DE2810941A1 - Stossimulierverfahren und -vorrichtung - Google Patents
Stossimulierverfahren und -vorrichtungInfo
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Description
Es ist bisher üblich gewesen, insbesondere für den Verkauf von Softdrinks und Bier vorgesehene Glasbehälter, wo das Erzeugnis
unter Druck steht, augenscheinlich auf Fehler sowohl im Hals als auch im Boden zu prüfen. Es ist auch bereits vorgeschlagen worden,
die Seitenwand der Behälter auf Abweichungen in der ¥anddicke auf dem Umfang des Behälters sowie an verschiedenen ausgewählten
Punkten in der senkrechten Ausdehnung des Behälters zu prüfen. Das Vorhandensein eines Fehlers kann zu einem strukturellen Bruch
in dem Behälter führen, wenn er mit einem unter Druck stehenden Erzeugnis gefüllt ist. Die Seitenwände der Behälter sind im großen
und ganzen nur augenscheinlich geprüft worden, wobei die Sortierer
die Behälter bei ihrer Bewegung nacheinander an einer diffundierenden Lichtquelle vorbei beobachteten. Die Sortierer sind in der Lage,
diejenigen Behälter auszuwählen, die grobe Fehler aufweisen, und können in bestimmten Fällen auch Behälter mit anderen, mehr auffälligen
Fehlern wie Rissen, "Seeds" und Blasen aasscheiden. Es ist auch bereits vorgeschlagen worden, die Behälter in einer
Innendruckprobe einer strukturellen Festigkeitsprüfung zu unterwerfen, die allgemein als "Berstfestigkeitsprobe" bekannt ist.
Die "Borstfestigkeitsprobe" ist jedoch normalerweise eine bei
statistischen Behälterproben, durchgeführte Prüfung, und die Proben
werden bis zum Bruchpunkt mit Innendruck belastet. ¥ie zu erwarten
war, eignet sich dies Prüfverfahren nicht als ein Prüfverfahren bei
hohen Produktionsgeschwindigkeiten, wo jeder Behälter einem spezifischen Innendruck unterworfen -würde.
Die Anmelder haben festgestellt, daß durch Unterwerfen der Behälter
unter e.ne radiale Belastung zur Einwirkung auf ihre Seitenwand
809843/0611 lv
diejenigen Behälter, welche in ihren ¥äziden strtüctux'elle Fehler
aufweisen oder deren Festigkeit unzureichend ist, urn einer spezifischen Belastung zu widerstehen, zerbrochen und somit
effektiv aus einer Reihe im Produlctionsprozeß befindlicher Gegenstände
ausgewählt werden. Die Belastung der Behälter von aiißen
hat sich als annehmbarer Ersatz zum Prüfen der Behälter auf Schlagfestigkeit erwiesen.
Ks ist in der letzten Zeit eine Reihe von Patenten erteilt worden,
welche Glasbehälterprüfeinrichtungen und -verfahren beschreiben,
bei denen es sich um die Anwendung einer Druckkraft auf die Behälter in Aufrechtstellung handelt, welche auf die gegenüber»
liegenden Seiten der Behälterseitenwände aufgebracht wird.
Ein Patent, welches dem Anmelder der vorliegenden Erfindung überschrieben
wurde,- ist das Patent 3,991,608 von McGuire et al. In
diesem Patent werden die Behälter auf der Oberseite des Fö:rderers
entlangbewegt, wo sie in den Raum zwischen einem umlaufenden Rad und einer stationären Druckplatte eintreten. Der Spalt zwischen
dem Rad und der Druckplatte ist der Art, daß die Behälter bei ihrer "Vorwärtsbewegung durch den Spalt und der Drehbewegung des Rades
zusammengedrückt werden. In diesem besonderen Patent wird das Rad durch einen Strömungsmittelmotor in Richtung der Druckplatte beaufschlagt.
