre in der Stellung 7 geblieben, Wäre der Verbindungsstromkreis an die Hilfsbeamtin angeschaltet, d. b. bei Stellung 3 des Platzfolgeschalters anstatt bei Stellung 7, so würde eine ähnliche Ausprüfung der Sender der Hilfsbeaintin über die unteren, Kontakte der Federn 74, 73 stattfinden. In diesem Falle wäre bei Freisein des Senders A der Platzfolgeschalter in die Stellung 5 gebracht worden und A an den Verbindungsstromkreis angeschaltet worden sein, während sonst der Platzfolgesehalter in Stellung 3 geblieben und auf diese Weise B angeschaltet worden wäre. Von diesem Augenblicke des Verbindungsvorganges an ist es vollkommen gleichgültig, welche Beamtin und welcher Beamt:innensender Anschluß an den Verbindungsstromkreis gefunden hat. Stets wird, wenn das Tastenbrett: der Beamtin (Fig. 5) entsprechend der Numiner der verlangten Leitung eingestellt worden ist, der Platzfolgeschalter um einen Schritt weitergehen, um die Verbindung mit der Sprechgarnitur der Beamtin zu' unterbrechen, und nachdem der Wählereinstellvorgang beendet ist, wird der Platzfolgeschalter (vom Gruppenwählerfolgeschalter aus) veranlaßt, in die elfte Stellung zu gehen, gleichgültig, welche Stellung er vorher einnahm, d. h. ohne Rücksicht darauf, welcher der verschiedenen Sender zur Regelung des Wahlvorganges an dem Verbindungsstromkreis angeschaltet war.
  • Ist also der Sender zur Einstellung entsprechend der verlangten. Teilnehmernummer und damit zur Regelung der Schaltvorgänge an den verschiedenen, die Verbindung mit der verlangten Teilnehmerleitung herbeiführenden Wählern bereit, so drückt die Beamtin die Tasten (Fig. 5), nach Maßgabe der ihr vom anrufenden Teilnehmer genannten Nummer.
  • Für jede Ziffer ist eine Taste vorhanden, im ganzen jezehn Einer-, Zehner-, Hunderter- und Tausendertasten. Für jede Tastenreihe ist ein Haltemagnet 29o- bis .29>3 vorhanden, der eine niedergedrückte Taste seiner Reihe festhält. Ein Stromkreis über diese Magneten wird mittels,der Feder 2-94 (Fig. 4) geschlossen, wenn der Senderfolgeschalter sich in den Stellungen 3 bis 7 befindet. Der Stromkreis enthält eine besondere Auslösetaste:295, mittels deren die Sendertasten ausgelöst werden, können, wenn die Beamtin vor der vollständigen Einstellung der Teilnehmernummer merkt, daß sie eine falsche Taste gedrückt hat. Von den Zifferntasten wird die E'inertaste zuletzt gedrückt. Bei ihrer Handhabung wird ein Stromkreis für den Sendern folgeschalter 505 geschlossen, der über einen Kontakt an der Einertaste und die oberen Kontakte der Federn 153, 154 verläuft; der Schalter geht in die Stellung 6. Beim übergang von Stellung 3 nach Stellung 4 wird ein Stromstoß zum Gruppenwählerfolgeschalter 2o5 über die Feder 155 (Fig, 4), Feder 156, unten Tig.:2), und Feder 157, ob-en-, gesandt, so daß dieser sich in die Stellung4 bewegt. Wenn er die Stellung 3 verläßt, -#eranlaßt, er einen Stromstoß an dem Platzfolgeschalter 305 über dieFederni58, oben, und 159, so daß dieser ausder neunten, der Mithörstellung für die Beamtin, in die Stellung io geht. jetzt ist der Sender A des Hauptplatzes noch in Verbindung mit dem Stromkreis, aber - die Sprechgar.nitur der Beamtin ist an den unteren Kontakten der Federn go, gi ab-getrennt, und zugleich -ist der Hilfsstromkreis. für das Relais 8.2 der Beamtin am Kontakt 88 unterbrochen. Das Relais, 82 am Platze der Hauptbeamtin schließt bei der Aberregung über die Feder 8 1, unten, einen Stromkreis für den Beamtinnenfolgeschalter, der in die Ruhelage zurückgeht und zur Verbindung mit anderen, von anrufenden Teilnehmern belegten Verbindungsstromkreisen frei -wird.
  • Nunmehr kann der Sender die Regelung des Verbindungsvorganges übernehmen.

