DE2824325C3 - Verfahren zur Herstellung von Chlordioxid - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Chlordioxid

Info

Publication number
DE2824325C3
DE2824325C3 DE2824325A DE2824325A DE2824325C3 DE 2824325 C3 DE2824325 C3 DE 2824325C3 DE 2824325 A DE2824325 A DE 2824325A DE 2824325 A DE2824325 A DE 2824325A DE 2824325 C3 DE2824325 C3 DE 2824325C3
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
chlorine dioxide
sodium chloride
chlorine
production
solution
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DE2824325A
Other languages
English (en)
Other versions
DE2824325A1 (de
DE2824325B2 (de
Inventor
Nobutaka Tokyo Goto
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
ThyssenKrupp Nucera Japan Ltd
Original Assignee
Chlorine Engineers Corp Ltd
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Chlorine Engineers Corp Ltd filed Critical Chlorine Engineers Corp Ltd
Publication of DE2824325A1 publication Critical patent/DE2824325A1/de
Publication of DE2824325B2 publication Critical patent/DE2824325B2/de
Application granted granted Critical
Publication of DE2824325C3 publication Critical patent/DE2824325C3/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01BNON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
    • C01B11/00Oxides or oxyacids of halogens; Salts thereof
    • C01B11/02Oxides of chlorine
    • C01B11/022Chlorine dioxide (ClO2)
    • C01B11/023Preparation from chlorites or chlorates
    • C01B11/025Preparation from chlorites or chlorates from chlorates without any other reaction reducing agent than chloride ions

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • General Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Geology (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Electrolytic Production Of Non-Metals, Compounds, Apparatuses Therefor (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