Je nach der durch den Motor zur Anwendung gebrachten Kraft setzt das Rad den in der Prüfung befindlichen Behälter einer Drucklast
aits. Diese Belastung wird als »simulierte Schlagfestigkeitsprobe"
bezeichnet. Ein fehlerhafter Behälter zerbricht bei diesor
Probe *
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Ein weiteres Patent, nämlicli das am Ik, November 1972 erteilte
Patent Nr. 3 702 563 von Brady et al, offenbart eine der soeben
mit Bezug auf McGuire et al beschriebenen Vorrichtung gewissermaßen
ähnliche Vorrichtung. In diesem besonderen Patent führt ein nicht schaltbares, umlaufendes Rad die Flaschen in einer Kreiselbewegung
durch eine Druckzone hindurch, wobei die Kraft auf die Druckplatte oder den Druckschuh ausgeübt wird. Hierdurch unterscheidet
sich die Vorrichtung von dem McG-uire-Patent. In dem Patent
von Brady et al wird die Anwendung der Kraft durch Verwendung eines Schwenkhebelsystems und eines Luftkissens oder pneumatischen Kissens
erzielt.
Ein weiteres Patent, nämlich das am 27» Mai 1975 erteilte Patent von Nakamura et al, offenbart eine Prüfvorrichtung, bei der ein
Behälter -wiederum durch Berührung mit einem umlaufenden Rad an
einer Seite bewegt und gedreht wird, während er an der gegenüberliegenden Seite von einer Druckplatte oder einem "Schiebeschuh"
berührt wird. Die Handhabungseinrichtung in diesem besonderen
Patent sieht drei Sternräder vor, von denen das erste eine Ausscheidung xxnd Trennung der Behälter voneinander, sowie eine Entfernung
derselben von einem beweglichen Förderer bewirkt, um die Behälter auf das zweite Sternrad zu übergeben. Das zweite Sternrad
bewegt dann die Behälter durch den Druckprüf bereich hindurch und
von dort zu einem dritten Sternrad, welches die Behälter auf den sich bewegenden Förderer ssurücksetzt* In diesem Patent wird die
Druckkraft durch einen Strömungsmittelmotor aufgebracht, der auf
den»Schiebeschuli» einwirkt. Es sind außerdem weitere Merkmale
gezeigt und beschrieben, die mit Bezug auf die'vorliegende Anmeldung
nicht von besonderer Bedeutung sind.
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Diese drei Patente haben alle eines gemeinsam, nämlich daß sie
grundsätzlich zum Prüfen runder Behälter ausgelegt sind, und zwar im Hinblick auf die Tatsache, daß im Betrieb jedes dieser Patente
die Behälter gegen ein umlaufendes Rad gehalten werden, welches den Behälter über einen stationären Schuh oder eine stationäre
Platte wälzt.
Ein viertes Patent, nämlich das am 27. August 1974 erteilte Patent
3 831 ^37 von Sheets, offenbart eine Vorrichtung zum Prüfen von
Behältern, die mit einem nicht krexsförmigen Querschnitt hergestellt sein können. In diesem Patent werden die Behälter* wiedertun in Auf«
rechtsteilung in einer allgemein geraden Linie bewegt und bewegen
sich dabei zwischen einem ersten umlaufenden Rad und einem zweiten umlaufenden Rad hindurch, wobei das zweite Rad in Richtung auf das
erste umlaufende Rad beaufschlagt isto Die Behälter werden daher
bei ihrem Durchgang zwischen den beiden Rädern zusammengedrückto
Allgemein gesagt, 1st das erste Rad auf einer festen Achse angeordnet, während das zweite Rad um eine allgemein senkrechte Achse
drehbar und auf seinem Innenumfang mit einem ¥älzbeaufschlagtings~
system versehen ist, welches effektiv den Innenrand des zweiten Rades in radialer Richtung auf die Achse des ersten Rades zu beaufschlagt.
Es ist zu beachten, daß das zwe,ite Rad im allgemeinen zum Teil von einer elastischen Einrichtung gelagert wird5 so daß as
bei der Bewegung des Behälters durch die Prüfzone hindurch nach= gibt. Das Patent lehrt, daß die Vorrichtung zum Prüfen sowohl
runder als auch unrunder Behälter benutzt werden könnte„
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum
Prüfen nicht" kreisförmiger Glasbehälter, bei welcher dio Behälter
bei Bewegung auf einer allgemein geraden Linie zur Seite des Förderers hin abgelenkt und an diesem Punkt zwischen zwei umlaufenden Rollen
verden
zusammengedrücki/j von denen die sine eine stationäre, senkrechte Achse hat und die zweite Rolle zum Umlauf um eine erste senkrechte Achse und außerdem zur Ausführung einer Schwenkbewegung um eine zweite senkrechte Achse gelagert ist, wobei ferner Mittel vorgesehen sind, um die schwenkbar gelagerte Rolle in Richtung auf die andere Rolle mit einer vorgegebenen Kraft zu beaufschlagen, die ausreicht, um fehlerhafte Behälter zu zerbrechen.
