DE281985C - - Google Patents

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DE281985C
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Germany
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glass
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hearth
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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C03GLASS; MINERAL OR SLAG WOOL
    • C03BMANUFACTURE, SHAPING, OR SUPPLEMENTARY PROCESSES
    • C03B15/00Drawing glass upwardly from the melt
    • C03B15/14Drawing tubes, cylinders, or rods from the melt

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Baking, Grill, Roasting (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Um Glaszylinder aus der geschmolzenen Masse zu ziehen, hat man bereits Vorherde benutzt, d. h. Herde, welche mit dem Glasraum einer Wanne so in Verbindung stehen, daß das Glas aus der Wanne nach Bedarf in den Ziehherd nachströmen kann. Beim Ziehen einer Glaswalze fallen erstarrte Glasreste auf die Oberfläche des Glases, welche man mit einem geeigneten Abstreichwerkzeug über den
ίο Rand der Ziehpfanne zu entfernen versucht hat. Um dieses Abstreichen zu erleichtern, hat man auch bereits einen Teil des Pfannenrandes entfernbar gemacht, so daß im Bereich des entfernten Randstückes der Glasspiegel zeitweilig über dem Herdrande lag. Auch hat man bereits den ganzen oberen Herdrand anhebbar gemacht, so daß nach dem Anheben dieses Randes das an der Oberfläche liegende Glas nach allen Seiten über den erniedrigten
ao Rand abströmen konnte.
Den Gegenstand vorliegender Erfindung bilden heue Einrichtungen, um das Abstreichen des schlechten Glases zu erleichtern. Es wird entweder der obere Rand des Ziehherdes im ganzen und abdichtend gegen den unteren Teil gesenkt, oder es wird eine Einrichtung' vorgesehen, durch welche man das Glas im Ziehherde empordrängen kann. Beide Mittel haben den Zweck, den Glasspiegel zeitweilig über den Herdrand zu erhöhen und so für das abstreichende Werkzeug besser angreifbar zu machen. Zum Empordrängen des Glases kann eine an sich bei Ziehherden, aber zu einem anderen Zwecke bekannte Einrichtung benutzt werden, nämlich ein im Ziehherd anhebbarer Boden. Um das Abstreichen weiter zu erleichtern, kann das Abstreichwerkzeug in der Höhe des freigelegten Glasspiegels wagerecht geführt und so ausgebildet werden, daß es stark gepreßte Luftstrahlen entsendet, welche das zu entfernende Glas vor sich her treiben.
Auf der Zeichnung sind zwei Ausführungsformen der zur Ausführung des neuen Verfahrens geeigneten Vorrichtung dargestellt.
Fig. ι veranschaulicht den Ziehbehälter und die mit ihm ständig verbundene Schmelzwanne im Längsschnitt.
Fig. ia ist eine andere Ausführungsform des Ziehbehälters im Längsschnitt.
Fig. 2 ist eine Draufsicht des Ziehgefäßes in Fig. ι und der Abstreichvorrichtung in kleinerem Maßstabe.
Fig. 3 zeigt den oberen Teil des Ziehgefäßes (Fig. 1) von der Seite gesehen.
Die Schmelzwanne 1 ist durch den Kanal 2 mit der Ziehpfanne 3 verbunden (Fig. 1). Vor der Ausflußöffnung der Wanne hängt der Schieber 4, der mit einer kleineren Öffnung 5 versehen ist. Je nach der Stellung des Schiebers kann das Glas von einem höheren oder niedrigeren Teile der Wanne mit verschiedener
Temperatur ausfließen, und dadurch wird die Temperatur des Glases in der Ziehpfanne innerhalb gewisser Grenzen geregelt. Im Boden der Ziehpfanne 3 mündet der sich ausbreitende Kanal 2; ein Ring 6, der zwischen Eisenplatten 7 sitzt, bildet den oberen Rand der Ziehpfanne. Die Eisenplatten 7 sind durch Hebel, Stangen und Gelenke miteinander verbunden, und die Drehzapfen sind in den Wänden 10 der Ziehpfanne befestigt. Wird der Hebel 9 emporgedrückt, so werden die Eisenplatten 7 und der Seitenring 6 angehoben, wie aus Fig. 1 und 3 zu ersehen ist. Wird der Hebel 9 nachgelassen, so senken sich diese Teile. Die Eisenplatten 7 setzen sich dann auf die Mauer 10 auf, und der untere Rand des Ringes 6 sinkt in eine runde Vertiefung, die in der unteren Mauer der Ziehpfanne, ausgebildet ist. Ein Ring 12 dient zur Dichtung zwischen dem Ring 6 und dem Boden der Ziehpfanne.
Die auf der Ziehpfanne erstarrten oder bei Zerbrechen von Walzen dorthin zurückgefallenen Glasstücke werden in der nächstfolgend beschriebenen Weise durch eine Abstreichvorrichtung 13 (Fig. 2) entfernt. Bei der hier gegebenen Ausführungsform ist für diesen Zweck ein Eisenröhr angewendet, das an der inneren Seite mit einer Reihe von ■ 30 Löchern versehen und um einen Zapfen 14 drehbar ist. Um die festen Glasteile zu beseitigen, wird der Seitenring durch Senken aus dem Wege des Rohres entfernt, und während des Drehens des letzteren wird stark komprimiertes Gas oder Preßluft in das Rohr eingeblasen. Das durch die Löcher ausströmende Gas schiebt die obere zähe Schicht des Glases vor sich her in eine Pfanne 15. Die Pfanne ist mittels einer Stange auf dem Zapfen 16 drehbar befestigt. Diese Arbeit kann sehr rasch vorgenommen werden, und dann steht das Glas mit reiner und frischer Oberfläche wieder zur Verfügung.
Um den Wärmeverlust der Ziehpfanne zu ersetzen, sowie um die Seitenmauer zu beheizen, ist vor der Öffnung 17 in der Wand 10 ein Brenner 18 angeordnet (Fig. 1). Die heißen Gase ziehen rings an den Wänden der Ziehpfanne herum und gehen in den Schornstein 19.
Damit die Heizgase auch den oberen Rand beheizen können, sind in den Eisenplatten 7 Öffnungen 20 vorgesehen (Fig. 2), wo ein Teil der Heizgase ausströmen kann.
Das flüssige Glas, das neben dem Dichtungsring von der Ziehpfanne abtropft, kann durch eine Öffnung 21 in der Wand ausfließen (Fig. ι).
Die Entfernung der Glasreste kann nicht nur bei Senken der Seitenwände, sondern auch bei Heben des Glasstandes erreicht werden.
Für diesen Zweck kann z. B. die Ziehpfanne mit einem beweglichen Bodenteil versehen sein. Diese Ausführungsform ist in der Fig. ia der Zeichnung veranschaulicht. Der Glasstand kann aber z. B. auch durch auf die Masse im Kanal 2 wirkenden Druck gehoben werden.
Das kreisrunde Ziehgefäß (Fig. ia), welches aus Schamotte hergestellt ist, steht durch den Kanal 2 mit der Schmelzwanne in Verbindung.
Auf der von der Schmelzwanne abgewendeten Seite der Kanalmündung ist eine Höhlung mit viereckigem Querschnitt ausgebildet. Die ebenfalls aus Schamotte hergestellte Platte a paßt genau in die Höhlung und kann mittels der Schamottestange b um ihre untere runde, in einem Sitz ruhende Kante gegen den Kanal geschwenkt werden. Die Stange b geht durch die Seitenwand der Pfanne und kann mittels des Exzenters C1 welches auf der Welle d sitzt, bewegt werden. Das hinter den Schieber gelangende Glas kann durch den Kanal β abfließen. Die Ziehpfanne ist mit einem Schamottemantel 10 umgeben, und die dadurch gebildete Kammer wird mittels Brenners 18 geheizt. 13, 14 ist ein Bruchstück der bereits beschriebenen Abstreichvorrichtung.
Die Glaseinflußöffnung wird so eingestellt, daß das Glas die Pfanne bis zu der in der Zeichnung ersichtlichen Höhe ausfüllt. Sollte ein Reinigen der Glasoberfläche notwendig. sein, dann wird das Exzenter c gedreht und dadurch die Stange in das Innere der Ziehpfanne geschoben. Der Schieber kommt dadurch in die punktiert gezeichnete Stellung. Durch die rasche Bewegung steigt die Oberfläche des Glases über den Rand der Ziehpfanne. Die Abstreichvorrichtung 13 wird j jetzt dicht über den Rand der Ziehpfanne j vorbeibewegt und streicht die Oberfläche des Glases ab.

