DE28065C - Verfahren zur Darstellung grüner, brauner und gelber Farbstoffe durch Einwirkung von Metallen auf Nitrosonaphtolsulfosäuren - Google Patents

Verfahren zur Darstellung grüner, brauner und gelber Farbstoffe durch Einwirkung von Metallen auf Nitrosonaphtolsulfosäuren

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DE28065C
DE28065C DE188428065D DE28065DA DE28065C DE 28065 C DE28065 C DE 28065C DE 188428065 D DE188428065 D DE 188428065D DE 28065D A DE28065D A DE 28065DA DE 28065 C DE28065 C DE 28065C
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FRANKFURTER ANILINFARBENFABRIK GANS & CO. in Frankfurt a. M
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B51/00Nitro or nitroso dyes
    • C09B51/005Nitroso dyes

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

KAISERLICHES
Hl2q Grr.23
PATENTAMT
Durch Einwirkung gewisser Metalle oder deren Salze auf gewisse Nitrosonaphtolsulfosäuren entstehen metallhaltige Verbindungen, in welchen das Metall nicht nach den gewöhnlichen Methoden nachweisbar ist. Die Nitrosonaphtolsulfosäuren bezw. deren Salze entstehen in der Kälte durch Einwirkung molecularer Mengen Nitrit und Salzsäure auf die in Wasser gelösten oder darin vertheilten Naphtolsulfosäuren oder deren Salze. Man kann die Nitrosoverbindungen entweder abgeschieden verwenden, oder auch direkt in der Flüssigkeit, in welcher sie sich gebildet haben.
Darstellungen grüner Farbstoffe, sogen. Naphtolgrün.
27,5 kg nitroso-ß-naphtolmonosulfosaures Natrium (aus der Schäffer'schen Monosulfosäure) werden in 1001 heifsem Wasser gelöst und nach dem Erkalten mit 20 1 einer Eisenchloridlösung, welche 5 kg Fe% C/e enthält, unter Umrühren versetzt. Die zuvor gelbbraune Lösung färbt sich dunkelbraun und schliefslich tief braunschwarz. Nach mehrstündigem Stehen fällt man das überschüssige Eisen mit Alkali aus. Die filtrirte, rein grün gefärbte Lösung wird zur Trockne verdampft.
Um den grünen Farbstoff rein zu erhalten, kann man denselben aus verdünntem Alkohol krystallisiren oder die wässerige alkalische Lösung mit Bleisalzlösung niederschlagen, wodurch der Farbstoff in Form eines unlöslichen basischen 0~Bleisalzes -erhalten wird,, welches, nachdem es durch Auswaschen gereinigt ist, mit kohlensauren oder schwefelsauren Alkalien oder mit verdünnter Schwefelsäure in das Alkalisalz oder in die freie Säure übergeführt wird.
Anstatt der Schäffer'schen Monosulfosäure können alle anderen Naphtolsulfosäuren verw.endet werden, mit Ausnahme der ß-Naphtola-monosulfosäure und der ß-Naphtol-y-disulfosäure.
Der grüne Farbstoff, welcher aus der a-Naphtolmonosulfosäure derivirt, welche der schwer löslichen α - Naphtylaminsulfosäure entspricht, zeichnet sich durch geringere Löslichkeit und durch grofse Krystallisationsfähigkeit aus; er ist von gelblicher Nuance.
Statt des Eisenchlorids sind mit gleichem Erfolge auch andere Eisenoxydsalze zu verwenden; es entstehen jedoch auch durch Einwirkung von metallischem Eisen und von Orydulsalzen auf die Nitrosoderivate der Naphtolsulfosäuren grüne Farbstoffe, deren Nuance je nach der Menge des angewendeten Eisens oder Eisensalzes von Grün bis tief Olive variirt. Die so entstehenden Farbstoffe sind Gemische des eigentlichen Naphtolgrüns mit dunkel - schwarzbraunen Verbindungen.
Die angeführten Abscheidungs-Methoden des Farbstoffes können in mannigfacher Weise abgeändert werden, namentlich läfst sich das- a-Naphtolgrün auch durch Aussalzen leicht abscheiden und reinigen, ebenso lassen sich die im obigen Beispiel angeführten Verhältnisse namentlich bezüglich Verdünnung, Temperatur während der
Reaction und Menge des Eisenchlorids innerhalb weiter Grenzen abändern. Auch kann man, von den Naphtolsulfosäuren ausgehend, in umgekehrter Reihenfolge operiren, d. h. man kann deren wässerige Lösung zuerst mit einem Eisensalz versetzen und hierauf mit salpetriger Säure behandeln.
Darstellung brauner und gelber
Farbstoffe.
Ersetzt man in dem oben angegebenen Verfahren zur Herstellung grüner Farbstoffe das Eisenchlorid durch äquivalente Menge eines Kobaltsalzes, so erhält man, ganz in der entsprechenden Weise operirend, braune Farbstoffe. Das α-Derivat ist von rötherer, das ß-Derivat von gelberer Nuance; durch Nickelsalze werden gelbe Farbstoffe erzeugt.
Die beschriebenen Farbstoffe gehören einer bisher unbekannten Klasse von organischen metallhaltigen Verbindungen an. Sie färben in angesäuerter Lösung Wolle und Seide lichtecht. Zusatz von viel überschüssiger Säure bringt die Farbe zum Verschwinden, dieselbe kommt jedoch bei Neutralisation wieder zum Vorschein.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Verfahren zur Darstellung grüner, brauner ' und gelber Farbstoffe durch Einwirkung von Eisen, Eisensalzen, Kobaltsalzen oder Nickelsalzen auf Nitrosonaphtolsulfosäuren.
2. Verfahren zur Darstellung grüner, brauner und gelber Farbstoffe durch Einwirkung von salpetriger Säure auf die mit Eisen, Eisensalzen, Kobaltsalzen oder Nickelsalzen behandelten Naphtolsulfosäuren.
DE188428065D 1884-01-19 1884-01-19 Verfahren zur Darstellung grüner, brauner und gelber Farbstoffe durch Einwirkung von Metallen auf Nitrosonaphtolsulfosäuren Expired DE28065C (de)

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