DE27432C - Rotirende Maschine - Google Patents

Rotirende Maschine

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DE27432C
DE27432C DENDAT27432D DE27432DA DE27432C DE 27432 C DE27432 C DE 27432C DE NDAT27432 D DENDAT27432 D DE NDAT27432D DE 27432D A DE27432D A DE 27432DA DE 27432 C DE27432 C DE 27432C
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Germany
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cylinder
crank
piston
machine
slide
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DENDAT27432D
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TH. A-HearsON in Blackheath, England
Publication of DE27432C publication Critical patent/DE27432C/de
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F01MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
    • F01CROTARY-PISTON OR OSCILLATING-PISTON MACHINES OR ENGINES
    • F01C1/00Rotary-piston machines or engines
    • F01C1/02Rotary-piston machines or engines of arcuate-engagement type, i.e. with circular translatory movement of co-operating members, each member having the same number of teeth or tooth-equivalents
    • F01C1/063Rotary-piston machines or engines of arcuate-engagement type, i.e. with circular translatory movement of co-operating members, each member having the same number of teeth or tooth-equivalents with coaxially-mounted members having continuously-changing circumferential spacing between them
    • F01C1/07Rotary-piston machines or engines of arcuate-engagement type, i.e. with circular translatory movement of co-operating members, each member having the same number of teeth or tooth-equivalents with coaxially-mounted members having continuously-changing circumferential spacing between them having crankshaft-and-connecting-rod type drive

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Compressors, Vaccum Pumps And Other Relevant Systems (AREA)
  • Transmission Devices (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
KLASSE 59: Pumpen.
Der Hauptzweck der vorliegenden Erfindung ist die Herstellung eines Motors, bei welchem die beweglichen Theile nicht den grofsen Geschwindigkeitsveränderungen ausgesetzt sein sollen, welche bei der Umkehrung der Hubrichtung bei gewöhnlichen Maschinen mit Hin- und Hergang stattfindet; es kann auf diese Weise, weil eine "Verminderung der Kräfte zur Ueberwindung der Trägheit eintritt, eine grofse Rotationsgeschwindigkeit erzielt werden. Die Bewegung der gewöhnlichen Maschinen mit Hin- und Hergang wurde unter veränderten Umständen beibehalten.
Der Dampf oder die Arbeit leistende Flüssigkeit wird an einem Ende einer Kammer in dem Augenblick eingelassen, in welchem ein Kolben sich in der Nähe dieses Endes befindet; der Kolben wird dabei durch die Kammer hindurchgetrieben. Sobald der Hub beendet ist, tritt der Dampf zwischen den Kolben und das andere Ende der Kammer, so dafs der erstere in der entgegengesetzten Richtung getrieben wird, u. s. f.
Nun ist gemäfs der vorliegenden Erfindung die Kammer ein Theil eines ringförmigen Raumes innerhalb eines Cylinders und dieser selbst ist auf eine Welle aufgesetzt, so dafs er sich drehen kann; der Kolben bewegt sich conaxial mit dem Cylinder. Die relative Bewegung des Kolbens und der Kammer ist eine schwingende. Die Maschine ist ferner so angeordnet, dafs, während die Kammer sich mit gleichförmiger Geschwindigkeit dreht, der Kolben sich gleichfalls dreht, jedoch mit veränderlicher Geschwindigkeit, und zwar einmal schneller und das andere Mal langsamer als die Kammer.
Auf diese Weise wird das Hin- und Hergehen des Kolbens durch die Kammer von einem Ende derselben zum anderen ohne Umkehrung der Richtung der absoluten Bewegung desselben erfolgen. Diese Bewegung kann mit der des Kolbens einer Lokomotive verglichen werden, welcher, wenn die Lokomotive läuft, sich stets nach vorwärts bewegt, aber mit wechselnder Geschwindigkeit, nämlich während eines Hubes langsamer als während des nächsten.
Die Maschine kann als Motor oder als Pumpe zum Aus- oder Einpumpen von Flüssigkeiten verwendet werden.
