DE14760C - Kombinirte Wasserkraftmaschine und Pumpe - Google Patents
Kombinirte Wasserkraftmaschine und PumpeInfo
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- DE14760C DE14760C DENDAT14760D DE14760DA DE14760C DE 14760 C DE14760 C DE 14760C DE NDAT14760 D DENDAT14760 D DE NDAT14760D DE 14760D A DE14760D A DE 14760DA DE 14760 C DE14760 C DE 14760C
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Classifications
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F03—MACHINES OR ENGINES FOR LIQUIDS; WIND, SPRING, OR WEIGHT MOTORS; PRODUCING MECHANICAL POWER OR A REACTIVE PROPULSIVE THRUST, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- F03C—POSITIVE-DISPLACEMENT ENGINES DRIVEN BY LIQUIDS
- F03C1/00—Reciprocating-piston liquid engines
- F03C1/22—Reciprocating-piston liquid engines with movable cylinders or cylinder
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- Reciprocating Pumps (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Mit der vorliegenden Construction wird die Nutzbarmachung kleiner Wasserkräfte zum directen
Betrieb von Pumpen bezweckt, und zwar durch Vereinigung des Motors mit der Pumpe
in einer und derselben Maschine.
Der Inhaber dieses Patentes benutzt hierzu seine durch Württembergisches Landes-Patent
vom 16. Juli 1873 geschützte Erfindung einer Wasserkraftmaschine mit oscillirendem Cylinder.
An der Construction dieser Maschine sind zur Erreichung des besagten Zweckes im Wesentlichen
folgende Veränderungen vorgenommen worden:
1. Verdickung der Kolbenstange;
2. Abtrennung des einen der beiden Austrittskanäle im hinteren Vertheilungskopf und
Verbindung desselben mit einem besonderen Windkessel und Steigrohr, eventuell;
3. Auswechselung der drei' Kanalmündungen im Spiegel des Vertheilungskopfes durch deren
vier, von welchen zwei zum Ein- und Austritt des Wassers hinter dem Kolben, die anderen
beiden zum Ein- 'und Austritt des Wassers vor demselben dienen.
Auf diese Weise ist aus der Wasserkraftmaschine eine für den beregten Zweck bestimmte
neue Maschine entstanden, welche Gegenstand der vorliegenden Patentschrift ist.
Beschreibung der Form I:
Aufschlag- und Saugwasserleitung vereinigt.
Aufschlag- und Saugwasserleitung vereinigt.
Der auf der Grundplatte A befestigte Vertheilungskopf B besitzt eine genau cylindrisch
ausgedrehte Schieberfläche α b, auf welcher das ebenso bearbeitete Ende α d des um die
Zapfen e e oscillirenden Cylinders C gleitet. e e sind in Lagern // gehalten, deren Stellschrauben
g g mit Hülfe von untergelegten Gummiplättchen den wasserdichten, aber die
Oscillation noch frei gestattenden Anschlufs an die Fläche α b jederzeit sichern. Der Kolben
h ist mittelst der aus der Stopfbüchse i heraustretenden Kolbenstange k und des Stangenkopfes
/ an die Kurbel m der Welle D angeschlossen,
und die Oscillation des Cylinders erfolgt somit in der gewöhnlichen Weise durch die Kolbenbewegung und Umdrehung der
Welle D.
Die Steuerung der Maschine, welche die Welle in stetige Umdrehung versetzt, erfolgt
durch das Hin- und Herschwingen des Cylinderendes α d auf der Fläche α b. In letztere
münden die drei rechteckigen Kanäle η ο ρ. Kanal η communicirt durch das Innere des
Vertheilungskopfes B hindurch mit dem Förderwasserwindkessel q und mit der Austrittsöffnung r,
durch welch letztere das Förderwasser in die Steigrohrleitung eintritt. Kanal ο communicirt
mit dem Triebwasserwindkessel s und durch den Stutzen t mit der Rohrleitung für das
Trieb- und Saugwasser, und Kanal/ durch den Stutzen η mit der Leitung zum Abführen des
verbrauchten Triebwassers. In das Cylinderende α d münden die beiden rechteckigen
Kanäle ν und w. ν communicirt mit dem
ringförmigen Raum χ vor dem Kolben, w mit dem vollen Raum y hinter demselben.
Die Wirkung ist folgende:
In der gezeichneten Stellung. communicirt Kanal ο mit ν, Kanal p mit w. Kanal η ist
abgeschlossen. Tritt Wasser unter einem ge-
wissen Druck in der Richtung der Pfeile aus der· Trieb- und Saugwasserleitung in den Vertheilungskopf
B, so gelangt dasselbe durch ν hindurch, treibt, den Raum χ anfüllend, den
Kolben zurück und versetzt die Kurbelwelle in der angedeuteten Richtung in Umdrehung.
Gleichzeitig strömt das hinter dem Kolben im Raumy befindliche Wasser durch/ und u hindurch
frei ab.