Claims (4)

Patent-Ansprüche:
1. Einrichtung zum Abstreichen der erstarrten Glasteile bei Vorherden zum Ziehen von Glaszylindern aus der geschmolzenen Masse, dadurch gekennzeichnet, daß der obere Rand (6) des Ziehgefäßes im ganzen und abdichtend gegen den unteren Teil (10) zeitweilig unter den Glasspiegel gesenkt werden kann.
2. Einrichtung zum Abstreichen der erstarrten Glasteile bei Vorherden zum Ziehen von Glaszylindern, gekennzeichnet durch eine Einrichtung, um das Glas im Herde emporzudrängen und zeitweilig über den Herdrand zu erheben, z. B. durch einen im Herde verschiebbaren Boden (a).
3. Einrichtung nach Anspruch 1 oder 2, gekennzeichnet durch ein innerhalb der
Hubhöhe des Glasspiegels wagerecht geführtes Abstreichwerkzeug (13).
4. Abstreichwerkzeug für die Einrichtung gemäß Anspruch 3, bestehend aus einem gelochten Rohr (13), welches um eine außerhalb der Ziehpfanne liegende Achse (14) in der Wagerechten schwingen kann und mit einer Zuleitung für stark gepreßtes Gas oder Luft verbunden ist, welche aus den Löchern des Rohres austretend die obere Schicht der Glasmasse über den Rand der Ziehpfanne hinwegbläst.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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