In den beiliegenden Zeichnungen ist Fig. 1 eine Seitenansicht (theilweise Schnitt) einer gemäfs der vorliegenden Erfindung construirten Maschine. Fig. 2 ist ein Querschnitt, Fig. 3 eine Endansicht mit abgenommenem Endrahmen, Fig. 4 eine Draufsicht derselben. Fig. 5, 6 und 7 sind getrennte Ansichten einzelner Theile. Fig. 8 ist ein Aufrifs und Fig. 9 eine Draufsicht der Kuppelung, welche verwendet wird, wenn zwei Maschinen zusammenzukuppeln sind.
Den vorher erwähnten ringförmigen Zwischenraum erhält, man ^ in folgender Weise. Ein Cylinder wird, nachdem er genau centrisch gebohrt oder abgedreht worden ist,- durch radiale Zwischenwände in zwei, drei, vier oder mehr Abtheilungen getheilt.
Diese radialen Zwischenwände sind im Cylinder sowohl an den Endflächen als auch an der Mantelfläche durch Schrauben befestigt, so dafs sie ' dampfdichte Abtheilungen bilden; sie
sind ferner in genau gleichen Abständen von einander aufgestellt. Die Zwischenwände (in gerader Anzahl) sind in Fig. 2 mit .S bezeichnet. Diese Figur ist zur Hälfte ein Verticalschnitt durch den Cylinder, die andere Hälfte der Figur ist eine Endansicht des Cylinders mit abgenommenem Deckel.
Die Zwischenwände reichen so weit in den Cylinder, dafs sie eine verhältnifsmäfsig grofse Nabe B, die mit dem Cylinder concentrisch ist, berühren. Aus dieser Nabe ragen in radialen. Richtungen vier mit ihr aus einem Stück gegossene Kolben R hervor; zwei derselben sind im Schnitt dargestellt und zwei weitere in der Ansicht. Diese Kolben ragen hinreichend weit nach aufsen und sind auch hinreichend lang, um die Mantelfläche des Cylinders zu berühren, wie man aus Fig. 2 und aus Fig. 6 ersehen kann; diese letztere ist eine Abwickelung des Schnittes nach dem punktirten Kreise a-a, Fig. 2, auf eine ebene Fläche (wobei die Kolben ein wenig verschoben sind), daher wird, wenn die Nabe B gegenüber dem Cylinder eine hinreichende Drehung macht (im gezeichneten Beispiel eine Drehung von 60°), jeder Kolben durch die ihm zukommende Abtheilung gegangen sein, und zwar von einer Scheidewand bis zur nächsten, und wird während dieser ganzen Bewegung genau in den Cylinder passen.
Um das Ko.lbenstück einschieben zu können, ist ein Cylinderdeckel abnehmbar gemacht, und dieser Kopf Q, Fig. 1, ist in der gewöhnlichen Weise durch Schrauben am Flantsch befestigt. Der Cylinder hat an dem von dem Deckel entfernten Ende eine Nabe Y, Fig. 1, welche in eine entsprechende Vertiefung der Kolbennabe B pafst. Durch diese Nabe und durch Keile wird der Cylinder an der Hauptwelle A befestigt, welche durch den Motor gedreht werden soll. Die Kolbennabe B ist gleichfalls durch Keile an einer hohlen Welle H befestigt, welche über die Hauptwelle A gepafst ist; während die Hauptwelle A nach beiden Richtungen durch den Cylinder geht, geht die hohle Welle H durch den Cylinderdeckel blos so weit, dafs sie von einem Lager getragen werden kann. Um das Ausströmen von Dampf an dieser Stelle zu verhindern, ist ein Stück Z, Fig. 1, mit federnden Ringen angebracht, welche durch den Dampfdruck und die zusammengeprefste Liderung in der Stopfbüchse Xs gegen die Kolbennabe gedrückt werden.
An diesem Ende laufen die Hauptwelle und die hohle Welle in Kurbeln C und P, Fig. 1, 3 und 4 aus, von denen jede durch einen Keil an ihrer Welle befestigt ist.
