DE14460C - Neuerungen in der Herstellung von Prefstabak und dazu gehörigen Apparaten - Google Patents

Neuerungen in der Herstellung von Prefstabak und dazu gehörigen Apparaten

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DE14460C
DE14460C DENDAT14460D DE14460DA DE14460C DE 14460 C DE14460 C DE 14460C DE NDAT14460 D DENDAT14460 D DE NDAT14460D DE 14460D A DE14460D A DE 14460DA DE 14460 C DE14460 C DE 14460C
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tobacco
pref
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J. LlNDSLEY in Pawtucket (Rhode-Island)
Publication of DE14460C publication Critical patent/DE14460C/de
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A24TOBACCO; CIGARS; CIGARETTES; SIMULATED SMOKING DEVICES; SMOKERS' REQUISITES
    • A24CMACHINES FOR MAKING CIGARS OR CIGARETTES
    • A24C5/00Making cigarettes; Making tipping materials for, or attaching filters or mouthpieces to, cigars or cigarettes
    • A24C5/02Cigarette-filling machines
    • A24C5/06Cigarette-filling machines with pressing-chamber

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  • Manufacture Of Tobacco Products (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Bei der Fabrikation von geprefsten Tabaken ist es bisher gebräuchlich gewesen, eine geschlossene Prefsform oder Prefshülse mit gerade so viel Tabak zu füllen, wie erforderlich war, um das verlangte Product mit einer einzigen Pressung herzustellen. Ich habe indefs entdeckt, dafs Stangen zusammenhängenden geprefsten Tabaks, die massiv oder hohl sein mögen, dadurch hergestellt werden können, dafs man den Tabak in nach einander geprefsten und an einander anliegenden Lagen oder Schichten durch eine Prefsform zwängt, die sowohl an ihrem Einlafs-, als auch an ihrem Auslafsende offen ist. Der von der Druckfläche des Prefskolbens oder Stampfers auf der äufseren Oberfläche jeder einzelnen Schicht beim Eindrücken in die Prefsform hinterlassene Eindruck bezweckt, in dem schliefslichen Producte trennbare Verbindungen zu erzeugen, wodurch die Stange der Quere nach in Abschnitte zertheilt werden kann, die mit den ursprünglichen Schichten übereinstimmen. Es können ferner die auf diese Weise gebildeten geprefsten Abschnitte aufgelöst und die Tabaktheilchen vermittelst einer Verengerung im Bohrloch der Prefshülse wieder geordnet werden, so dafs die schliefsliche Tabakstange in den verschiedenen Abschnitten, aus denen sie gebildet ist, infolge der durch die einengende Wirkung der Prefshülse hervorgerufenen Verdünnung und Aushöhlung so vollständig verbunden ist, dafs sie eine Trennung, wie vorher, an den Verbindungsstellen nicht zuläfst. Meine Erfindung besteht in dem verbesserten Verfahren der Herstellung derartiger Stangen geprefsten Tabaks und in Verschiedenen besonderen Vorrichtungen zur Ausführung dieses Verfahrens, sowie in dem durch letzteres erzielten neuen Tabaksfabrikationsartikel, wie nachstehend noch beschrieben wird.
Fig. ι stellt einen Längsschnitt einer offenen hohlen Prefsform oder Prefshülse und eine Ansicht des unteren Endes eines cylindrischen Prefskolbens oder Stampfers, sowie eine Stange geprefsten Tabaks dar, der aus Abschnitten besteht und in der Richtung ihrer Axe zertheilt ist, wobei die Verbindungen zwischen den verschiedenen Abschnitten und der deutlich gehöhlte Strich der Faserung des Tabaks in den Abschnitten gezeigt ist.
Fig. 2 zeigt die aus Abschnitten bestehende Stange Prefstabak in der Ansicht und ebenso eine frisch gefüllte Schicht losen Tabaks.
Fig. 3 zeigt die konischen oder gehöhlten Verbindungen und den Strich der Tabakfasern in den Abschnitten, wie er vermittelst eines Stampfers mit konischer Prefsfläche hervorgerufen wird.
