DE280406C - - Google Patents

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DE280406C
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DE
Germany
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sludge
shovel
handle
pawl
mud
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Classifications

    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E03WATER SUPPLY; SEWERAGE
    • E03FSEWERS; CESSPOOLS
    • E03F7/00Other installations or implements for operating sewer systems, e.g. for preventing or indicating stoppage; Emptying cesspools
    • E03F7/08Hand implements for emptying sewers or cesspools

Landscapes

  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Hydrology & Water Resources (AREA)
  • Public Health (AREA)
  • Water Supply & Treatment (AREA)
  • Treatment Of Sludge (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
M 280406 KLASSE 85 e. GRUPPE
geschwungen werden kann,
Patentiert im Deutschen Reiche vom 24. Juli 1912 ab.
Die Erfindung bezieht sich auf einen zum Ausheben von Schlamm aus Sinkkästen bestimmten Schlammheber, welcher am unteren Ende in bekannter Weise mit einer drehbaren Schlammschaufel ausgestattet ist, die mittels eines gelenkig mit der Schlammschaufel verbundenen Gestänges jeweils in eine Längs- oder Querlage eingestellt werden kann.
Bei den bisherigen Schlammhebern dieser
ίο Art mußte, um die Schlammschaufel aus ihrer Längs- in die Querlage überzuführen, dieses Gestänge von Hand bewegt werden, was die Handhabung derartiger Einrichtungen beträchtlich erschwerte. Außerdem weisen die bisherigen Schlammheber auch noch den Nachteil auf, daß das Antriebsgestänge zum Schwingen der ' Schlammschaufel derartige Länge besitzen muß, daß es auch bei tief eingeführtem Schlammheber außerhalb des Sinkkastens von Hand bewegt werden kann. Von diesen Einrichtungen unterscheidet sich der Erfindungsgegenstand dadurch, daß das Ausschwingen der Schlammschaufel in die Querlage nicht mittels einer von Hand zu bewegenden Schub- oder Zug-Vorrichtung, sondern mit Hilfe eines Gesperres erfolgt, welches durch bloßes Hin- und Herschwingen des Schaufelstieles in Wirksamkeit tritt und eine unbedingt zwangläufige Schwingung der Schlammschaufel herbeiführt. Die zum Ausschwingen der Schlammschaufel erforderlichen Teile können infolge des Umstandes, daß sie von außen her nicht angetrieben zu
. werden brauchen, sondern in der Tiefe des Sinkkastens selbsttätig wirken, derart kurz gehalten werden, daß die naheliegende Gefahr einer Biegung oder eines Bruches dieser Teile ausgeschlossen erscheint.
Auf der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung veranschaulicht, und zwar zeigt:
Fig. ι eine Seitenansicht,
Fig. 2 eine Vorderansicht des Schlammhebers bei gestreckter Lage der Schlammschaufel,
Fig. 3 eine Seitenansicht des Schlammhebers mit quergestellter Schlammschaufel.
Der Schlammheber besteht aus der annähernd becherförmigen Schlammschaufel a, welche mittels seitlicher Zapfen b drehbar in einem Bügel d hängt, der mittels eines hülsenförmigen Schuhes e am unteren Ende des Stieles f befestigt ist. Am rückwärtigen Ende der Schlammschaufel a . ist ein Drehgelenk c befestigt, an welchem das als Lagerauge ausgebildete untere Ende einer Schubstange I angreift, mittels deren die Schlammschaufel jeweils in eine Längs- oder in eine Querlage eingestellt werden kann. Um die Schlammschaufel beim Einstoßen in den Schlammgrund des Sinkkastens gegen eine unbeabsichtigte Schwingung zu sichern, wird die Schlammschaufel in dieser Lage durch eine Sperrfeder h belastet, welche mittels eines Lageransatzes g am unteren Ende des Schuhes e befestigt ist. Auf dem hülsenförmigen Schuh β ist ein muffenartiger Ring i frei verschiebbar angeordnet, welcher auf seiner Rückseite eine Aussparung sowie zwei lappenartige, mit Lageräugen versehene Ansätze besitzt, welche zur
Lagerung einer als Doppelhebel ausgebildeten Sperrklinke k dienen. Während das äußere Ende dieser Sperrklinke k mit dem oberen Ende der Schubstange I gelenkig verbunden ist, wirkt das innere zugeschärfte oder gezahnte freie Ende der Klinke durch die rückwärtige Aussparung des Schubringes i hindurch auf den Schaufelstiel/" bzw. den Schuh e, wenn die Klinke nicht durch die Stange I außer Eingriff mit dem
ίο Schuh e gebracht wird.