Jede dieser beiden Kurbeln trägt in entsprechendem radialen Abstande von der Achse einen Kurbelzapfen. Diese beiden Abstände brauchen indessen nicht gleich zu sein, obwohl sie in Fig. 3. so dargestellt sind.
. Diese Kurbelzapfen c und p sind vom Cylinder abgewendet.
Der Kurbelarm P ist gegen den Kurbelarm C geneigt und der Kurbelzapfen p desselben ragt ebenso weit vor wie der Kurbelzapfen c, so dafs die Enden beider Zapfen in einer zur Achse der Welle senkrechten Ebene liegen. Die Kurbelzapfen c und p sind vermittelst zweier Verbindungsstangen Z1 und Z2 mit zwei anderen Zapfen dl d2 verbunden, welche aus einer Zugkurbel D herausragen, die in Fig. 1, 3 und 4 dargestellt ist. Diese Kurbel D dreht sich auf einem Zapfen, dessen Achse parallel mit der vorerwähnten Hauptwelle liegt und eine angemessene Entfernung von derselben hat.
Die Warzen der Zugkurbel D brauchen nicht ungleiche Abstände von der Achse zu haben, doch haben sie solche in Fig. 3, und zwar deshalb, damit die Bewegungen der Kolben gegen den Cylinder in beiden Hälften einer Umdrehung des Cylinders so nahe als möglich gleich seien, und zwar sind die Verhältnisse der Kurbelarme und Verbindungsstangen dann solche, wie sie in Fig. 3 dargestellt sind. Jede Hälfte eines einfachen Kolbenhubes wird sehr nahe während eines Viertels einer vollen Umdrehung des Cylinders hervorgebracht. Es ist dies wichtig, da hierdurch die Steuerthätigkeit, welche sogleich beschrieben werden soll, bei beiden Hüben des Kolbens dieselbe sein wird. Auf diese Weise kann man die Maschine doppeltwirkend machen, und der Steuerschieber bewirkt bei beiden Hüben eine angemessene Dampfvertheilung. Die ZugkurbelZ? kann, statt dafs sie sich um einen festen Zapfen dreht, an einer zweiten, zur Hauptwelle parr allelen Welle befestigt sein, -welche in angemessen angebrachten Lagern läuft. Soll die Maschine als Pumpe wirken, so kann die bewegende Kraft durch diese zweite Welle geliefert werden, und die Uebertragung derselben zur Drehung des Cylinders und der Kolben kann durch die Zugkurbel stattfinden. Benutzt man dagegen die Maschine als Motor, so ist. es in manchen Fällen zu empfehlen, die ganze Kraft oder einen Theil derselben dieser zweiten Welle zu entnehmen. Die Enden der zweiten Welle oder des Zapfens und der Hauptwelle übergreifen einander nur um sehr wenig, wenn dies überhaupt geschieht, so dafs die Kurbelarme C P und D sämmtlich volle Umdrehungen machen können.
Was nun Fig. 3 anbelangt, so sieht man, dafs jede Stange L mit den beiden Kurbeln, welche sie verbindet, eine Zugstangenkuppelung bildet, und besitzt diese die Eigenschaft, den Neigungswinkel der beiden Kurbeln zu einander während der Umdrehung zu ändern, so dafs er in einem Punkte der Umdrehung ein Maximum und in einem anderen ein Minimum ist. Bei Anwendung einer Combination von zwei Zugstangenkuppelungen, wie sie gezeichnet ist, kann diese
Wirkung erhöht werden, so dafs hierdurch die Kurbel P an der hohlen Welle und somit auch der Kolben mit Bezug auf die Kurbel C an der Hauptwelle sich nach vorwärts und nach rückwärts dreht. Die Gröfse dieses Drehungswinkels hängt von dem Verhältnifs zwischen den Längen der Verbindungsstangen L der Kurbelarme P C und D und der Entfernung der Achsen der Wellen ab. Diese Winkelbewegung des Kolbens im Cylinder findet bei einer continuirlichen Rotation des Cylinders und . Kolbens statt.