zusammengedrücki/j von denen die sine eine stationäre, senkrechte Achse hat und die zweite Rolle zum Umlauf um eine erste senkrechte Achse und außerdem zur Ausführung einer Schwenkbewegung um eine zweite senkrechte Achse gelagert ist, wobei ferner Mittel vorgesehen sind, um die schwenkbar gelagerte Rolle in Richtung auf die andere Rolle mit einer vorgegebenen Kraft zu beaufschlagen, die ausreicht, um fehlerhafte Behälter zu zerbrechen.
Es zeigen:
Fig. 1 eine perspektivische Darstellung der Behälterprüfvorrichtung
gemäß der Erfindung bei Darstellung eines Behälteis in Prüfstellung,
Fig. 2 eine Draufsicht von oben auf die Vorrichtung nach Fig. 1,
Fig. 3 eine Vorderansicht der in Fig. 2 gezeigten Vorrichtung, Fig. 4 einen Schnitt nach der Linie k-k der Fig. 2,
Fig. 5 eine Draufsicht im Schnitt nach der Ebene 5-5 der Fig. 1,
Fig. 6 eine schematische Draufsicht ähnlich derjenigen der Fig. 2,
jedoch bei einer abgewandelten Vorrichtung zum Prüfen runder Behälter, und
Fig. 7 eine schematische Draufsicht ähnlich derjenigen der Figi 2,
jedoch von einer abgewandelten Vorrichtung zum Prüfen von Flaschen.
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ORIGINAL INSPECTED
Es wird nunmehr insbesondere auf die Figuren 1 und 2 Bezu^y genommen,
in denen ein allgemein waagerechter Förderer 10 mit einer gegliederten
Oberseite 11 gezeigt ist, die die Form einer sich bewegenden endlosen Oberfläche annimmt, welche sich in Richtung des in Fig.
darauf gezeigten Pfeiles bewegt. Über die Oberfläche 11 des Förderers 10 erstrecken sich an seinem Eingangsende zwei stationäre
Führungsschienen 12 und I3 hinweg, die etwas mehr voneinander auf
Abstand gehalten sind, als der Breite eines zu handhabenden Behälters entspricht. Ein Paar gebogener Führungsschienen Ik und 15
verbindet das Ausgangsende der Schienen 12 und 13 und führt den zu
prüfenden Behälter "C" zur Prüfzone oder zum Prüfbereich, welcher
angrenzend an eine Seite der sich bewegenden Oberfläche 11 des Förderers 10 angeordnet ist» Die Prüfzone oder der Prüfbereich
wird durch den Raum zwischen einer Rolle 1o und einer Rolle 17
begrenzt. Beide Rollen 16 und 17 sind mit einem elastischen nyloncider
gummiähnlichen Belag 18 versehen, der einem Eindringen von Glas widerstehen kann. Die Rolle 16 ist auf einer Welle 19 gelagert,
welche sich von einem oberhalb angeordneten Lagerkörper 20 nach im.ten erstreckt. Der Lagerkörper 20 hat, wie am besten in den
Figuren 1 und 2 dargestellt, die Form einer winkelförmigen Konsole,
die du'rch ein Paar hohler Säulen 21 und 22 gelagert wird.
Das obere Ende der Welle 19 erstreckt sich durch ein Stützlagergehäuse
23 hindurch und trägt eine Riemenscheibe 2k und eine
koaxial darauf gelagerte Riemenscheibe 25. Die Riemenscheibe Zk
ist durch einen Riemen 27 zum Umlauf mit einer Antriebsriemenscheibe
26 verbunden. Die Antriebsriemenscheibe 26 ist mit der Abtriebswelle 28 eines Getriebes 29 verbunden, Die Antriebswelle des
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Getriebes 29 ist mit einem Elektromotor 30 verbunden. Sowohl das
Getriebe 29 als auch der Motor 30 sind auf der Oberseite des Lagerkörpers
20 gelagert. Eigentlich wird das Lagergehäuse 23 von der
Oberseite eines Gußlagers 31 getragen. Der Gußteil 31 ist mittels
Bolzen 32 an der fassonierten senkrechten Seite des Lagerkörpers
20 befestigt.
