DE280652C - - Google Patents

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DE280652C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10KPURIFYING OR MODIFYING THE CHEMICAL COMPOSITION OF COMBUSTIBLE GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE
    • C10K1/00Purifying combustible gases containing carbon monoxide
    • C10K1/08Purifying combustible gases containing carbon monoxide by washing with liquids; Reviving the used wash liquors
    • C10K1/10Purifying combustible gases containing carbon monoxide by washing with liquids; Reviving the used wash liquors with aqueous liquids
    • C10K1/12Purifying combustible gases containing carbon monoxide by washing with liquids; Reviving the used wash liquors with aqueous liquids alkaline-reacting including the revival of the used wash liquors
    • C10K1/124Purifying combustible gases containing carbon monoxide by washing with liquids; Reviving the used wash liquors with aqueous liquids alkaline-reacting including the revival of the used wash liquors containing metal compounds other than alkali- or earth-alkali carbonates, hydroxides- or oxides- or salts of inorganic acids derived from sulfur
    • C10K1/127Purifying combustible gases containing carbon monoxide by washing with liquids; Reviving the used wash liquors with aqueous liquids alkaline-reacting including the revival of the used wash liquors containing metal compounds other than alkali- or earth-alkali carbonates, hydroxides- or oxides- or salts of inorganic acids derived from sulfur containing Cu compounds

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Bei einem Verfahren zur Gewinnung des Ammoniaks und des Cyans aus Destillationsgasen soll die bei der Auswaschung des Cyans mittels Eisenverbindungen und Ammoniakwasser sich ergebende Lauge von Ferrocyanammonium in die Destillierkolonne für das Gaswasser geleitet werden, um hier durch Kalküberschuß in Ferrocyankalzium übergeführt zu werden, während das in der Destillierkolonne frei werdende Ammoniak zwecks direkter Ammoniumsulfatgewinnung dem Gas zugeführt wird. Bei dem Verfahren gemäß der Erfindung soll demgegenüber das in der Destillierkolonne frei werdende Ammoniakgas in den gleichfalls vor dem Ammoniaksättiger angeordneten, mit Kupferverbindungen arbeitenden Cyan wasch er geleitet werden, damit in dem Cyanwascher eine hochprozentige Ammoniakflüssigkeit vorhanden ist. Infolge der Konzentration der Ammoniaklösung wird auch die Cyanlösung in einer stark konzentrierten Form erhalten, was bei der nachfolgenden Destillation der Cyanlauge mit Säure von Vorteil ist, da z. B. unter Umständen ein ,Eindampfen der bei der Destillation sich ergebenden Ammoniumsulfatlösung vollständig erübrigt werden kann. Ferner wird durch den hohen Ammoniakgehalt des Cyanwaschers die Cyanabsorption erhöht, d. h. die Bildung einer cyanammoniumreichen Doppel verbindung begünstigt; umgekehrt vermag auch eine konzentrierte Cyanlösung mehr Ammoniak zu binden, so daß das Verfahren einerseits eine sehr rationelle und ergiebige Cyanausbeute, anderseits aber auch eine rationelle und vollständige Ammoniakausbeute liefert, da das in dem Cyanwascher gebundene Ammoniak bei der nachfolgenden Destillation der Lösung mit Schwefelsäure in Form von Ammoniumsulfat wiedergewonnen wird und infolgedessen ohne weiteres in den Sättiger gegeben werden kann. Eine Durchführung des Verfahrens wird durch, die beiliegende Zeichnung im einzelnen veranschaulicht. Das die zu gewinnenden Verbindungen enthaltende Gasgemenge, wie z. B. Kohlendestillationsgas, wird zunächst in einem Kühler α gekühlt und in einem Teerreiniger b in beliebiger geeigneter Weise vom Teer befreit. Nach der Teerreinigung gelangt das Gas in einen Cyanwascher c. Als solcher eignet sich am besten ein umlaufender Wascher, der etwa vier bis fünf gleich große Kammern enthält. Der Wascher ist mit einer Waschflüssigkeit gefüllt, welche aus Ammoniakwasser und irgendeiner Kupferverbindung besteht. Beim Hindurchstreichen des Gases durch die Waschflüssigkeit werden der größte Teil des Ammoniaks und die gesamten Cyanverbindungen absorbiert. Im Dauerbetriebe findet die Cyanwaschung des Gases im Gegenstromprinzip zweckmäßig derart statt, daß die von dem Rohgas zunächst zu durchströmende Kammer des Waschers c eine mit Cyan nahezu gesättigte Lösung mit nur geringem Kupferschlammgehalt enthält, die Reaktionsstärke der Waschflüssigkeit in den folgenden Kammern steigt und die letzte
Kammer frische Waschflüssigkeit, d. h. Ammoniakwasser und Kupferschlamm enthält. Das aus dem Wasser austretende Gas wird in einem Säurewascher d von den letzten Resten des Ammoniaks befreit. Das in dem oder den Kühlern α ausfallende Gaswasser wird in einem Abtreibeapparat e von Ammoniak befreit und das frei gewordene Ammoniak dem Rohgase vor dem Cyan wascher wieder zugeführt,
ίο wodurch aus den zuvor dargelegten Gründen die Cyanabsorption wesentlich begünstigt wird. So oft die in der ersten Kammer des Waschers c sich ergebende Ammoniumcuprocyanidlösung gesättigt ist, wird sie abgezogen und in einem Destillierapparat f mit Schwefelsäure erhitzt. Durch das Erhitzen wird die Blausäure vollständig ausgetrieben und mit entsprechenden Absorptionsmitteln aufgefangen, während schwefelsaures Ammoniak in der Lösung bleibt, aus der das Kupfer in Form verschiedener Verbindungen vollständig ausgefällt wird. Nachdem sich die Kupferverbindungen in besonderen Behältern abgesetzt haben, werden dieselben in den Betrieb zurückgeführt, d. h. der oder den letzten Kammern des Cyanwaschers wieder beigegeben, und die Lösung des schwefelsauren Ammoniaks zwecks Gewinnung des Salzes in fester Form in den Sättiger d geleitet.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur Gewinnung des Cyans mittels einer Ammoniakwasser und Kupferverbindungen enthaltenden Waschflüssigkeit und des Ammoniaks aus Destillationsgasen, dadurch gekennzeichnet, daß das bei der Destillation des ausgefallenen Gaswassers frei werdende Ammoniakgas in den in an sich bekannter Weise vor dem Ammoniaksättiger angeordneten, mit Kupferverbindungen arbeitenden Cyanwascher geleitet wird, so daß es in die komplexen Kupfer-Cyanverbindungen mit übergeht und bei der nachfolgenden Behandlung dieser Verbindungen mit verdünnter Säure als eine Lösung von schwefelsaurem Ammo-, niak erhalten wird, welche zwecks Auskristallisierung des Salzes in den Sättiger gegeben wird.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE953791C (de) * 1951-03-16 1956-12-06 Degussa Verfahren zur Trennung von Blausaeure und Ammoniak aus Gasgemischen

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
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