Fig. 4 zeigt die Bildung einer durchlochten Stange Prefstabak mit verbundenen Abschnitten, wobei der Formdorn an der Prefsfläche des Stampfers angebracht ist.
Fig. 5 und 6 zeigen den Längenschnitt einer mit einer grofsen und einer kleinen Kammer versehenen Prefshülse, die dazu dient, die von dem ersten Prefskolbendruck erzeugten Abschnitte einzuengen und auszuhöhlen.
Fig. 7 stellt eine Ansicht des unteren Endes der in Fig. 1 gezeigten Prefshülse dar.
Fig. 8 zeigt eine Ansicht des unteren Endes der in Fig. 4 veranschaulichten Prefshülse und des Dorns.
T?ig. '9 zeigt einen Längenschnitt der Prefshülse, des Prefskolbens und des feststehenden Doms, die angeordnet sind, um die neuen durchlochten Stangen Prefstabak herzustellen.
Fig. ίο zeigt einen Längenschnitt der Prefshülse, sowie eine Ansicht eines an seinem unteren Ende mit rippenbildenden Nuthen versehenen Doms.
Fig. 11 ist ein Querschnitt der Prefshülse und des mit Nuthen versehenen Doms über die Linie x-x der Fig. ίο.
Fig. 12 zeigt eine vermittelst der in den Fig. ι ο und 11 dargestellten Prefshülse und deren Dorn gebildete durchlochte Stange Prefstabak im Querschnitt.
Fig. 13 ist ein Längenschnitt der Prefshülse mit dem Dom in der Ansicht und dem Stampfer oder Prefskolben im Durchschnitt und zeigt das Verfahren der Herstellung einer der neuen Stangen Prefstabak, die mit drei von dem Aufsentheile nach innen bis zur Axe der Stange gehenden Längsrippen versehen ist. .
Fig. 14 zeigt einen durch die Linie x-x der Fig. 13 gelegten Querschnitt der Prefshülse und des unteren Dornendes.
Fig. 15 zeigt einen Querschnitt einer vermittelst der in den Fig. 13 und 14 veranschaulichten Prefshülse und deren Dorn hergestellten durchlöcherten Tabakstange.
Fig. 16 stellt das untere Ende des Dorns im Querschnitt dar, der hier mit rippenbildenden Nuthen versehen ist, die nicht bis zur Axe reichen.
Fig. 17 ist eine perspectivische Ansicht einer Tabakstange für Rauchzwecke, die der Länge nach mit vier Durchlöcherungen versehen ist.
Fig. 18 zeigt eine Schnittansicht der zum Rauchen in eine Cigarrenspitze gesteckten durchlöcherten Tabakstange.
In der beiliegenden Zeichnung bezeichnet A in Fig. ι das untere Ende des Prefskolbens oder Stampfers, der so angeordnet ist, dafs er in das obere Ende der Prefshülse B wechselweise niedergeht und aus demselben emporsteigt. Die Prefshülse selbst hat eine Bohrung von gleichem oder fast gleichem Durchmesser, und ist hinreichend lang, um mehrere der nach einander eingeprefsten Abschnitte c ] c% c3 der Tabakstange C in sich aufzunehmen. Die Abschnitte c1 c2 c% sind durch die trennbaren Verbindungen dd mit einander verbunden; es entstehen diese Verbindungen d d durch die directe Einwirkung der Druckfläche des Stampfers' A auf die äufsere Oberfläche einer jeden Schicht losen Tabaks, wodurch eine glatte, harte Fläche entsteht, gegen welche die nächstfolgende Tabakslage angeprefst wird, so dafs die Fasern oder Körner der Flächen der zusammenstofsenden Abschnitte nicht fest in einander greifen, aber doch genügend an einander hängen, um ein leichtes Hantiren ohne Gefahr des Auseinanderfallens zu gestatten.
In Fig. 2 bezeichnet c eine frisch eingefüllte Schicht losen körnigen Tabaks, der nach der erforderlichen Emporhebung des Prefskolbens in die Prefshülse gebracht ist.