Bei der oben beschriebenen Vorrichtung ist ersichtlich, daß die
Rolle i6 durch den Betrieb des Motors 30 in Umdrehung versetzt
wird. Die Riemenscheibe 25 ist durch einen Antriebsriemen 34 mit
der Riemenscheibe 33 verbunden. Eine auf einer Platte 36 gelagerte
Aufnahmeriemenscheibe 35 ist vorgesehen, um die Spannung des Riemens
34 aufrechtzuerhalten. Die Riemenscheibe 33 ist auf einer Yelle
gelagert und mit einer Antriebsriemenscheibe 38 verbunden, die ebenfalls auf der Welle 37 gelagert ist. Die Welle 37 und die
Platte 36 sind beide auf einem Lagerturm 39 gelagert. Der Turm 39
ist mittels Bolzen an der Seite des Lagergußteils 31 befestigt und erstreckt sich in einem Winkel nach links nach oben, wie in
den Figuren 3 und 4 gezeigt. Die untere Antriebsriemenscheibe 36
steht mit einem Riemen 4o in Zusammenwirkung. Der Riemen 40 befindet
sich in Antriebsverbindung mit den Riemenscheiben 4i, 42, '+3·
Wie am besten aus den Figuren 1 und 2 ersichtlich, nimmt das Lagergußteil
31 die Form eines allgemein rechteckigen Einschlusses an, der aus den Seitenwänden 44 und 45, sowie der Enclwand 46 gebildet
wird, während die gegenüberliegende Endwand durch eine Platte 47 dargestellt ist. Ein Arm 48 ist an seinem unteren Ende bei 49
mittels Bolzen an der Platte 4γ befestigt und erstreckt sich, wie
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am besten aus Fig. 3 ersichtlich, in Aufwärtsrichtung nach links
void bildet an seinem oberen Ende eine Plattform 50. Die Plattform
50 lagert einen gleitfälligen Block 51 innerhalb einer in der oberen Plattformfläche gebildeten waagerechten Nut. Der Block 5I lagert
einen senkrechten ¥elleiistumpf 52, der als Achse für die Riemenscheibe
43 dient. Der Block 5I kann durch Drehen einer Schraube
53 eingestellt -werden. Diese Einstellung dient der Aufnahme jeglichen
DuxOhhanges, der sich in dem Riemen 40 bilden kann.
Zwischen dem Arm 48 und dem Turm 39 befindet sich ein Lagergußteil
54, welches ein Scharnier bildet. Dieses Gußlagerscharnier ist in
dem rechteckigen Gußteil 3I mittels Bolzen ^ gelagert, die sich
durch in der Wand 44 des Lagergußteils 3I gebildete waagerechte
Schlitze hindurcherstrecken. Ähnliche Schlitze 57 sind in der gegenübex-liegexiden
¥and 45 vorgesehen. Der Gußteil 54 dient als Lagerung
für die Riemenscheibe 42. Eine ¥elle 58 dient als Achse für die Riemenscheibe 42, wobei vorausgesetzt ist, daß die Welle 58 mit
Bezug auf den Gußteil 54 stationär sein kann. Der Gußteil 54 trägt
auf seinem oberen, nach avißen ragenden Arinabschnitt die Welle 58,
und auf einer seitlichen Verlängerung 59 dieses oberen Endabschnitts
ist eine senkrechte Welle OO vorgesehen. Die Welle 60 lagert
sowohl die Riemenscheibe 41 als auch die darunter angeordnete Riemenscheibe 61 zum Umlauf. Die Riemenscheibe 61 ist zum Umlauf
mit der Riemenscheibe 4i verbunden und wird mit ihr derart angetrieben,
daß, wenn der Riemen 4o die Riemenscheibe 41 antreibt,
die Riemenscheibe 61 ebenso angetrieben wird, was wiederum einen Riemen 62 treibt, der mit ihnen in ZusEimmenwirkung steht. Der
Riemen 62 erstreckt sich um eine Riemenscheibe 63 helium» Die Riemen-
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scheibe 63 ist auf einer senkrechten Welle 64 gelagert, welche
sich durch ein Lagerstützgehäuse 65 nach unten erstreckt, und
treibt diese an. Die Welle 64 lagert an ihrem unteren Ende die Rolle 17 zum Antrieb. Das Gehäuse 65 ist an den Enden eines
Paares waagerecht verlaufender Arme 66 und 6j gelagert. Die beiden
Arme 66 und 67 sind eigentlich aus einem einzigen Gußteil gebildet und sind durch ein Band 68 miteinander verbunden und werden durch
dieses verstärkt; wie am besten aus Fig. 4 ersichtlich, sind die Araie 66 und 67 an ihren von dem Gehäuse entfernten Enden mit Lagern
69 und 70 versehen. Die Lager 69 und 70 bilden eine Drehverbindung
mit einem senkrechten Scharnierstift 71>
der von dem Scharnierlagergußteil 54 getragen wird.