Wird die Maschine als Motor benutzt, so wird die Druckflüssigkeit, wenn sie zwischen eine Seite jedes der Kolben und die benachbarte Zwischenwand des Cylinders eingelassen wird, die Drehung der beiden in derselben Richtung bewirken, indem sie sie aus einander preist; denn obgleich die Druckkraft auf den Kolben in der einen Richtung genau so grofs ist, wie die auf die Zwischenwand im Cylinder in der anderen Richtung ausgeübte, so ist doch das Verbindungsgestänge von solcher Beschaffenheit, dafs das Drehungsmoment des Druckes auf einen dieser beiden Theile gröfser ist als das Moment des Druckes auf den anderen, und die Maschine wird sich im Sinne des gröfseren Momentes bewegen, und die Kraft der angewendeten Flüssigkeit wird genau so zu Tage treten, als ob sie auf einen beweglichen Kolben in einer festen Kammer eingewirkt hätte. Dafs ein Unterschied der Momente im einen oder im anderen Sinne vorhanden ist, kann man sehen, wenn man die Winkel betrachtet, welche die Stangen L "mit den Kurbelarmen einschliefsen; es leuchtet dies aber noch besser ein, wenn man bedenkt, dafs beim Gang der Maschine sich entweder der Kolben oder der Cylinder schneller bewegt. Hierbei findet nur eine Ausnahme statt, nämlich dann, wenn der Kolben an einem Ende seines Hubes angelangt ist; denn dann ist das Moment des Dampfdruckes auf beide Theile dasselbe, und dieses ist dasselbe, was bei den Maschinen mit geradlinigem Hin- und Hergang der todte Punkt genannt wird, über welchen die Maschine durch die Trägheit von Schwungmassen oder durch eine zweite mit ihr verkuppelte Maschine hinwegkommen mufs.
Eine Seite (was ausreichend ist) und der äufsere Rand der Zwischenwände des Cylinders laufen dampfdicht, indem zwischen die vorspringenden Seiten parallele Metallstreifen eingeschoben sind, wie dies in Fig. 2 und 6 dargestellt ist; dieselben werden gegen die Cylinderflächen und die Kolbennabe durch die Fliehkraft und innen angebrachte Federn gedrückt. Der Dampf wird durch radiale Oeffnungen in den Cylinder einströmen gelassen, und zwar an dem vom abnehmbaren Deckel entfernten Ende desselben.
In Fig. ι geht der Schnitt des' Cylinders durch die Oeffnungen. Ein Schnitt der Oeffnungen nach dem punktirten Kreise a-a, Fig. 2 und 7, ist in Fig. 6 dargestellt, und Fig. 7 ist eine Ansicht des Steuerendes des Cylinders, wobei eine Hälfte des Schiebers weggenommen ist. Die radialen Oeffnungen sind schwarz angelegt.
Die Oeffnungen befinden sich hart an jeder Seite der Zwischenwände .S des Cylinders, welche, wie in Fig. 6 gezeichnet, auf der Schieberseite abgeschnitten sind, um eine angemessene Einströmungsöffnung zu erhalten, wenn der Kolben sich nahe an der Zwischenwand des Cylinders befindet. Auf dieser Cylinderseite bewegt sich der Schieber und öffnet und schliefst abwechselnd die Oeffnungen auf jeder Seite der Zwischenwand.
Die Construction des Schiebers V ist in Fig. 1, 7 und 6 dargestellt. Fig. 7 zeigt die Ansicht einer Hälfte des Schiebers von hinten gesehen, die andere Hälfte ist abgeschnitten, um die Cylinderöffhungen zu zeigen. Hieraus sieht man, dafs der Schieber aus vier radial gestellten Furchen besteht, welche unter rechten Winkeln von einem mittleren ringförmigen Raum E abzweigen, der die Nabe umgiebt. Schnitte dieser radialen Furchen sind in Fig. 1 und 6 dargestellt. Fig. 6 zeigt, dafs die radialen Furchen auf' jeder Seite einspringende Ränder haben, um dem Schieber eine Ueberlappung zu geben und die Schieberfläche zu bilden, wo der Schieber mit dem flachen Cylinderende in Berührung steht.