Die Reibung der verschiedenen eingeprefsten Abschnitte cx i2 c% gegen die Seiten der Prefshülse ist derart, dafs die lose Schicht zuerst, wie in Fig. 1 veranschaulicht, zusammengeprefst wird, ehe die Stange C ihren Weg nach abwärts durch die Prefshülse antritt; die fortgesetzte Bewegung des Prefskolbens nach der von demselben eingenommenen tiefsten Position zu, welche Stellung durch die Linie m angedeutet ist, zwängt die Stange C um ein der Dicke der geprefsten Schicht c gleiches Stück durch die Prefshülse B, wobei die Friction des Tabaks an den Seiten der Hülse den vorhergehenden Abschnitt c1 nach der Prefsfläche des Stampfers zu ein wenig hohl werden läfst, wie durch das Krümmen der Linien d-d, welche die Verbindungen zwischen den Abschnitten vorstellen sollen, angedeutet ist. Wenn Tabak an der flachen Druckfläche des Stampfers sitzen bleibt und sich hier allmälig ansammelt, so hinterläfst der letztere einen hohlen Eindruck direct auf der obersten Tabakschicht, welche Höhlung sich dann durch die reibende Einwirkung der Seiten der Prefsform noch ein wenig vergröfsert.
Es ist eine wohlbekannte Thatsache, dafs,. wenn eine Masse losen Tabaks oder ähnlichen Materials unter schwerem Druck in eine Prefsform gebracht wird, der gewonnene compacte Kuchen (oder Stange) seine Bestandtheilchen in einem gewissen, verhältnifsmäfsig leicht zertheilbaren Strich angeordnet zeigt, der in einer Linie oder Ebene läuft, die ziemlich unter rechtem Winkel zu der Richtung des angewendeten Druckes steht. So läuft auch der Strich der geprefsten Tabakschicht in Fig. 1 ungefähr parallel mit der Druckfläche des Prefskolbens A, wie durch die quer über die Stange gezogenen Schattirungslinien angedeutet ist; wie aber der Kolben auf seine durch die Linie m bezeichnete tiefste Stellung zu weiterrückt, wird der Strich der vorhergehenden Tabakschicht oder des Abschnittes cl durch den Reibungswiderstand der Seiten der Prefshülse ausgehöhlt, um mit den Aushöhlungen dd zwischen den Abschnitten zu correspondiren.
Wenn bei Beginn der vorstehenden Operation die Prefshülse mit Tabak gefüllt wird, so kann das untere Ende der Hülse zeitweilig geschlossen und eine geeignete Menge Tabak in die letztere eingeführt und hinreichend zusammengeprefst werden, um in ihrer Lage zu bleiben, worauf beim Angehenlassen der die Prefshülse und den Stampfer führenden Presse dem Tabak durch die Einwirkung des Stampfers auf die
nach einander eingefüllten Schichten der erforderliche Dichtigkeitsgrad verliehen wird.
Wenn ein Prefskolben mit einer kegelförmigen oder hervorstehenden Druckfläche, wie er beispielsweise in Fig. 3 gezeigt ist, in Anwendung kommt, werden die Abschnitte, cl c2 cz gleich schon von dem Prefskolben in eine gegenseitig sich umschliefsende Form geprefst, wodurch die aus den Abschnitten bestehende Tabakstange einem gröfseren seitlichen Drucke widerstehen kann, als wenn ein flacher Stampfer, wie in Fig. i, angewendet wird. Die Druckfläche des Prefskolbens von der vorstehenden konischen oder vorspringenden Form bleibt frei von anhängendem Tabak, der bei gewöhnlicher Temperatur auf einer flachen Preisfläche leicht eine nach und nach sich anhäufende Masse bildet.