Es ist somit ersichtlich, daß der Betrieb des Motors 30 sowohl
die Rolle i6 als auch die Rolle 17 in den Richtungen antreibt, die
durch die Pfeile auf ihren Oberseiten in Fig. 1 angegeben sind. Dies erfolgt durch das oben beschriebene System der Riemenscheiben
und Riemen.
Der untere Abschnitt des Lagerguß teils 54 welcher zwischen den
Seitenwänden 44 und 45 des Gußteils 3I liegt, dient als Lagerlcörper
für ein pneumatisches Kissen 72 ähnlich demjenigen, wie es in dem
oben erwähnten Patent von Brady et al gezeigt wird. Der Innenraum des Kissens ist an eine Strömungsmibteldruckleitung 73 angeschlossen,
die mit einer geeigneten Quelle unter Druck stehenden Strömungsmittels verbunden werden kann, unter Beistellung der erforderlichen
Meßvorrichtungen und Ventile zur Anzeige und Steuerung des tatsächlichen
Innendruckes innerhalb des Kissens 72. Ein Ende des
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Kissens sitzt in dem Gußteil 5^ an dem Verbiiidungopimkh der Druckleitung
73f wahrend das andere Ende des Kissens mit einer auf der
Seite des Lagergehäuses 75 gelagerten Platte "(K verbunden ist. Auf
diese Weise werden das Lagergehäuse 65 und die von ihm gelagerte
Rollo 17 durch das pneumatische Kissen 72 in Richtung der anderen,
nicht verschiebbaren Rolle 16 beaufschlagt.
Wie bereits erläutert, ist das Lagergehäuse 65 schwenkbar gelagert,
so daß es sich um den Scharnierstift 71 verschwenken kann, Um im
Falle eines Behälterbruches infolge der z\/ischen den beiden Rollen
16 und 17 ausgeübten seitwärts gerichteten Kraft eine übermäßige Bewegung des Gehäuses 65 zu vermeiden, ist das Gehäuse 65 mit
einem Paar radial verlaufender Ansätze 75 und j6 versehen. Diese
Ansätze erfassen Anschlagfinger 77 und 78, die mibtels Bolzen 79
an dem Lagergußteil $h gelagert sind. Diese Anschlagfinger verhindern,
wie leicht ersichtlich ist, eine übermäßige Ausdehnung des pneumatischen Kissens, wenn sich das Lagergehäuse bei einem
Bruch des in der Prüfung befindlichen Behälters mit der Rolle 17
bewegt. Es ist zu beachten, daß die Einstellung des Lagergußteils
5h innerhalb des Gußteils 3I für eine bestimmte zu prüfende
Flaschengröße zu einer Einstellung des Lagergehäuses 65 derart
führt, daß die Anschlagfinger 77 und 78 nicht ins Spiel kommen,
wenn ein Behälter unter Druck gesetzt wird, es sei denn, daß ein Bruch· auftritt. Selbstverständlich bewegt sich auch bei der Bewegung
des Behälters zwischen den Rollen 16 und 17 des Laeergehäuses
75 in Richtung auf das Kissen 72 und drückt dies Ki:?son bis zu
einem gewissen Ausmaß zusammen, je nach dem in dem iCioson vox1™
haudenen pneLimatischen Druck. Wenn die Einstellung für üoffons bunde
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einer g:rößcren Abmessung durchgeführt wird, dann kann der gesamte
Gußte11 54 durch Lösen der Bolzen 55 in Richtung auf die Endplatte
2I-7 bewegt worden. Diese Bewegung führt dazu, daß sich das Lagergehäuse
65, die Ar-uiG 02 xind 67 mit dem Gußteil 54 und den Riemenscheiben
4l , .42 und 61 als eine Einheit in die in punktierten Linien
gezeigte Stellung der Fig, 2 bewegt. Diese Einstellung stört nicht die Spannung oder die effektive Länge des Riemens 4o, da sich der
Riemen um eine Gelte der Riemenscheibe 4i herum und über die Außenseite
der Riemenscheibe 42 führt. Die Riemenscheibe 43 bleibt in ihrer festen Stellung, wie' auch die Riemenscheibe 38.