50
25
30
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Chlordioxid aus Chlorwasserstoffsäure und Natriumchlorat.
Aus US-PS 39 29 974 ist ein Verfahren zur Herstellung von Chlordioxid bekannt, bei dem man kontinuierlich eine wäßrige Lösung aus einem Alkalichlorat und Chlorwasserstoffsäure in eine Reaktionszone einspeist, wobei Chlordioxid und Chlor kontinuierlich durch die Umsetzung zwischen Alkalichlorat und Chlorwasserstoffsäure gebildet werden. Während dieser Umsetzung wird das Reaktionsmedium bei dessen Siedepunkt gehalten, um das Wasser aus dem Reaktionsmedium zu verdampfen und eine Gasphase in dem Reaktionsmedi* um abgezogen wird. Es werden zwei Ausführungsformen dieses Verfahrens gezeigt, wobei bei der einen Ausführungsform das während der Reaktion gebildete Natriumchlorid nicht ausgefällt wird, sondern vielmehr kontinuierlich als Flüssigkeit abgezogen wird, unter Aufrechterhaltung eines konstanten Flüssigkeitsniveaus in der Reaktionszone und wobei bei einer anderen Ausführungsform das Natriumchlorid aus der Reaktionszone in ausgefällter Form entfernt wird. Bei der ersten Ausführungsform, bei welcher ein flüssiges Medium, welches das Natriumchlorid enthält, abgezogen wird, enthält das flüssige Medium auch Chlordioxid und Chlor, das aus dem Reaktionsgefäß nicht entfernt worden ist, und aufgrund der Anwesenheit dieser Stoffe tritt eine Reihe von Nebenreaktionen ein, von denen einige ganz besonders gefährlich sind, wenn große Mengen an Wasserstoff mit dem Chlordioxid und dem Chlor vermischt werden. Dadurch wird auch die Effizienz der Elektrolysezellen, die man bei der Umwandlung des .Natriumchlorids in Natriumchlorat verwendet, vermindert. Bei der zweiten Ausführungs-' form, bei welcher festes Natriumchlorid aus der Reaktionszone entfernt wird, wird dieses kontinuierlich in Wasser gelöst und einer Elektrolysezelle zur Herstellung von Chlorat zugeführt, wo es dann in Natriumchlorat und Wasserstoff umgewandelt wird. Unglücklicherweise tritt hier eine Situation ein, daß nänlich die festes Natriumchlorid enthaltende, aus der Reaktionszone entfernte Mischung auch Chlordioxid und Chlor enthält, so daß beim Einieiten in eine Elektrolysezelle das Chlor mit dem in der Elektrolysezelle erzeugten Wasserstoff reagiert und dadurch die Expolsionsgefahr steigt
Aufgabe der Erfindung ist es, die vorgenannten Probleme zu lösen und Chlordioxid in vorteilhafter Weise unter Vermeidung einer Explosionsgefahr herzustellen und zwar sowohl hinsichtlich der verwendeten Apparatur als auch hinsichtlich der Wirtschaftlichkeit des Verfahrens, ohne daß ein kompliziertes und apparaturaufwendiges Verfahren benötigt wird.
Diese Aufgabe wird durch ein Verfahren gemäß den Patentansprüchen gelöst.
Die Figur stellt ein Fließschema für eine Ausführungsform der Erfindung dar.
Da beim erfindungsgemäßen Verfahren Chlorwasserstoffsäure mit einem Oberschuß an Natriumchlorat umgesetzt wird, wird die Chlorwasserstoffsäure nahezu vollständig in der Reaktion verbraucht und die Menge an Chlorwasserstoffsäure, die in der Natriumchlorid enthaltenden Lösung, die durch Zugabe von Wasser zu der abgezogenen Restreaktionsmischung gebildet wurde, ist nur gering und beträgt beispielsweise etwa 5 g/l oder weniger, im allgemeinen 0,5 g/l oder weniger. Infolgedessen wird der pH der Natriumchlorid enthaltenden Lösung, die sich durch die Zugabe von Wasser zu der abgezogenen restlichen Reaktionslösung gebildet hat, bei etwa 3 bis 4 oder höher aufrecht erhalten und es bildet sich kein Chlorgas bei der Elektrolyse der Lösung, die das durch Zugabe von Wasser zu der abgezogenen restlichen Reaktionsmischung gebildete Natriumchlorid enthält, in einer Elektrolysezelle für die Herstellung von Natriumchlorat. Man leitet Luft oder ein inertes Gas durch die das Natriumchlorid enthaltende durch Zugabe von Wasser zu der abgezogenen restlichen Reaktionslösung aus dem Reaktor zur Herstellung von Natriumchlorat. Deshalb besteht nicht die Gefahr, daß eine Explosion bei einer Umsetzung zwischen dem erzeugten Chlorgas in der Elektrolysezelle oder Chlorgas, welches in die Elektrolysezelle einfließt, und Wasser^ stoffgas auftritt.
