DE276567C - - Google Patents

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DE276567C
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air
heating
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F28HEAT EXCHANGE IN GENERAL
    • F28GCLEANING OF INTERNAL OR EXTERNAL SURFACES OF HEAT-EXCHANGE OR HEAT-TRANSFER CONDUITS, e.g. WATER TUBES OR BOILERS
    • F28G9/00Cleaning by flushing or washing, e.g. with chemical solvents

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Devices For Medical Bathing And Washing (AREA)

Description

J?
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 36 d. GRUPPE
. ERNST HILLER in FRANKFURTa. M. Reinigungsvorrichtung für Heizkörper. Patentiert im Deutschen Reiche vom 16. Juni 1912 ab.
Die schlechte Zimmerluft im Winter ist nicht, wie vielfach angenommen wird, ihrer Trockenheit zuzuschreiben, denn man hat ausgiebige Befeuchtungsvorrichtungen für die Luft, die auch nicht den schädlichen Einfluß der erwärmten Luft für die Atmungsorgane beseitigen können. Vielmehr wird die Zimmerluft im wesentlichen dadurch verdorben, daß der im Zimmer befindliche Staub sich auf den
ίο Heizkörpern, wie öfen, Radiatoren usw., niederschlägt und durch die Wärme der Heizkörper verbrannt wird. Man kann diesem Ubelstand nur dadurch abhelfen, daß man die Heizkörper peinlichst sauber hält, was natürlich auf große Schwierigkeiten stößt, denn die Staubablagerung findet ständig statt.
Gemäß der vorliegenden Erfindung ist der
Heizkörper mit einer Reinigungsvorrichtung versehen, welche gestattet, ihn entweder be-
ao ständig oder in beliebig kleinen Zwischenräumen von Staub und sonstigen Niederschlägen zu reinigen, und zwar besteht diese Reinigungsvorrichtung in einer Berieselungsanlage, welche Wasser in dünner Schicht über den ganzen Heizkörper herabrieseln läßt. Das Wasser wird unten aufgefangen und durch einen Ablauf beseitigt. Dabei kann die Einrichtung getroffen werden, daß das Reinigungswasser vorgewärmt wird, um dem Heizkörper nicht zu viel Wärme zu entziehen und außerdem gleichzeitig die Reinigung gründlicher zu gestalten. Man kann dem Reinigungswasser, wenn gewünscht, auch irgendwelche Essenzen beifügen, die auf dem Heizkörper verdampfen und damit der Zimmerluft beispielsweise mit desinfizierender Wirkung zugesetzt werden.
Das Reinigungswasser kann auch gleichzeitig durch seine Verdunstung benutzt werden, um der Luft die nötige Feuchtigkeit zu geben, so daß besondere Beieuchtungsvorrichtungen für die Luft entbehrlich werden; ja man kann die Reinigungsvorrichtung im Sommer gleichzeitig als Kühlvorrichtung benutzen und unter Umständen das benutzte Wasser vorher abkühlen.
Die Einrichtung kann für jede Art von Heizung Verwendung finden, und zwar sowohl für gewöhnliche Öfen, beispielsweise Kachelöfen, als auch für Gasheizung, elektrische Heizung, Warmwasser- und Dampfheizung; insbesondere für die letzten beiden Heizungssysteme eignet sich die Einrichtung vorzüglich. Sie wird hier besonders in Schulen, Krankenhäusern, öffentlichen Gebäuden, aber auch in Privathäusern mit Erfolg benutzt werden können.
Man hat schon Anfeuchtevorrichtungen in der Weise mit Heizkörpern verbunden, daß man das Wässer der Anfeuchtevorrichtung um den Heizkörper herum in Strahlen herunterfließen läßt, ohne daß jedoch der Heizkörper selbst von dem Wasser getroffen wird. Das hat den Nachteil, daß der auf dem Heizkörper ' sich ablagernde Staub nach wie vor verbrennen kann und der Luft einen unangenehmen und für die Atmungsorgane schädlichen Geruch verleiht, der durch das Anfeuchtungswasser nicht entfernt wird.
Dieser Nachteil ist bei der vorliegenden Er-
findung vermieden, indem hier der abgelagerte Staub vollkommen abgespült wird, wozu jeweils nur geringe, die Heizwirkung kaum beeinträchtigende Wassermengen erforderlich sind.
