DE277262C - - Google Patents

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DE277262C
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F28HEAT EXCHANGE IN GENERAL
    • F28GCLEANING OF INTERNAL OR EXTERNAL SURFACES OF HEAT-EXCHANGE OR HEAT-TRANSFER CONDUITS, e.g. WATER TUBES OR BOILERS
    • F28G3/00Rotary appliances
    • F28G3/10Rotary appliances having scrapers, hammers, or cutters, e.g. rigidly mounted

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Sawing (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 277262 KLASSE 87b. GRUPPE
HEINRICH BISCHOFF in HAMBURG.
Die Erfindung bezieht sich auf eine Ausführungsform jener bekannten Vorrichtungen zum Entfernen von Rost und Kesselstein, bei denen Schlagkörper pendelartig an einem drehbaren Körper befestigt sind, dessen Drehachse in einem Handgriff geführt und gewöhnlich mittels biegsamer Welle und elektrischen Antriebs in sehr schnelle Umdrehung versetzt wird.
ίο Die bisher bekannt gewordenen derartigen Vorrichtungen sind nun jedoch entweder solche, die nur zum Reinigen von Rohren benutzt werden können, wobei die Fliehkraft die pendelartigen, auf der Umfläche mit Spitzen oder Gratkanten besetzten Klöppel gegen die Rohrwand drückt, und die Klöppel im wesentlichen nur eine fräsende, aber kaum eine klopfende, schlagende Wirkung ausüben, oder es sind Ausführungen, welche zwar für freie, nicht in sich geschlossene Flächen bestimmt sind, aber deren Angriffswerkzeuge ebenfalls nicht die erforderliche Art der Beweglichkeit haben, so daß sie ebenfalls mehr fräserartig wie hammerartig wirken.
Nach vorliegender Erfindung ist die Vorrichtung derartig gestaltet, daß ihre Werkzeuge zunächst mit kräftigem Schlage gegen die zu bearbeitende Fläche treffen, alsdann jedoch auch, von der Fliehkraft gegen die zu reinigende Fläche gedrückt, durch die auf der Umfläche der Werkzeuge befindlichen Spitzen in rollende Bewegung versetzt werden, also ebenfalls fräserartig wirken. Diese letztere Wirkung hat aber im Gegensatz zu den bekannten Vorrichtungen keine nutenartige, auf einen schmalen Teil der Fläche beschränkte Entfernung des Flächenansatzes zur Folge, sondern die Werkzeuge beschreiben nach der schlagenden, den Plattenansatz zertrümmernden Bewegung eine Bahn schleifenartiger Linien, da man die Vorrichtung nicht durchaus ruhig mit der Hand halten kann, was hier gerade zum Vorteil wird.
Diese günstige Wirkung der Vorrichtung wird dadurch erreicht, daß die Werkzeugtragarme a, die in bekannter Art gelenkig und radial in der Ebene einer drehbaren Scheibe b angeordnet sind, die rechtwinklig zu ihrer Ebene in der Mitte die Antriebswelle c hat, an ihren vorderen Enden als kugelige Träger d der entsprechend ausgedrehten Enden der Fräshämmer e ausgebildet sind, wie dies die Zeichnung ohne weiteres erkennen läßt.
Hält man die Vorrichtung am Handgriff fest und veranlaßt die schnelle Drehung der Scheibe durch Anstellung des Antriebes, so werden die Fräshämmer e, wie man auch die Vorrichtung halten mag, durch die Fliehkraft in die Ebene der mittleren Tragscheibe gebracht. Führt man nun die sich drehende Scheibe der Vorrichtung unter einem geeigneten Winkel gegen die zu bearbeitende Fläche, so trifft ein Klöppel e nach dem andern mit heftigem Schlag gegen dieselbe, und es werden die Klöppel durch den Widerstand der Fläche, den Widerstand der das Werkzeug führenden Person und durch die Fliehkraft fest gegen die Arbeitsfläche gedrückt, und da sich die Fräshämmer e um ihre Kugelgelenke d drehen können, wälzen sich die Umflächen der Hämmer auf der Arbeitsfläche und wirken fräserartig auf den der Fläche anhaften-
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Claims (1)

  1. den Belag. Da aber die Hand des Arbeiters das Werzeug nicht lagerartig festhält; so beschreiben die Fräshämmer kurvenförmige Bahnen und wirken daher schabend und scheuernd. Wie man daher auch das Werkzeug halten mag, es wird sich nie eine schneidende sägenartige Kantenwirkung der Fräser ergeben.
    Im Gegensatz zu den bekannten Ausführungen ergibt die vorliegende gleich günstige Schlag- und Flächenwirkung, welche Lage auch die zu bearbeitende Fläche haben mag, d. h. ob sie seitlich, zu Füßen oder über dem Kopfe des das Werkzeug führenden Arbeiters liegt.
    Läge es ferner in der Absicht, das Werkzeug nach Art eines Nutenfräsers, beispielsweise in einer geradlinig verlaufenden Ecke, wirken zu lassen, so ist dies ebenfalls möglich; man hält das Werkzeug dann so, daß die Klöppel in der Ebene der sie tragenden Scheibe spielen. Alsdann können sie infolge der Anlenkung der Klöppelarme (mittels der Gelenkbolzen f) an die Tragscheibe ebenfalls hammerartig und wegen der Gelenke f doch nachgiebig wirken, außerdem aber auch infolge der Kugelgelenke d und der Rauheit ihrer Spitzen eine drehende, bohrende Bewegung um ihre Achsen machen und daher nach Art eines Krauskopfbohrers auf den Plattenbelag wirken. Die gleichzeitige Anwendung der Zapfen- und Kugelgelenke ergibt mithin auch eine andere und bessere Wirkung als die bei manchen solchen Vorrichtungen üblichen Universalgelenke.
    Pate ν τ-Anspruch :
    Vorrichtung zum Entfernen von Rost oder Kesselstein mit gekerbten Schlagkörpern, welche pendelartig an einer in rasche Umdrehung versetzbaren Scheibe angeordnet und durch die Fliehkaft wirksam sind, dadurch gekennzeichnet, daß die in der Ebene der Scheibe schwingenden Schlagkörper (e) mit der Scheibe (b) durch Arme (a) verbunden sind, welche vorn mittels Kugelgelenkverbindung (d) die Schlagkörper tragen.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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DE (1) DE277262C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE767442C (de) * 1941-05-09 1952-08-07 Friedrich August Luhr Schlagwerkzeug

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