Beim erfindungsgemäßen Verfahren wird nicht die
beim Stand der Technik erforderliche Stufe benötigt, um das feste Natriumchlorid aus der Natriumchlorid enthaltenden Lösung, die durch Zugabe von Wasser zu der abgezogenen restlichen Reaktionsmischung gebildet wurde, abzutrennen.
Die Erfindung wird näher anhand der Figur erläutert In der Figur bedeutet 1 einen Reaktor zur Herstellung von Chlordioxid. Chlorwasserstoffsäure und Natriumchlorat als Ausgangsverbindungen werden als wäßrige Lösungen getrennt in den Reaktor eingeführt, wobei die Dosierung an Chlorat so erfolgt, daß ein Überschuß vorliegt, beispielsweise in einem Molverhältnis von Chlorwasserstoffsäure zu Natriumchlorat das im allgemeinen etwa 0,3 :1 bis weniger als etwa 2 :1 und vorzugsweise 0,5 :1 bis 1 :1 beträgt, und dann erfolgt die Umsetzung in dem Reaktor. Eine geeignete Konzentration an Chlorwasserstoffsäure, die man anwenden kann, liegt bei etwa 200 bis etwa 400 g/l, vorzugsweise etwa 350 g/l, und eine geeignete Konzentration an Natriumchlorat liegt bei etwa 300 bis etwa 600 g/l, vorzugsweise 450 bis 550 g/I. Im allgemeinen wird die wäßrige Ch'orwasserstoffsäurelösung bei Raumtemperatur (etwa 20 bis 3O0C) und die wäßrige Natriumchloratlösung bei Temperaturen von etwa 60 bis etwa 90° C eingeführt Man hält den Reaktor unter vermindertem Druck und da das Wasser wird bei einer Temperatur verdampft, die ausreicht, um das Natriumchlorid als festes Salz niederzuschlagen, beispielsweise bei einer Temperatur im Reaktor von 65 bis 800C. Das entstehende Chlordioxid und Chlor wird unter Verwendung von Wasserdampf als Träger gewonnen. Daher hat dieser einzige Reaktor die Funktion eines Generators, eines Verdampfers und eines Kristallisators und kann ein Reaktortyp sein, wie er beispielsweise in der kanadischen Patentschrift 8 25 084 beschrieben wird.
In einer Elektrolysezelle 2 zur Herstellung von Natriumchlorat wird eine wäßrige Lösung von Natriumchlorid elektrolysiert und die erhaltene wäßrige Lösung von Natriumchlorat wird in ein Reservoir 3 eingeführt Elektrolysezellen, die hier verwendet werden können, werden beispielsweise in der US-PS 33 50 286 beschrieben. Eine geeignete Spannung in der Elektrolysezelle ist etwa 3 bis etwa 5 V und die Stromdichte beträgt etwa 5 bis 20 A/dm2 und eine geeignete Temperatur für die Elektrolyse liegt bei etwa 45° C oder höher bis zum Siedepunkt des Elektrolyten, vorzugsweise bei 60 bis 800C. Eine geeignete Konzentration der wäßrigen Natriumchloridlosung in der Elektrolysezelle liegt bei etwa 50 g/l oder darüber, vorzugsweise bei 100 bis 300 g/l, und im allgemeinen ist die Konzentration an Natriumchlorat am Auslaß der Elektrolysezelle nach einer kontinuierlichen Betriebs weise (d. h. beim Umlaufen des Natriumchlorats), etwa 300 bis etwa 600 g/l.
Die wäßrige Lösung von Natriumchlorat wird dann aus dem Reservoir 3 in den Reaktor 1 geleitet. In der Zwischenzeit wird Chlorwasserstoffsäure aus dem Reservoir 4 in den Reaktor 1 geleitet.
Es ist wichtig, daß die Menge an Natriumchlorai in einem stöchiometrischer Überschuß, bezogen auf die Umsetzung zwischen N^u iwnehlorat und Chlorwasserstoffsäure, eingeleitet wird, um einen möglichst vollständigen Verbrauch an Chlorwasserstoffsäure bei der Umsetzung zu gewährleisten.
Es ist wünschenswert, daß Natriumchlorat und Chlorwasserstoffsäure umgesetzt werden, während der Reaktor 1 unter vermindertem Druck von etwa 133 bis etwa 933 mbar, vorzugsweise etwa 133 bis etwa 400mbar, und bei etwa 65 bis etwa 800C, was der Siedepunkt der Lösung bei diesem Druck ist, gehalten wird. Diese Bedingungen sind wichtig, weil man vorzugsweise im Reaktionssystem einen vermindertem Druck aufrecht erhält um die Bildung von Wasserdampf zu begünstigen und um das chemische Gleichgewicht der Reaktion für die Bildung von Chlordioxid in Richtung auf die Bildung von Chlordioxid zu verschieben; und deshalb ist es wichtig, die Reaktion bei einer Temperatur unterhalb des Punktes (etwa 85° C) durchzuführen, bei dem Chlordioxid im wesentlichen zersetzt wird. Bei dieser Umsetzung ist ein Katalysator nicht erforderlich, jedoch kann man, falls ein Katalysator verwendet wird, Silberionen, Manganionen, Chromionen oder dergleichen, in Form von feinen Pulvern bzw. Salzen zugeben. Die gewählten Bedingungen, nämlich die höhere Temperatur beispielsweise etwa 65 bis 800C) und verminderten Druck (beispielsweise 133 bis 933 mbar, vorzugsweise etwa 133 bis etwa 400 mbar), die in dieser Stufe angewendet werden, verursachen auch das Ausfällen des Natriumchlorids.