Die Zeichnung zeigt eine beispielsweise Ausführungsform einer derartigen Reinigungsvorrichtung, angeordnet an einer Warmwasserheizung. Fig. ι zeigt den Heizkörper in Vorderansicht, und Fig. 2 in Seitenansicht. Die Fig. 3 stellt schematisch die ganze Heizanlage dar.
Über dem Heizkörper ι (Fig. ι und 2) liegt ein Rohr 2, welches durch das Rohr 3 mit der Wasserleitung oder mit einem Wasserbehälter in Verbindung steht. An dem Rohr 2 sind Zweigrohre 4 angeordnet, welche feine, brausenartige öffnungen für den Austritt des Wassers besitzen. Unter dem Heizkörper befindet sich eine Auffangschale 5, die unter Einschaltung eines Siphons 6 mit einem Abfluß 7 in Verbindung steht.
Wird durch das Rohr 3 dem Rohr 2 und damit den Brauserohren 4 Wasser zugeführt, so rieselt dieses in feinem Strahl über den ganzen Heizkörper 1 nach unten und wird in der Schale 5 aufgefangen, aus der es durch das Rohr 6, 7 in den Ablauf fließt. Das über den Heizkörper rieselnde Wasser nimmt dabei den anhaftenden Staub mit sich und reinigt somit den Heizkörper. Der Staub wird mit nach unten in die Auffangschale 5 gespült.
Das Rohr 3 kann unmittelbar mit der Wasserleitung verbunden sein, wobei das Ventil entweder von Hand oder in gewissen Zeiträumen selbsttätig durch irgendeine uhrwerkartige Einrichtung o. dgl. geöffnet wird.
Gemäß der Anordnung nach Fig. 3 befindet sich in dem Ausdehnungsgefäß 8 der Warmwasserheizung ein besonderes Gefäß 9, an welches das Rohr 3 angeschlossen ist. Das Gefäß 9 hat eine Vorkammer 10, welche durch ein Rohr 11 mit der Wasserleitung verbunden ist und unter dem Einfluß eines Schwimmers ständig gefüllt gehalten wird. Die Anordnung der Vorkammer hat den Zweck, daß nicht unmittelbar das kalte, aus der Wasserleitung strömende Wasser in das Rohr 3 gelangt, sondern erst eine Weile in dem Behälter 9 verbleibt, so daß es in dem Ausdehnungsgefäß 8 der Warmwasserheizung vorgewärmt wird. Die einzelnen Heizkörper sind wieder mit ι bezeichnet, und jeder besitzt eine Brauseanordnung, wie an Hand der Fig. 1 und 2 beschrieben. Das etwa selbsttätig in bestimmten Zeiträumen zu lüftende Abschluß ventil ist mit 12 bezeichnet.
Dem kleinen Behälter 9 können irgendwelche Essenzen zugesetzt werden, um sie der Zimmerluft beimischen zu können. Auch kann man vor jedem Heizkörper einen entsprechenden kleinen Behälter für die Aufnahme der Essenzen oder eine Art Filter o. dgl. zur Vermischung des Wassers mit diesen Essenzen anordnen.
Bei Dampfheizungen wird man zweckmäßig durch den Vorratsbehälter g eine Dampfschlange legen, um das Wasser vorzuwärmen. Im Sommer, wenn die Heizung nicht in Betrieb ist und die Einrichtung zur Kühlung der Zimmerluft dienen soll, kann man den Behälter 9 in irgendeiner Weise, etwa mit Eis, kühlen und dadurch das Wasser auf eine so niedrige Temperatur bringen, daß eine Kühlwirkung auf die Luft eintritt.
Das aus den Schalen 5 laufende Wasser kann entweder in den Kanal geführt oder in einem besonderen Behälter im Keller aufgefangen werden und für irgendwelche Zwecke noch weitere Benutzung finden.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Reinigungsvorrichtung für Heizkörper, dadurch gekennzeichnet, daß an dem Heizkörper eine Berieselungsvorrichtung, beispielsweise in Form einer abstellbaren Brause, angebracht ist, deren Flüssigkeit alle Teile des Heizkörpers bespült und dabei den an diesen anhaftenden Staub entfernt.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE19725631C1 (de) * 1997-06-17 1999-03-04 Detlef Scheer Heizungsreinigungsgerät

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE19725631C1 (de) * 1997-06-17 1999-03-04 Detlef Scheer Heizungsreinigungsgerät

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