Vermittelst des sogleich zu beschreibenden Mechanismus wird der Schieber veranlafst, sich mit dem Cylinder zu drehen, aber dennoch gegen den Cylinder eine Winkelbewegung, ähnlich der des Kolbens, zu machen.
Bei der mittleren Stellung überdeckt jeder Arm des Schiebers in gleicher Weise zwei der Cylinderöffhungen, und zwar am besten zwei solche, von denen sich an jeder Seite eine Zwischenwand befindet.
Wenn sich der Schieber hinreichend dreht, um eine der Oeffnungen jedes Paares blofszulegen, so fliefst die Flüssigkeit, welche wir sogleich beschreiben werden und derart zugeführt wird, dafs sie auf den Rücken des Schiebers drückt, durch diese Oeffnungen in den Cylinder; gleichzeitig gelangt die Aushöhlung jedes Armes vor die andere Oeffnung des Paares und gestattet der Flüssigkeit, welche bereits Arbeit geleistet hat, den Austritt aus dem Cylinder durch die radiale Höhlung in den mittleren Raum JS, Fig. ι und 7, von wo aus dieselbe durch einen Ausflufskanal £l abgeleitet wird, Fig. 4.
Der Schieber bewegt sich in einem unbeweglichen Dampfraum J, Fig. 1, welcher den ganzen Cylinder einhüllt und umgiebt, und in welchen
der Dampf durch das Rohr / eingeleitet wird. Die Wellen gehen durch die Stopfbüchsen Xs und XB. Der Dampfraum hat am Boden einen Sack, in welchen das aus dem Dampf condensirte Wasser abfliefsen kann und von wo es, wenn nöthig, abgezogen wird. Durch den Druck des Dampfes auf das mit dem Deckel versehene Ende des Cylinders wird der Rückenring des Schiebers, welcher die äufsere Grenze des ringförmigen Ausströmungskanales E bildet, gegen den Gehäusedeckel F geprefst, Fig. i, wodurch das Ausströmen des Dampfes verhindert wird.
Die Gröfse dieses Druckes kann durch einen Kragen T auf der Hauptwelle und ein einstellbares Lager regulirt werden.
Die Bewegung des Schiebers wird durch einen Zugstangenmechanismus veranlafst, ähnlich demjenigen, der zur Bewegung des Kolbens im Cylinder verwendet wurde. Da aber der erforderliche Weg des Schiebers nur gering ist, so reicht eine kleine seitliche Verschiebung des Rotationscentrums der Zugkurbel aus. Diese erzielt man dadurch, dafs man die Zugkurbel auf einer Excenterscheibe anbringt, durch welche die Hauptwelle hindurchgeht. Fig. 5 ist eine Ansicht des Gestänges vom Schieberende der Maschine.
Die Zugkurbel für den Schieber besteht einfach aus einem Excenterring aus zwei Theilen, welche durch Schrauben verbunden sind und zwei Stifte d\ d\ tragen, welche durch Stangen L\ und X'2 mit den Zapfen c1 und v1 verbunden sind; diese ragen aus den Kurbeln C1 und V1 heraus.
In Fig. ι ist der Excenterring oder die Zugkurbel ausgelassen und die Kurbeln C und V1 sind ungekuppelt dargestellt, aber in Fig. 4 ist eine Draufsicht des gekuppelten Mechanismus dargestellt. Sowie der Kolben an einer hohlen Welle befestigt ist, so ist auch der Schieber an einer anderen hohlen Welle oder einem Rohr JI1 befestigt, welches gleichfalls auf der Hauptwelle sitzt und auf welchem die Kurbel V1 durch einen Keil befestigt ist. Die Kurbel C ist an der Hauptwelle befestigt; das Rohr für den Schieber geht durch die Stopfbuchse Xe-
Die Excenterscheibe W, auf welcher die Schieberzugkurbel angebracht ist, kann mit dem Gerüst der Maschine fest verbunden oder auch derart angebracht sein, dafs deren Stellung nach Belieben verändert werden kann, wie etwa dadurch, dafs man sie an einem Hebel U, Fig. 5 und i, befestigt.