Mit Hülfe eines am Ende des Prefskolbens A angebrachten und mit dem letzteren sich bewegenden Dorns a, Fig. 4, können aus den nach einander eingefüllten Schichten durchbohrte und aus Abschnitten zusammengesetzte Stangen Prefstabak hergestellt werden. Die Prefsfläche des Kolbens wird dann konisch gemächt, um einen schräg zur Axe stehenden oder konisch ausgehöhlten Strich zu erzielen, wie durch die Schattenlinien angedeutet ist, die ungefähr parallel zur Prefsfläche des Kolbens kufen. Die gewünschte Dichtigkeit des Tabaks kann bei den vorstehenden Darstellungen durch Verlängerung oder Verkürzung der Prefshülse B erzielt werden.
Bei Anwendung einer sowohl mit einer grofsen, als auch mit einer kleinen Kammer versehenen Prefshülse B, wie sie in den Fig. 5 und 6 zur Darstellung gebracht ist, kann eine noch vollkommenere Verbindung der verschiedenen Abschnitte cl <r2 cs infolge des auf einander folgenden Aufbrechens und Wiederordnens der durch den Eindruck der Kolbenfläche zuerst hergestellten Verbindungen erzielt werden. Dieses Wiederordnen kann so weit ausgedehnt werden, dafs die ursprüngliche Trennbarkeit der Abschnitte aufgehoben wird.
Die vermittelst eines Prefskolbens mit flacher Druckfläche, der sich in der grofsen Kammer der Prefshülse auf- und niederbewegt, erzielte Wirkung wird durch Fig. 5 veranschaulicht, in der die hervorgerufene gehöhlte Form der Abschnitte und der Verbindungen durch die Linien d1 d1 d1 und der Strich des Tabaks in den Abschnitten durch die schräg zur Axe stehenden Schattenlinien zwischen den Linien d1 dl d1 angedeutet ist. Die ähnliche, vermittelst eines Prefskolbens mit konischer oder vortretender Druckfläche, der in der gröfseren Kammer der Prefshülse functionirt, hervorgerufene Wirkung ist in Fig. 6 dargestellt, welche die vergröfserte Aushöhlung der Abschnitte und die damit correspondirende schräg oder konisch gehöhlte Anordnung des Strichs der Fasern zeigt.
Die vermittelst des in Fig. 6 gezeigten konischen Prefskolbens hergestellten Verbindungen d1 dl d1 sind stärker, als die durch den Stampfer mit flacher Druckfläche in Fig. 5 geschaffenen, weil in letzterem Falle der in einer vorderen Schicht vor der zunächst nachfolgenden Schicht eingeengte Tabak das Bestreben hat, bei seiner Einzwängung aus der grofsen in die kleinere Kammer von der hinteren Schicht am äufseren Theile der Berührungsfläche der Verbindung wegzurutschen oder abzugleiten, wodurch am äufseren Verbindungstheile an der Oberfläche der Tabakstange eine unvollkommene Verbindung zwischen den beiden Schichten erzielt wird. Dagegen ist dies Bestreben in Fig. 6 durch die zweckentsprechende konische Form der Schichten beseitigt, die eine wie vorstehend erwähnte Gleitbewegung unter der einengenden Wirkung der Prefshülse nicht zuläfst.
In Fig. 9 reicht ein feststehender cylindrischer Dorn D in die Prefshülse B hinein, und zwar durch den hohlen Prefskolben A hindurch, der an seinem oberen Ende zur Aufnahme des verstärkten Kopfes D1 des Dorns ausgebohrt ist. Der Prefskolben ist an einer Seite mit einer Führung e und der Kopf D1 des Dorns an einer Seite mit einer Einkerbung f versehen.
Die an einem geeigneten Theile des Rahmens der Presse fest anzubringende Stütze E reicht durch die Coulisse e im Prefskolben in den Ausschnitt / im Kopfe D1 hinein und hält so den Dorn fest, während der Prefskolben freie Auf- und Abbewegung mit dem Gleitkopf der Presse hat, der in der Zeichnung nicht dargestellt und an dem der Kolben durch den Schaft al befestigt ist. Die Bohrung des Prefskolbens A ist an dessen unterem Ende so gewählt, dafs sie sich lose an den cylindrischen Dorn D anlegt, und die Prefsfläche des Kolbens läuft bis innerhalb einer geringen Entfernung von der äufseren Oberfläche des letzteren konisch zu und ist an ihrer Spitze abgestumpft. In den Fig. 9, 10 und 13 ist der Prefskolben in seiner höchsten Lage über der Prefshülse dargestellt, während seine tiefste Position durch die punktirten Linien in der Kammer der Prefshülse von Fig. 9 und 10 angedeutet ist.