Das entstehende Chlordioxid und Chlor werden als gasförmiges Produkt 5 zusammen mit Wasserdampf entfernt Obwohl es häufig nicht notwendig ist. Chlordioxid aus der Mischung aus Chlordioxid und Chlor, wie sie gemäß der Erfindung erhalten wird, zu entfernen, kann man gewünschtenfalls das Chlordioxid und das Chlorgas trennen. Ein geeignetes Trennverfahren umfaßt das Durchleiten der gasförmigen Mischung durch kaltes Wasser (beispielsweise etwa 5° C oder weniger), wobei sich das Chlordioxid in dem kalten Wasser löst, während sich das Chlorgas nicht in dem kalten Wasser löst.
Die restliche Reaktionslösung, welche ausgefallenes Natriumchlorid, gelöstes Natriumchlorid, nicht umgesetztes Natriumchlorat, nicht umgesetzte Chlorwasserstoffsäure und gelöstes Chlordioxid und Chlor enthält, wird vom Reaktor 1 durch die Einlaßleitung eines thermosiphonähnlichen Wiedererhitzers unterhalb des Reaktors 1 abgezogen, wobei man das Flüssigkeitsniveau innerhalb des Reaktors 1 konstant hält. Ein Teil der restlichen Reaktionsmischung wird in dem Wiedererhitzer 6 erwärmt und dann in den Reaktor zurückgeführt, während man den Rest der restlichen Reaktionsmischung durch die Elektrolysezelle 2 zirkuliert, nachdem sie einer Wasserbehandlung und einer Gasbehandlung unterworfen worden ist. Da Chlorwasserstoffsäure nahezu vollständig bei der Umsetzung verbraucht wird, liegt sie nur in einer sehr geringen Menge in der restlichen Reaktionsmischung vor und der pH der restlichen Reaktionsmischung wird bei etwa 3 bis 4 oder darüber gehalten. Wasser 10, das auf eine Temperatur von beispielsweise etwa 50 bis etwa 80r C (vorzugsweise 70 bis 75° C) in einem Wärmeaustauscher 9 erwärmt wird, wird kontinuierlich in die restliche Reaktionsmischung, die aus dem Reaktor 1 abgezogen wurde, eingeleitet, um das feste Natriumchlorid aufzulösen. Dann wird diese Mischung in einem Tank 7 eingeleitet, der bei dem gleichen Druck wie der Reaktor mittels einer Ausgleichsleitung 11 gehalten wird (einer belüfteten Leitung zum Einstellen des gleichen Druckes) und die Mischung wird gerührt um das feste Natriumchlorid aufzulösen. Gleichzeitig wird das gelöste Chlordioxidgas und Chlorgas mittels Luft 12, aus welcher das öl entfernt worden ist, oder eines inerten Gases (beispielsweise Stickstoffgas), welches durch den Boden des Tanks 7 eingeblasen wird, entfernt
Das entfernte Chlordioxid und Chlor werden in den Reaktor 1 durch die Ausgleichsleitung 11 zurückgeführt und wiederverwendet und dadurch wird eine Umweltverschmutzung durch Chlordioxid und Chlor vermieden.
Der Tank 7 wird vorzugsweise bei einer Temperatur oberhalb eines gewissen Punktes gehalten, um die Entfernung der gelösten Gase in der Natriumchlorid enthaltenden Lösung und das Auflösen des ausgefallenen Salzes zu erleichtern. Man kann beispielsweise gute Ergebnisse erzielen, wenn man den Reaktor 1 bei etwa 100 bis etwa 933 mbar, vorzugsweise etwa 133 bis etwa 400mbar, und bei etwa 65 bis eta 80° C hält und die Temperatur des warmen Wassers, welches in die abgelöste restliche Reaktionsmischung geführt wird, bei etwa 55 bis etwa 70° C hält und wenn man den Tank 7 bei etwa 50 bis etwa 55°C betreibt.
Die Natriumchlorid enthaltende Lösung, die bei der vorerwähnten Verfahrensweise entsteht, und die im allgemeinen einen maximalen Gehalt von 100 ppm einer Mischung aus Chlorgas und Chlordioxid enthält, wird in ein Reservoir 8 eingeleitet, von wo sie zur Elektrolysezelle 2 zur Herstellung von Natriumchlorat zurückgeführt wird.