Die Einrichtung wirkt in folgender Weise:
Vor dem Einführen des Schlammhebers in
den Sinkkasten wird der Schubring i auf dem hülsenförmigen Schuh e so weit nach oben verschoben, daß die Schlammschaufel α durch die Sperrfeder h in der aus Fig. 1 und 2 ersichtlichen Weise festgestellt wird. Nachdem man die Schaufel in dieser Lage in den Schlammgrund des Sinkkastens eingestoßen hat, schwingt man den Stiel f der Vorrichtung nach vorn, d. h. nach derjenigen Seite des Sinkkastens,, welcher die Öffnung der Schlammschaufel zugekehrt ist (mit Bezug auf die Zeichnung also nach links). Infolge dieser Bewegung wird auf die Schubstange I infolge ihrer zum Drehpunkt b des Stieles f exzentrischen Lagerung durch die infolge des Druckes der Schlammmassen feststehende Schlammschaufel α ein nach unten gerichteter Zug ausgeübt, was zur Folge hat, daß das rückwärtige Ende der Sperrklinke k nach unten ausgeschwungen und das freie Ende der Sperrklinke außer Eingriff mit dem Schuh e gebracht, gleichzeitig aber auch der Schubring i ein entsprechendes Stück auf den hülsenförmigen Schuh e herniedergezogen wird. Sobald man den Stiel f nach der entgegengesetzten Seite zurückschwingt, wird die Sperrklinke k durch die nunmehr auf Druck beanspruchte Schubstange I mit ihrem freien Innenende derart kräftig gegen den Schuh e gepreßt, daß sowohl der Schubring i als auch die Sperrklinke k in ihrer Lage festgestellt werden. Die auf diese Weise beim Rückschwung des Stieles diesem gegenüber gegen Längsver-Schiebung gesicherte Schubstange I wird infolgedessen, da ja ihr Angriffspunkt exzentrisch zum Drehpunkt b der Schlammschaufel α liegt, auf diese ein Drehmoment ausüben, das selbst bei beträchtlichem Widerstand eine entsprechende Drehung der Schlammschaufel zur Folge hat. Schwingt man den Stiel f nunmehr zum zweitenmal nach vorn, so wird die Sperrwirkung der Klinke k wieder aufgehoben und der Schubring i abermals ein entsprechendes Stück herniedergezogen, um beim zweitmaligen Zurückschwingen des Schaufelstieles samt der Klinke k abermals festgestellt zu werden und hierdurch wiederum eine entsprechende Drehung der Schlammschaufel α herbeizuführen. Durch wiederholtes Hin- und Herbewegen des Stieles f wird auf diese Weise die Schlammschaufel a endlich in die aus Fig. 3 ersichtliche Querlage gebracht, so daß nunmehr die bei ihrer Drehung aufgenommene Schlammfüllung nach oben befördert werden kann.
Ist die Konsistenz des den Sinkkasten füllenden Schlammes nur gering, so genügt es, die Schlammschaufel α durch einmaliges Vorwärtsschwingen des Stieles f von der Sperrwirkung der Feder h zu befreien, um die selbsttätige Ein-Stellung der Schlammschaufel in ihre Querlage herbeizuführen. Da nämlich der Schwerpunkt der Schlammschaufel α und der mit ihr verbundenen Antriebsteile I und k beträchtlich hinter dem Drehpunkt b der Schaufel liegt, so wird, sobald die Sperrung der Schaufel durch die Feder h aufgehoben ist, eine selbsttätige Drehung der Schaufel erfolgen. Eine Drehung über die in Fig. 3 dargestellte Querlage hinaus ist hierbei ausgeschlossen, da sich die rückwärtige Fläche der Schlammschaufel bei dieser Lage gegen die entsprechend gestaltete Schubstange Z anlegt und hierdurch die Schaufel an einer Weiterdrehung verhindert.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Schlammheber für Sinkkästen, bestehend aus einer Kippschaufel, die mittels eines Gestänges jeweils in eine Längs- oder Querlage geschwungen werden kann, dadurch gekennzeichnet, daß an einem auf dem Stiel verschiebbaren Muffenring (i) eine zweiarmige Sperrklinke (k) drehbar gelagert ist, deren einer Arm mit der Rückseite der Schlammschaufel (ä) exzentrisch zu deren Drehpunkt (V) durch eine Schubstange (I) gelenkig verbunden ist, so daß, nachdem die Schlammschaufel durch Verschieben des Muffenringes in seine obere Endlage eingestellt und in den Schlamm hinabgelassen ist, beim Hin- und Herschwingen des Stieles die Sperrklinke zusammen mit dem Muffenring durch die Schubstange (Z) abwechselnd frei am Stiel herniedergezogen und gegen diesen gepreßt wird, so daß die Schlammschaufel absatzweise selbsttätig in ihre Querlage unter gleichzeitigem Füllen mit Schlamm ausgeschwungen wird.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen,
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