Die Prefshülse B kann der bequemeren Herstellung und Erneuerung wegen aus zwei Theilen angefertigt werden, von denen der äufsere Theil b cylindrisch und an seinem unteren Ende behufs Bildung einer inneren Schulter g enger ausgebohrt ist. Der innere Theil b1 der Prefshülse pafst lose in die Bohrung des äufseren Theiles b und ruht, gestützt von der Schulter g, auf dieser letzteren. Das obere Ende des Theiles bl ist konisch ausgehöhlt und bildet so den Hals h der Prefshülse.
Die Bohrung des inneren Theiles b1 kann so hergestellt werden, dafs sie sich an ihrem
unteren Ende ein wenig ausdehnt, um dem Tabak freie Bahn zu machen, und das untere Ende des Dorns kann zu gleichem Zwecke (etwas aber nur sehr wenig) beilaufen.
Die Prefshülse B wird wie bei F eingesetzt und mit dem Prefskolben in einer sehr starken Presse, wie solche gewöhnlich zum Lochen von Metallen verwendet werden, so justirt, dafs das untere Ende des stationären Dorns D um ein gewisses Stück unter den Hals h hinabreicht.
Der in Fig. 9 gezeigte Dorn ist zur Fabrikation von einfachen, cylindrischen, hohlen Tabakstangen eingerichtet, jedoch in den Fig. 10 und 11 ist der Dorn an seinem unteren Ende in vier Zinken r r r r getheilt, die durch Querschlitze oder Nuthen ί s von einander getrennt sind. Die. Schlitze nehmen an ihren oberen Enden von der Axe i nach dem Punkte i1 zu (an der cylindrischen Aufsenfläche des Dorns) allmälig an Tiefe ab, und zwar sollte der Punkt i1 ein wenig unterhalb der tiefsten Stellung des Prefskolbens, die mit punktirten Linien angegeben ist, liegen.
Der in den Fig. 10 und 11 veranschaulichte Prefskolben und Dorn ist zur Fabrikation einer hohlen Stange geprefsten Tabaks eingerichtet, die innen mit vier Längsrippen versehen ist, welche von der inneren Wandung des äufseren Theiles der Stange nach der Axe reichen und so vier getrennte Oeffhungen bilden, wie sie im Querschnitt einer Tabakstange in Fig. 12 und in der Perspective in Fig. 17 gezeigt sind.
Die Herstellung der in Fig. 15 im Querschnitt veranschaulichten hohlen Tabakstange, die mit drei inneren Rippen behufs Bildung dreier gesonderter Oeffnungen versehen ist, wird in Fig. 13 dargestellt, wo der Prefskolben A in seiner höchsten Lage gezeigt ist, so dafs der Tabak H in körnigem Zustande und sehr schwach angefeuchtet vermittelst geeigneter, in der Zeichnung nicht weiter angeführter Vorrichtungen unter den Prefskolben und in die Kammer G der Prefshülse gebracht werden kann. Der Prefskolben prefst dann bei seiner Abwärtsbewegung den Tabak in der Kammer G zusammen und drückt den vorher zusammengeprefsten Tabak durch den Hals h der Prefshülse und in die Nuthen s s s des Dorns. Wenn er seinen tiefsten Punkt erreicht hat, dann ist der lose Tabak gegen die äufsere Oberfläche der vorhergehenden Schicht angedrückt worden und nimmt den Raum zwischen den Linien m und d ein. Infolge der Compression .zeigt der Tabak jetzt einen schräg zur Axe laufenden Strich, der mit der konischen oder vorstehenden Prefsfläche des Kolbens correspondirt, wie durch die zwischen m und d an beiden Seiten des Dorns gezogenen Linien angedeutet ist. Da nun beständig neue Lagen losen Tabaks in die Kammer G eingefüllt werden, so wird bei dem folgenden Stofs des Prefskolbens der von m und d begrenzte Tabak abwärts in den Hals h der Prefshülse gezwängt. Beim nächsten Stofs des Kolbens wird dann der zusammengeprefste Strich des Abschnitts durch die einengende Wirkung der Prefshülse aufgebrochen und wieder geordnet, ungefähr so, wie die schräg zu den anliegenden Seiten des Dorns und der Hülse unterhalb des Halses h gezogenen Linien dies darstellen. Auf diese Weise wird eine Tabakstange C1 erzeugt, die mit drei Innenrippen η η η und drei Durchlöcherungen ppp versehen ist und einen im Durchschnitt der Axenrichtung V-förmigen oder in der Längenrichtung gleichmäfsig ausgehöhlten Strich hat.