Da beim erfindungsgemäßen Verfahren Chlorwasserstoffsäure und Natriumchlorat so umgesetzt werden, daß Natriumchlorat im Überschuß vorliegt, und dadurch im wesentlichen die Chlorwasserstoffsäure bei der Reaktion vollständig verbraucht wird, kann man den pH der Natriumchlorid enthaltenden Lösung, welche in die Elektrolysezelle zur Herstellung von Natriumchlorat zurückgeführt wird, bei etwa 3 bis 4 oder höher halten. Dadurch wird die Wahrscheinlichkeit einer Chlorgaserzeugung bei der Elektrolyse in der Elektrolysezelle zur Herstellung von Natriumchlorat ganz erheblich vermindert.
Da beim erfindungsgemäßen Verfahren weiterhin Chlordioxid und Chlor in der Natriumchlorid enthaltenden Lösung durch das Einblasen von Luft oder einem Inertgas durch die Lösung entfernt werden, fließt das Gas nicht in die Elektrolysezelle zur Herstellung von Natriumchlorat, selbst wenn man das feste Salz in der Lösung nicht abtrennt oder wäscht. Infolgedessen besteht keine Explosionsgefahr durch Umsetzung von Wasserstoff und Chlor in der Elektrolysezelle.
Beim erfindungsgemäßen Verfahren wird die Stufe der Abtrennung und des Waschens des Natriumchlorids in der restlichen Reaktionsmischung, wie sie beim Stand der Technik erforderlich ist, nicht benötigt und deshalb kann man solche Apparaturen, wie sie für diese Stufen erforderlich sind, fortlassen. Es ist auch nicht erforderlich, eine Vorrichtung vorzusehen, um die restliche Reaktion'STTiischijng abzuziehen und das feste Natriumchlorid absatzweise an einer Stelle unterhalb des Reaktors abzutrennen. Das heißt somit, daß das gesamte Verfahren als Ganzes vereinfacht werden kann und daß der Raumbedarf gering ist und daß man das Abziehen der restlichen Reaktionsmischung und die Zufuhr der Natriumchlorid enthaltenden Lösung zu der Elektrolysezelle zur Herstellung von Natriumchlorat kontinuierlich durchführen kann.
Weiterhin kann man Natriumchlorid, Chlordioxid und Chlor das in der Natriumchlorid enthaltenden Lösung vorliegt, bei der Herstellung von Chlordioxid wirksam verwenden.
Das erfindungsgemäß hergestellte Chlordioxid kann zum Bleichen von Pulpe und für andere Anwendungen verwendet werden.
Die folgenden Beispiele beschreiben die Erfindung.
Wenn nicht anders angegeben, sind alle Teile Prozentsätze, Verhältnisse und dergleichen auf das Gewicht bezogen.
Beispiel 1
Chlordioxid wurde unter folgenden Bedingungen hergestellt, wobei man einen Kessel aus Titan
ίο (Innendurchmesser 200 mm, Höhe 1000 mm) als Chlordioxid erzeugenden Reaktor 1 verwendete und eine Elektrolysezelle (bipolare Elektroden, 65 A) als Natriumchlorat erzeugende Elektrolysezelle 2, einen aus Titan hergestellten Wasserejektor und einen doppelwandigen Wärmeaustauscher mit inneren Rohren aus Titan, als Wärmeaustauscher 9 einsetzte.
(1) Elektrolysebedingungen in der Elektrolysezelle 2 zur Herstellung von Natriumchlorat
(2) Bedingungen zur Herstellung von Chlordioxid im Reaktor 1
Elektrolysezelle: bipolare Elektroden,
65 A
Stromdichte: 30 A/dm2
Elektrolysetemperatur: 55° C
Stromeffizienz: 90%
(3) Bedingungen für die Behandlung der restlichen Reaktionsmischung:
Chlorwasserstoffsäurelösung, die in den Reaktor 1 1,9 L/h 6,017h
geführt wird 20° C 6O0C
Fließgeschwindigkeit: 3453 g/l 597 g/l
Temperatur: Wäßrige Lösung von Natriumchlorat, die in den 117 g/!
HCl-Konzentration: Reaktor 1 eingeführt wird
Fließgeschwindigkeit: 266 mbar (absolut)
Temperatur:
NaClCh-Konzentration: 74°C
NaCl-Konzentration:
Reaktionsdruck im
Reaktor i:
Reaktionstemperatur im
Reaktor!:
Restliche Reaktionsmischung
Fließgeschwindigkeit:
Temperatur:
NaClO3-Konzentration:
NaCl-Konzentration:
4,7 l/h
75° C
572 g/l
148 g/l (eine
gesättigte Lösung
einer 10gew.-%igen
Aufschlämmung)
Heißwasser, das in die restliche Reaktionsmischung eingeführt wird
Fließgeschwindigkeit: 1,6 l/h
Temperatur: 60° C
Luft, die in die Natriumchlorid enthaltende Mischung eingeblasen wird
Fließgeschwindigkeit: 200 l/h
28 24 325 8 500 g/h
7 (4) Im Reaktor 1 erzeugte Gase: 380 g/h
Behandelte Natriumchlorid enthaltende Mischung, 2842 g/h
die in die Elektrolysezelle zur Herstellung von Zusammensetzung: 75° C
Natriumchlorat eingeführt wird ClO2 266 mbar (absolut)
Cl2
Fließgeschwindigkeit: 6,5 l/h Wasserdampf
Temperatur: 600C Temperatur:
NaClCb-Konzentration: 416 g/l Druck:
NaCI-Konzentration: 181 g/l
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen

Claims (3)

10 15 Patentansprüche:
1. Verfahren zur Herstellung von Chlordioxid, bei dem man
(1) Chlorwasserstoffsäure und einen stöchiometrischen Oberschuß an Natriumchlorat, der in einer Elektrolysezelle zur Herstellung von Natriumchlorat erzeugt wurde, in eine Reaktionszone zur Herstellung von Chlordioxid einführt,
(2) die Chlorwasserstoffsäure und das Natriumchlorat in der Reaktionszone unter Ausbildung eines gasförmigen Reaktionsproduktes, welches Chlordioxid und Chlor enthält, umsetzt, wobei das gebildete Natriumchlorid in Form einer aufschlämmungsähnlichen restlichen Reaktionsmischung, welche das ausgefallene Natriumchlorid enthält, ausgefällt wird,
(3) das Chlordioxid als gasförmiges Reaktionsprodukt kontinuierlich entfernt, und
(4) gleichzeitig die aufschlämmungsähnliche restliche Reaktionsmischung, weiche das ausgefällte Natriumchlorid enthält, kontinuierlich aus der Reaktionszone abzieht,
dadurch gekennzeichnet, daß man
(5) Wasser zu der abgezogenen restlichen Reaktionslösung gibt, um das Natriumchlorid aufzulösen und eine Natriumchlorid enthaltende Lösung zu bilden,
(6) Luft oder ein inertes Gas durch die Lösung, welche Natriumchlorid enthält, bläst, um alle restlichen Anteile an Chlordioxid und Chlor aus der Lösung zu entfernen und
(7) dieses Chlordioxid und Chlor in die Reaktionszone zur Herstellung von Chlordioxid zurückführt, und
(8) die Lösung zu einer Elektrolysezelle zur Herstellung von Natriumchlorat rückführt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekenn- «o zeichnet, daß man das Chlordioxid als gasförmiges Produkt unter Verwendung von Wasserdampf kontinuierlich abzieht.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das zu der abgezogenen restlichen Reaktionsmischung zugegebene Wasser zum Auflösen des Natriumchlorids eine Temperatur von etwa bis etwa 700C hat.
DE2824325A 1977-06-08 1978-06-02 Verfahren zur Herstellung von Chlordioxid Expired DE2824325C3 (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
JP52066607A JPS5951481B2 (ja) 1977-06-08 1977-06-08 二酸化塩素の製造方法

