DE28087C - Apparat zur Entwicklung von Kohlen. säure von beliebiger konstanter Spannung. Dr - Google Patents
Apparat zur Entwicklung von Kohlen. säure von beliebiger konstanter Spannung. DrInfo
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B01—PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
- B01J—CHEMICAL OR PHYSICAL PROCESSES, e.g. CATALYSIS OR COLLOID CHEMISTRY; THEIR RELEVANT APPARATUS
- B01J7/00—Apparatus for generating gases
- B01J7/02—Apparatus for generating gases by wet methods
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Der Apparat besteht aus einem luftdicht verschliefsbaren,
innen verbleiten Eisencylinder a, welcher am Boden eine runde Vertiefung d hat
und der ferner mit vier verschiedenen, durch Hähne verschliefsbaren Leitungsröhren g hi k
versehen ist. In dem unteren Theil dieses Cylinders befindet sich ein kurzer, hohler, herausnehmbarer
Bleicylinder b, welcher sich nur so weit an die Wände des eisernen Cylinders anschliefst,
dafs zwischen beiden Cylindern ein geringer Zwischenraum bleibt. Der Bleicylinder
hat an seinem Boden eine mit einem kurzen Hals versehene Oeffnung c und wird durch
Klammern an dem eisernen Cylinder festgehalten, damit er durch den Auftrieb von Flüssigkeiten
nicht gehoben werden kann. Auf dem Bleicylinder liegt eine Schicht von Kalksteinstücken,
welche zur Entwickelung der Kohlensäure mittelst verdünnter Salzsäure dienen sollen.
Die Inbetriebsetzung des Apparates erfolgt bei geschlossenen Hähnen h und k und offenem
Hahn g, indem aus dem höher gelegenen Gefäfs e das abgemessene Quantum verdünnter
Salzsäure durch Hahn i in den Apparat übergeführt wird. Nachdem die Salzsäure eingeführt
ist, wird erst Hahn i geschlossen und hierauf sogleich auch Hahn g, so dafs der Apparat jetzt
vollständig abgesperrt ist. Die Salzsäure fliefst zwischen den Wandungen der beiden Cylinder
durch und füllt den Napf d, kann aber nicht durch Oeffnung 'c nach b eindringen, . weil die
in diesem Cylinder befindliche Luft nicht entweichen kann. Da nun der enge Raum zwischen
den beiden Gefäfsen zur vollständigen Fassung der Säure nicht ausreicht, so bleibt
dieselbe auch in Berührung mit den Kalkstein-Stücken und veranlafst eine starke Kohlensäureentwickelung, durch welche eine Steigerung des
Druckes in dem vollständig geschlossenen Cylinder α hervorgerufen wird. Diese Steigerung
der Spannung erleidet aber auch die in b abgeschlossene Luftmenge, indem durch den Ueberdruck
in α die Salzsäure durch Oeffnung c unter Compression der in b befindlichen Luft und
unter allmäliger Entblöfsung des Kalksteines nach b so lange übertritt, bis eine vollständige
Ausgleichung der Spannung stattgefunden hat. Ein allseitiges Gleichgewicht im Apparat kann
aber erst dann eintreten, wenn durch Sinken des Salzsäureniveaus unter die Kalksteinzone
alle weitere Kohlensäureentwickelung unmöglich geworden ist. Der Apparat hat dann das
Maximum seiner Spannung erreicht, ist jedoch fortwährend in Bereitschaft, bei· eintretendem
Bedarf neue Kohlensäuremengen zu liefern. Soll derselbe jetzt beispielsweise zum Heben von
Bier benutzt werden, so wird Rohr h mit dem Fasse in Verbindung gebracht und Hahn h geöffnet.