Die besondere Construction des in Fig. 13 gezeigten Dorns wird in dem durch die Linie x-x gelegten Querschnitt, Fig. 14, dargestellt, es können aber die Nuthen oder Schlitze s. des Dorns auch, wie in Fig. 16 gezeigt, gemacht werden, so dafs sie seitlich nicht mit einander verbunden sind. In letzterem Falle dienen sie dazu, eine perforirte Tabakstange herzustellen, in der die verschiedenen Innenrippen nicht an der Axe vereinigt sind. ,
Prefshülse, Stampfer und Dorn sollten aus Stahl angefertigt und gehörig gehärtet werden, um dem zur Herstellung der Stangen erforderlichen grofsen Drucke erfolgreich widerstehen zu können.
Die Herstellung der oben beschriebenen neuen Tabakstangen findet ohne Unterbrechung statt, indem der Tabak durch zweckentsprechend angeordnete Vorrichtungen unter den Prefskolben gebracht, während gleichzeitig die geeigneten gangbaren Längen unterhalb der Prefshülse von der fertigen Stange abgeschnitten werden.
Wenn der Tabak in trockenem Zustande oder nur ein wenig angefeuchtet in die Prefsform eingeführt wird, so wird dem schliefslichen Product infolge des Reibungscontactes mit den Seiten der Prefshülse eine wünschenswerte Politur verliehen, und diese neue äufsere Fläche erhöht den Werth des Erzeugnisses noch um ein bedeutendes. Ein Erwärmen der Prefshülse hat zur Folge, dafs der Tabak mit gröfserer Leichtigkeit durch den Hals L geht, und ein Uebermafs von Feuchtigkeit erzeugt eine rauhe und rissige Oberfläche infolge der Adhäsion von feuchtem Tabak an der Innenfläche der Prefshülse.
Die Füllkammer der Prefsform kann genügend grofs gemacht werden, um den zur Anfertigung mehrerer gangbaren Stangen erforderlichen Tabak aufzunehmen. In diesem Falle können einzelne Stangen von gangbarer Länge ohne die oben beschriebenen Verbindungen gemacht -werden', die aber dennoch den unterscheidenden hohlen Strich aufweisen, der beim Querbrechen oder Zerspalten an jedem Theile der Stange sich zeigt.
Der in die Kammer der Prefshülse gebrachte Tabak kann, je nach der besonderen Qualität
des gewünschten Products oder der bezüglichen Gröfse der Füllkammer, in körnigem oder anderem geeigneten Zustande sein. Der wie oben in die Prefsform eingefüllte Tabak bedarf durchaus nicht der Beimischung irgend welchen fremden Stoffes, indefs brauche ich mich selbstredend auch keineswegs auf reinen Blatttabak zu beschränken.
Die beim Rauchen der durchlöcherten Tabakstangen entwickelte Feuchtigkeit hat das Bestreben, die Durchlöcherungen an ihren hinteren Enden zu schliefsen, und deshalb sollte die Durchschnittsfläche der Durchbohrungen und des umgebenden Tabaks in einem gewissen Verhältnifs zur Maximallänge der Stangen stehen, um eine nachtheilige Verstopfung und Unterbrechung des Zuges zu verhindern.
