DE28250C - Patronenhülse für komprimirtes Pulver - Google Patents
Patronenhülse für komprimirtes PulverInfo
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Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F42—AMMUNITION; BLASTING
- F42B—EXPLOSIVE CHARGES, e.g. FOR BLASTING, FIREWORKS, AMMUNITION
- F42B5/00—Cartridge ammunition, e.g. separately-loaded propellant charges
- F42B5/26—Cartridge cases
- F42B5/28—Cartridge cases of metal, i.e. the cartridge-case tube is of metal
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die Metallpatronenhülse wird aus zwei Theilen hergestellt, um eine bequemere Ladung der Hülse
von hinten mit comprimirtem Pulver in einer für die Herstellung im Grofsen geeigneten Weise
zu ermöglichen.
In beiliegender Zeichnung zeigt Fig. 1 den hinteren Theil der Patrone, Fig. 2 die Ansicht
der Patrone mit Geschofs, Fig. 3 den Schnitt derselben und Fig. 4 den Schnitt der Hülse;
Fig. S zeigt die Art der Hülsenfüllung mit comprimirtem Pulver.
Die Hülse besteht aus zwei getrennten Theilen, nämlich aus dem Rohr A und dem Deckel B)
letzterer pafst mit seinem Hohlcylinder c und mit seinem Rand d genau in das hintere ausgeweitete
Ende des Rohres, so dafs der Deckel B, wenn man ihn mit dem Rohr A zusammenschiebt,
fest in demselben steckt. Das Rohr hat hinten einen vorstehenden Rand e, an welchen der Auswerfer angreift, so dafs es
nicht vorkommen kann, dafs nur der Deckel vom Auswerfer herausgezogen wird.
Beim Schufs wird der Hohlcylinder c durch den Druck der Pulvergase an die Wand der
Patronenhülse geprefst und ist somit nach hinten ein hermetischer Abschlufs vorhanden.
Der Deckel B hält auf ganz beliebige Art den Percussionszündsatz, wie solches bisher bei
Hülsen aus einem Stück der Fall war.
F bedeutet das comprimirte Pulver mit einem Kanal g, h ein Geschofs, das theilweise mit der
Papierwickelung umhüllt ist.
Mittelst dieser zweitheiligen Metallpatronenhülse läfst sich das besser als das Kornpulver
wirkende comprimirte Pulver verwenden, ohne dafs man auf die bisherige zeitraubende oder
unvollkommene Art der Füllung angewiesen wäre. Bisher wurde für Metallpatronenhülsen
mit comprimirtem Pulver das Pulver entweder von vorn in ganz kleinen Mengen in die Hülse
gebracht und nach Einbringung einer jeden einzelnen Menge comprimirt, oder es wurde in
einer besonders construirten Form Pulver in kleinen Mengen comprimirt und dann der fertige
Pulverklotz von vorn in die noch vollständig cylindrisch gelassene Hülse gebracht, worauf
letztere vorn bis auf den Durchmesser des Geschosses zugewürgt wurde.
Die erstere Methode hat den Nachtheil, dafs die Art der Füllung eine zu umständliche ist,
die zweite hingegen hat aufser der complicirten Art der Comprimirung den Nachtheil, dafs der
fertige Pulverklotz in die Hülse gebracht werden mufs und dadurch dieser nur unvollkommen an
den Boden und an die Hülsenwand anschliefst und so das Feuer am Boden und Umfang mehr
oder weniger rasch zum Angriff kommt, was unregelmäfsige Wirkung und daher grofse Differenzen
in der Anfangsgeschwindigkeit mit sich bringt. Da man in die schon einmal benutzte,
vorn zugewürgte Hülse keinen neuen Pulverklotz einbringen kann, läfst sich aufserdem die
Hülse nur einmal benutzen.
Diese Nachtheile sind bei Verwendung der zweitheiligen Hülse vermieden. Behufs Füllung
kann folgendes Verfahren angewendet werden: Das Rohr A wird in ein Füllungslager (ähnlich
dem Patronenlager) gebracht; dieses Füllungslager hat nach hinten bezw. oben eine centrale
Erweiterung, in welche ein Hohlcylinder / mit dem inneren Durchmesser des hinteren Rohr-
Claims (1)
- theiles eingepafst ist und auf dem Rand e des Rohres aufsitzt.Ein Dorn η bildet die Aussparung oder den Pulverkanal g; der Stempel m geht über den Dorn und pafst gleichzeitig in den inneren Durchmesser des Hohlcylinders /, entsprechend dem hinteren Durchmesser des Rohres.Wenn der Stempel m herausgezogen ist, wird das Pulver (gewöhnliches Gewehrpulver, das mit einem genügenden Feuchtigkeitsgehalt, circa 4 pCt., versehen ist, um etwas plastisch zu werden) eingeschüttet und mit dem Stempel m, dessen Bodenfläche genau die innere .Form des Patronendeckels hat, von hinten unter starkem Druck comprimirt, so dafs das Pulver zu einer compacten festen Masse wird. Hierauf wird der Stempel in und der Hohlcylinder / herausgezogen, und es kann das nun mit dem comprimirten Pulver gefüllte Rohr mit dem Hülsendeckel durch Eintreiben des letzteren versehen werden. Schliefslich wird dann das Zündhütchen aufgesetzt und die Patrone in einen Raum gebracht, in welchem das comprimirte Pulver bei gewöhnlicher Temperatur vollständig austrocknen kann.Die zweitheilige Construction der Hülse macht es mithin möglich, die ganze Ladung auf einmal in die Hülse zu bringen und mit einem einzigen Druck zu comprimiren.Patenτ-Anspruch:Patronenhülse, bestehend aus dem Mantel A mit Flantsch e und dem lose in ihn eingesetzten Boden B mit Krempe d, zu dem Zweck, Kornpulver in der beschriebenen Weise in den Mantel von hinten einzupressen.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE28250C true DE28250C (de) |
Family
ID=304505
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT28250D Active DE28250C (de) | Patronenhülse für komprimirtes Pulver |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE28250C (de) |
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