DE27720C - Typen-Schreib- und Druck-Apparat - Google Patents

Typen-Schreib- und Druck-Apparat

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DE27720C
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DE
Germany
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lever
type
letter
printing apparatus
type disc
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Active
Application number
DENDAT27720D
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English (en)
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H. NOEH in Berlin S., Grimmstrafse 38
Publication of DE27720C publication Critical patent/DE27720C/de
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B41PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
    • B41JTYPEWRITERS; SELECTIVE PRINTING MECHANISMS, i.e. MECHANISMS PRINTING OTHERWISE THAN FROM A FORME; CORRECTION OF TYPOGRAPHICAL ERRORS
    • B41J1/00Typewriters or selective printing mechanisms characterised by the mounting, arrangement or disposition of the types or dies
    • B41J1/22Typewriters or selective printing mechanisms characterised by the mounting, arrangement or disposition of the types or dies with types or dies mounted on carriers rotatable for selection
    • B41J1/24Typewriters or selective printing mechanisms characterised by the mounting, arrangement or disposition of the types or dies with types or dies mounted on carriers rotatable for selection the plane of the type or die face being perpendicular to the axis of rotation

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE IS: Druckerei.
H. NOEH in BERLIN. Typen-Schreib- und Druckapparat.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 17. März 1883 ab.
Der Apparat Fig. 3 bis 9 besteht aus einem flachen Kasten, in welchem eine Typenscheibe A mit den Typen des Alphabets und anderen Schriftzeichen auf einem Drehpunkt C so befestigt ist, dafs dieselbe vermittelst des Zeichengebers und Drückers A1 im Kreise nach rechts wie nach links gedreht werden kann. Die Typen befinden sich auf einer elastischen Kautschukplatte oder auf einer federnden Metallplatte. Die Verbindung des Zeichengebers und Drückers A1 mit der Typenscheibe A ist so eingerichtet, dafs, wenn derselbe auf einen bestimmten Buchstaben der Scala Au bewegt wird, der gleiche Buchstabe der Typenscheibe in der Mitte des Apparates unter dem Ausschnitt D erscheint. Unter der Typenscheibe A ist ein Hebel B, Fig. 3, 6 und 8, so angebracht, dafs, wenn der Drücker A' auf den einen Arm des Hebels in der Richtung eines Buchstabens der Scala Au drückt, der andere Hebelarm den betreffenden Buchstaben der Typenscheibe hebt. Es ist also der Zeichengeber A* so mit der Typenscheibe A und dem darunterliegenden Hebel B verbunden, dafs stets der mit dem Drücker A1 berührte Buchstabe der Scala vermittelst Hebeldruckes unter der Typenscheibe in dem Ausschnitt D hervortritt. Ueber letzterem ist auf einer Welle eine hohle Walze F gelagert; dieselbe ist im Innern mit einem Schraubengang versehen und ruht mit den beiden Stirnplatten auf der Welle. Die Welle hat an einem Ende ein Zahnrad, in welches ein auf dem Hebel JS befestigter Transporteur E greift. Bei jedem Druck durch den Zeichengeber A1 auf den Hebel B schiebt der Transporteur E das Rad um einen Zahn weiter. Da auf der Welle G eine festliegende, nicht drehbare Hülse H mit einem Dorn H1 sich befindet und dieser Dorn in den Schraubengang der Walze F eingreift, so wird die letztere bei jeder Umdrehung der Welle um einen Schraubengang fortgeschoben. Sobald nun mittelst Stellung des Zeichengebers A' ein Druck auf den Hebel B geübt wird, tritt der entsprechende Buchstabe der Typenscheibe bei D durch und zeichnet sich auf das um die darüberliegende Walze gespannte Papier ab. Folgt nun ein zweiter Druck in derselben Stellung des Zeichengebers, so erscheint derselbe Buchstabe neben dem ersten im Abdruck auf dem Papier, indem sich gleichzeitig die Walze um die Breite eines Buchstabens bezw. um einen Zahn gedreht hat. Fährt man so fort und drückt mit dem Zeichengeber bald auf diesen, bald auf jenen Buchstaben, so reihen sich diese verschiedenen Buchstaben an einander. Will man dagegen einen Zwischenraum zwischen zwei Buchstaben lassen, so wird der Zeichengeber auf eine freie Stelle der Scala niedergedrückt, es findet dadurch nur eine Drehung der Papierrolle, aber kein Abdruck eines Buchstabens statt. Ist durch eine Umdrehung der Walze eine Zeile Schrift vollendet, so reiht sich die zweite Zeile infolge der schraubenartigen Fortschiebung der Walze der vorhergehenden an und erscheint somit nach Abwickelung der Papierfläche die zweite Zeile in gerader Linie unter der ersten. Beim Uebergang von einer Zeile zur anderen hat man nur darauf zu achten, dafs die Sylbentrennung regelrecht wie beim Schreiben stattfindet.
Um den rechten Zeitpunkt für den Abschlufs einer Zeile und Sylbe zu finden, giebt die
Welle bei jeder erfolgten Umdrehung an der Glocke I ein Zeichen. Das zu beschreibende Papier wird am Kopf in der Richtung des Schraubenganges um die Rolle gelegt und durch Klammern oder Heftzwecken befestigt, Fig. 9. Die Färbung der Typen geschieht durch die in den Gehäusen K befindlichen Bürsten, welche mit Schwärze getränkt sind und bei jeder Bewegung der Typenscheibe die Typen berühren und schwärzen.
Um mit dem Apparat sowohl grofse wie kleine Buchstaben abdrucken zu können, ist nur eine Verschiebung der Typenscheibe erforderlich, welche mit Hülfe des Zeichengebers geschieht. Der Ausschnitt des Zeichengebers ist daher am Drehpunkt C um so viel vergröfsert, als dies die Verrückung der Typenscheibe erfordert.
Während der in Fig. 3 bis 9 dargestellte Apparat zum Beschreiben grofser Papierbogen eingerichtet ist, zeigen Fig. 1 und 2 einen Apparat zum Bedrucken von Post- und Geschäftskarten etc.
Dieser kleine Schreib - und Druckapparat ist nach demselben Princip und unter Benutzung der drei wesentlichen Hauptbestandteile, nämlich der Typenscheibe und des Zeichengebers, des Hebels und der Walze, angeordnet. Der Unterschied der Construction liegt mehr in der veränderten Form, indem hier die Typenscheibe α kreisrund und der geradarmige Hebel durch einen Winkelhebel b ersetzt ist.
Die Bewegung geht auch bei diesem Apparat vom Zeichengeber oder Drücker α1 aus und wird ein Druck auf den Knopf a * durch den Winkelhebel auf die Typenplatte fortgepflanzt. Die Drehung des Knopfes vermittelt durch die untenliegenden Zahnräder dieselbe auf die Typenscheibe analog der Drehbewegung, wie bei Apparat Fig. 3 bis 9 beschrieben. Auf beiden Typenscheiben sind die Typen kreisförmig um den Drehpunkt angebracht; während jedoch bei dem grofsen Apparat die Typenscheibe nur eine Viertelbewegung nach links oder rechts zu machen hat, dreht sich die kreisrunde Typenscheibe dieses Apparates im vollen Kreise.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Ein Typen - Schreibapparat, bestehend aus dem nach der Scala A11 einstellbaren Typenhebel A, dem Druckhebel B und dem von letzterem mittelst Schaltwerkes und schraubenartiger Führung gedrehten und in der Achsenrichtung verschiebbaren Cylinder F zur Aufnahme der Schrift.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT27720D Typen-Schreib- und Druck-Apparat Active DE27720C (de)

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