Es sollte darauf hingewiesen werden, daß die entsprechenden Gegenstücke zu den Seitenschienen 12 und 13 an· der Eingangesexte
an der Ausgangs sei te der Prüfeinrichtung vorgesehen sind, wie in
Fig. 3 gezeigt. Außerdem sind zur Lenkung der Gegenstände zurück
zum Mibbölpunkt der in Bewegung befindlichen ITordejrerobex-seite 11
gekrümmte Führungen vorgesehen.
Wie am besten aus den Figuren 3 und 4 ersichtlich, ist die Rolle
an ihrer linken Seite mit einer Reiuigungsbürste 80 versehen, die
mit ihr in ¥irkverbindung steht und senkrecht einstellbar ist, um die Einstellung der Rollen 16 und 17 bei verschiedenen Höhen je
nach der Höhe des zu prüfenden Behälters zu ermöglichen. Die Bürste
80 dient dazu, die Rollen sauberzuhalten, wobei in Betracht zu
ziehen ist, daß beim Bruch eines Behälters kleine Glasstticke statisch
fest an der Oberfläche anhaften können.. Das Gegenstück 81 zu der
Bürste 80, das teilweise in Fig. 1 gezeigt ist, steht; mit der Rolle \6 in Eingriff. Die Bürste 80 ist an dem Band 68 der Arme
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tmd 07 gelagert. Die Bürste 81 ist bei 82 an der La^orkoiisole 20
gelagert.-Ba die Rolle 16 relativ zu ihrer Lagerung nicht einstellbar
ist, braucht auch die Bürste 81 bei Durchführung von Einstellungen nicht bewegt zu werden. Beide Bürsten sind an Armen
gelagert, die sich nach unten erstrecken, und ihre unteren Enden sind mit Öffnungen versehen, durch welche sich waagerechte Stifte
hindurcherstrecken können, die eigentlich die Bürsten tragen, wobei Federn die Spannung aufnehmen und die Bürsten in Richtung der Rollen
beaufschlagen. Die Federn stellen sicher, wie in den Figuren 3 und k
bei 83 gezeigt, daß die Bürsten gegen die Rollen 17 und 16 beaufschlagt
werden, und sorgen auch für ein gewisses Maß einer automatischen Einstellung oder Aufnahme relativ zu der erwarteten
Abnutzung der Bürsten selbst.
Die obige Beschreibung der Vorrichtung zeigt deutlich die Funktion
der Vorrichtung als ein System zur Handhabung und Prüfung von Behältern auf strukturelle Fehler, bei welchem die unrunden Behälter
zwischen zwei sich bewegenden Oberflächen mit einer vorwählbaren Kraft zusammengedrückt werden. Die Vorrichtung ist leicht einstellbax·,
so daß sie zum Prüfen von Behältern verschiedene*- Größen und
Kapazitäten benutzt werden kann, ohne daß eine größere Zeitdauer für die Neueinstellung erforderlich wäre. Die Vorrichtung prüft
Behälter einer großen Vielfalt von Formen, wie beispielsweise von länglichem, viereckigem, rechteckigem usw. Querschnitt.
Es folgt nun eine Betrachtung der Fig. 6, die eine schematische
Draufsicht der in Fig. 2 gezeigten Vorrichtung zeigt, und. zwar bei Abwandlung der aus Riemenscheibe und Treibi-iernen bestehenden
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Anordnung, so daß runde Behälter geprüft werden können, Bei dieser
Abwandlurig sind diejenigen Elemente, die mit der Einrichtung nach
den Figuren 1-5 identisch sind, mit den gleichen Bezugszeichen vorsehen. Nur die neuen Elemente haben neue oder andere Bezugszeichen.