Bei dem todten Punkt ζ angekommen, wechselt das Spiel, da bei weiterer Drehung
der Welle nunmehr ν mit η und w mit ο
communicirt, während p abgeschlossen bleibt. Der Kolben wird nun durch das in den Raum y
unter Druck einströmende Triebwasser vorwärtsgeschoben und hierdurch das in χ befindliche
Wasser durch ν und η und durch die Austrittsöffnung r hindurchgeprefst, von wo es durch
die Steigrohrleitung weiter befördert wird. Dies vollzieht sich während des ganzen Kurbelweges
ζ Z1 , bis nach Passiren des zweiten todten
Punktes Z1 das zuerst beschriebene Spiel von Neuem beginnt.
Das der Maschine zugeführte Wasser wirkt somit auf beiden Seiten des Kolbens motorisch,
während das der rechten Seite zugeströmte Wasser, nachdem dasselbe seine Kraft abgegeben
hat, als Förderwasser in die Steigrohrleitung geprefst wird. Mit anderen Worten:
Die Maschine arbeitet als doppeltwirkender Wassermotor und einfachwirkende Pumpe.
Die beiden Windkessel, welche zweckmäfsig auch durch einen einzigen, innen mit Scheidewand
versehenen ersetzt werden können, dienen zur Abschwächung der beim Hubwechsel entstehenden
Wasserstöfse.
Man kann hiernach mit der in Rede stehenden Maschine ein Theilquantum des Wassers einer
kleineren Wasserkraft (z. B. einer an einem Bergabhang entspringenden Quelle) durch Benutzung
dieser Kraft selbst auf eine das Triebgefälle um ein Vielfaches überragende Höhe
fördern; es kommt nur darauf an, dafs das Verhältnifs: Kolbenstangenquerschnitt ^ ^
Cylmderbohrung
derhöhe und dem Triebwassergefälle entsprechend gewählt werde.
Beschreibung der Form II:
Trieb- und Saugwasserleitung getrennt,
Trieb- und Saugwasserleitung getrennt,
Wirkung umkehrbar.
Diese Form der Maschine unterscheidet sich von der Form I nur in der Einrichtung des
Vertheilungskopfes B und darin, dafs die Kanalmündungen ν und w etwas weiter auseinandergerückt
sind, weshalb hier nur diese Theile zu beschreiben nöthig sind, während im Uebrigen
das oben Gesagte auch hier Anwendung findet.
In die Schieberfläche α b münden vier rechteckige
Kanäle efg und h, von welchen gleichzeitig
nur zwei (entweder, wie in Fig. i,/"und h,
oder nach Fig. 2, e und g) mit den im Cylinderende α d mündenden Kanälen ν und w communiciren.
Letztere stehen mit dem ringförmigen Raum vor bezw. dem vollen Raum hinter dem Kolben in Verbindung. Die Maschine bezweckt
in dieser Form eine Trennung des Triebwassers vom Förderwasser und findet z. B. dann ihre
Anwendung, wenn es sich bei einer Wasserversorgung um Hebung von reinem Quellwasser
durch ein nicht geniefsbares Triebwasser handelt. Diesem Falle entsprechen die Bezeichnungen
der Fig. 1 und 2. Das Triebwasser tritt nur hinter dem Kolben ein und ' aus, das reine Quellwasser
nur vor demselben. Fig. 1 zeigt die Stellung des Cylinders bei rückläufiger Kolbenbewegung;
der Raum vor dem Kolben füllt sich je nach örtlichen Verhältnissen unter negativem
oder positivem Druck mit dem auf die Höhe zu fördernden Wasser, während das hinter dem
Kolben verbrauchte Wasser frei austritt. Steigleitung und Eintritt des Triebwassers sind abgeschlossen.
Fig. 2 zeigt den Cylinder bei Vorwärtsgang des Kolbens. Hinter den Kolben tritt motorisches Wasser; das vor demselben
befindliche Förderwasser wird in die Steigrohrleitimg geprefst. Saugwassereintritt und Triebwasseraustritt
bleiben geschlossen.
In dieser Form II ist die Wirkung der Maschine umkehrbar, d. h. es kann auch, entgegengesetzt
dem Obigen, die Pumpenwirkung in den Vollraum hinter den Kolben, die motorische Wirkung in den Ringraum vor demselben verlegt
werden, wenn man wenig Wasser unter hohem Druck durch den Kanal e zu- und
durch f frei ableitet, während Kanal h viel Saugwasser empfängt und durch g dasselbe auf
eine geringere Höhe geprefst wird.
Die Richtung der eingezeichneten Pfeile kehrt sich dann um.
Auch bei dieser Form lassen sich beide Windkessel zweckmäfsig in Einen mit Zwischenwand
versehenen verschmelzen.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Anwendung der Kröber'schen oscillirenden Wasserkraftmaschine gleichzeitig als Motor und Pumpe durch Einsetzung einer dicken Kolbenstange und entsprechende Formgebung des Vertheilungskopfes, entweder unter Entnahme des Förderwassers aus dem Triebwasser selbst oder getrennt von letzterem aus anderer Quelle; in letzterem Falle Erreichung der umkehrbaren Wirkung durch die oben näher beschriebenen Abänderungen.Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE14760C true DE14760C (de) |
Family
ID=291827
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT14760D Active DE14760C (de) | Kombinirte Wasserkraftmaschine und Pumpe |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE14760C (de) |
-
0
- DE DENDAT14760D patent/DE14760C/de active Active
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