Es tritt sofort Kohlensäuregas in das Bierfafs über, wodurch eine neue Entwickelung
von Kohlensäure verursacht wird, bis in dem Fafse ebenfalls die Maximalspannung, welche
der Apparat nach vorheriger Einstellung liefern soll, erreicht worden ist. Alsdann hört abermals
alle Gasentwickelung auf und beginnt erst dann wieder, wenn durch Abziehen von Bier im
Fafs eine Spannungsverminderung hervorgerufen wird. Das Fafs Bier kann also in unbegrenzter
Zeit unter stetig gleich bleibendem Kohlensäuredruck von bestimmter Spannung, ohne dafs am
Apparat ein Hahn gestellt zu werden braucht, bis auf den letzten Rest ausgeschänkt werden.
Die zur Erzeugung des beabsichtigten Druckes erforderliche Menge verdünnter Salzsäure wird
unter Zugrundelegung des Volumens des Ge fäfses b nach dem Mariotte'schen Gesetz be
rechnet und kann in dem Mafsgefäfs e, in welches sie aus einem höher gelegenen Reservoir
durch Rohr/ eingefüllt werden kann, genau abgemessen werden. Soll der Apparat nur zum
Heben von Bier dienen, so erhält das Gefäfs e gleich eine bestimmte Gröfse, welche zur
Fassung der geeigneten Salzsäuremenge gerade ausreicht. Hat der Kessel b beispielsweise einen
Inhalt von 30 1 und soll der im Apparat zu erzeugende Druck 2 Atmosphären betragen, so
mufs die Kohlensäureentwickelung so lange stattfinden können, bis das Volumen der Luft'im
Kessel auf die Hälfte comprimirt ist. Es müssen also 15 1 Salzsäure in b eingedrungen sein, ehe
em Druck von 2 Atmosphären erreicht ist; zu gleicher Zeit mufs aber auch der Kalkstein von
Salzsäure entblöfst sein, damit eine weitere Entwickelung von Kohlensäure nicht stattfinden
kann. Das in diesem Falle anzuwendende Salzsäurequantum beträgt daher 15 1 nebst derjenigen
constanten Menge, welche von der Vertiefung^ d und dem zwischen beiden Cylindern
befindlichen Zwischenraum aufgenommen wird. Zur Erzeugung von 3 Atmosphären Druck sind
20 1, von 4 Atmosphären 22% 1, von 5 Atmosphären 24 1 obiger constanten Menge erforderlich.
Ist die Salzsäure verbraucht, so wird Hahn /z geschlossen und Hahn g geöffnet, um zuerst
den Ueberdruck abzublasen, die Chlorcalciumlösung durch Hahn k abgelassen und hierauf
wieder frische Salzsäure durch i eingelassen, i geschlossen, g geschlossen und h wieder geöffnet.
Der Kalksteinvorrath reicht auf längere Zeit und kann nach Abschrauben des Deckels
ersetzt werden. ■
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Zum Zweck der Entwickelung einer dem Verbrauch genau angepafsten Kohlensäuremenge von bestimmter höherer Spannung die Anwendung eines mit Luft oder einem anderen Gase gefüllten Kessels b, welcher mit dem Kohlensäureentwickeler α in der Weise durch eine Oeffnung c communicirt, dafs bei steigender Spannung im Apparat α die auf das stückige Carbonat einwirkende Säure unter Entblöfsung desselben und unter gleichzeitiger Compression der Luft im Kessel b dorthin übertreten kann, während bei sinkender Spannung die angewendete Säure durch die Expansion der Luft wieder aus dem Kessel b nach dem Apparat α zurückgetrieben wird.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE28087C true DE28087C (de) |
Family
ID=304351
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT28087D Active DE28087C (de) | Apparat zur Entwicklung von Kohlen. säure von beliebiger konstanter Spannung. Dr |
Country Status (1)
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| DE (1) | DE28087C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0014169A1 (de) * | 1979-01-12 | 1980-08-06 | ISO (Société anonyme) | Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Calciumchlorid |
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Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0014169A1 (de) * | 1979-01-12 | 1980-08-06 | ISO (Société anonyme) | Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Calciumchlorid |
| FR2446255A1 (fr) * | 1979-01-12 | 1980-08-08 | Iso Sa | Procede et installation pour la fabrication de chlorure de calcium |
| US4299809A (en) * | 1979-01-12 | 1981-11-10 | I.S.O. | Process for the manufacture of calcium chloride |
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