Publications (3)

Publication Number Publication Date
DE2824325A1 DE2824325A1 (de) 1978-12-14
DE2824325B2 DE2824325B2 (de) 1980-07-10
DE2824325C3 true DE2824325C3 (de) 1981-04-23

Family

ID=13320749

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE2824325A Expired DE2824325C3 (de) 1977-06-08 1978-06-02 Verfahren zur Herstellung von Chlordioxid

Country Status (13)

Country Link
US (1) US4176168A (de)
JP (1) JPS5951481B2 (de)
AR (1) AR215183A1 (de)
AT (1) AT377741B (de)
BR (1) BR7803575A (de)
CA (1) CA1105877A (de)
DE (1) DE2824325C3 (de)
DK (1) DK253178A (de)
FI (1) FI66580C (de)
FR (1) FR2393761A1 (de)
GB (1) GB1587610A (de)
NO (1) NO152645C (de)
SE (1) SE441594B (de)

Families Citing this family (9)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE2917132A1 (de) * 1979-04-27 1980-11-06 Metallgesellschaft Ag Verfahren zur herstellung von chlordioxid
FR2498585A1 (fr) 1981-01-27 1982-07-30 Ugine Kuhlmann Procede de generation de dioxyde de chlore
DE3128817A1 (de) * 1981-07-21 1983-02-10 Dipl.-Ing. Hanns Fröhler KG, 8023 Pullach Verfahren und vorrichtung zur herstellung von chlordioxid
CA1324976C (en) * 1988-07-26 1993-12-07 Zbigniew Twardowski Combined process for production of chlorine dioxide and sodium hydroxide
US5324497A (en) * 1992-02-26 1994-06-28 Westerlund G Oscar Integrated procedure for high yield production of chlorine dioxide and apparatus used therefor
CA2333247C (en) * 2000-02-01 2010-07-20 Sterling Canada, Inc. A method of improving yield of chlorine dioxide generation processes
US6511644B1 (en) 2000-08-28 2003-01-28 The Chemithon Corporation Method for removing contaminants in reactors
CN104261350B (zh) * 2014-09-24 2016-02-17 广西大学 一种不产生固形物的二氧化氯制备方法
EP3438043A4 (de) * 2016-03-31 2019-12-18 Honbusankei Co., Ltd. Verfahren zur herstellung von chlorhaltigem sauerwasser unter verwendung von durch salzelektrolyse gewonnenem rohmaterial