Das Getriebe 2° treibt die Riemenscheibe 26, den Riemen 27 und
die Rolle 16. In dieser Ausführungsform "wird die Riemenscheibe
33 durch den Riemen ^h angetrieben, Es ist zu beachten, daß die
Achse der Riemenscheibe 33» wie in Fig. 6 gezeigt, von der Stellung, die sie vorher in Fig. 2 einnahm, nach links bewegt
worden ist.. Die Riemenscheibe 33 und die darunter befindliche
Riemenscheibe 38 werden als eine Einheit in die in Fig. 6 gezeigte
Stellung verschoben. Die Riemenscheibe 38 treibt über den Riemen
kO die Riemenscheibe 4i in der durch den darauf dargestellten Pfeil
angegebenen Richtung an. Es ist auch zu beachten, daß die Riemenscheibe 4 3 und ihr Lagerblock 51 ebenso nach rechts auf der Plattform
50 in den anderen vorgesehenen Lagerschlitz verschoben werden.
Wie ersichtlich, treibt daher der Riemen kO die Riemenscheibe 4i
in einer Richtung entgegengesetzt zu der Richtung des im vorhergehenden mit Bezug auf die Riemenscheibe 4'i der Fig. 2 beschriebenen
Antriebs. Auf diese Weise wird die Rolle 17 im Uhrzeigersinne angetrieben,
wie durch den darauf dargestellten Pfeil gezeigt. Es ist auch darauf hinzxtweisen, daß eine Riemenscheibe 63a» welche von
eier Welle 6k der Rolle 17 getragen wird, kleiner ausgebildet ist
als die im vorhergehenden beschriebene Riemenscheibe 63, so daß diese Riemenscheibe 63a, da sie etwas kleiner ist, die Oberfläche
der Rolle I7 bei einer etwas unterschiedlichen Geschwindigkeit in
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Umdrehung versetzt, als die Obei-f lache der Rolle \6 gedreht wird.,
Auf diese ¥eise wird ein runder Behälter "G" um seine senkrechte Achse zwischen den Rollen 16 und 17 über einen Teil seines Umfangs
gedreht, bevor sich der Behälter in seiner Ivreiselbewegung in dem
Maße vorwärtsbewegt, daß er zwischen den beiden Rollen heraustritt«
Dies gestattet die Verwendung im wesentlichen derselben Gesamteinrichtung zum Prüfen runder Behälter ohne die Notwendigkeit
einer ausgedehnten Umrüstung oder Einstellung der mechanischen Körper oder der Verwendung einer Stützplatte, wie im Stand der
Technik anstelle der einen der Rollen gezeigt.
Es folgt nun eine Betrachtung der Fig. 7j in der eine Abwandlxmg
der in den Figuren 1 bis 5 gezeigten Vorrichtung dargestellt ist, und die das Prüfen von Flaschen gestattete Wie zu erwarten, würde
bei Verwendung der in Figo 1 bis 5 gezeigten Vorrichtung zum
Prüfen von Flaschen mit in etwa parallelen, jedoch gekrümmten Oberflächen nach der Darstellung in Figo 7 bei der Flasche "C"
die Neigung bestehen, in der Darstellung der Figo 7 in. Richtung
nach oben geschleudert zu werden. Infolge der Tatsache, daß die beiden gegenüberliegenden Seiten des Behälters bei Ausbildung
in Form einer Flasche von verschiedener Länge sind, wird zum
Ausgleich hierfür, um eine Funktion im wesentlichen derselben
Vorrichtung zur Prüfung von Flaschen zu ermöglichen5 eine Riemen»
scheibe 63b größer gestaltet als die im vorhergehenden beschriebene
Riemenseheibe 63 in der Ausführungsform der Figo 2, Auf diese Weise
bewegt sich der Umfang der Rolle I? langsamer als der Umfang der
Rolle 16. Somit bewegen sich die Flaschen durch den Spalt zwischen
den beiden Rollen hindurch und werden dadurch belastet, ohr.o Drehmomente mit Bezug auf die mittlere senkrechte Achse dor Flasche "C"
111 .../18
- 13 -
zu ex"zexigen.
Es sollte beachtet werden, daß in Fig, 7 die aus Antriebsriemen
und Riemenscheibe bestehende Anordnung der Fig. 2 intakt bleibt und nicht verändert wird, wie es bei dar Vorrichtung nach Fig. 6
der Fall war. Dies ist darauf zurückzuführen, daß eine Umkehr der Antriebsrichtung der Rolle 17 nicht nötig ist.