Claims (2)

  1. PATE N T- AN s P nUrc is F-i. Schaltungsanordnung für Fernsprechanlagen, bei denen Beamtinnen die Herstellung der Verbindungen überwachen und eine anrufende Leitung sellisttätig mit dem Abfrage- und Überwachungsapparat einer freien von mehreren Beamtinnen verbunden wird, dadurch gekennzeichnet, daß die anrufende Leitung, wenn keine von den, zuständigen Beamtinnen (AP,# HF), frei und mittels der selbsttätigen Verhindungseinrichtung erreichbar ist, einer oder mehreren von diesen Beamtinnen durch ein sichtbares Zeichen erkennbar gemacht wird.
  2. 2. Schaltungsanordnung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß beim Freiwerden- einer der zuständigen Beamtinnen eine anrufende Leitung, die bis dahin durch ein sichtbares Zeichen (95) einer oder mehreren dieser Beam- tinnen erkennbar gemacht ist, selbsttätig mit der frei gewordenen Beamtin. verbunden wird. 3. Schaltungsanordnung nach Anspruch i und 2, dadurch gpkennzeichnet, daß der Anrufzustand einer Teilnehmerleitung sofort durch ein sichtbares Signal (95) einer bestimmten - Beamtin (Hauptbeamtin HP) angezeigt wird, gleichgültig,-ob die Leitung an diese Hauptbeamtin oder eine diese Beamtin gegebenenfalls unterstützende Hilfsbeamtin (AP) angeschlossen ist. 4. Schaltungsanordnung nach Anspruch i für Fernsprechanlagen, bei denen ein dem Verbindungsstromkreis zugeordnetes Signal einer Mehrzahl von Beamtinnen anzeigt, wenn eine anrufende Leikennzeichnet, tung damit verbunden daß eine ist, der dadurch Beamtinnen genormal mit dem Verbindungsstromkreise verbunden werden kann, während eine andere Beamtin durch von Hand zu bedienende Schaltglieder die Einrichtungen ihres Platzes ebenfalls an den Verbindungsstromkreis anschalten kann. 5. Schaltungsanordnung nach Anspruch i für Fernsprechanlagen, bei denen eine Mehrzahl von Verbindungsstromkreisen je-dem von mehreren Beamtinnenplätzen zugeordnet ist, und bei denen für jeden Verbindtingsstromkreis eine Signalvorrichtung vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet, daß jede von mehreren Beamtinnen (HP, AP), die das Zur-Wirkung-Kommen der einem Verbindungsstromkreise zugeordneten Signalvorrichtung (95) bemerkt, ihre Platzausrüstung durch selbsttätige Schaltwerke in Verbindung mit dem Verbindungsstromkreise bringen kann, gleichgültig, ob der Verbindungs-stromkreis ihrem eigenen oder dem Platze der anderen Beamtin zugeordnet ist.
DE1912322211D 1912-09-27 1912-09-27 Schaltungsanordnung fuer Fernsprechanlagen, bei denen Beamtinnen die Herstellung der Verbindungen ueberwachen und eine anrufende Leitung selbsttaetig mit einer freien Beamtin verbunden wird Expired DE322211C (de)

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DE1912322211D Expired DE322211C (de) 1912-09-27 1912-09-27 Schaltungsanordnung fuer Fernsprechanlagen, bei denen Beamtinnen die Herstellung der Verbindungen ueberwachen und eine anrufende Leitung selbsttaetig mit einer freien Beamtin verbunden wird

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