Family Cites Families (5)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2484402A (en) * 1946-01-04 1949-10-11 Brown Co Process for producing chlorine dioxide
GB672047A (en) * 1948-10-01 1952-05-14 Edelbert Kesting Improvements in the manufacture of chlorine dioxide
US3864456A (en) * 1964-08-13 1975-02-04 Electric Reduction Co Manufacture of chlorine dioxide, chlorine and anhydrous sodium sulphate
US3524728A (en) * 1966-10-05 1970-08-18 Chemech Eng Ltd Closed cycle system for the generation of chlorine dioxide
FR2163818A5 (de) * 1970-06-10 1973-07-27 Electric Reduction Cy Ca

Also Published As

Publication number Publication date
FI66580C (fi) 1984-11-12
US4176168A (en) 1979-11-27
AT377741B (de) 1985-04-25
DK253178A (da) 1978-12-09
FI781819A7 (fi) 1978-12-09
JPS5951481B2 (ja) 1984-12-14
SE7806663L (sv) 1978-12-09
GB1587610A (en) 1981-04-08
NO781981L (no) 1978-12-11
NO152645C (no) 1985-10-30
DE2824325A1 (de) 1978-12-14
AR215183A1 (es) 1979-09-14
JPS542296A (en) 1979-01-09
BR7803575A (pt) 1979-01-16
ATA409678A (de) 1984-09-15
FR2393761A1 (fr) 1979-01-05
FR2393761B1 (de) 1982-09-10
CA1105877A (en) 1981-07-28
FI66580B (fi) 1984-07-31
DE2824325B2 (de) 1980-07-10
NO152645B (no) 1985-07-22
SE441594B (sv) 1985-10-21

Similar Documents

Publication Publication Date Title
AT394706B (de) Verfahren zur herstellung von chlordioxid
DE1900998C3 (de) Verfahren zur Herstellung von Chlordioxid und Chlor
DE69409694T2 (de) Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung von Chlordioxid
DE3118795C2 (de) Verfahren und Vorrichtung zur kontinuierlichen Herstellung von Chlordioxid durch Elektrolyse
DE69200006T2 (de) Verfahren zur elektrolytischen Herstellung von Alkalimetall-Chlorat und chemische Hilfsverbindungen.
DE2655920B2 (de) Verfahren zur Herstellung von Wasserstoffperoxid
DE3032875A1 (de) Verfahren zur chloralkali-elektrolyse
DE2824325C3 (de) Verfahren zur Herstellung von Chlordioxid
DE2445507C3 (de) Verfahren zur Herstellung von Brom
DE10106932B4 (de) Verfahren zur Herstellung von Natriumpersulfat
DE2843479B2 (de) Verfahren zur Elektrolyse von Natriumchlorid in einer eine Ionenaustauschermembran enthaltenden Zelle
EP0070542B1 (de) Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Chlordioxid
DE2800760C2 (de) Verfahren zur Herstellung von Natriumpercarbonat aus einer Sodalösung bzw. -suspension
DE1097419B (de) Verfahren zur Herstellung von Alkalipersulfaten
DE1054076B (de) Verfahren zur Herstellung von Chlordioxyd
DE19605243A1 (de) Verfahren zum Erzeugen von reinem Bleioxid aus verbrauchten Batterien
DE1567479C3 (de) Verfahren zur Herstellung von Chlordioxid
CH671393A5 (de)
DE68903810T2 (de) Herstellung von chlordioxid.
DE1811168C3 (de) Verfahren zur Herstellung von Soda
DE2919996A1 (de) Verfahren zur kontinuierlichen herstellung von alkalimetallchloraten
DE2115182A1 (de) Verfahren zur Herstellung von wasserfreiem Magnesiumchlorid
DE60005631T2 (de) Verfahren zur herstellung wässeriger lösungen von ungesättigten quartären ammoniumsalzen
DE1467072A1 (de) Verfahren zur Herstellung von Ammoniumperchlorat
DE1567478A1 (de) Verfahren zur Herstellung von Chlordioxyd

Legal Events

Date Code Title Description
OAP Request for examination filed
OD Request for examination
C3 Grant after two publication steps (3rd publication)
8339 Ceased/non-payment of the annual fee