Durch diese Anordnung kann das Excenter in eine solche Stellung gebracht werden, dafs es dem Schieber eine Bewegung mittheilt, welche eine Umkehrung der Bewegung der Maschine entspricht, oder es kann ferner das Excenter auf eine solche Bewegung eingestellt werden, dafs es früher auf den Dampf einwirkt und so ein veränderliches Abschneiden der Dampfzuleitung erzielt wird, ähnlich derjenigen, welche bei der gewöhnlichen Dampfmaschine durch die Stephenson'sche Coulissensteuerung hervorgebracht wird.
Die Stellung des Hebels kann durch einen Regulator beeinfiufst werden, so dafs, wenn die Ganggeschwindigkeit der Maschine zunimmt, der Regulator nicht wie gewöhnlich auf ein besonderes Ventil (das Drosselventil) einwirkt, um den Dampf zu drosseln, sondern den Hebel in eine solche neue Stellung bringt, dafs der Schieber V die Dampfzufuhr früher abschneidet.
Es können zwei oder mehr Maschinen zusammengekuppelt werden; so kann eine Hochdruckmaschine und eine Niederdruckmaschine gekuppelt werden, wobei die letztere den Dampf von der ersteren empfängt, oder man kann auch Maschinen zusammenkuppeln, von denen jede besondere Dampfzufuhr hat. Die Art der Kuppelung ist in Fig. 8 und 9 dargestellt und kann in der nachfolgenden Weise geschehen.
Jede Maschine hat eine Haupt- oder Cylinderkurbel. Ch ist die Kurbel der Hochdruckmaschine und Cz, die entsprechende Kurbel der Niederdruckmaschine. Diese sind auf Wellen aufgekeilt, welche für die beiden Maschinen die Wellen A der früheren Figuren darstellen. Jede Maschine hat auch eine hohle Welle und Kolbenkurbel Ph und Pl, und diese sind, wie früher beschrieben, durch Stangen mit einer Zugkurbel verbunden. Die Hauptkurbel einer Maschine ist mit zwei Kurbelzapfen versehen und versieht den Dienst einer Zugkurbel der anderen Maschine, und umgekehrt, wie dies in Fig. 8 und 9 dargestellt ist. Auf diese Weise sind bei der Compoundmaschine zwei Kurbeln mit drei vorspringenden Kurbelzapfen der einen Maschine und zwei Kurbeln mit drei vorspringenden Zapfen der anderen Maschine gegenüberstellt. Die Kurbeln sind an Wellen befestigt, welche zu einander parallel sind, aber nicht in derselben Linie liegen.
Durch Anwendung von Stangen von angemessener Länge zur Verbindung der Kurbeln, wie dies gezeichnet ist, kann man zwischen den todten Punkten der beiden Maschinen einen Winkelabstand von ca. 900 erzielen.
In Fig. 8 ist auch ein anderes Längenverhältnifs der Kurbelarme dargestellt, so dafs jeder Kolbenhub in beiläufig einer halben Umdrehung des Cylinders stattfindet.
Maschinen, welche gemäfs der vorliegenden Erfindung gebaut sind, können durch den Druck des Wassers oder einer anderen Flüssigkeit betrieben werden, oder man kann sie auch als Pumpen benutzen. Bei Maschinen, welche durch Wasserdruck betrieben werden, kann man Mittel anbringen, durch welche der Mittelpunkt der
Zugkurbel von der Hauptwelle entweder automatisch oder nach Belieben verändert werden kann, so dafs sich der Weg des Kolbens ändert.