Aus dem Obigen geht hervor, daß die offenbarte Vorrichtung, während sie insbesondere geeignet ist zum Prüfen von Behältern
der in Fig. 1 gezeigten allgemeinen Form, mit leichten Abwandlungen ebsnso geeignet ist für eine Verwendung zum Prüfen von
runden Behältern und Flaschen» Es ist somit durch die offenbarte Erfindung eine universelle Vorrichtung zum Prüfen von Behältern
unter Belastung geschaffen worden.
809343/0611
Leerseite
Claims (1)
- Vorrichtung zum Prüfen von Glasbehältern auf strukturelle
Fehler, in welcher die Behälter auf einem sich bewegenden
Förderer bei Anordnung ihrer Achsen in allgemein senkrechter Richtung und bei Führung auf einem vorgegebenen Weg entlang, der von der Mittellinie des Förderers zu einem Randbereich
desselben divergiert, befördert werden, gekennzeichnet durch ein Paar umlaufende Rollen, Einrichtungen sum Drehen der Rollen, Einrichtungen zum Lagern der Rollen bei Anordnung ihrer Achsen senkrecht im Bereiche des Randes des Förderers, mit einer der Rollen verbundene Vorz'ichtungen zur Einstellung des relativen Abstands der Rollen, ein senkrechtes Scharnier, sowie Einrichtungen sur Lagerung der einstellbaren Rollo zur AusführungORIGINAL INSPECTED-Z-einer Bewegung um das Scharnier herum und Einrichtungen «ur Beaufschlagung der genannten einen Rolle in Richtung auf die andere Rolle mit einer vorgewählten Kraft.2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Beaufschlagungseinrichtung ein. pneumatisches Kissen umfaßt.3. Vorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch mit der beweglichen Rollenlagerung verbundene Einrichtungen zur Begrenzung der Bewegung derselben in Richtung auf die stationäre Rolle zu bei einem Bruch des in der Prüfung befindlichen Gegenstandes .h. Vorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine Lagerung für das Scharnier und Vorrichtungen zur Einstellung des Scharniers und der beweglichen Rolle als eine Einheit relativ zu der stationären Rolle.5» Vorrichtung nach Anspruch k, dadurch gekennzeichnet, daß die Einrichtung zum Drehen der Rollen in einer ¥elle besteht, die sich von den Rollen nach oben erstreckt,und in einer Riemenscheibe auf jeder Welle sowie einem vom Motor angetriebenen Riemen zur Verbindung der Riemenscheiben miteinander.6. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Einrichtungen zum Drehen der Rollen untereinander verbunden sind, um beide Rollen in entgegengesetzten Richtungen anzutreiben.7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gelee nnz ei dme t, daß die809843/0611Einrichtung zum Drehen der Rollen in einer Riemenscheibe auf jedex1 Rolle und einem in sich verbundenen Rismenantriebssystem £üt die Riemenscheiben besteht.8. Vorrichtung nach Anspruch 7» dadurch gekennzeichnet, daß die Riemenscheiben denselben Durchmesser haben, wodurch die Rollen gegenüberliegende Seiten eines nicht kreisförmigen, symmetrischen Behälters erfassen und den Behälter unter Druck setzen, ohne den Behälter um seine senkrechte Achse zu dreheno9. Vorrichtung nach Anspruch 7j dadurch gekennzeichnet 9 daß die Riemenscheiben von etwas unterschiedlichem Durchmesser sindp wodurch die Rollen gegenüberliegende Seiten eines flaschenartigen'Behälters mit konvex-konkaven Seiten erfassen und die Flasche unter Druck setzen,, ohne sie um ihre senkrechte Mittellinie zu drehen.10» Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Einrichtung zum Drehen der Rollen in sich verbunden ist, um beide Rollen in derselben Richtung zu drehen011o Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Einrichtung zum Drehen der Roller?. Riemenscheiben auf jeder Rolle enthält, sowie ein Treibriemensystera für die Riemenscheiben»12. Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet;, daß die Riemenscheiben von unterschiedlichem Durchmesser sind, wodurch, eine Rolle bei einer leicht höheren Winkelgeschwindigkeit angetrieben -wird als die andere, um dadurch ein Drehen ©ines runden Behälters unter Druckbeansprucinmg zu erzeugen«,10S843/0S11
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