Praktische Versuche haben ergeben, dafs mit drei Oeffnungeri versehene perforirte Stangen Prefstabak, wie sie in den Fig. 3 und 15 gezeigt sind, sich gut rauchen, wenn sie ungefähr 10 cm lang sind, einen äufseren Durchmesser von beiläufig 7 mm, eine Decke von 1,2 mm und Rippen von o,s mm haben. Die Decke ist also um ein geringes stärker als die Rippen, was, wie die Proben gezeigt haben, zur Folge hat, dafs das Bestreben, sich nach dem Verlassen der Prefsform krumm zu ziehen, vermindert wird und Unvollkommenheiten auf der äufseren Fläche der Tabakstange vermieden werden.
Wenn die Stangen Prefstabak für Kauzwecke fabricirt werden, so ist es am besten, die Prefshülse mit Tabaksblättern von beträchtlicher Gröfse zu füllen, damit ein von der Stange abgenommenes Priemchen den gehörigen Zusammenhang beibehält, wenn es im Munde anschwillt. Für Rauchzwecke aber wird sehr fein zertheilter Tabak mit Vortheil angewendet.
Der gehöhlte Strich vermehrt die Stärke der Tabakstangen, befördert die Verbrennung und hat zur Folge, dafs die Asche ihre ursprüngliche Form beibehält und an dem noch nicht verbrannten Tabak festhaftet.
Die neuen Tabakstangen können in geeignete Längen getheilt und für Rauchzwecke mit einer Cigarrenspitze oder einem Mundstücke versehen werden, wie dies in Fig. 18 im Durchschnitt angedeutet ist. Sie können auch an dem für den Mund des Rauchers bestimmten Ende künstlich gehärtet oder mit einer wasserdichten Masse überzogen werden, um dem Anschwellen des Tabaks durch den Speichel vorzubeugen.

Claims (6)

Patent-Ansprüche:
1. Das Verfahren der Tabakfabrikation, welches darin besteht, eine Schicht Tabak auf eine vorhergehende geprefste Schicht in einer an beiden Enden offenen Prefsform oder Prefshülse vermittelst eines Prefskolbens aufzupressen und dieselben durch die genannte Prefshülse zu zwängen.
2. Das Verfahren der Tabakfabrikation, welches darin besteht, eine Schicht Tabak auf eine vorhergehende geprefste Schicht in der gröfseren Kammer einer Prefshülse vermittelst eines Prefskolbens aufzupressen und die Tabakschichten bei deren Weiterrücken in und durch eine kleinere Kammer zu zwängen, wodurch die besagten Schichten wirksamer mit einander verbunden werden.
3. In einer Maschine zur Herstellung von Stangen Prefstabak, in der der Tabak vermittelst eines Prefskolbens durch eine hohle Prefshülse gedrückt wird, die Combination der mit einer grofsen und einer kleinen Kammer versehenen Prefshülse mit einem Prefskolben, der seinen Druck auf den Inhalt der grofsen Kammer ausübt und mit einer konischen oder hervorstehenden Prefs-
' fläche versehen ist; wodurch die nach einander zusammengeprefsten Abschnitte der Stange beim Eintritt aus der grofsen in die kleine Kammer fester mit einander verbunden werden.
4. In einer Maschine zur Herstellung von Stangen Prefstabak, bei der der Tabak vermittelst eines Prefskolbens durch eine hohle Prefshülse gezwängt wird, die Combination von Prefshülse und Prefskolben mit einem geschlitzten Dorn, wodurch die Tabakstange mit inneren Rippen versehen wird.
5. Eine Stange Prefstabak, die einen querlaufenden, im Durchschnitt der Axenrichtung V-förmigen oder gehöhlten und gleichmäfsig in einer Richtung durch die ganze Stange gehenden Strich hat.
6. Eine Stange Prefstabak, die einen gleichmäfsigen, querlaufenden und im Durchschnitt der Axenrichtung V-förmigen oder gehöhlten Strich und ihrer Länge nach eine
■ durch Friction gehärtete oder polirte Oberfläche hat.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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