So kann in Fig. 3 die Kurbel D von einem Zapfen an einem Block getragen werden, der in radialen Furchen beweglich ist und der Mitte der Welle A genähert oder davon entfernt werden kann. Man bringt dann noch eine Schraube an, welche den Block mit Hülfe einer Mutter in der Führung in der einen oder anderen Richtung verschiebt. Am Schaft der Schraube ist noch ein Handrad angebracht; durch Drehung dieses Handrades kann die Maschine in Gang gesetzt und zum Stillstand gebracht und so eingestellt werden, dafs sie blos jene Menge Wasser verbraucht, welche zur Ueberwindung der ihr aufgebürdeten Last nothwendig ist. Es kann daher die Maschine je nach der zu leistenden Arbeit so regulirt werden, dafs sie zur Vollführung einer Umdrehung eine gröfsere oder geringere Wassermenge verbraucht.
Endlich kann die Maschine, besonders wenn sie als Pumpe benutzt werden soll, mit zwei getrennten Kolbenpaaren versehen werden, so dafs, obgleich die Kolben jedes Paares sich durch die ganze Länge des Cylinders erstrecken, sie doch blos aus einer Nabe von der halben Länge des Cylinders herausragen; es gleitet demnach der Kolben einer Nabe über die Nabe des anderen Kolbens. So bewegen sich die Kolben, statt dafs sie mit einander gehen, unabhängig von einander in gegenüberliegenden Kammern des Cylinders.
Die Kolbennaben sind an zwei hohlen Wellen befestigt, von denen die eine in der anderen steckt und auf welchen auch Kurbeln befestigt sind. Die Zugkurbel ist mit drei Zapfen auf entsprechend abzweigenden Armen versehen; es kann dann eine Stangenverbindung der drei Zapfen auf der Zugkurbel mit den drei Zapfen, von denen je einer auf der Cylinder- oder Hauptwellenkurbel und den beiden Kolbenwellenkurbeln sitzt, so hergestellt werden, dafs sich ein Kolbenpaar beiläufig in der Mitte seines Hubes befindet, während das andere Paar einen Hub vollendet hat, wodurch ein gleichförmigerer Ausflufs. der ausgepumpten Flüssigkeit stattfindet.

Claims (3)

  1. P ATENT-Ansprüche:
    ι . Eine rotirende Maschine, welche ein auf der drehbaren Welle A mittelst der geschlitzten Nabe Y aufgekeiltes und mit radialen Scheidewänden 5 versehenes Gehäuse Q und die in diesem drehbare, mit Flügeln R versehene hohle Welle H besitzt, welche beide Theile in der beschriebenen Weise, z. B. mittelst der in Fig. 3 gezeichneten Kurbelmechanismen, gegen einander und um die Achse A gedreht werden.
  2. 2. Die -Steuerung einer derartigen Maschine mittelst des sich ebenfalls um die Achse A drehenden Kreisschiebers V, welcher sich gegen den geschlitzten Gehäuseboden (Nabe Y) vermittelst der Kurbelmechanismen, Fig. 5, dreht und eventuell eine Veränderung der Drehbewegung durch Verstellung des Excenters W vermittelst des Hebels U gestattet.
  3. 3. Die Kuppelung zweier derartiger Maschinen vermittelst der Kurbelmechanismen, Fig. 8 und 9.
    Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
DENDAT27432D Rotirende Maschine Active DE27432C (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
WO1986006785A1 (fr) * 1985-05-13 1986-11-20 Lothar Haupt Machine a pistons circulaires rotatifs a axe central, avec pistons rotatifs coniques
DE102007015009A1 (de) * 2007-03-28 2008-10-02 Kurowski, Waldemar, Dr. Rotationskolbenmaschine mit Außendrehmechanismus

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WO1986006785A1 (fr) * 1985-05-13 1986-11-20 Lothar Haupt Machine a pistons circulaires rotatifs a axe central, avec pistons rotatifs coniques
DE102007015009A1 (de) * 2007-03-28 2008-10-02 Kurowski, Waldemar, Dr. Rotationskolbenmaschine mit Außendrehmechanismus
US8297253B2 (en) 2007-03-28 2012-10-30 Waldemar Kurowski Rotary piston engine

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